Bremen (VBR). Dieser ausführliche Beitrag ist Teil unseres täglichen VerbandsMonitor und beruht auf offiziellen Pressemitteilungen, die über das Presseportal von news aktuell veröffentlicht wurden.
Sie möchten Ihre Pressemitteilung ebenfalls bei uns platzieren? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf – wir freuen uns über relevante Einsendungen.
Alarmierende Mängel bei Aufzügen – Cybersicherheit rückt in den Fokus
Immer mehr Menschen sind auf funktionierende Aufzüge angewiesen. Doch Sicherheit ist keine Selbstverständlichkeit: Regelmäßige Prüfungen offenbaren gravierende Mängel, so zeigt der jüngste „Anlagensicherheitsreport“ der zugelassenen Überwachungsstellen. 11,3 Prozent der über 689.000 kontrollierten Aufzuganlagen wurden im Jahr 2024 mit „erheblichen Mängeln“ beanstandet – das sind 1,0 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Auch der Anteil sogenannter „gefährlicher Mängel“ stieg auf 0,8 Prozent. In Folge mussten rund 3.500 Anlagen vorübergehend stillgelegt werden, weil eine akute Gefahr für die Nutzenden bestand.
Besonders alarmierend ist die Entwicklung im Bereich der Cybersicherheit. Moderne Aufzüge sind zunehmend digitalisiert und mit komplexen Steuerungen ausgestattet. „Die digitalen Steuerungen vernetzter Aufzugsanlagen können zu einem Einfallstor für Cyberangriffe werden“, erklärt Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, und fügt hinzu: „Die Betreiber der Aufzuganlagen müssen die neuen Cybersicherheitsvorgaben umsetzen und dokumentieren. Ist das nicht der Fall, werden die Anlagen von den Prüfern beanstandet“ (Zitat-Quelle: Pressemitteilung). Diese Versäumnisse führten zuletzt zu dem niedrigsten Anteil mängelfreier Aufzüge seit Beginn der Berichtserstattung 2010: Nur noch 27,4 Prozent der geprüften Aufzüge waren 2024 komplett ohne Beanstandung.
Die Gründe für die Mängel sind vielfältig. Neben klassischen Risiken wie defekte Türverriegelungen, verschlissene Tragseile oder ausgefallene Notrufsysteme spielen Cyberrisiken eine immer größere Rolle. Seit Juli 2023 sind Betreiber verpflichtet, sämtliche Risiken durch eine Gefährdungsbeurteilung zu dokumentieren und die Schutzmaßnahmen für digitale Schnittstellen transparent zu machen. Prüfstellen bewerten dies inzwischen streng. „Ob mehrstufige Authentifizierungsverfahren, abgesicherte digitale Notrufsysteme oder physischer Zugriffsschutz – fehlt eine plausible Dokumentation, handelt es sich um einen Mangel“, so Bühler weiter (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).
Doch nicht nur im laufenden Betrieb häufen sich die Defizite. Auch bei der Abnahme neuer Anlagen zeigen die Prüfungen Mängel: 12,2 Prozent der neuen Aufzüge wiesen vor Inbetriebnahme erhebliche Defizite auf, 4,4 Prozent sogar gefährliche Schwachstellen. Häufig fehlen erforderliche Unterlagen, Fehler bei der Montage bleiben unbemerkt, oder Notrufsysteme sind nicht funktionsfähig. Insgesamt wurden 2024 gut 24.000 neue Aufzüge geprüft, knapp elf Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Bedenkt man die hohe Zahl und die Schwere der festgestellten Mängel, ist auch der Blick auf die Statistik der Arbeitsunfälle ernüchternd: 766 meldepflichtige Unfälle mit Aufzügen wurden 2023 erfasst, doppelt so viele wie im Jahr zuvor, davon endeten zwei tödlich.
Für die Gesellschaft und die Immobilienwirtschaft ist die Entwicklung besorgniserregend. Funktionierende und sichere Aufzüge sind elementar für den Alltag in Städten, besonders für Mobilitätseingeschränkte, ältere Menschen sowie im Gesundheitswesen. Gleichzeitig zeigt die Vielzahl der Beanstandungen, wie dringend Investitionen und Sensibilisierung im Bereich der technischen und digitalen Sicherheit von Anlagen erforderlich sind.
Neue gesetzliche Vorgaben stellen Betreiber vor große Herausforderungen, bieten jedoch auch Chancen, die *Sicherheit für Nutzerinnen und Beschäftigte zu erhöhen**. Dr. Bühler appelliert: „Die aktuell hohen Mängelquoten bei Aufzügen sind hoffentlich ein Weckruf für die Betreiber der Anlagen. Cybersicherheit ist heute essenziell, um einen umfassenden Schutz der Nutzer zu gewährleisten“ (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).
Neben Aufzügen umfasst der Anlagensicherheitsreport auch andere kritische Bereiche wie Druckanlagen, Tankstellen und betriebsrelevante Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen. Die jährliche Erhebung sorgt damit für wichtige Einblicke, wie es um die technische Sicherheit in Deutschland tatsächlich steht – und verdeutlicht die Bedeutung unabhängiger Prüfungen sowie leicht verständlicher Informationen zu aktuellen Entwicklungen und Fakten für alle Beteiligten.
Weitere Hintergründe, Fakten und die vollständige Mängelstatistik finden Interessierte auf der Seite www.technische-ueberwachung.de. Wer sich tiefgreifender mit dem Thema Cybersicherheit für Aufzüge und andere überwachungsbedürftige Anlagen beschäftigen will, erhält dort auch umfassende Erklärungen und aktuelle Branchen-News.
Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Anlagensicherheit: Defizite bei der Cybersicherheit von Aufzügen
Original-Content übermittelt durch news aktuell.
Cybersecurity wird zum zentralen Sicherheitsfaktor für Aufzugsanlagen: Hintergründe, Prognosen und aktuelle Entwicklungen
Die Cybersicherheit von Aufzugsanlagen entwickelt sich zunehmend zu einem Schlüsselfaktor für die Anlagensicherheit in Deutschland. Bereits seit einigen Jahren sind digitale Steuerungssysteme und vernetzte Komponenten im Aufzugsbau auf dem Vormarsch, was einerseits mehr Komfort und Effizienz für Betreiber und Nutzer bedeutet, gleichzeitig aber neue Risiken birgt. Vor diesem Hintergrund gewinnen gesetzliche Vorgaben wie die seit Juli 2023 geltenden Anforderungen zur Gefährdungsbeurteilung und Dokumentation von Schutzmaßnahmen weiter an Bedeutung – eine Entwicklung, die sich durch den aktuellen Anlagensicherheitsreport deutlich widerspiegelt.
Im europäischen Vergleich zeigen sich ähnliche Tendenzen: Auch in Ländern wie Frankreich und den Niederlanden werden seit kurzem die Cybersicherheitsanforderungen für kritische Infrastrukturen, zu denen auch Aufzüge zählen, verschärft. Unternehmen, die Aufzüge bauen oder betreiben, investieren vermehrt in spezialisierte Sicherheitslösungen – insbesondere digitale Zugriffskontrollen und abgesicherte Schnittstellen. Branchenexperten erwarten, dass diese Investitionen in den kommenden Jahren weiter steigen werden, während gleichzeitig die Prüfungsanforderungen durch zugelassene Überwachungsstellen (ZÜS) weiter zunehmen.
Die aktuelle Entwicklung, dass nur noch 27,4 Prozent der geprüften Aufzüge ohne Mängel bleiben, unterstreicht die Bedeutung angemessener Sicherheitsnachweise. Experten prognostizieren, dass dieser Wert mittelfristig wieder steigen könnte, sofern die Betreiber gezielt professionelle Beratung und digitale Sicherheitslösungen nutzen. Aussicht auf Verbesserung bieten auch Initiativen zur stärkeren Standardisierung und Weiterbildung, etwa durch Schulungen für verantwortliche Personen sowie Aufklärungsarbeit der TÜV-Prüforganisationen. Gleichzeitig bleiben kontinuierliche Investitionen in die digitale Modernisierung und regelmäßige Überprüfung von Notrufsystemen, Türverriegelungen und IT-Komponenten ein Muss.
Für Betreiber ergeben sich daraus nicht nur neue rechtliche Verpflichtungen, sondern auch wirtschaftliche Chancen: Hochgradig sichere und zertifizierte Anlagen werden künftig einen nachweisbaren Wettbewerbsvorteil bieten, denn für viele Geschäftspartner und Immobilienbesitzer sind entsprechende Nachweise bereits heute ein Auswahlkriterium. Nutzer und Unternehmen finden weiterführende Informationen, regelmäßige Updates und praxisnahe Erläuterungen zu aktuellen Entwicklungen rund um die Sicherheit von Aufzügen auf den offiziellen Portalen der Überwachungsstellen sowie auf der Webseite des TÜV-Verbands.
Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.
9 Antworten
‚Die Entwicklung ist wirklich beunruhigend.‘ Ich finde es wichtig, dass wir alle auf diese Themen aufmerksam machen und diskutieren! Wie können wir als Gesellschaft dazu beitragen, dass solche Sicherheitsstandards eingehalten werden?
‚Wir müssen alle zusammenarbeiten!‘ Vielleicht sollten wir lokale Initiativen unterstützen oder Workshops organisieren, um das Bewusstsein zu schärfen.
‚Die Cybersicherheit sollte nie vernachlässigt werden.‘ – Das ist ein wichtiger Satz aus dem Artikel! Was denkt ihr über digitale Notrufsysteme? Sind sie zuverlässig genug?
Es ist erschreckend zu sehen, wie viele Unfälle im Zusammenhang mit Aufzügen passieren. Ich frage mich, ob wir genügend Informationen darüber haben, wie diese Unfälle vermieden werden können.
Die Statistiken zu den Mängeln sind alarmierend. Es stellt sich die Frage, ob die aktuellen Gesetze ausreichend sind oder ob wir strengere Maßnahmen brauchen, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Ich denke auch, dass wir strengere Maßnahmen benötigen. Vielleicht sollten wir auch mehr in die Schulung von Techniker investieren? Wie sieht es mit den internationalen Standards aus?
Das ist ein guter Punkt! Wir könnten auch von anderen Ländern lernen, wie sie mit diesen Herausforderungen umgehen. Gibt es da bereits Best Practices?
Ich finde es wirklich besorgniserregend, dass so viele Aufzüge Mängel aufweisen. Was denkt ihr über die Verantwortung der Betreiber? Sollten sie nicht mehr für die Sicherheit ihrer Anlagen tun? Diese Cybersicherheitsvorgaben sind sehr wichtig!
Ja, das stimmt! Die Betreiber sollten definitiv mehr Verantwortung übernehmen. Aber was ist mit der Schulung der Mitarbeiter? Haben sie genug Wissen über Cybersicherheit?