– Deutsche Games-Branche wächst nur noch um 4 % auf 948 Unternehmen.
– Beschäftigtenzahl stieg um 3,5 % auf 12.408, deutlich langsamer als Vorjahreswachstum.
– Bundesförderung sichert stabil über 30.000 Arbeitsplätze, dennoch sind weitere Fördermittel nötig.
Deutscher Games-Markt zeigt verhaltenes Wachstum bei stabiler Gesamtentwicklung
Die deutsche Games-Branche durchläuft derzeit eine Phase des verlangsamten Wachstums, bleibt jedoch im internationalen Vergleich stabil. Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der Unternehmen nur noch um vier Prozent auf insgesamt 948 Firmen gestiegen, die sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Computer- und Videospielen spezialisiert haben. Besonders bemerkenswert ist der Zuwachs von rein auf die Entwicklung ausgerichteten Unternehmen, deren Anzahl um sechs Prozent auf 477 anstieg. Daneben konzentrieren sich weitere 52 Firmen ausschließlich auf das Publishing, während 419 Unternehmen sowohl entwickeln als auch vermarkten. Trotz dieser mäßigen Wachstumsrate hat die Branche seit 2020 insgesamt um beeindruckende 52 Prozent zugelegt. Die Beschäftigtenzahl in Entwicklungsstudios und bei Publishern nahm ebenfalls weiter zu, wenngleich mit einem abgeschwächten Tempo von 3,5 Prozent auf 12.408 Mitarbeiter – im Vorjahr lag das Wachstum hier noch bei sieben Prozent. Felix Falk, Geschäftsführer des Verbands, betont: Das leichte Wachstum der deutschen Games-Branche ist vor dem Hintergrund der harten internationalen Konsolidierungswelle eine beachtliche Entwicklung. Die Games-Förderung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die Bundesförderung erweist sich dabei als ein Schlüsselfaktor für die Stabilität vieler deutscher Studios, obwohl der seit über einem Jahr bestehende Antragsstopp neue Entwicklungen erheblich erschwert. Insgesamt sichert die deutsche Games-Branche über 30.000 Arbeitsplätze. Dennoch sieht die Branche mit Sorge in die Zukunft. Zusammen mit der Konsolidierungswelle haben die derzeit weder planbaren noch wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen das ermutigend starke Wachstum der letzten Jahre abreißen lassen, so Falk weiter. Die Bundesregierung muss endlich die bereits zugesagten Fördermittel verfügbar machen und auf den Weg einer ambitionierten Games-Politik aus einer Hand zurückkehren, so wie sie es in der jüngsten Wachstumsinitiative angekündigt hat.
Herausforderungen und Perspektiven der deutschen Games-Industrie
Die deutsche Games-Branche steht vor einer Phase mit verlangsamtem Wachstum, in der sich mehrere globale Faktoren kombinieren und die Entwicklung bremsen. Wesentliche Ursachen dafür sind eine zurückhaltende Investitionsneigung weltweit, die sich auf innovative Vorhaben auswirkt, sowie eine anhaltende Konsolidierung im Tech-Sektor, die weniger finanzielle Spielräume für neue Projekte hinterlässt. Diese Entwicklungen setzen die deutsche Industrie unter Druck, die auf internationale Wettbewerbsfähigkeit angewiesen ist und zugleich von planbaren Rahmenbedingungen profitiert.
Staatliche Förderungen spielen hierbei eine zentrale Rolle, da sie eine verlässliche Unterstützung für die Games-Entwicklung bieten und Investitionen absichern können. Die Branche benötigt klare und dauerhafte politische Signale, um Innovationen voranzutreiben und Talente zu binden. Zugleich zeigt sich, dass eine Politik mit Förderstopps Risiken birgt: So können Beschäftigungszahlen stagnieren oder sogar sinken, wodurch die Zukunftsfähigkeit der Branche infrage gestellt wird. Die Konsequenzen betreffen nicht nur Produktionsstätten, sondern auch die gesamte Kreativwirtschaft rund um Spieleentwicklung und -vermarktung.
Internationale Entwicklung und Konkurrenz
Im internationalen Vergleich erlebt die deutsche Games-Industrie eine wachsende Konkurrenz durch Märkte, die teils schneller und großzügiger fördern. Globale Player können flexibler agieren und setzen oft auf größere Budgets, was den Druck auf die heimische Branche erhöht.
Bedeutung politischer Förderungen
Politische Förderprogramme sind deshalb mehr als reine Finanzhilfen – sie schaffen ein Umfeld, in dem Entwicklerinnen und Entwickler langfristige Projekte planen können. Das fördert Innovation und sichert Arbeitsplätze. Ohne diese Struktur wird die Branche anfälliger für externe Marktschwankungen.
Zentrale Herausforderungen und Chancen lassen sich so zusammenfassen:
- Finanzielle Engpässe durch globale Investitionszurückhaltung
- Notwendigkeit stabiler, planbarer politischer Förderungen
- Gefahr der wirtschaftlichen Stagnation ohne Förderung
- Wettbewerbsdruck durch international besser unterstützte Märkte
Für die kommenden Jahre zeichnet sich ab, dass die deutsche Games-Industrie ihre Position halten kann, wenn passende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Zukunftsfähigkeit wird wesentlich davon abhängen, ob es gelingt, Förderstops zu vermeiden und ein innovationsfreundliches Klima zu erhalten. Nur so können Beschäftigung gesichert und die Entwicklungen der globalen Branche nachhaltig mitgestaltet werden.
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Geringeres Wachstum bei den Beschäftigten und weniger neue Unternehmen: …
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8 Kommentare
948 Firmen sind viel. Das ist aber nicht genug?
Ja, müssen mehr sein, weil Videospiele wichtig sind!
Der Staat muss mehr helfen, dann gehts besser!
Wachstum ist wichtig! Aber warum nur 3,5 Prozent?
Sind ja viele Probleme, die das verlangsamen!
Weil international wenig Geld rein kommt, glaub ich.
Die Infos sind gut, aber zu viele Firmen! Warum so langsam?
Förderung ist gut, aber wann mehr kommt?