Ein Preis für Kinder und Jugendliche klingt schnell nach Auszeichnung für gute Ideen. Der Deutsche Kinder- und Jugendpreis 2027 meint aber mehr: Er sucht Projekte, in denen junge Menschen nicht nur mitreden, sondern ihre eigene Lebenswelt sichtbar mitgestalten. Genau dafür nimmt das Deutsche Kinderhilfswerk ab sofort Bewerbungen entgegen.
Das passt zu dem Verein, der sich für Kinderrechte und die Beteiligung junger Menschen einsetzt. Bis zum 13. Dezember 2026 können Projekte online über die Website des Deutschen Kinderhilfswerks eingereicht werden. Voraussetzung ist, dass das Vorhaben bereits begonnen hat oder innerhalb des vergangenen halben Jahres abgeschlossen wurde.
Ausgeschrieben sind insgesamt 30.000 Euro Preisgeld. Vergeben wird der Preis in den Kategorien Solidarisches Miteinander, Politisches Engagement sowie Kinder- und Jugendkultur. Die drei Erstplatzierten sollen jeweils 6.000 Euro erhalten. In jeder Kategorie ist außerdem eine lobende Erwähnung mit 3.000 Euro vorgesehen. Weitere 3.000 Euro entfallen auf den Europa-Park JUNIOR CLUB Award.
Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerks, fasst den Gedanken hinter dem Preis so zusammen: „Mit dem Deutschen Kinder- und Jugendpreis zeichnen wir das Engagement von Kindern und Jugendlichen für ihre eigenen Rechte oder die Rechte anderer aus.“ Der Preis würdigt nach seiner Beschreibung also Projekte, mit denen junge Menschen für sich selbst oder für andere einstehen.
Auch der Auswahlweg ist ungewöhnlich nah an der Zielgruppe, aber nicht allein von ihr bestimmt. Zunächst nominiert eine Fachjury in jeder Kategorie sechs Projekte für die Endauswahl. Danach entscheidet der Kinder- und Jugendbeirat des Deutschen Kinderhilfswerks als Kinderjury über die Preisträgerinnen und Preisträger. Die Vorauswahl bleibt damit bei Fachleuten, die letzte Entscheidung liegt bei jungen Menschen.
Die Preisverleihung ist für Juni 2027 im Europa-Park in Rust geplant. Dort sollen Kinder und Jugendliche aus den Gewinnerprojekten ihr Vorhaben auf der Bühne vorstellen können. Für die Projekte geht es damit nicht nur um Geld, sondern auch um Sichtbarkeit – und um die seltene Gelegenheit, dass aus Mitwirkung öffentlich Anerkennung wird.





