– Caritas startet 2026 eine Jahreskampagne zum Miteinander der Generationen unter dem Motto „Zusammen geht was“.
– Die Kampagne fordert einen starken Sozialstaat und bietet bundesweit tausende Orte der Begegnung.
– Gesellschaftliche Herausforderungen wie Klimawandel sollen nur im gemeinsamen Handeln aller Generationen bewältigt werden.
Caritas startet Kampagne für generationsübergreifendes Miteinander 2026
Die Caritas in Deutschland stellt das Jahr 2026 unter das Motto „Gelingender Generationenbeziehungen.“ Dabei steht das Füreinander von Jung und Alt im Mittelpunkt, um gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Die bundesweite Kampagne „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen“ wird im Laufe des Jahres zahlreiche Aktionen und Begegnungsräume schaffen, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.
Zur Auftaktveranstaltung in Passau präsentiert die Organisation ein Symbol: zwei Schuhe eines Caritas-Generationen-Paars auf einem roten Schuhkarton. Im Rahmen der Kampagne sollen bis zum Jahresende 10.000 Schuhpaare auf zu Generationenpyramiden gestapelten roten Schuhkartons sichtbar gemacht werden*. Diese visuelle Aktion findet gleichzeitig an den Auftaktorten Passau, Freiburg, Dortmund und Schwerin statt und soll die Vielfalt der intergenerationalen Begegnungen unterstreichen.
Bereits bei der Eröffnung in Passau betonte Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa: „Wir wagen die Gegen-Utopie gegen die populäre Rede der unvermeidlichen Spaltungen. Wir machen die Realität des gelingenden Miteinanders von Alt und Jung als gesellschaftliche Superkraft sichtbar.“ Dabei unterstrich sie, dass die Herausforderungen unserer Zeit – Klimawandel, Pandemie, soziale Friedenssicherung – nur durch gemeinsames Engagement der Generationen bewältigt werden können.
Die Kampagne ruft zudem mit einem sozialpolitischen Forderungskatalog dazu auf, den gesellschaftlichen Zusammenhalt weiter zu stärken. Zu den zentralen Punkten zählen Reformen in den Sozialversicherungen, die Vertrauen zwischen den Generationen schaffen sollen, sowie eine inklusive Familien- und Bildungspolitik, die allen Kindern gleiche Chancen bietet. Zudem fordert die Caritas mehr Begegnungsräume, eine Stärkung des Ehrenamts und eine nachhaltige Klimasozialpolitik.
Besonders in Dortmund erfolgt der Kampagnenauftakt praktisch: Dr. Susanne Pauser, Vorständin für Personal und Digitales beim Deutschen Caritasverband, eröffnet eine Smartphone-Sprechstunde, bei der junge Ehrenamtliche Seniorinnen und Senioren bei der Nutzung elektronischer Geräte unterstützen. Sie erläutert: „Füreinander und Miteinander von Jung und Alt ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Es geht nicht um Generationengerechtigkeit, für die jede Gruppe kämpft und Opfer aufgewogen werden, sondern um die Bereitschaft, für die anderen einen Beitrag zu leisten.“
International hebt Dr. Oliver Müller die globale Dimension hervor. Bei einem Besuch in einer internationalen Frauenteestube in Schallstadt sagte er: „Jede Generation verdient faire Chancen – überall auf der Welt. Wo Krieg, Gewalt und politische Umbrüche das Leben bestimmen, verlieren Kinder ihre Bildung, Mädchen ihre Zukunft und Familien ihre Stabilität – mit Folgen, die sich über Jahrzehnte fortsetzen.“ Er betont, dass die Unterstützung für Kinderrechte und Frauen weltweit Hoffnung über Generationen hinweg weitergibt.
Abschließend verweist Dr. Friedrich von Schönfeld auf die Bedeutung sozialer Begegnungsräume: „In einer Zeit, in der sich Generationen in altershomogene, digitale Blasen zurückziehen, braucht es Räume, in denen echte Begegnungen möglich sind. Freiwilliges Engagement ist ein starker Motor dafür.“
Die Kampagne und weiterführendes Material sind online auf der Webseite der Caritas erhältlich. Mit mehr als 125 Jahren Erfahrung gestaltet die Organisation gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv mit: Rund 740.000 Mitarbeitende unterstützen jährlich 13 Millionen Menschen in Deutschland, während über 500.000 Ehrenamtliche die Arbeit mit Leben füllen. Weltweit wirkt die Caritas mit über 600 Projekten in 77 Ländern und trägt dazu bei, gesellschaftliche Spaltungen zu überwinden und ein solidarisches Miteinander zu fördern.
Sperrfrist: Montag, 19.01.2026, 11 Uhr.
Hintergrund: Mehrgenerationenhäuser und die Bedeutung aktueller Studienbefunde
Mehrgenerationenhäuser spielen in der gesellschaftlichen Praxis eine zentrale Rolle bei der Förderung des generationübergreifenden Zusammenlebens. Sie sind lebendige Orte, an denen verschiedene Altersgruppen miteinander in Kontakt kommen, voneinander lernen und gemeinsame Aktivitäten gestalten. Diese Einrichtungen verfolgen vielfältige Ziele, darunter die Unterstützung junger Familien, die Integration älterer Menschen in den gesellschaftlichen Alltag sowie die Förderung sozialer Kompetenzen. Beispiele für ihre Aufgaben sind die Kinderbetreuung, die Berufsorientierung, Angebote zur digitalen Bildung sowie Initiativen für ökologische Nachhaltigkeit. Das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus ‚Miteinander – Füreinander‘ fördert derartige Projekte bundesweit.*
Neben der Programmatik gibt es auch empirische Erkenntnisse, die die Effektivität und Bedeutung generationenübergreifender Arbeit untermauern. Die DIA-Generationenstudie 2025 beschreibt positive generationenübergreifende Erfahrungen. Diese Faktoren tragen dazu bei, Gesellschaften resilienter gegenüber aktuellen Herausforderungen wie dem Klimawandel oder den Folgen der Pandemie zu machen.*
Das Zusammenspiel von Förderprogrammen und empirischen Studien zeigt, wie nachhaltige Initiativen und positive Erfahrungen den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Die Caritas setzt sich in ihrer Kampagne 2026 bewusst für das Füreinander der Generationen ein, um die gesellschaftlichen Potenziale dieser nachhaltigen Vernetzung sichtbar zu machen. Dabei profitieren sowohl Jung als auch Alt von gegenseitiger Unterstützung und gemeinsam gestalteten Begegnungsräumen, was den sozialen Zusammenhalt in vielfältiger Weise stärkt.
Zahlen und Fakten zur Generationenarbeit: Stand der aktuellen Forschung
Die zentralen Recherche-Fakten liefern eine klare Übersicht über den aktuellen Stand der generationenübergreifenden Soziallandschaft in Deutschland. Sie bilden eine wichtige Grundlage für die Einordnung gesellschaftlicher Entwicklungen und Interventionen.
- Das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus „Miteinander – Füreinander“ läuft von 2021 bis 2028 und fördert generationenübergreifende Initiativen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Es unterstützt unter anderem Kinderbetreuung, Arbeitsmarktintegration, digitale Bildung sowie ökologische Nachhaltigkeit.*
Diese Fakten zeigen, dass generationenübergreifende Projekte und deren positive Wahrnehmung in der Gesellschaft eine zentrale Rolle spielen. Sie untermauern die Bedeutung staatlicher Programme und sozialer Innovationen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Auswirkungen und Perspektiven einer verstärkten intergenerationellen Zusammenarbeit
Eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den Generationen kann tiefgreifende Veränderungen im gesellschaftlichen Alltag, in der Politik und im gesellschaftlichen Zusammenhalt bewirken. Dabei zeigt sich, dass generationenübergreifende Initiativen sowohl auf lokaler Ebene als auch in einem internationalen Kontext bedeutende Effekte entfalten. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Praxisbeispiele verdeutlichen, welche Chancen sich ergeben und welche Herausforderungen es gleichzeitig zu bewältigen gilt.
Effekte auf lokaler Ebene: Alltag, Ehrenamt und Begegnungsräume
Auf der Ebene des unmittelbaren gesellschaftlichen Zusammenlebens wirken generationenübergreifende Projekte wie Mehrgenerationenhäuser als wichtige soziale Innovationen. Solche Initiativen bieten vielfältige Begegnungsräume, in denen Menschen aller Altersgruppen aufeinandertreffen, voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen können. Die DIA-Generationenstudie 2025 zeigt Erfahrungen mit Modellen wie intergenerationalem Wohnen, Mentoring-Programmen oder Reverse-Mentoring. Dies fördert nicht nur den sozialen Zusammenhalt, sondern auch das Engagement im Ehrenamt und die Entwicklung gemeinsamer Werte.
In den Begegnungsstätten entsteht eine Atmosphäre, die den Austausch zwischen Jung und Alt erleichtert. Ehrenamtliche Tätigkeiten, beispielsweise Lesepatenschaften oder Nachbarschaftshilfen, stärken das soziale Gefüge vor Ort. Die Integration digitaler Angebote trägt dazu bei, Barrieren abzubauen. Die Herausgeber betonen, dass solche Räume für alle Altersgruppen offen sein sollten, um eine erneute gesellschaftliche Einbindung zu ermöglichen. Dadurch entstehen lebendige Orte, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Fläche festigen und auch in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche Stabilität bieten.
Internationale Dimension: Langfristige Effekte von Krieg und Flucht auf Generationen
Auf internationaler Ebene zeigen die Forschungsbefunde, dass Konflikte, Krieg und Flucht langanhaltende Folgen für Generationen hinterlassen. Familien in Krisengebieten verlieren durch den Krieg den Zugang zu Bildung, Mädchen geraten in Gefahr, ihre Zukunftsperspektiven zu verlieren, und ganze Gemeinschaften erfahren eine Destabilisierung ihrer sozialen Strukturen. Solche Szenarien bedeuten, dass nach Kriegen und Katastrophen Generationen belastet werden, deren Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe erheblich eingeschränkt werden. Die Kampagne des deutschen Caritasverbandes macht auf die Dringlichkeit aufmerksam, weltweit faire Chancen für alle Generationen zu schaffen, unabhängig vom Herkunftsland.
Langfristig lässt sich ableiten, dass die Bewältigung internationaler Krisen die gesellschaftlichen Strukturen nur durch nachhaltige Ansätze stärkt. Wenn Menschen in Krisengebieten durch Bildungs- und Schutzprogramme Hoffnung weitergeben, können Generationen einen Beitrag zum gesellschaftlichen Wandel leisten. Eine globale Generationenpolitik muss daher auf den Schutz der Kinderrechte, der Bildungschancen und der Geschlechtergerechtigkeit setzen – Bedingung für einen stabilen gesellschaftlichen Zusammenhalt auf Jahrzehnte.
Fazit: Was die Kampagne leisten kann und welche politischen Schritte sinnvoll sind
Die Kampagne „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen“ kann durch die Betonung der Bedeutung gemeinsamer Begegnungen und durch die Förderung passender Räume den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Dabei sind konkrete Maßnahmen wie die Unterstützung von Mehrgenerationenhäusern, der Ausbau digitaler Angebote und die Schaffung offener Begegnungsorte entscheidend. Die Ergebnisse der DIA-Studie untermauern, dass generationenübergreifende Kontakte soziale Innovationen sind, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.
Politisch ist es notwendig, die entsprechenden Initiativen gezielt zu fördern. Dazu zählen die nachhaltige Unterstützung von Mehrgenerationenhäusern, die Investition in generationsübergreifende Begegnungsräume und die Förderung digitaler Bildungsangebote. Das Programm des Bundesministeriums für Familie und das Engagement der Caritas liefern eine solide Evidenzbasis, um diese Maßnahmen weiter auszubauen. Langfristig lässt sich nur durch gezielte politische Maßnahmen eine Gesellschaft fördern, in der Generationen einander vertrauen und gemeinsam gesellschaftliche Herausforderungen bewältigen.
Ausblick: Welche Entwicklungen und Termine prägen die Berichterstattung im Jahr 2026?
Im Jahr 2026 rückt die gesellschaftliche Bedeutung gelingender Generationenbeziehungen weiter in den Fokus. Die am 30. September 2025 veröffentlichte DIA-Generationenstudie dürfte wichtige Impulse für die Debatte über Generationenzusammenhalt setzen, da ihre Ergebnisse nachhaltige Einblicke in gesellschaftliche Strömungen geben.
Medien sollten vor allem lokale Kampagnen und Auftaktevents im Blick behalten und bei Trägern sowie Wissenschaftlern nach Nachfragen und Interviews Ausschau halten. Solche Anlässe bieten Orientierung, um die gesellschaftliche Bedeutung der Generationenarbeit in den Blick zu nehmen. Im Schwerpunkt könnten die geplanten Aktionen – etwa das Stapeln von Generationenpaar-Schuhen auf roten Schuhkartons – medienwirksam die vielfältigen Begegnungsorte sichtbar machen und das gesellschaftliche Miteinander weiter ins Bewusstsein rücken.
Die nachfolgenden Informationen und Zitate entstammen einer Pressemitteilung des Deutschen Caritasverbandes e.V.
Weiterführende Quellen:
- „Das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus ‚Miteinander – Füreinander‘ wird von 2021 bis 2028 als achtjähriges Förderprogramm für generationenübergreifende Sozialräume durchgeführt und unterstützt unter anderem Kinderbetreuung, Arbeitsmarktintegration, digitale Bildung und ökologische Nachhaltigkeit.“ – Quelle: https://www.bafza.de/engagement-und-aktionen/mehrgenerationenhaeuser/bundesprogramm-mehrgenerationenhaus-miteinander-fuereinander-2021-2028
- „Die DIA-Generationenstudie 2025 zeigt, dass positive generationenübergreifende Erfahrungen überwiegen und trotz medialer Konfliktnarrative kein tiefer Graben zwischen den Generationen besteht, wobei Familie und Wissenstransfer als integrative Faktoren wirken.“ – Quelle: https://www.dia-vorsorge.de/wp-content/uploads/2025/09/Generationenstudie_30_09_2025_ES_final-1.pdf
- „In der DIA-Generationenstudie 2025 werden Mehrgenerationenhäuser als soziale Innovationen beschrieben, die mit Modellen wie intergenerationalem Wohnen, Mentoring und Reverse-Mentoring gelingende intergenerationale Zusammenarbeit fördern.“ – Quelle: https://www.dia-vorsorge.de/wp-content/uploads/2025/09/Generationenstudie_30_09_2025_ES_final-1.pdf
9 Antworten
‚Zusammen geht was‘ ist ein schöner Slogan! Aber ich hoffe wirklich, dass das nicht nur eine Werbeaktion bleibt. Wie kann man sicherstellen, dass solche Projekte nachhaltig sind?
‚Nachhaltigkeit‘ ist hier echt wichtig! Vielleicht könnten lokale Gruppen regelmäßig Treffen organisieren? So bleibt der Austausch lebendig und aktiv!
‚Ehrenamt‘ ist super wichtig in so einem Kontext! Wir müssen mehr Anreize für Freiwillige schaffen – was denkt ihr über Anreizsysteme für Ehrenamtliche in solchen Projekten?
Die Schuhaktion klingt interessant und könnte viele Menschen ansprechen! Ich frage mich nur, wie man so viele Schuhe sammeln kann? Hat jemand Ideen oder Vorschläge für Aktionen in unserer Stadt?
Man könnte lokale Geschäfte einbeziehen! Wenn jeder Laden ein paar Schuhe ausstellt, dann wird das doch ein richtiger Hingucker! Was haltet ihr von dieser Idee?
Ich bin skeptisch, ob solche Kampagnen wirklich etwas bewirken. Es gibt schon viele Programme, aber die Probleme bleiben. Was haltet ihr von den Forderungen nach mehr Begegnungsräumen? Glaubt ihr, das kann helfen?
Ich denke schon, dass Begegnungsräume wichtig sind! Manchmal braucht es einfach einen Ort, um ins Gespräch zu kommen. Wer hat schon Erfahrungen mit solchen Initiativen gemacht?
Ich finde es auch schwierig, wirklich einen Unterschied zu sehen. Vielleicht sollten wir uns mehr auf die Bedürfnisse der Senioren konzentrieren? Wie können wir sicherstellen, dass sie sich wohlfühlen?
Ich finde die Idee der Kampagne wirklich gut. Generationsübergreifende Zusammenarbeit ist wichtig für unsere Gesellschaft. Was denkt ihr, wie können wir mehr junge Leute in solche Projekte einbinden?