– Der Deutsche Tourismuspreis 2026 startet seine Bewerbungsphase bis zum 2. Juni.
– Die Auszeichnung sucht innovative Projekte für die Zukunft des Deutschlandtourismus.
– Die Preisverleihung findet am 19. November 2026 beim Deutschen Tourismustag in Leipzig statt.
Bewerbungsstart für den Deutschen Tourismuspreis 2026
Der Deutsche Tourismusverband hat am 1. April 2026 die Bewerbungsphase für den Deutschen Tourismuspreis 2026 eröffnet. Bis zum 2. Juni können Unternehmen, Organisationen und Kommunen ihre Projekte einreichen. Gesucht werden laut Verband innovative, kreative und professionell umgesetzte Erlebnis- und Serviceangebote, Kooperationsmodelle, Finanzierungskonzepte, Digitalisierungsprojekte, Marketingkampagnen, Mobilitätsangebote, Veranstaltungen sowie weitere zukunftsweisende Projekte und Produkte für den Deutschlandtourismus.
Damit richtet sich der Wettbewerb an Akteure, die auf aktuelle Veränderungen in der Branche mit neuen Ideen reagieren. Der Preis versteht sich damit nicht nur als Auszeichnung, sondern auch als Schaufenster für Projekte, die Orientierung für andere touristische Akteure bieten sollen. Im Jahr 2026 wird der Deutsche Tourismuspreis zum 22. Mal verliehen.
Norbert Kunz, Geschäftsführer des DTV, formuliert den Anspruch so: „Der Deutschlandtourismus steht vor großen Transformationsaufgaben – von Digitalisierung über Nachhaltigkeit bis hin zu neuen Gästeerwartungen. Mit dem Deutschen Tourismuspreis zeichnen wir Projekte aus, die mit Innovationskraft, Mut und Qualität zeigen, wie die Zukunft des Reiselandes Deutschland erfolgreich gestaltet werden kann“, so Norbert Kunz, Geschäftsführer des DTV.
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Wie der Wettbewerb 2026 funktioniert
Der Ablauf des Wettbewerbs ist klar strukturiert. Zunächst reichen Interessierte ihre Projekte ein. Bewertet werden die Bewerbungen nach vier Kriterien. Das mit Abstand höchste Gewicht hat „Innovation und Zukunftsorientierung“ mit 55 Prozent. Die drei weiteren Kriterien – „Soziale Nachhaltigkeit und Qualität“, „Ökonomische Nachhaltigkeit und Wirtschaftliche Effekte“ sowie „Ökologische Nachhaltigkeit und Klimaschutz“ – fließen jeweils mit 15 Prozent in die Bewertung ein.
Auf dieser Grundlage wählt eine Expertenjury zunächst die zehn überzeugendsten Bewerbungen aus. Diese stellen ihre Projekte anschließend in einem nicht öffentlichen Online-Pitch vor. Danach bestimmt die Jury fünf Finalisten. Sie konkurrieren um drei Jurypreise sowie den ADAC-Publikumspreis.
Gerade dieser Publikumspreis schafft einen direkten Bezug zur Öffentlichkeit: Über ihn entscheidet eine öffentliche Online-Abstimmung. Die Preisverleihung ist für den 19. November 2026 beim Deutschen Tourismustag in Leipzig geplant.
Einordnung: Was der Preis über den Wandel im Tourismus zeigt
Die Themen, die der Deutsche Tourismuspreis 2026 in den Mittelpunkt rückt, verweisen auf zentrale Aufgaben der Branche. Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Mobilität und veränderte Gästeerwartungen sind keine abstrakten Schlagworte, sondern Felder, in denen sich touristische Angebote und Geschäftsmodelle weiterentwickeln müssen.
Auffällig ist dabei vor allem die Gewichtung der Bewertungskriterien. Laut Pressemitteilung vom 1. April 2026 liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr mit 55 Prozent deutlich auf Innovation und Zukunftsorientierung. Das spricht dafür, dass der Wettbewerb 2026 besonders stark nach Projekten sucht, die neue Antworten auf den Wandel im Deutschlandtourismus geben.
Zum Vergleich: Für den Wettbewerb 2025 entfiel laut den damaligen FAQ auf der Website des Preises der größte Anteil der Bewertungspunkte auf Innovation mit 40 Prozent. Als gesicherter Fakt lässt sich festhalten: Im aktuellen Wettbewerb steht Innovation so klar im Zentrum wie in der Pressemitteilung ausgewiesen.
Warum der Deutschlandtourismus wirtschaftlich relevant ist
Die Bedeutung des Preises erschließt sich auch aus der wirtschaftlichen Rolle des Tourismus. Der Deutsche Tourismusverband ist der Dachverband der kommunalen, regionalen und landesweiten Tourismusorganisationen in Deutschland. Er vertritt seit 1902 die Interessen des öffentlich finanzierten Deutschlandtourismus gegenüber Politik und Behörden, vernetzt die Branche und entwickelt Qualitätsstandards. Zugleich positioniert er den Tourismus als Leitökonomie, setzt sich für eine stabile öffentliche Finanzierung ein und engagiert sich für einen nachhaltigen Qualitätstourismus.
Dass sich der Verband ausdrücklich auch an Kommunen richtet, ist daher folgerichtig. Touristische Innovationen entstehen nicht nur in Unternehmen, sondern ebenso in Regionen und Städten, etwa bei Mobilitätsangeboten, Veranstaltungen oder Kooperationen zwischen öffentlichen und privaten Akteuren.
Wie relevant die Branche insgesamt ist, zeigt eine vom Verband angeführte Kennzahl aus der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus 2024“ von DIW Econ: Der Tourismus trägt in Deutschland mit 2,7 Millionen Beschäftigten und einer Bruttowertschöpfung von 144 Milliarden Euro zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Vor diesem Hintergrund ist der Wettbewerb mehr als ein Branchenpreis. Er verweist auf ein Wirtschafts- und Entwicklungsfeld, das viele Regionen unmittelbar betrifft.
Ausblick auf Bewerbung und Preisverleihung
Für interessierte Unternehmen, Organisationen und Kommunen läuft nun die Bewerbungsphase. Projekte können noch bis zum 2. Juni eingereicht werden. Danach folgt das Auswahlverfahren mit Jurybewertung, Online-Pitch und Finalrunde.
Öffentliche Aufmerksamkeit erhält der Wettbewerb spätestens dann, wenn die fünf Finalisten feststehen und die Abstimmung über den ADAC-Publikumspreis beginnt. Ihren Abschluss findet die Wettbewerbsrunde am 19. November 2026 in Leipzig. Dann zeigt sich, welche Projekte aus Sicht der Jury und des Publikums als richtungsweisend für den Deutschlandtourismus gelten.
Die vorliegenden Informationen und Zitate beruhen auf einer Pressemitteilung des Deutschen Tourismusverbands.
Weiterführende Quellen:
- „Im Jahr 2026 wird der Deutsche Tourismuspreis zum 22. Mal vom Deutschen Tourismusverband (DTV) verliehen (Stand: 2026).“ – Quelle: https://www.deutschertourismuspreis.de
- „Fünf Projekte wurden als Nominierten für den Deutschen Tourismuspreis 2025 ausgewählt, darunter Finalisten für Jurypreise und ADAC-Publikumspreis (Stand: 2025).“ – Quelle: https://www.deutschertourismuspreis.de/aktuelles/die-fuenf-nominierten-2025.html
- „Der Großteil der Bewertungspunkte entfällt auf Innovation mit 40 Prozent, ergänzt durch Qualität & Kundenorientierung, Wirtschaftlichkeit sowie Nachhaltigkeit (Stand: 2025).“ – Quelle: https://www.deutschertourismuspreis.de/wettbewerb/faq
Update: Warum das Thema wichtig bleibt
Der Deutsche Tourismuspreis 2026 macht deutlich, dass sich Deutschland im Wettbewerb der Reiseziele neu aufstellen muss: Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Mobilität und neue Gästeerwartungen werden im Verfahren nicht nur genannt, sondern über die Bewertungskriterien auch priorisiert. Besonders relevant ist dabei die starke Gewichtung von „Innovation und Zukunftsorientierung“.
Damit betrifft der Wettbewerb vor allem diejenigen, die touristische Angebote gestalten und umsetzen: Unternehmen, Organisationen und Kommunen. Für sie wird der Preis zum Projekt-Impulsgeber, weil er zeigt, welche Innovationen bei gleichzeitiger sozialer, ökologischer und ökonomischer Verantwortung zählen. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf einen Bereich, der laut Verband wirtschaftlich stark wirkt und viele Regionen beschäftigt.
Was Leserinnen und Leser jetzt wissen sollten
Welche Projekte werden 2026 gesucht?
Gesucht werden u. a. Erlebnis- und Serviceangebote, Kooperationsmodelle, Digitalisierungs- und Marketingprojekte sowie Mobilitätsangebote und Veranstaltungen.
Wie wird die Juryentscheidung gewichtet?
„Innovation und Zukunftsorientierung“ macht 55% aus. „Soziale Nachhaltigkeit und Qualität“, „Ökonomische Nachhaltigkeit und Wirtschaftliche Effekte“ sowie „Ökologische Nachhaltigkeit und Klimaschutz“ jeweils 15%.
Wie läuft die öffentliche Beteiligung ab?
Zum ADAC-Publikumspreis gibt es eine öffentliche Online-Abstimmung, die einen direkten Bezug zur Öffentlichkeit herstellt.
Wer kann sich bewerben und wer hilft bei Fragen?
Bewerben können Unternehmen, Organisationen und Kommunen. Eine passende Anlaufstelle können Fachstellen, Beratungsstellen oder zuständige Behörden sein.