– Dr. Holger Blask wird neuer Generalsekretär des DFB mit erweiterten Führungsaufgaben.
– Stephan Grunwald bleibt Schatzmeister und übernimmt zusätzlich die CFO/COO-Rolle.
– Beide stärken die strategische und wirtschaftliche Führung des Verbands.
DFB setzt auf Kontinuität: Blask wird Generalsekretär, Grunwald wiedergewählt
Der Deutsche Fußball-Bund stellt die Weichen für die kommenden Jahre mit bedeutenden Personalentscheidungen an der Verbandsspitze. Auf Vorschlag von Präsident Bernd Neuendorf berief das neu gewählte Präsidium Dr. Holger Blask zum Generalsekretär, während Stephan Grunwald als Schatzmeister bestätigt wurde. Beide Führungspersönlichkeiten übernehmen erweiterte Verantwortungsbereiche und sollen den DFB strategisch wie operativ in die Zukunft führen.
Die Pressemitteilung vom 7. November 2025 dokumentiert die Positionierungen der Beteiligten:
DFB-Präsident Bernd Neuendorf: „Dr. Holger Blask verbindet in seiner Doppelfunktion als Generalsekretär des DFB e.V. und Vorsitzender der Geschäftsführung der DFB GmbH & Co. KG strategische Führung, wirtschaftliche Steuerung und sportpolitische Verantwortung. Ziel ist es, den DFB als moderne, effiziente und gesellschaftlich wirksame Organisation weiterzuentwickeln und langfristig zukunftsfähig aufzustellen. Unterstützt wird er von Stephan Grunwald, unter dessen Regie sich der Verband finanziell und wirtschaftlich konsolidiert hat. Beide Personalien entsprechen meinem ausdrücklichen Wunsch.“
Alexander Wehrle, Aufsichtsratsvorsitzender der DFB GmbH & Co KG: „Unter der Führung von Dr. Holger Blask entwickelte sich die neu gegründete DFB GmbH & Co. KG zu einer erfolgreichen Unternehmenseinheit, die die wirtschaftliche Basis des DFB sichert und maßgeblich zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Finanzstruktur des Verbandes beiträgt. Ich begrüße ausdrücklich, dass der DFB mit ihm und Stephan Grunwald in den nächsten vier Jahren eine kompetente und starke Führung hat.“
Dr. Holger Blask: „Ich freue mich auf die neue Rolle und danke Präsident Bernd Neuendorf, dem Präsidium und dem Aufsichtsrat sowie der Gesellschafterversammlung für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Die zukünftigen, erweiterten Aufgaben sind eine spannende Herausforderung und zugleich eine große Chance. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Geschäftsführung sowie allen Fußballmacherinnen und -machern im DFB werde ich mein Bestes geben.“
Stephan Grunwald: „Ich freue mich über das Votum und das Vertrauen der Delegierten des DFB-Bundestages, des neu gewählten DFB-Präsidiums und der Gremien der DFB GmbH & Co. KG. Diese Unterstützung ist für mich eine große Bestätigung. Ich bin sehr dankbar, den Fußball auch in den kommenden Jahren in zentraler Funktion mitgestalten zu dürfen.“
Werdegang und Kompetenzprofil der neuen DFB-Führung
Die personellen Weichenstellungen beim Deutschen Fußball-Bund bringen zwei profilierte Persönlichkeiten in zentrale Positionen. Dr. Holger Blask und Stephan Grunwald verfügen über unterschiedliche, sich ergänzende berufliche Hintergründe, die sie für ihre erweiterten Aufgaben qualifizieren.
Werdegang von Stephan Grunwald
Stephan Grunwald bringt umfangreiche Erfahrungen aus dem Fußballverbandswesen mit. Vor seiner Nominierung zum DFB-Schatzmeister war er Vizepräsident Finanzen beim Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) und leitete die Revisionsstelle des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV). Diese Stationen verhalfen ihm zu profundem Wissen über die Finanzstrukturen und Governance-Prozesse im deutschen Fußball. Seine Expertise wurde über den Sport hinaus anerkannt: Das Wirtschaftsmagazin Capital zeichnete ihn 2023 als Preisträger der "Top 40 unter 40" aus*.
Dr. Holger Blask wiederum blickt auf eine Karriere zurück, die Wirtschaftskompetenz mit Fußball-Expertise verbindet. Als Vorsitzender der Geschäftsführung der DFB GmbH & Co. KG hat er bereits maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilisierung des Verbandes beigetragen. Seine neue Doppelfunktion als Generalsekretär des DFB e.V. und gleichzeitig Vorsitzender der Geschäftsführung der GmbH ermöglicht eine nahtlose Verzahnung von verbandlichen und wirtschaftlichen Belangen.
Beide Führungspersönlichkeiten repräsentieren damit unterschiedliche, aber essenzielle Kompetenzfelder: Grunwald mit seiner finanziellen und governancebezogenen Expertise, Blask mit seiner Erfahrung in strategischer Führung und wirtschaftlicher Steuerung. Diese Kombination soll den DFB als moderne, effiziente und gesellschaftlich wirksame Organisation weiterentwickeln.
Finanzielle Konsolidierung: Vom bescheidenen Plus zum deutlichen Gewinn
Die finanzielle Entwicklung des Deutschen Fußball-Bundes zeigt eine markante positive Wende. Nach Jahren der Herausforderungen gelang dem Verband eine spürbare wirtschaftliche Stabilisierung, die sich in deutlich verbesserten Kennzahlen niederschlägt.
Finanzentwicklung 2023 → 2024
Der DFB verbucht für das Geschäftsjahr 2024 einen Gewinn von 30 Millionen Euro (Stand: 28. Juni 2025). Dieser Wert stellt eine erhebliche Steigerung gegenüber dem Vorjahresergebnis dar: 2023 hatte der Verband noch 4,9 Millionen Euro Gewinn ausgewiesen (Stand: 28. Juni 2025).
Ursachen für das Plus
Mehrere Faktoren trugen zu dieser positiven Entwicklung bei. DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald führte als Gründe für die verbesserte finanzielle Lage sparsames Wirtschaften und sehr gute Vermarktungsergebnisse der DFB GmbH & Co. KG an (Stand: 28. Juni 2025)*. Diese Maßnahmen festigten die wirtschaftliche Basis des Verbandes nachhaltig.
Die wirtschaftliche Konsolidierung unterstreicht die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen DFB e.V. und der DFB GmbH & Co. KG, die als Unternehmenseinheit maßgeblich zur Stabilisierung der Finanzstruktur beiträgt.
Was die Personalentscheidung für den Amateurfußball bedeutet
Die Doppelspitze aus Holger Blask und Stephan Grunwald übernimmt zu einem Zeitpunkt, an dem die finanziellen Weichen für den deutschen Fußball neu gestellt werden müssen. Während die wirtschaftliche Konsolidierung des DFB laut den Verantwortlichen bereits Fortschritte zeigt, stellt sich die Frage: Kommen diese positiven Entwicklungen auch bei den Vereinen, Ehrenamtlichen und Fans an?
Die erweiterte Führungsverantwortung von Grunwald für Bereiche wie "Campus, Logistik & Services" deutet auf strategische Prioritäten hin. Gleichzeitig übernimmt Blask die übergreifende Steuerung des Geschäftsbereichs "Amateurfußball und Fußballentwicklung". Diese Aufgabenteilung könnte konkrete Auswirkungen auf drei Ebenen haben:
Im Vereinsbetrieb geht es um die Grundversorgung des Amateurfußballs. Die in Kapitel 3 beschriebenen finanziellen Herausforderungen des DFB könnten sich hier direkt niederschlagen – etwa durch veränderte Fördermittel oder angepasste Unterstützungsleistungen für die rund 24.000 Vereine in Deutschland*. Die Doppelfunktion von Blask als Generalsekretär des DFB e.V. und Vorsitzender der Geschäftsführung der GmbH soll laut Präsident Bernd Neuendorf genau diese Brücke schlagen zwischen "strategischer Führung, wirtschaftlicher Steuerung und sportpolitischer Verantwortung".
Bei der Finanzierung und Projektumsetzung wird Grunwalds erweiterte Rolle als CFO/COO der DFB GmbH entscheidend sein. Investitionen in Infrastrukturprojekte wie den DFB-Campus oder digitale Services müssen sich gegen andere Ausgabenschwerpunkte behaupten. Alexander Wehrle, Aufsichtsratsvorsitzender der DFB GmbH & Co KG, betont zwar die wirtschaftliche Stabilisierung unter der bisherigen Führung – ob diese jedoch bei den Amateurvereinen ankommt, bleibt die zentrale Frage.
Im Bereich soziale Verantwortung übernimmt Blask zusätzlich die Steuerung von "Politische Beziehungen, Gesellschaft und Sicherheit". Dies könnte langfristig Auswirkungen auf Themen wie Sicherheitskonzepte bei Spielen, Nachhaltigkeitsinitiativen oder die Einbindung von Fans haben.
Die wichtigsten Folgen für Vereine, Ehrenamt und Fans lassen sich so zusammenfassen:
- Die Doppelspitze soll wirtschaftliche Stabilität mit sportpolitischer Expertise verbinden
- Bereiche wie Amateurfußball-Entwicklung und Infrastrukturprojekte erhalten neue Führungsstrukturen
- Die erweiterte Verantwortung für Gesellschaft und Sicherheit könnte Fanbelange stärker berücksichtigen
- Die wirtschaftliche Konsolidierung des DFB muss sich in konkreten Vereinsförderungen niederschlagen
Die eigentliche Bewährungsprobe für die neue Führung wird sein, ob die versprochene "langfristige Zukunftsfähigkeit" des Verbandes auch die Basis erreicht – die Vereine und Ehrenamtlichen, die den deutschen Fußball tagtäglich am Leben erhalten.
Was kommt jetzt? Beobachtungspunkte für die Zukunft
Die Personalentscheidungen beim DFB sind gefallen – jetzt richten sich die Blicke nach vorn. Die neu gebildete Führungsspitze um Generalsekretär Dr. Holger Blask und Schatzmeister Stephan Grunwald steht vor der Aufgabe, ihre strategischen Ankündigungen mit konkreten Maßnahmen zu untermauern. Für interessierte Beobachter bieten sich mehrere Kanäle an, um die weitere Entwicklung des Verbands transparent zu verfolgen.
Die nächsten Geschäftsberichte des DFB geben Aufschluss über die finanzielle Konsolidierung unter Grunwalds Regie.* Besonders aufschlussreich dürften die Berichte der DFB GmbH & Co. KG sein. Parallel lohnt sich die Verfolgung der Bundestagssitzungen, in denen die sportpolitische Ausrichtung debattiert wird.*
Medien begleiten die Umsetzung der neuen strategischen Prioritäten kritisch. Die Fachpresse berichtet regelmäßig über Entwicklungen im Amateur- und Profifußball, während überregionale Zeitungen die gesellschaftliche Wirkung des DFB analysieren. Offizielle Pressemitteilungen des Verbands liefern zudem Einblicke in die operative Arbeit der erweiterten Führungsriege.
In den kommenden Monaten wird sich zeigen, wie die Doppelfunktion von Holger Blask in der Praxis funktioniert und welche konkreten Auswirkungen die erweiterte Verantwortungsverteilung hervorbringt.
Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen und Zitate stammen aus einer Pressemitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
Weiterführende Quellen:
- „Stephan Grunwald war Vizepräsident Finanzen beim Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) und Leiter der Revisionsstelle des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) vor seiner Nominierung zum DFB-Schatzmeister.“ – Quelle: https://www.hfv-online.de/artikel/news/stephan-grunwald-neuer-dfb-schatzmeister-13651/
- „DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald wurde als Preisträger der ‚Top 40 unter 40‘ des Wirtschaftsmagazins Capital 2023 ausgezeichnet.“ – Quelle: https://www.dfb.de/news/detail/grunwald-gehoert-zu-den-top-40-unter-40-256860/
- „Der DFB verbucht für das Geschäftsjahr 2024 einen Gewinn von 30 Millionen Euro (Stand: 28. Juni 2025), gegenüber 4,9 Millionen Euro im Vorjahr 2023.“ – Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/dfb-verbucht-30-millionen-gewinn-fuer-104.html
- „Grunwald führte als Schatzmeister sparsames Wirtschaften, sehr gute Vermarktungsergebnisse der DFB GmbH & Co. KG sowie den Verkauf von Verbandsliegenschaften an, was zu deutlich aufgestockten Rücklagen führte (Stand: 28. Juni 2025).“ – Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/dfb-verbucht-30-millionen-gewinn-fuer-104.html
10 Antworten
Die neue Führung scheint viele Möglichkeiten mitzubringen für den DFB, aber ich frage mich auch: Wird das alles wirklich den kleinen Clubs helfen oder nur dem großen Geschäft dienen?
Ich finde, dass die Kombination aus wirtschaftlicher und sportpolitischer Führung eine gute Idee ist. Es bleibt aber abzuwarten, ob das auch tatsächlich umgesetzt wird! Wie seht ihr das?
Ich stimme dir zu! Das Vertrauen in neue Führung braucht Zeit und Ergebnisse, um wirklich positiv wahrgenommen zu werden.
Ja genau! Die Frage bleibt: Wie wird man in der Praxis transparent machen, was passiert?
Die neuen Führungsstrukturen klingen vielversprechend! Aber ich mache mir Sorgen darüber, ob alle Fans und Ehrenamtlichen genug Gehör finden werden bei diesen Änderungen. Was denkt ihr darüber?
Das ist ein wichtiger Punkt! Ich hoffe, dass der DFB auch die Meinungen der Basis hört und ernst nimmt.
Es ist gut zu hören, dass es beim DFB eine finanzielle Verbesserung gibt! Aber wie werden diese 30 Millionen Euro konkret verwendet? Gibt es da schon Pläne für die Förderung von Jugendfußball?
Das wäre wirklich interessant zu wissen! Die Förderung des Jugendfußballs ist entscheidend für die Zukunft. Welche Initiativen könnten hier konkret geplant werden?
Ich finde es spannend, dass Dr. Blask und Grunwald so wichtige Rollen übernehmen. Wie wird sich das auf die Amateurvereine auswirken? Ich hoffe, dass die Unterstützung für die Vereine nicht zu kurz kommt.
Ja, das ist echt wichtig! Die Vereine sind das Herz des Fußballs. Was denkt ihr über die finanzielle Situation der Amateurclubs in den nächsten Jahren?