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Demenz stoppen: Bewegung als wirkungsvolle Medizin

Düsseldorf (ots) – Am 24. Juni 2024 um 13:09 Uhr veröffentlichte die Alzheimer Forschung Initiative e. V. eine wegweisende Mitteilung zur Bedeutung von Bewegung für Menschen mit Demenzerkrankungen wie Alzheimer. Regelmäßige körperliche Aktivität kann Symptome lindern, das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und die Lebensqualität erheblich verbessern – und das ganz ohne Nebenwirkungen. Der Physiotherapeut und Sportwissenschaftler Dr. Tim Fleiner erläutert in einem exklusiven Interview die vielschichtigen positiven Effekte von Sport auf Demenzkranke und gibt praktische Tipps, wie Bewegung in den Alltag integriert werden kann.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR).

Bewegung als Heilsbringer: Wie körperliche Aktivität bei Alzheimer hilft

Düsseldorf – Regelmäßige Bewegung ist das A und O für einen gesunden Lebensstil, aber auch ein lebensrettender Ansatz für Menschen mit Demenzerkrankungen wie Alzheimer. Die positiven Effekte von Sport gehen weit über die physische Gesundheit hinaus – sie können Symptome lindern, den Fortschritt der Krankheit verlangsamen und die Lebensqualität erheblich verbessern. Und das Beste daran: Ganz ohne Nebenwirkungen.

Dr. Tim Fleiner, Physiotherapeut und Sportwissenschaftler am Institut für Geriatrische Forschung an der Universitätsklinik Ulm, erläutert die Vorteile körperlicher Aktivitäten für Menschen mit Demenz: "Durch körperliches Training werden nicht nur die Muskeln, sondern auch das Gehirn in Schwung gebracht. Die Durchblutung des Gehirns verbessert sich, wodurch mehr Sauerstoff und Nährstoffe transportiert werden. Die Nervenzellen werden besser versorgt und die Verbindungen zwischen den Nervenzellen werden gestärkt und neu gebildet." Fleiner fügt hinzu, dass körperliche Aktivität entzündungshemmend, stimmungsaufhellend und kognitiv anregend wirkt. Es gibt Untersuchungen, die nahelegen, dass demenzbedingte Abfallstoffe in den Zellen besser abtransportiert werden, wenn sich Patienten mehr bewegen.

Die neuen Demenz-Leitlinien bestätigen Fleiners Aussagen und empfehlen körperliche Aktivität zur Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten und der körperlichen Fitness bei Menschen mit Demenz und leichten kognitiven Beeinträchtigungen (Mild Cognitive Impairment, MCI).

Aber welche körperlichen Betätigungen eignen sich für Menschen mit Demenz? Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht, da jeder Mensch andere Voraussetzungen und Vorlieben mitbringt. Manche bevorzugen Krafttraining oder Ausdauersportarten wie Laufen, Walken, Schwimmen oder Radfahren. Andere sind möglicherweise begeisterter von neuen Ansätzen wie Exergaming, einem spielerischen Training mit Computern oder speziellen Trainingsgeräten. Fleiner betont, dass auch einfache Methoden wie ein Sitzergometer, das direkt auf dem Flur installiert werden kann, sehr effektiv sein können.

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Für körperliche und geistige Fitness gleichermaßen förderlich sind sogenannte Mind-Body-Übungen, die sowohl den Körper bewegen als auch den Geist konzentrieren. Dazu gehören Yoga, Tai-Chi oder Qi Gong.

Trotz aller Vorteile fällt es vielen Menschen mit Demenz oft schwer, sich regelmäßig zu bewegen. Drei einfache Tipps können helfen, mehr Aktivität in den Alltag von Erkrankten zu integrieren:

  1. An alte sportliche Vorlieben anknüpfen: Wenn der Vater früher gerne wandern ging oder die Oma das Tanzen liebte, dann sollten diese Aktivitäten wieder aufgegriffen werden. "Knüpfen Sie an die Bewegungsbiografie des Angehörigen an und lassen Sie Bekanntes wiederaufleben", rät Fleiner.

  2. Alltag aktiv gestalten: Gemeinsame körperliche Aktivitäten mit Familie und Freunden schaffen Routinen und fördern soziale Bindungen. Auch gewohnte Bewegungsabläufe wie Hausarbeiten oder leichte Gartenarbeit können weiterhin gut von vielen Erkrankten ausgeführt werden.

  3. Niederschwellige Aktivitäten: Integrieren Sie Bewegungen so einfach wie möglich in den Alltag. Stellen Sie sicher, dass passende Schuhe und Kleidung bereitstehen und belohnen Sie sich nach dem Training, zum Beispiel mit einem gesunden Essen.

Dr. Tim Fleiner ist nicht nur in der Theorie bewandert; seine Forschung zur Bedeutung von Bewegung für Demenzkranke erfolgt unter anderem an der renommierten Universitätsklinik Ulm sowie an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) trägt maßgeblich zur Aufklärung und Forschung rund um Demenzerkrankungen bei. Gegründet 1995, finanziert die AFI Forschungsprojekte und stellt kostenloses Informationsmaterial bereit, bislang im Wert von 16,2 Millionen Euro. Wer sich umfassend über Alzheimer informieren möchte, findet ausführliche Ressourcen auf ihrer Webseite.

Ein aktives Leben kann also nicht nur die Muskulatur, sondern auch den Geist stärken und setzt festere Anker im Alltag von Menschen mit Demenz. Bewegung ist somit eine Medizin, von der wir alle profitieren können.

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Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Demenz: Körperliche Aktivität kann Krankheit verlangsamen

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Zitierte Personen und Organisationen

  • Alzheimer Forschung Initiative e. V. (AFI)
  • Dr. Tim Fleiner (Physiotherapeut und Sportwissenschaftler)
  • Institut für Geriatrische Forschung an der Universitätsklinik Ulm
  • Arbeitsgruppe "Gerontopsychiatrie in Bewegung" der LVR-Klinik Köln und der Deutschen Sporthochschule Köln
  • Deutscher Spendenrat e.V.
  • Okka Gundel (Journalistin und Sportmoderatorin, Botschafterin der AFI)
  • Astrid Marxen (Pressekontakt bei Alzheimer Forschung Initiative e.V.)

Webseiten:

  • www.alzheimer-forschung.de/alzheimer
  • www.alzheimer-forschung.de/presse

Meldung einfach erklärt

Hier ist der Inhalt des Beitrags in einfacher Sprache zusammengefasst:

Datum: 24.06.2024 – 13:09

Dieser Beitrag kommt von der Alzheimer Forschung Initiative e. V.

Ort: Düsseldorf

Was ist das Thema des Beitrags?
– Bewegung und Sport helfen Menschen mit Demenz wie Alzheimer.
– Regelmäßige Bewegung kann die Symptome lindern, das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und die Lebensqualität verbessern.

Warum ist Bewegung wichtig für Menschen mit Demenz?
– Bewegung hilft sowohl dem Körper als auch dem Gehirn.
– Die Durchblutung im Gehirn wird verbessert, sodass mehr Sauerstoff und Nährstoffe ankommen.
– Nervenzellen werden besser versorgt, Verbindungen zwischen den Zellen werden gestärkt und neue gebildet.
– Körperliche Aktivität wirkt entzündungshemmend, stimmungsaufhellend und regt das Denken an.

Welche sportlichen Aktivitäten eignen sich für Menschen mit Demenz?
– Es gibt keine allgemeingültige Antwort, welche Sportart am besten ist.
– Verschiedene Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse und Fähigkeiten.
– Geeignet sind zum Beispiel Krafttraining, Ausdauertraining wie Laufen, Walken, Schwimmen oder Radfahren.
– Neuere Ansätze wie „Exergaming“ (spielerisches Training) können ebenfalls gut sein.
– Einfache Methoden wie ein Heimtrainer sind auch effektiv.
– Mind-Body-Übungen wie Yoga, Tai-Chi oder Qi Gong kombinieren körperliche Bewegung mit geistiger Konzentration und Atemübungen.

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Tipps für mehr Bewegung für Demenzkranke:
– Tipp 1: Knüpfen Sie an alte sportliche Vorlieben an. Wenn der Vater früher gerne wanderte oder die Oma tanzte, dann versuchen Sie, diese Aktivitäten wieder aufleben zu lassen.
– Tipp 2: Gestalten Sie den Alltag aktiv. Schaffen Sie Routinen, indem Sie gemeinsame Aktivitäten mit Familie und Freunden planen.
– Tipp 3: Machen Sie es sich leicht. Halten Sie Schuhe und Kleidung bereit und belohnen Sie sich nach dem Training mit etwas Angenehmem wie einem gesunden Essen.

Wer ist Dr. Tim Fleiner?
– Dr. Tim Fleiner ist Physiotherapeut und Sportwissenschaftler.
– Er arbeitet am Institut für Geriatrische Forschung an der Universitätsklinik Ulm.
– Er forscht auch zum Thema Training bei Demenz in Köln.

Weitere Informationen:
– Über www.alzheimer-forschung.de können Sie mehr über Alzheimer und andere Demenzerkrankungen erfahren.
– Dort finden Sie auch Informationsmaterial zum Anfordern.

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI):
– AFI ist ein gemeinnütziger Verein.
– Seit 1995 fördert AFI Forschungsprojekte und stellt Informationsmaterial zur Verfügung.
– Bis heute hat AFI 390 Forschungsprojekte mit 16,2 Millionen Euro unterstützt.
– Der Verein hat über 925.000 Ratgeber und Broschüren verteilt.
– Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

Pressekontakt:
Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)
Astrid Marxen
Kreuzstr. 34
40210 Düsseldorf
0211 – 86 20 66 28
presse@alzheimer-forschung.de
www.alzheimer-forschung.de/presse

Dieser Text von der Alzheimer Forschung Initiative e. V. wurde von news aktuell verteilt.

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