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Bundesregierung übersieht wirkungsvolle Maßnahmen: DUH kritisiert Ernährungsstrategie

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die heute von der Bundesregierung vorgestellte Ernährungsstrategie als unzureichend. Die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation lobt die Ziele der Strategie, bemängelt jedoch fehlende wirksame Maßnahmen und konkrete Zielvorgaben. DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner fordert von der Regierung echte Lösungen und eine finanzielle Unterstützung für die Maßnahmen. Auch die langfristige Zielerreichung und Messbarkeit bleiben unklar. Die Bundesregierung hat nun die Möglichkeit, ihren Kabinettsentwurf nachzubessern und eine tatsächliche Transformation des Ernährungssystems anzustoßen.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat die Ernährungsstrategie der Bundesregierung als unzureichend bewertet. Die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation begrüßt zwar die Ziele der Strategie, gesunde und nachhaltige Ernährungsumgebungen zu schaffen, pflanzliche Ernährung zu fördern und Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen. Allerdings fehlen nach Ansicht der DUH Maßnahmen wie eine Finanzierung oder konkrete Zielvorgaben.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, sagte dazu: “Mit der heute veröffentlichten Ernährungsstrategie zeigt die Bundesregierung, dass sie die grundlegenden Probleme erkannt hat. Das aktuelle System belastet unsere Gesundheit, das Klima und vernachlässigt das Tierwohl. Aber: Die Bundesregierung kann oder will keine echten Lösungen vorlegen. Erst bis 2050 soll es für alle Menschen in Deutschland möglich sein, sich gut zu ernähren – bis dahin dauert es noch ein Vierteljahrhundert. Maßnahmen, die die Ernährungsindustrie in die Pflicht nehmen, steuerliche Ansätze wie die Absenkung der Mehrwertsteuer für Obst und Gemüse auf 0 Prozent oder die Erhebung einer Zuckersteuer fehlen komplett. Übrig bleibt – wenig. Fraglich ist auch, wie die Zielerreichung gemessen werden soll, wenn eine Indikatorik erst bis 2027 erarbeitet werden soll. Unklar bleibt außerdem, wie die Maßnahmen finanziert werden sollen. Damit bleibt das Programm hinter der Dringlichkeit zurück, mit der es erwartet wurde. Und das, obwohl die kürzlich veröffentlichten Empfehlungen des Bürgerrates Ernährung deutlich zeigen, dass sich die Gesellschaft ambitioniertere Maßnahmen wünscht. Die Bundesregierung hat jetzt noch die Chance, ihren Kabinettsentwurf nachzuschärfen und eine echte Transformation des Ernährungssystems anzustoßen.”

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Die Kritik der DUH bezieht sich vor allem darauf, dass die Bundesregierung keine konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der Ernährungsstrategie vorschlägt. Es fehlen finanzielle Anreize für die Ernährungsindustrie und steuerliche Ansätze, wie die Absenkung der Mehrwertsteuer für Obst und Gemüse oder eine Zuckersteuer. Auch fraglich ist, wie die Zielerreichung gemessen und wann eine Indikatorik dafür erarbeitet wird. Die DUH betont, dass eine echte Transformation des Ernährungssystems dringend erforderlich ist und die Bundesregierung die Chance hat, ihren Kabinettsentwurf anzupassen.

Die Ernährungsstrategie betrifft nicht nur die Umwelt, sondern hat auch Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen und das Wohl der Tiere. Die DUH fordert daher verbindliche und ambitionierte Maßnahmen, um diese Probleme anzugehen. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die Bundesregierung entsprechende Änderungen an der Ernährungsstrategie vornehmen wird.

Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de
www.duh.de, www.x.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe,
www.instagram.com/umwelthilfe, www.linkedin.com/company/umwelthilfe


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Deutsche Umwelthilfe zur Ernährungsstrategie: “Bundesregierung legt Scheinlösungen …

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