Deutsche Umwelthilfe warnt vor gefährlicher CO2-Verpressung in EU Carbon Management-Strategie

Neue EU-Strategie zur Kohlenstoff-Bewirtschaftung sorgt für Aufsehen: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt vor dem Einsatz von "Carbon Capture and Storage" (CCS) als gefährliche Täuschung der fossilen Industrie. Laut einer aktuellen Studie schadet die Verpressung von CO2 im Meeresboden, insbesondere in der Nordsee, den bereits gefährdeten Ökosystemen erheblich. CCS ist daher keine Lösung für die Klimakrise, so die DUH. Stattdessen fordert die Organisation eine drastische Reduzierung von CO2-Emissionen und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Veröffentlichung der Carbon Management-Strategie der EU erhöht die DUH den Druck auf die Politik.

Bremen (VBR). Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt vor einer gefährlichen Scheinlösung zugunsten der fossilen Industrie im Zusammenhang mit der aktuellen Carbon Management-Strategie der Europäischen Union. In einer vor kurzem veröffentlichten Pressemitteilung weist die DUH darauf hin, dass die Verpressung von Kohlendioxid (CO2) im Meeresboden, insbesondere in der Nordsee, erhebliche Risiken birgt und gefährdete Ökosysteme schädigt.

Eine aktuelle Studie des Center for International Environmental Law (CIEL) zeigt, dass die Verpressung von CO2 in der Nordsee in einem bislang unerreichten Ausmaß vorangetrieben wird. Dabei ist die Wirksamkeit dieser Technik nicht bewiesen, und auch die Kosten können nicht abgeschätzt werden. Die DUH betont, dass “Carbon Capture and Storage” (CCS) keine Lösung für die Klimakrise ist. Stattdessen fordert sie eine massive Reduzierung von CO2-Emissionen sowie den konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien.

Laut Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, ist CCS lediglich eine Ausrede für die fossile Industrie, um ihr klimaschädliches Geschäftsmodell fortzuführen und die Klimakrise weiter anzufeuern. Er hebt hervor, dass die Nordsee bereits stark übernutzt ist und zusätzlichen Belastungen nicht standhalten kann. Die Politik solle sich stattdessen auf die Einsparung von CO2, den Ausbau erneuerbarer Energien und eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft konzentrieren.

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Lili Fuhr, Leiterin Fossile Wirtschaft am CIEL, betont, dass CCS in der Vergangenheit nur zu Fehlschlägen und gebrochenen Versprechen geführt hat. Sie fordert echte Klimaschutzmaßnahmen, die sowohl unsere Ozeane schützen als auch den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas beschleunigen.

Die DUH weist auf den Report “Deep Trouble: The Risks of Offshore Carbon Capture and Storage” des CIEL hin, der die historische Entwicklung von CCS beschreibt, potenzielle Auswirkungen und Risiken aufzeigt sowie auf rechtliche und politische Rahmenbedingungen hinweist. Die DUH hat eine deutsche Kurzfassung des Berichts veröffentlicht.

Pressekontakt:
– Lili Fuhr, Leiterin Fossile Wirtschaft CIEL (lfuhr@ciel.org)
– Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH (0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de)
– DUH-Newsroom (030 2400867-20, presse@duh.de)

Weitere Informationen sind auf der Webseite der DUH verfügbar (www.duh.de), sowie auf Social-Media-Plattformen wie Facebook (www.facebook.com/umwelthilfe), Instagram (www.instagram.com/umwelthilfe), LinkedIn (www.linkedin.com/company/umwelthilfe) und TikTok (@umwelthilfe).

Hintergrund:
Die Verpressung von CO2 im Meeresboden ist Teil der Carbon Management-Strategie der Europäischen Union. Diese Technologie soll dabei helfen, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Die Studie des CIEL warnt jedoch vor den Risiken und betont, dass echte Klimaschutzmaßnahmen nötig seien, um die Ozeane zu schützen und den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen voranzutreiben. Die DUH setzt sich für eine konsequente Energiewende und eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft ein.

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