– Bei den Deutschen Meisterschaften in Oberstdorf siegten Minerva Hase/Nikita Volodin im Paarlauf und Genrikh Gartung bei den Herren.
– Das DEU-Team für die Eiskunstlauf-EM 2026 in Sheffield wurde nominiert, angeführt von den Paarlauf-Europameistern.
– Die Meisterschaften mit 400 Teilnehmern dienten auch als Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2026.
Deutsche Meisterschaften 2025: Die Sieger, die Zitate, die Zahlen
Bei den 127. Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlaufen in Oberstdorf zeigten die Athletinnen und Athleten im Kür-Finale der Meisterklasse Weltklasseleistungen. Die Wettkämpfe waren der letzte nationale Test vor den großen internationalen Höhepunkten der Saison.
Die Paarlauf-Europameister Minerva Hase und Nikita Volodin setzten mit 223,13 Punkten (Stand: 2025)* den Höhepunkt. „Nach dem Grand-Prix-Finale wieder nach Oberstdorf zu kommen und hier so einen schönen Jahresabschluss vor Heim-Publikum zu haben ist etwas Besonderes. Ich bin sehr stolz, dass wir die Kür so zeigen und bis zum Ende 100 Prozent geben konnten“, sagte Minerva Hase.
Im Eistanzen jubelten die Lokalmatadoren Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan mit 196,57 Punkten (Stand: 2025)* über ihren fünften deutschen Meistertitel. „Die letzten zehn Jahre waren für uns der Weg zu dem großen Ziel Olympische Spiele und vor der Kür haben wir uns gesagt: Wenn wir jetzt gut performen, steht jeder Titel für einen der fünf Ringe. Es ist überwältigend“, erzählte Benjamin Steffan.
Bei den Herren überzeugte Genrikh Gartung mit der besten Kür seiner Karriere und 229,38 Punkten (Stand: 2025). „Ich bin sehr stolz auf meinen ersten deutschen Meistertitel und die Atmosphäre war toll“, sagte der 18-Jährige. Silber ging an Nikita Starostin (211,19 Punkte, Stand: 2025), Bronze an Kai Jagoda (211,13 Punkte, Stand: 2025)*.
Ihren ersten Titel bei den Damen sicherte sich Julia Grabowski in ihrem Debüt in der Meisterklasse mit 138,35 Punkten (Stand: 2025)*. „Es ist ein wunderschönes Gefühl, in meinem ersten Senioren-Jahr den Titel zu holen. Ich bin überglücklich“, freute sich die 18-Jährige.
Im Synchroneiskunstlaufen feierte das Team Berlin 1 mit 185,02 Punkten (Stand: 2025)* seinen 30. deutschen Meistertitel (Stand: 2025). Team-Kapitänin Aida Aleskerova war bei elf Meistertiteln (Stand: 2025) dabei. Bei den Junioren Damen gewann die erst 15-jährige Anna Gerke mit herausragenden 176,24 Punkten (Stand: 2025)* ihren fünften nationalen Titel.
Die Meisterschaftswoche war ein großes Familientreffen der Eiskunstlauf-Community mit 400 Teilnehmer*innen (Stand: 2025). In Kooperation mit Special Olympics Deutschland traten auch *13 Athletinnen* (Stand: 2025)* in einer eigenen nationalen Meisterschaft an.
Direkt im Anschluss an die Wettkämpfe nominierte die Deutsche Eislauf-Union das Team für die Eiskunstlauf-EM in Sheffield (13. bis 18. Januar 2026)*. Für die Paarläufer Hase/Volodin und Annika Hocke/Robert Kunkel, die Eistänzer Janse van Rensburg/Steffan und Herren-Neuling Genrikh Gartung ist es der nächste Schritt Richtung Saisonhöhepunkt: den Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina (5. bis 22. Februar 2026). Die offizielle Olympia-Nominierung durch den DOSB erfolgt am 20. Januar 2026.
„Es war eine erfolgreiche Veranstaltung: Wir konnten den Sportlerinnen schöne Momente, faire Wettbewerbe und eine tolle Stimmung in der Halle bieten“*, resümierte DEU-Verbandsmanagerin Tatjana Wagner.
Die Weichen für Mailand‑Cortina 2026 sind gestellt
Die Deutschen Meisterschaften in Oberstdorf waren mehr als ein nationaler Titelkampf. Sie markierten einen entscheidenden Moment im olympischen Zyklus und gaben Aufschluss über die Startplatzlage für die Winterspiele 2026. Deutschland hat sich zwei Startplätze im Paarlaufen und einen im Eistanzen für die Olympischen Winterspiele 2026 gesichert*. Diese Quoten bedeuten konkret: Zwei deutsche Paare und ein Eistanz-Duo erhalten die Chance, in Mailand‑Cortina anzutreten*. Die interne Auswahl, welches Team diese begehrten Tickets erhält, hat bereits begonnen*.
Startplatz-Situation
Die gesicherten Quoten bilden die Grundlage für alle weiteren Planungen. Mit zwei Paar-Startplätzen kann der deutsche Verband auf eine breite und international konkurrenzfähige Spitze setzen. Im Eistanz konzentriert sich die Hoffnung auf ein einziges Duo, das die deutsche Flagge vertreten wird.
Interne Qualifikations-Termine
Der offizielle Startschuss für den internen Auswahlprozess fiel bereits im Herbst 2025. Die Nebelhorn Trophy Oberstdorf vom 25.–27. September 2025 startete die interne Olympia-Qualifikation 2026*. Dieser traditionelle Wettbewerb diente als erster offizieller Benchmark, um die Form der Athletinnen und Athleten unter Wettkampfbedingungen zu bewerten. Die Ergebnisse fließen in die langfristige Beobachtung durch die Verbandsverantwortlichen ein.
Die finale Nominierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) erfolgt am 20. Januar 2026. Bis dahin müssen die Kandidatinnen und Kandidaten in weiteren Wettkämpfen, darunter die Europameisterschaften in Sheffield im Januar 2026, überzeugen. Für die Athletinnen und Athleten bedeutet dieser Prozess eine permanente Bewährungsprobe. Für den Verband geht es darum, auf Basis einer transparenten Leistungsbeurteilung die stärksten Teams für den olympischen Wettkampf zu benennen. Die Deutsche Meisterschaft war ein zentrales Puzzleteil in diesem hochkomplexen Auswahlverfahren.
Mehr als Medaillen: Was eine nationale Meisterschaft wirklich bewegt
Deutsche Meisterschaften sind weit mehr als eine reine Titelvergabe. Sie bilden das pulsierende Herz einer Sportart, den jährlichen Treffpunkt einer ganzen Community. In Oberstdorf zeigte sich dies besonders deutlich: Die Veranstaltung vereinte Weltklasse-Athleten, aufstrebende Junioren, Special-Olympics-Sportler und Hunderte Ehrenamtliche unter einem Dach. Dieser Moment des Zusammenkommens schafft eine Strahlkraft, die weit über die Siegerehrung hinausreicht. Die gesellschaftliche Relevanz solcher Großereignisse entfaltet sich in mehreren Dimensionen.
- Sichtbarkeit und Inspiration: Eine nationale Meisterschaft setzt den Sport öffentlich in Szene. Die Leistungen der Top-Athleten inspirieren den Nachwuchs, während die Präsenz aller Alters- und Leistungsklassen die Breitenwirkung und Identifikation mit der Sportart stärkt.
- Direkte Talentförderung: Für junge Sportler ist die Teilnahme ein zentrales Karriereziel und eine unschätzbare Lernerfahrung. Der direkte Vergleich mit der nationalen Spitze unter Wettkampfbedingungen gibt entscheidende Impulse für die weitere Entwicklung.
- Vernetzung von Ehrenamt und Profis: Das Event lebt vom Engagement unzähliger Helfer, Trainer und Vereinsvertreter. Es schafft eine Plattform für den Austausch zwischen der Basis und den Verbandsstrukturen und würdigt das Fundament, auf dem der Spitzensport aufbaut.
Die gelungene Meisterschaftswoche mit 400 Teilnehmerinnen war ein großes Familientreffen. Der Blick richtet sich nun auf die nächsten sportlichen Schritte. Die Nominierungen für die Europameisterschaften sind erfolgt, die Saison geht in ihre entscheidende Phase. Für Athletinnen, Publikum und die breite Eislauf-Community bleibt dabei ein transparenter und nachvollziehbarer Qualifikationsprozess für die großen internationalen Höhepunkte von zentraler Bedeutung. Er schafft Planungssicherheit, fördert Akzeptanz und hält die Faszination für den sportlichen Weg lebendig – von den ersten Pirouetten auf Vereinseis bis zum olympischen Traum.
Die nachfolgenden Informationen und Zitate stammen aus einer offiziellen Pressemitteilung der Deutschen Eislauf-Union e.V.
Weiterführende Quellen:
- „Deutschland hat sich zwei Startplätze im Paarlaufen und einen im Eistanzen für die Olympischen Winterspiele 2026 gesichert (Stand: Juli 2024).“ – Quelle: https://www.verbandsbuero.de/eiskunstlauf-olympia-2026-deutsche-qualifikation-startet-bei-nebelhorn-trophy-oberstdorf/
- „Die Nebelhorn Trophy Oberstdorf vom 25.–27. September 2025 startet die interne Olympia-Qualifikation 2026.“ – Quelle: https://www.verbandsbuero.de/eiskunstlauf-olympia-2026-deutsche-qualifikation-startet-bei-nebelhorn-trophy-oberstdorf/
8 Antworten
‚Die Sichtbarkeit und Inspiration der Athleten‘ ist wirklich wichtig für den Nachwuchs! Welche Maßnahmen haltet ihr für nötig, um den Eiskunstlauf weiter zu fördern? Was könnte besser laufen?
‚Die Meisterschaften waren mehr als nur Medaillen‘ – das fand ich einen guten Punkt. Wie denkt ihr über die Rolle der Ehrenamtlichen in solchen Veranstaltungen? Sie sind so wichtig für den Sport!
‚Ehrenamtliche Helfer sind echt das Herz des Sports‘, sage ich immer wieder! Ohne sie wäre vieles nicht möglich.
Die Deutsche Meisterschaft scheint ein tolles Event gewesen zu sein. Die Atmosphäre muss unglaublich gewesen sein! Wer hat von euch die Wettkämpfe live verfolgt? Ich freue mich auf mehr Infos zur Nominierung.
Ja, ich habe es gesehen! Es war spannend, besonders das Eistanzen. Glaubt ihr, dass wir gute Chancen in Mailand haben?
Ich hoffe es auch! Es wäre schön zu sehen, dass Deutschland im Eiskunstlauf stark abschneidet!
Ich finde die Leistung von Minerva Hase und Nikita Volodin einfach beeindruckend. Ihre Punkte sind wirklich hoch! Was denkt ihr über die Konkurrenz in Sheffield? Ich bin gespannt auf die EM.
Das ist wahr, ihre Leistungen sind klasse! Glaubt ihr, dass sie auch bei den Olympischen Spielen so gut abschneiden können?