Caritas fordert offene Gesellschaft: Staatsangehörigkeitsrecht-Reform nötig

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Caritas setzt sich für eine offene Gesellschaft ein: Reform des Staatsangehörigkeitsrechts gefordert

Berlin, 18. April 2023 – Die Caritas hat die Novellierung des deutschen Staatsangehörigkeitsrechts gefordert, um den Zugang zur deutschen Staatsangehörigkeit zu erleichtern und ein Zeichen für eine offene Gesellschaft zu setzen.

Einbürgerungsrecht als Instrument der Integration

Steffen Feldmann, Caritas-Vorstand für Finanzen und Internationales, betont, dass Deutschland ein Einbürgerungsrecht benötigt, das integrationsfördernd wirkt und überkommene Vorstellungen über Nationalität und Zugehörigkeit überwindet. Die Ampel-Koalition arbeitet derzeit an der Reform des Einbürgerungsrechts. Der Deutsche Caritasverband setzt sich seit langem dafür ein, dass Einwanderer und ihre Nachkommen einfacher die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten.

Demokratie stärken durch politische Mitspracherechte

Von den etwa 84 Millionen Menschen, die in Deutschland leben, besitzen rund 11 Millionen nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Laut Feldmann ist es schädlich für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Gestaltung der Gesellschaft, wenn große Teile der Bevölkerung ohne echte politische Mitspracherechte auskommen müssen.

Mehrfachstaatsangehörigkeit als Realität anerkennen

Die Caritas fordert, dass das Staatsangehörigkeitsrecht die Lebensrealitäten der Menschen besser widerspiegelt, insbesondere die Anerkennung von Mehrfachstaatsangehörigkeiten. In einer global vernetzten Welt haben immer mehr Menschen mehr als eine Heimat, weshalb der Deutsche Caritasverband einen sogenannten Generationenschnitt ablehnt.

Würdigung der Lebensleistung der Gastarbeitergeneration

Besonders die Lebensleistung der sogenannten Gastarbeitergeneration soll bei der Einbürgerung gewürdigt werden. Dazu gehört auch, dass von diesem Personenkreis nur mündliche Deutschkenntnisse gefordert werden, da viele keine Zeit und Gelegenheit hatten, Deutsch lesen und schreiben zu lernen.

Staatsangehörigkeit unabhängig von finanzieller Situation

Die Caritas betont, dass der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit nicht „verdient“ werden muss. Auch Arbeitslose, Niedriglohnbeschäftigte oder Menschen in Ausbildung sollen die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben können. Die bestehende Regelung zur Einbürgerung soll nicht verschärft, sondern klarer gefasst werden.

Hintergrund: Aktuelle Hürden und geplante Reformen

Die Hürden für eine Einbürgerung sind derzeit groß – sowohl von den Voraussetzungen als auch von der Komplexität des Prozesses her. Die Ampel-Koalition bereitet aktuell eine Novellierung des Einbürgerungsrechts vor, um den Zugang zur deutschen Staatsangehörigkeit zu erleichtern, insbesondere durch die Verkürzung der Aufenthaltszeit.

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17 Kommentare

    1. Integration ist wichtig, aber wir sollten auch die Sicherheit nicht vernachlässigen. Unkontrollierte Zuwanderung kann negative Auswirkungen haben. Wir müssen einen Balanceakt finden, um sowohl Integration als auch Sicherheit zu gewährleisten.

  1. Also ich bin der Meinung, dass wir das Staatsangehörigkeitsrecht überhaupt nicht reformieren sollten. Was denkt ihr? #kontrovers

  2. Ich finde, dass wir keine Reform des Staatsangehörigkeitsrechts brauchen. Integration kann auch anders funktionieren!

  3. Caritas fordert offene Gesellschaft? Das klingt schön und gut, aber was ist mit den Grenzen und der Sicherheit?

  4. Was ist mit den Rechten der Einheimischen? Integration sollte nicht auf Kosten der eigenen Bürger gehen!

  5. Das Staatsangehörigkeitsrecht sollte reformiert werden, um den Integrationsprozess zu fördern. Agree or disagree?

  6. Typisch egoistische Einstellung. Menschenrechte sollten für alle gelten, unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft. Es geht nicht darum, Rechte zu vergeben, sondern sie anzuerkennen. Deine Ignoranz ist enttäuschend.

  7. Also ich finde, dass die Gastarbeitergeneration schon genug Würdigung bekommen hat. Was ist mit den anderen Generationen?

  8. Ich finde, dass wir Gästarbeitergenerationen mehr respektieren sollten und sie nicht vergessen dürfen.

    1. Ach bitte, hören wir auf mit diesem ständigen Respekt Gequatsche. Die Gästarbeitergenerationen haben hier gearbeitet, ja. Aber wir sollten nicht vergessen, dass sie auch von unseren Steuergeldern profitiert haben. Es ist Zeit, dass sie sich anpassen und nicht immer nach Respekt betteln.

  9. Was ist mit den Rechten der Einheimischen? Integration funktioniert nur, wenn alle fair behandelt werden.

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