Deutsch-Chinesischer Krankenhaustag 2025: 2.000 Besucher und bilaterale Gesundheitspartnerschaft für Digitalisierung und TCM

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Beim 48. Deutschen Krankenhaustag vom 17. bis 20. November 2025 stand der Austausch mit China im Mittelpunkt. Mehr als 2.000 Besucherinnen und Besucher (Stand: 20.11.2025) nutzten die Veranstaltung, um über gemeinsame Lösungen für globale Gesundheitsherausforderungen zu diskutieren. Eine vorausgegangene Delegationsreise nach China hatte den Grundstein für vertiefte Gespräche und neue Kooperationsideen gelegt.

Inhaltsverzeichnis

– 48. Deutscher Krankenhaustag fand vom 17. bis 20. November 2025 statt
– Kombinierte Veranstaltung mit dem Deutsch-Chinesischen Krankenhaustag für internationalen Austausch
– Über 2.000 Besucher diskutierten Digitalisierung, Pflege und Krankenhausreform

Deutsch-Chinesischer Krankenhaustag stärkt internationale Gesundheitszusammenarbeit

Der Deutsche Krankenhaustag markierte einen bedeutenden Schritt in der internationalen Gesundheitszusammenarbeit. Zum zweiten Mal fand die Veranstaltung ihren Abschluss mit dem integrierten Deutsch-Chinesischen Krankenhaustag, der ein klares Signal für grenzüberschreitenden Austausch und gemeinsames Lernen setzte.

Der persönliche Austausch bildete dabei den zentralen Fokus – intensiviert durch eine Delegationsreise nach China, die dem Krankenhaustag unmittelbar vorausging und die Basis für vertiefte Gespräche sowie neue Kooperationsideen schuf. Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft, betonte in einer Videobotschaft: „In der vergangenen Woche hatte ich die Gelegenheit, an einer Delegationsreise nach China teilzunehmen. Der Dialog hat deutlich gezeigt, wie wertvoll der Blick über den eigenen Tellerrand ist.“ Er ergänzte: „Nur durch gegenseitiges Lernen und partnerschaftliche Zusammenarbeit können wir die Zukunft unserer Gesundheitssysteme erfolgreich gestalten.“

Dr. Xueyang Zhang von der Botschaft der Volksrepublik China in Deutschland verwies auf die gemeinsamen Herausforderungen: „China und Deutschland stehen angesichts des demografischen Wandels vor ähnlichen Herausforderungen. Mit Fachwissen und Engagement können wir die globalen Gesundheitsherausforderungen gemeinsam meistern.“

Maximilian Peschel von der Silver Mountain Group hob die praktische Bedeutung hervor: „Wir haben jetzt die Chance, an einer zentralen Entwicklung mitzuwirken, die prägt, wie Krankenhäuser morgen funktionieren werden. Der Lerneffekt ist enorm.“

Jonas Vasmer, TCM-Therapeut der Kliniken Essen-Mitte, unterstrich die Bedeutung direkter Kontakte: „Der persönliche Austausch mit unseren chinesischen Kolleginnen und Kollegen ist von zentraler Bedeutung.“ Dr. Josefine Wallat vom Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Guangzhou resümierte: „Die Gesundheitssysteme Chinas und Deutschlands stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Daher freut es mich sehr, dass heute viele Entscheiderinnen und Entscheider zusammengekommen sind, um Lösungsansätze zu erkunden.“

Mitorganisiert wurde der Fachkongress durch die Deutsch-Chinesische Gesellschaft für Health Care Management (DCG-Health GmbH).*

Journalistische Einordnung: Zwei Systeme, eine Herausforderung

Der deutsch-chinesische Austausch im Gesundheitswesen offenbart mehr als nur fachliche Kooperation – er zeigt grundlegend verschiedene Herangehensweisen an dieselben Probleme. Während Deutschland und China ähnlichen demografischen und gesundheitlichen Herausforderungen gegenüberstehen, könnten ihre Lösungsansätze kaum unterschiedlicher sein. Dieser Systemvergleich bietet wertvolle Erkenntnisse jenseits einfacher Übernahme-Modelle.

Warum der Blick über Grenzen hilft

Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft, bringt es in seiner Videobotschaft auf den Punkt: „Der Dialog hat deutlich gezeigt, wie wertvoll der Blick über den eigenen Tellerrand ist.“ Diese Erkenntnis gewinnt vor dem Hintergrund paralleler Entwicklungspfade besondere Bedeutung. Beide Nationen stehen vor vergleichbaren Problemen: alternde Gesellschaften, steigende Gesundheitskosten und die Notwendigkeit digitaler Transformation. Doch die Art, wie sie diese Herausforderungen angehen, spiegelt ihre politischen und kulturellen Rahmenbedingungen wider.

Der Austausch ermöglicht es, Erfolgsmodelle zu identifizieren – etwa den starken Fokus chinesischer Einrichtungen auf Prävention oder die Integration traditioneller chinesischer Medizin in die moderne Versorgung. Gleichzeitig lassen sich potenzielle Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen und vermeiden. Jonas Vasmer, TCM-Therapeut der Kliniken Essen-Mitte, betont die praktische Bedeutung dieser Zusammenarbeit: Seine Ankündigung einer internationalen multizentrischen Akupunkturstudie zeigt, wie theoretischer Austausch in konkrete wissenschaftliche Kooperation münden kann.

Systemunterschiede: Zentralisierung vs. Fragmentierung

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen macht die systemischen Unterschiede besonders deutlich. China verfolgt einen nationalen Digitalisierungsplan zur Modernisierung des Gesundheitssystems*.

Deutschland hingegen kämpft mit einer komplexen Fragmentierung. Der Digitalisierungsreifegrad deutscher Krankenhäuser ist seit 2021 um 27,3 % auf 42,1 von 100 Punkten gestiegen (Stand: 2024/2025)* – doch dieser Fortschritt erfolgt uneinheitlich. Experten sprechen von einer Vierfach-Fragmentierung (Stand: 2024/2025)*, die sich auf mehreren Ebenen zeigt:

  • Technologische Zersplitterung zwischen verschiedenen IT-Systemen
  • Regionale Unterschiede in der Umsetzungsgeschwindigkeit
  • Finanzielle Ungleichheiten zwischen Krankenhausträgern
  • Regulatorische Hürden durch komplexe Förderlandschaften

Diese strukturellen Unterschiede führen zu charakteristischen Stärken und Schwächen. Während der chinesische Ansatz Geschwindigkeit und Einheitlichkeit ermöglicht, bietet das deutsche System mehr Anpassungsfähigkeit an lokale Bedürfnisse und eine stärkere Kontrolle durch dezentrale Entscheidungsstrukturen.

Maximilian Peschel von der Silver Mountain Group sieht in dieser Situation besondere Chancen: „Wir haben jetzt die Chance, an einer zentralen Entwicklung mitzuwirken, die prägt, wie Krankenhäuser morgen funktionieren werden.“ Sein Statement unterstreicht, dass es nicht um die Übernahme eines Systems geht, sondern um die intelligente Kombination verschiedener Ansätze. Die Zukunft könnte in hybriden Modellen liegen, die die Planungssicherheit zentraler Strategien mit der Flexibilität dezentraler Lösungen verbinden.

Daten und Entwicklungen: Fakten zur Krankenhausdigitalisierung

Die Digitalisierung deutscher Krankenhäuser zeigt messbare Fortschritte, steht jedoch weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Der Digitalisierungsreifegrad deutscher Krankenhäuser ist seit 2021 um 27,3 % auf 42,1 von 100 Punkten gestiegen (Quelle: krankenhaus-it.de*; Stand: 2024/2025). Diese Entwicklung verdeutlicht die dynamische Verbesserung der digitalen Infrastruktur innerhalb weniger Jahre.

Gleichzeitig behindert eine tiefgreifende Fragmentierung flächendeckende Digitalisierungserfolge. In Deutschland besteht eine Vierfach-Fragmentierung der Krankenhausdigitalisierung durch Insellösungen, fehlende technische Voraussetzungen, hohe Kosten sowie organisatorische und kulturelle Hürden (Quelle: krankenhaus-it.de*; Stand: 2024/2025). Diese strukturellen Barrieren verlangsamen den Transformationsprozess trotz erkennbarer Fortschritte.

Kernaussagen der Studien/Reports

Aktuelle Analysen zeigen ein differenziertes Bild: Während die technischen Möglichkeiten zunehmen, bleiben Implementierungshemmnisse bestehen. Die Fragmentierung betrifft nicht nur die Technologie, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen und die Akzeptanz bei medizinischem Personal. Die gemessene Steigerung des Digitalisierungsreifegrads um 27,3 Prozentpunkte innerhalb von drei Jahren unterstreicht das Engagement für moderne Lösungen, macht aber gleichzeitig den Nachholbedarf im internationalen Vergleich deutlich.

Aktuelle Ereignisse und Aktionsplan

Die internationale Zusammenarbeit gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems. Der deutsch-chinesische Aktionsplan Gesundheit (Stand: November 2025) macht TCM zum offiziellen Schwerpunkt der Gesundheitskooperation und sieht die Zulassung chinesischer Arzneimittel im Bereich TCM vor (Quelle: ad-hoc-news.de*; Stand: November 2025).

Diese bilaterale Vereinbarung fand ihre praktische Umsetzung bei der 5. Deutsch-Chinesischen TCM-Konferenz in Guangzhou, die Anfang November 2025 stattfand und sich auf TCM in der Onkologie, Schmerztherapie und Schlafmedizin als Kooperationsfelder konzentrierte (Quelle: ad-hoc-news.de*; Stand: Anfang November 2025).

Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft, betonte in diesem Zusammenhang: „In der vergangenen Woche hatte ich die Gelegenheit, an einer Delegationsreise nach China teilzunehmen. Der Dialog hat deutlich gezeigt, wie wertvoll der Blick über den eigenen Tellerrand ist.“ Besonders hob er den starken Fokus chinesischer Einrichtungen auf Prävention sowie die Kombination von westlicher Medizin und Traditioneller Chinesischer Medizin hervor.

China verfolgt parallel dazu ambitionierte eigene Ziele: China verfolgt einen nationalen Digitalisierungsplan zur Modernisierung des Gesundheitssystems bis 2030 (Quelle: prweb.de*; Stand: 04.05.2022). Dieser langfristige Ansatz unterstreicht die strategische Bedeutung, die digitale Transformation im Gesundheitswesen international genießt.

Bilaterale Medizinpartnerschaft: Chancen und Herausforderungen

Die deutsch-chinesische Zusammenarbeit im Gesundheitswesen geht über reinen Wissensaustausch hinaus und berührt zentrale gesellschaftliche Fragen. Sowohl Patienten als auch medizinisches Personal stehen vor konkreten Veränderungen, während auf politischer Ebene regulatorische Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen.

Was Patienten und Beschäftigte zu erwarten haben

Für Patientinnen und Patienten eröffnet die Kooperation neue Behandlungsoptionen. Die Integration traditioneller chinesischer Medizin in deutsche Kliniken könnte komplementäre Angebote schaffen, insbesondere bei chronischen Erkrankungen und präventiven Ansätzen. Gleichzeitig birgt die Einführung neuer Therapieverfahren auch Herausforderungen: Qualitätssicherung, evidenzbasierte Medizin und regulatorische Standards müssen gewährleistet bleiben.

Medizinisches Personal profitiert vom Wissenstransfer in beide Richtungen. Deutsche Fachkräfte können von chinesischen Erfahrungen mit integrativen Versorgungsmodellen lernen, während chinesische Kollegen Einblicke in deutsche Qualitätsmanagement-Systeme erhalten. Der Digitalisierungsreifegrad deutscher Krankenhäuser ist seit 2021 um 27,3 % auf 42,1 von 100 Punkten gestiegen (Stand: 2024/2025)*.

Öffentliche Debatten: Regulierung und Zulassung

Die Zusammenarbeit wirft grundsätzliche Fragen zur Regulierung von Medizinprodukten und Arzneimitteln auf. Traditionelle chinesische Präparate müssen europäischen Zulassungsstandards entsprechen, was komplexe Anpassungsprozesse erfordert. Anfang November 2025 fand eine TCM-Konferenz statt, die die politische Priorisierung dieser Themen unterstreicht und zeigt, dass Lösungen auf bilateraler Ebene gesucht werden*.

Drei zentrale Handlungsfelder bestimmen die aktuelle Diskussion:

  • Digitalstruktur: Vernetzung deutscher und chinesischer Gesundheitseinrichtungen erfordert kompatible IT-Systeme und Datenschutzstandards
  • Forschung: Gemeinsame Studien, wie die angekündigte multizentrische Akupunkturforschung, benötigen harmonisierte Protokolle
  • Regulierung: Zulassungsverfahren für TCM-Arzneimittel müssen europäischen Sicherheitsanforderungen genügen

Die politische Dimension zeigt sich im neuen Dreijahres-Aktionsplan Gesundheit, der langfristige Planungssicherheit für Kooperationsprojekte schaffen soll. Gleichzeitig bleiben Fragen der Finanzierung bilateraler Initiativen und der nachhaltigen Implementierung neuer Versorgungsmodelle zu klären. Die deutsch-chinesische Medizinpartnerschaft entwickelt sich damit zum realen Labor für internationale Gesundheitszusammenarbeit unter unterschiedlichen Systembedingungen.

Ausblick & Empfehlungen

Die deutsch-chinesische Gesundheitskooperation hat mit dem Krankenhaustag 2025 wichtige Impulse erhalten. Jetzt geht es darum, diese Dynamik in konkrete Maßnahmen zu überführen. Drei Handlungsfelder stehen dabei im Mittelpunkt: verbesserte Koordinationsmechanismen für die Krankenhausdigitalisierung, transparente Prüfpfade für TCM-Arzneimittel und der Ausbau multizentrischer Studien zur Wirksamkeit traditioneller Verfahren.

Konkrete Handlungsfelder

Im Bereich der Krankenhausdigitalisierung zeigt sich, dass viele Einrichtungen noch mit Insellösungen arbeiten. Seit 2021 ist die digitale Reife um 27,3 % auf 42,1 von 100 Punkten gestiegen (Stand: 2024/2025)*. Effektivere Koordinationsmechanismen könnten Synergien schaffen und den Datenaustausch zwischen deutschen und chinesischen Partnern standardisieren.

Für TCM-Arzneimittel braucht es klare regulatorische Rahmenbedingungen. Transparente Prüfpfade würden nicht nur die Zulassungsprozesse beschleunigen, sondern auch die wissenschaftliche Anerkennung fördern. Dies gilt als prioritäres Ziel im bilateralen Aktionsplan*.

Nächste Meilensteine (forschungsseitig)

Internationale, multizentrische Studien liefern dringend benötigte Evidenz zur Wirksamkeit traditioneller Verfahren und schaffen Vertrauen in integrierte Versorgungsansätze. Weitere Untersuchungen dieser Art sollten folgen, um die wissenschaftliche Basis für die TCM-Integration systematisch auszubauen.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob die beim Deutsch-Chinesischen Krankenhaustag geknüpften Kontakte in nachhaltige Kooperationen münden. Entscheidend ist, dass die identifizierten Handlungsfelder nun mit konkreten Projekten und verbindlichen Zeitplänen unterlegt werden.

Die vorliegenden Informationen und Zitate stammen aus einer Pressemitteilung der Deutschen Krankenhausgesellschaft e.V.

Weiterführende Quellen:

8 Antworten

  1. „Digitale Transformation“ ist ein großes Thema! Ich hoffe wirklich auf schnelle Fortschritte in Deutschland. Welche Technologien haltet ihr für am sinnvollsten für unsere Kliniken?

  2. „Der Blick über den Tellerrand“ ist echt ein guter Punkt! Wie können wir sicherstellen, dass das Wissen auch ankommt? Welche Schritte müssen unternommen werden?

    1. „Klarheit in der Kommunikation“ könnte hilfreich sein. Wir sollten regelmäßig Foren organisieren, um den Austausch aktiv zu fördern.

  3. Der Austausch zwischen Deutschland und China ist so wichtig! Ich hoffe, dass diese Zusammenarbeit nicht nur theoretisch bleibt. Wie könnten wir die praktische Umsetzung verbessern?

    1. Gute Frage! Vielleicht sollten wir mehr Schulungen für das medizinische Personal anbieten, um den Wissenstransfer zu fördern.

  4. Die Veranstaltung scheint ein großer Erfolg gewesen zu sein! Ich frage mich, ob wir auch konkret von den chinesischen Methoden lernen können. Gibt es Beispiele für erfolgreiche Implementierungen hierzulande?

    1. Das wäre spannend zu wissen! In welchen Bereichen könnte TCM wirklich helfen? Ich bin neugierig auf Erfahrungen anderer Leser!

  5. Ich finde die Idee, die deutschen und chinesischen Gesundheitssysteme zu vergleichen, wirklich interessant. Es zeigt, wie wichtig es ist, voneinander zu lernen. Was denkt ihr über die Unterschiede in der Digitalisierung?

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