Deutschlandticket: Viel Luft nach oben für sozialverträgliche Mobilitätswende

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Bündnis fordert langfristige Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr

Berlin – Das Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende, bestehend aus Sozial-, Wohlfahrts- und Umweltverbänden, Gewerkschaften sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland, drängt auf umfassende und langfristige Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr. Der Sozialverband Deutschland e. V. (SoVD) ist Teil dieses Bündnisses und sieht das Deutschlandticket als einen ersten Schritt in die richtige Richtung, jedoch als noch unzureichend an.

Deutschlandticket muss für alle zugänglich sein

Das Deutschlandticket erfüllt laut dem Bündnis in seiner jetzigen Form nicht den Anspruch eines für alle zugänglichen öffentlichen Nahverkehrs. Mit einem Standardpreis von 49 Euro ist es für Familien, Kinder und Jugendliche sowie für Menschen mit geringem oder keinem Einkommen zu teuer. Das Bündnis fordert eine flächendeckende, einheitliche Regelung für Sozialtickets und kostenfreie Schülertickets mit deutschlandweiter Gültigkeit oder zumindest einer Mitnahmeregelung für Kinder bis 14 Jahre.

Ampel-Koalition muss Worten Taten folgen lassen

Die Ampel-Koalition hat sich in ihrem Koalitionsvertrag zu einem leistungsfähigen, stärker genutzten öffentlichen Nahverkehr bekannt. Doch ohne massive Investitionen in ein flächendeckendes und barrierefreies Angebot im ländlichen Raum und in den Städten ist dieses Bekenntnis wenig wert. Dazu gehört neben dem Ausbau und der Instandhaltung von Fahrzeugen und Infrastruktur auch die Verbesserung der Situation der Beschäftigten im Sektor, um diesen für Nachwuchskräfte attraktiver zu gestalten.

Ganzheitliches Konzept notwendig

Das Bündnis drängt darauf, dass das Deutschlandticket allein nicht genug ist. Es braucht umfassende Finanzierungszusagen von Bund und Ländern sowie die Zusammenarbeit von Politik, Verkehrsgesellschaften und Verbänden. Die Debatten und die Erarbeitung des Ausbau- und Modernisierungspakets sollten im engen Dialog mit der Zivilgesellschaft geführt werden, um die Potenziale des öffentlichen Nahverkehrs voll auszuschöpfen.

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Über das Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende

Das Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende bündelt die Expertise aus Sozial-, Wohlfahrts- und Umweltverbänden (SoVD, VdK, AWO, VCD, BUND, NABU), Gewerkschaften (IG Metall, ver.di, DGB) sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), um zusammen die Transformation der Mobilität in Deutschland zu unterstützen. Das Bündnis vertritt viele Millionen Mitglieder und bietet eine Plattform für die Fragestellungen rund um eine soziale und ökologische Mobilitätswende. Es wird gefördert und unterstützt durch die Stiftung Mercator.

4 Kommentare

  1. Ich bin mir nicht sicher, ob ein Deutschlandticket für alle wirklich sinnvoll ist. Es könnte zu überfüllten Zügen führen.

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