DEHOGA kritisiert 1000-Euro-Entlastungsprämie: Warum die Branche die Pläne der Bundesregierung ablehnt

Der Deutsche Hotellerie- und Gastronomieverband (DEHOGA) kritisiert die von der Bundesregierung geplante steuerfreie Entlastungsprämie von 1.000 Euro als am Bedarf vorbei. Präsident Guido Zöllick warnt, dass viele Betriebe in der angespannten Lage die Zahlung nicht leisten können. Stattdessen fordert der Verband umfassende strukturelle Reformen zur Entlastung der Branche.

Inhaltsverzeichnis

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* DEHOGA-Präsident kritisiert die geplante 1000-Euro-Entlastungsprämie als falschen Weg.
* Viele Gastgewerbe-Betriebe können die Prämie aufgrund angespannter wirtschaftlicher Lage nicht zahlen.
* Statt Einzelmaßnahmen fordert der Verband strukturelle Reformen zur langfristigen Entlastung.

DEHOGA kritisiert geplante 1000-Euro-Prämie als Belastung für Betriebe

Der DEHOGA stellt sich gegen die von der Bundesregierung geplante steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie von 1.000 Euro. Aus Sicht des Branchenverbands verfehlt das Modell sein Ziel, weil die finanzielle Last bei den Unternehmen lande, obwohl viele Betriebe im Gastgewerbe weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck stünden.

Der Verband macht damit deutlich, dass es aus seiner Sicht nicht um ein Nein zu Entlastungen für Beschäftigte geht. Im Zentrum der Kritik steht vielmehr die Konstruktion der Maßnahme und die Frage, wer sie in der Praxis finanzieren soll.

DEHOGA sieht falsche Lastenverteilung

Nach den Plänen der Bundesregierung soll die 1000-Euro-Prämie im Jahr 2026 möglich werden. Sie soll steuer- und abgabenfrei ausgezahlt und durch eine Erhöhung der Tabaksteuer finanziert werden. Für den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband ist dieses Modell jedoch kein tragfähiger Weg.

DEHOGA-Präsident Guido Zöllick erklärte dazu in Berlin: „Das vermeintliche Entlastungsversprechen von 1.000 Euro auf Kosten Dritter ist der falsche Weg. Solche Maßnahmen brauchen Abstimmung mit der Wirtschaft und keine Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg.“

Mit dieser Kritik hebt der Verband vor allem die aus seiner Sicht problematische Verantwortungsverlagerung auf die Unternehmen hervor. Politisch werde Entlastung angekündigt, praktisch müssten jedoch die Betriebe entscheiden, ob sie die Prämie überhaupt leisten können.

Gastgewerbe sieht sich wirtschaftlich weiter unter Druck

Gerade für Hotellerie und Gastronomie ist die geplante Regelung nach Darstellung des DEHOGA besonders heikel. Der Verband verweist darauf, dass die realen Umsätze weiterhin unter dem Vorkrisenniveau lägen. Gleichzeitig seien die Kosten für Personal, Energie und Lebensmittel deutlich gestiegen. Hinzu komme eine spürbare Zunahme der Insolvenzen.

Vor diesem Hintergrund sieht der Verband viele Unternehmen nicht in der Lage, eine solche Prämie zu zahlen. Aus Sicht des DEHOGA entsteht damit ein deutlicher Zielkonflikt: Beschäftigte sollen entlastet werden, zahlreiche Betriebe hätten dafür aber keinen finanziellen Spielraum.

Zöllick formulierte diese Kritik so: „Statt echter Entlastung wird von der Politik ein wesentlicher Teil der Verantwortung auf die Unternehmen verlagert. Das hilft weder den Betrieben noch den Beschäftigten.“

Forderung nach spürbaren Entlastungen und Reformen

Der DEHOGA verbindet seine Ablehnung der geplanten Prämie mit der Forderung nach wirksameren Maßnahmen für die Branche. Nach Einschätzung des Verbands reichen Einzelmaßnahmen nicht aus, um die wirtschaftliche Lage im Gastgewerbe nachhaltig zu verbessern.

Dazu sagte Guido Zöllick: „Klar ist: Einzelmaßnahmen reichen nicht. Was es jetzt braucht, sind spürbare Entlastungen und mutige strukturelle Reformen, die den Betrieben langfristig Luft zum Atmen verschaffen.“

Damit richtet der Verband den Blick über die aktuelle Debatte um die Entlastungsprämie hinaus. Aus seiner Sicht braucht es politische Entscheidungen, die Unternehmen in Hotellerie und Gastronomie tatsächlich entlasten, statt neue finanzielle Verpflichtungen zu schaffen.

Die nachfolgenden Informationen stammen aus einer Pressemitteilung des Deutschen Hotellerie- und Gaststättenverbandes e.V. (DEHOGA Bundesverband).

Weiterführende Quellen:

Update: Warum das Thema wichtig bleibt

Die geplante 1.000-Euro-Entlastungsprämie ist mehr als eine einzelne Förder- oder Entlastungsmaßnahme: Der DEHOGA warnt davor, dass das Versprechen am Ende nicht dort ankommt, wo es politisch beabsichtigt ist. Laut Beitrag entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen angekündigter Entlastung und der Frage, ob Betriebe sie tatsächlich tragen können.

Für Hotellerie und Gastronomie wird daraus vor allem die Forderung nach verlässlicher, langfristiger Entlastung. Wenn wirtschaftlicher Druck anhält und Kosten für Personal, Energie und Lebensmittel steigen, können Unternehmen schnell in einen Zielkonflikt geraten: Beschäftigte sollen entlastet werden, während viele Betriebe zugleich keinen finanziellen Spielraum sehen.

Was Leserinnen und Leser jetzt wissen sollten

Warum kritisiert der DEHOGA die Prämie?
Der Verband sieht eine falsche Lastenverteilung. Entlastung werde politisch versprochen, praktisch aber bei Unternehmen verlagert.

Was macht die Situation für Betriebe im Gastgewerbe besonders heikel?
Laut Beitrag liegen die Umsätze unter dem Vorkrisenniveau, während Personal-, Energie- und Lebensmittelkosten gestiegen sind und Insolvenzen zunehmen.

Welche Alternative fordert der Verband?
Der DEHOGA fordert spürbare Entlastungen und strukturelle Reformen, die den Betrieben langfristig Luft zum Atmen verschaffen.

Wo können Betroffene weitere Informationen bekommen?
Eine passende Anlaufstelle können Fachstellen, Beratungsstellen oder zuständige Behörden sein.

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9 Kommentare

  1. Ich find die kritik vom DEHOGA berechtigt weil viele betriebe haben gestiegene kosten fuer personal,energie und lebensmittel,einmalzahlungen sind nett aber reichen nicht,man braucht langfristige loesungen,mutige reformen und eventuell steuerliche entlastung fuer kleine hotels,mehr infos: /politik/entlastung /service/branchenhilfe

    1. Seh ich ähnlich,die prämie klingt populär aber die wirkung ist fraglich,vor allem wenn manche mitarbeiter leer ausgehn weil der arbeitgeber nicht zahlt,man muss genauer schauen wer profitiert und wie finanzierung gerecht verteilt wird,vgl /studien/diw

    2. Neutral meinung: Die politik sollte mit wirtschaft sprechen nicht ueber deren koepfe hinweg,einzelmassnahmen reichen nicht,man braucht nachhaltige entlastung fuer hotellerie und gastronomie,ansonsten steigt insolvenzen weiter,ich hoffe auf konkretere reformen,siehe auch /wirtschaft/branchenpolitik

  2. Neutral gesagt,die 1000Euro praemie ist gut fuer arbeitnehmer aber die praxis ist schwierig viele gasthaeuser und hotels sind noch unter vorkrisenniveau und können extra zahlungen nicht leisten,Tabaksteuer als finazierung scheint unfair,ich wuerd vorschlagen strukturreformen und zielgerichtete entlastungen siehe /branche/gastronomie-bericht

  3. Klar versteh ich das Ziel,aber die Art wie es gemacht wird ist fragwuerdig die Verantwortung landet bei den Firmen und die sind schon belastet Personal kosten und energie steigen,man musss reden über langfristige loesungen nicht nur einzelmassnahmen, siehe auch /politik/steuerreform /wirtschaft/gastgewerbe

    1. Ich stimme zu,es is schwer fuer viele Betriebe,ich arbeite nebenbei in einer kneipe und wir haben oft wenig margem,1k praemie freiwillig ist nicht moeglich fuer manche, vielleicht bessere subventionen oder steuererleichterung statt tabaksteuer, link: /hilfe/fuer-betriebe

    2. Gute punkte,aber wer entscheidet welche firma kann zahlen das ist ungeklärt,die redner vom DEHOGA sagen strukturelle reformen,ok aber was genau,mehr flexibilitaet bei lohnnebenkosten oder energiepauschale waeren denkbar,mehr details auf /politik/reformen

  4. Hm, also ich seh beides die idee von Entlastung ist gut, trotzdem viele Hotell und gastronomie haben weniger umsätze als früher und könnens nicht zahlen, die Konstruktion mit tabaksteuer ist komisch, vielleicht strukturelle reformen brauchts mehr, s. /politik/entlastungs-praemie /branche/hotellerie

  5. Ich find das DEHOGA argument nachvollziebar aber auch verwirrend viele kleine betrieb sind knapp bei kasse und die 1000 Euro praemie klingt zwar gut aber wer soll das zahlen, Tabaksteuer erhöhung trifft anders, mehr info: /politik/entlastung /branche/gaststaetten

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