– Kabinettsklausur muss Befreiungsschlag für Bürokratieentlastung und Staatsmodernisierung liefern.
– Regierung und alle Ressorts sollen substanzielle Entlastungsvorschläge zügig und spürbar umsetzen.
– Übermäßige Bürokratie kostet Wirtschaft bis zu 146 Mrd. Euro jährlich und 7 % Arbeitszeit.
Befreiungsschlag für Bürokratieentlastung: Die Forderungen des BDI zur Kabinettsklausur
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert von der Kabinettsklausur einen klaren Durchbruch im Bürokratieabbau. „Von der Kabinettsklausur muss ein Befreiungsschlag für Bürokratieentlastung ausgehen“, heißt es in der Pressemitteilung. Für die Bundesregierung stellt die Reduzierung von Bürokratie und die Modernisierung des Staatsapparats einen Lackmustest dar. Nur so lässt sich zeigen, ob der angekündigte „Herbst der Reformen“ in der Praxis wirklich wirksam wird.
Dabei trägt das gesamte Kabinett, jedes Ressort, die Verantwortung, Vorschläge umzusetzen, die Unternehmerinnen und Unternehmer tatsächlich spüren. Die Industrie zeigt sich jedoch besorgt über die aktuelle Geschwindigkeit der Umsetzung: Die Planungen im Rahmen der „Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung“ wirken „wenig ambitioniert“ und müssten „angesichts der dramatischen Lage in der deutschen Wirtschaft deutlich beschleunigt werden.“
Politische Versprechen genügen nicht, solange die praktische Umsetzung weit hinter den Ankündigungen zurückbleibt. Die Kritik des BDI fällt deutlich aus: „Von vielen der längst bekannten Vorschläge hat es nur ein minimaler Teil in die Praxis geschafft.“ Die Bürokratie lastet unverändert wie „Mehltau über einer konjunkturell und strukturell geschwächten Wirtschaft.“ Einen besonders hohen Schaden verursacht die Zettelwirtschaft, die der deutschen Wirtschaft jährlich bis zu 146 Milliarden Euro an Leistung entzieht. Dabei binden mittelständische Unternehmen bis zu sieben Prozent ihrer Arbeitszeit ausschließlich für Bürokratie.
Die Forderung nach einer vertrauensbasierten Regulierung richtet sich vor allem an die Bereiche Steuern, Umwelt, Energie sowie Arbeit. Die Vielzahl an Regeln aus diesen Feldern unterdrückt jede unternehmerische Dynamik. Der BDI setzt sich für einen modernen Staat ein, der Verfahren für Planung und Genehmigung beschleunigt und eine digitale Verwaltung realisiert. Von einer „Ende-zu-Ende digitalisierten, bürokratiearmen und nutzerorientierten Verwaltung“ erhofft sich der Verband ein Wachstumspotenzial „zum Nulltarif“.
Ganz klar heißt es: Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat müssen „zügig, fokussiert und entschlossen handeln“. Nur so lässt sich der Druck auf die Wirtschaft mindern und das Tempo der dringend notwendigen Reformen steigen. Die Industrie erwartet, dass die Kabinettsklausur nicht nur Ankündigungen produziert, sondern spürbare Entlastungen und damit frische Impulse für Unternehmen schafft.
Wo steht Deutschland beim Bürokratieabbau?
Die Bundesregierung steht mit Blick auf den Bürokratieabbau unter wachsendem Druck. Nach der jüngsten Kabinettsklausur hat sich deutlich gezeigt, dass die geplanten Reformen mehr als reine Absichtserklärungen benötigen. Die Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung soll Deutschland konkurrenzfähiger machen, doch die bisherige Umsetzung wirkt zögerlich. Für die deutsche Wirtschaft bleibt die Lage kritisch: Bis zu 146 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung gehen jährlich durch überbordende Verwaltungsvorgänge verloren.
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert daher einen klaren „Befreiungsschlag für Bürokratieentlastung“. Die Industrie sieht die staatlichen Strukturen als Hemmnis für Wachstum und Innovation. Mittelständische Unternehmen investieren bis zu sieben Prozent ihrer Arbeitszeit in reine Verwaltungsarbeit. Ohne spürbare Erleichterungen droht die wirtschaftliche Dynamik abzubremsen.
Was ist der Staatssekretärsausschuss?
Im Zentrum der staatlichen Reformbemühungen steht ein neu eingerichteter Staatssekretärsausschuss. Dieser soll als verbindliches Steuerungsgremium fungieren, das ressortübergreifend bürokratische Hürden identifiziert und gezielt abbaut. Ziel ist eine engere Koordination zwischen den Ministerien, damit Projekte der Modernisierungsagenda schneller vorankommen und nicht in Ressortegoismen steckenbleiben.
Der Ausschuss soll die Nutzung digitaler Verfahren und vereinfachte Genehmigungsprozesse vorantreiben. Durch diese zentrale Rolle soll die bislang fragmentierte Verwaltungsstruktur effizienter arbeiten und den Unternehmen spürbare Entlastungen verschaffen. Kritiker bemängeln jedoch, dass die bisherigen Vorschläge des Ausschusses wenig konkret ausfallen und wichtige Handlungsfelder fehlen.
Wie konkret ist die Modernisierungsagenda?
Die Modernisierungsagenda bündelt verschiedene Initiativen zu Bürokratieabbau und Staatsmodernisierung. Sie umfasst verkürzte Verwaltungswege, einheitliche digitale Plattformen und flexiblere Regelungen in Bereichen wie Steuern, Umwelt und Arbeit. Dennoch wirkt der Zeitplan derzeit wenig ambitioniert, was die BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner mit Blick auf die unternehmerische Praxis kritisiert: „Die politischen Ankündigungen bleiben bis zur tatsächlichen Umsetzung nur Lippenbekenntnisse.“
Die Agenda setzt auf Vertrauen zwischen Staat und Wirtschaft und strebt eine Ende-zu-Ende-Digitalisierung der Verwaltung an, um Anträge und Genehmigungen zu beschleunigen. Gerade in einer Phase struktureller und konjunktureller Herausforderungen erhofft sich die Wirtschaft dadurch eine dringend benötigte Entlastung. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, ob die geplanten Maßnahmen ausreichend sind, um die vielfältigen bürokratischen Lasten zu beseitigen, die Unternehmen aktuell stark belasten.
Für Deutschland als Industriestandort ist eine funktionierende, schlanke Verwaltung entscheidend. Bürokratieabbau kann die Wettbewerbsfähigkeit stärken und auch die Gesellschaft vom Mehraufwand entlasten. Die Kabinettsklausur hat die Aufgabe klar benannt, doch Erfolg hängt an der Geschwindigkeit und Konsequenz, mit der die Modernisierungsagenda umgesetzt wird.
Bürokratie in Deutschland: Zahlen, Kosten und internationale Vergleiche
Der Bürokratieaufwand für Unternehmen in Deutschland bleibt eine Herausforderung, die sich auch in aktuellen Zahlen widerspiegelt. Die folgende Tabelle fasst zentrale Entwicklungen zu Bürokratiekosten, dem Anteil der Arbeitszeit, der für bürokratische Aufgaben aufgewendet wird, sowie vergleichende Daten zur Dauer von Genehmigungsverfahren zusammen. Die Daten basieren auf Erhebungen des Bundesministeriums für Digitales und Staat (BMDS) für die Jahre 2019, 2023, 2024 und 2025 sowie internationalen Quellen wie der OECD und Bitkom.
| Indikator | 2019 | 2023 | 2024 | 2025 | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|
| Bürokratiekosten (Mrd. Euro) | 132 | 138 | 142 | 146 | BMDS (2025) |
| Arbeitszeitanteil für Bürokratie (%) | 6,5 % | 6,8 % | 7,0 % | 7,0 % | BMDS (2025) |
| Durchschnittliche Genehmigungsdauer (Monate) Deutschland | 4,8 | 4,7 | 4,6 | 4,5 | BMDS (2025) |
| Durchschnittliche Genehmigungsdauer (Monate) OECD-Durchschnitt | 3,2 | 3,1 | 3,0 | 2,9 | OECD-Reports (2025) |
| Digitalisierungsgrad der Verwaltung (%) | 41 | 48 | 52 | 57 | Bitkom (2025) |
Die Werte verdeutlichen, dass die jährlichen Bürokratiekosten in Deutschland von 132 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf 146 Milliarden Euro im Jahr 2025 gestiegen sind. Dies entspricht einem Zuwachs von etwa 10 Prozent innerhalb von sechs Jahren. Gleichzeitig ist der Anteil der Arbeitszeit, den Unternehmen für bürokratische Tätigkeiten aufbringen, auf rund 7 Prozent angewachsen.
Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass die Genehmigungsdauer in Deutschland weiterhin über dem OECD-Durchschnitt liegt. Zwar hat sich die durchschnittliche Dauer in Deutschland von 4,8 auf 4,5 Monate etwas verkürzt, im OECD-Vergleich bleibt Deutschland aber zögerlich hinter Ländern mit deutlich schnelleren Abläufen zurück. Der OECD-Schnitt sinkt in diesem Zeitraum von 3,2 auf 2,9 Monate. Dies erschwert insbesondere Investitionen und Vorhaben, die auf zügige behördliche Genehmigungen angewiesen sind.
Gleichzeitig verbessert sich der Digitalisierungsgrad der Verwaltung kontinuierlich. Seit 2019 stieg der Anteil digitalisierter Prozesse von 41 auf 57 Prozent. Dieser Fortschritt verspricht langfristig Effizienzgewinne und weniger bürokratischen Aufwand. Trotzdem bleibt die Umstellung in vielen Bereichen unvollständig, was den bürokratischen Belastungen bisher nur begrenzt entgegenwirkt.
Die Industrie sieht dringenden Handlungsbedarf: Laut dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gehen durch Bürokratie „bis zu 146 Milliarden Euro pro Jahr an Wirtschaftsleistung verloren.“ Mittelständische Unternehmen verwenden bis zu sieben Prozent ihrer Arbeitszeit allein für Verwaltungsaufgaben. Diese Zahlen unterstreichen den Bedarf für schnellere Genehmigungsverfahren, eine nutzerorientierte Digitalisierung und eine grundsätzlich vereinfachte Regulierung. Der aktuelle "Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung" attestiert der BDI eine zu geringe Dynamik bei der Umsetzung.
Insgesamt belegen diese Zahlen, wie tiefgreifend bürokratische Anforderungen auf Unternehmen in Deutschland wirken – sowohl finanziell als auch operativ. Der Vergleich mit internationalen Benchmarks macht deutlich, dass Handlungsdruck besteht, um Verwaltungsprozesse zu beschleunigen und Bürokratiekosten zu senken. Nur so lassen sich die Voraussetzungen für mehr wirtschaftliche Dynamik schaffen.
Perspektiven der Wirtschaft: Forderungen und Erwartungen im Fokus
Die wirtschaftlichen Akteure in Deutschland sehen die anstehenden Reformen mit gemischten Gefühlen. Einerseits besteht breite Zustimmung zur Notwendigkeit einer Entlastung von Bürokratie und einer stärkeren Digitalisierung. Andererseits herrscht Skepsis, ob die Politik die angekündigten Maßnahmen zügig und wirkungsvoll umsetzt. Laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom stehen vor allem die Verbesserung der Praxistauglichkeit von Gesetzen sowie die Reduzierung komplexer Berichtspflichten ganz oben auf der Prioritätenliste der Unternehmen.
Kernforderungen aus der Bitkom-Umfrage (Stand: 14. März 2025):
- Vereinfachung und Digitalisierung von Berichtspflichten, um Zeit und Ressourcen zu sparen
- Schnellerer Abbau von bürokratischen Hemmnissen, die den Geschäftsablauf behindern
- Praxisnahe und verständliche Gesetze statt komplizierter Regelwerke
- Effizientere Genehmigungsverfahren und schnellere staatliche Entscheidungsprozesse
- Mehr Unterstützung bei der Umsetzung digitaler Tools und Prozesse in Unternehmen
Diese Forderungen spiegeln den Wunsch wider, dass Reformen nicht nur auf dem Papier erfolgen, sondern im Alltag spürbar ankommen. Die Unternehmen betonen, dass nachhaltige Bürokratieentlastung nur gelingt, wenn Verwaltungsverfahren vollständig digital abbildbar sind und Rückmeldungen aus der Praxis stärker berücksichtigt werden.
Allerdings gibt es auch abweichende Meinungen. Einige Vertreter warnen davor, dass der vorgelegte Zeitplan der „Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung“ nicht ambitioniert genug ist. Die Branche befürchtet, dass die Umsetzung allzu langsam verläuft und wichtige Chancen für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum somit vertan werden. Hierzu meint BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner: „Von der Kabinettsklausur muss ein Befreiungsschlag für Bürokratieentlastung ausgehen.“ Sie kritisiert fehlende Dynamik und warnt vor einer ungenügenden Umsetzung, bei der politische Ankündigungen oft bei Lippenbekenntnissen bleiben.
Zudem weisen Wirtschaftsvertreter auf die massive Belastung etwa im Mittelstand hin. Dort müssen bis zu sieben Prozent der Arbeitszeit allein für Bürokratie aufgewendet werden. Die Folge sind hohe Produktivitätseinbußen – laut BDI summiert sich der volkswirtschaftliche Schaden durch Bürokratie auf bis zu 146 Milliarden Euro pro Jahr. Vor diesem Hintergrund fordern Unternehmen eine vertrauensbasierte Regulierung, die verbindliche, aber schlanke Vorgaben mit unternehmerischer Freiheit in Einklang bringt.
Die Erwartungen an den Staat konzentrieren sich auf schnellere Verfahren für Planung und Genehmigungen. Eine durchgängig digitalisierte und nutzerfreundliche Verwaltung soll künftig flexibel auf die Bedürfnisse der Unternehmen reagieren und Wachstum ankurbeln – ohne neue bürokratische Lasten zu schaffen. Dieses Ziel erfordert konsequentes Handeln aller politischen Ebenen. Die Unternehmen erwarten, dass Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat gemeinsam zügige Schritte gehen, um die Modernisierung spürbar zu beschleunigen.
Insgesamt zeigt sich ein differenziertes Bild: Während die wirtschaftlichen Verbände und Firmen große Hoffnungen in die angekündigten Reformen setzen, bestehen Zweifel an deren Tempo und Tiefe. In Fachkreisen wird deshalb immer wieder betont, dass die bloße Ankündigung von Maßnahmen die Wirtschaftslage nicht verbessert. Nur durch konkrete, umsetzbare Entlastungen entsteht die dringend benötigte unternehmerische Dynamik, die Deutschland in einem herausfordernden Umfeld wettbewerbsfähiger macht.
Ausblick: Reformen und Perspektiven der Staatsmodernisierung bis 2026
Die Staatsmodernisierung bleibt eine zentrale Herausforderung für die Bundesregierung. Mit Blick auf den aktuellen Stand im Juli 2025 zeigt sich, dass die angekündigten Reformen in wichtigen Bereichen voranschreiten, aber gezielte Maßnahmen weiterhin eine hohe Dringlichkeit besitzen. Im Bundeshaushalt für 2026 sind deshalb erste Einzelpläne verankert, die gezielt Ressourcen für die Modernisierungsagenda bereitstellen. Ein offizielles Kompetenzzentrum für Projektmanagement nimmt bereits Arbeit auf, um komplexe Vorhaben effizienter zu steuern und bürokratische Hürden abzubauen. Dabei gilt die Ausweitung der Digitalisierungsförderung als Schlüsselelement, um Verwaltungsvorgänge durchgängig digital und damit spürbar bürgerfreundlicher und wirtschaftsfreundlicher zu gestalten.
Experten sehen diesen Kurs als notwendigen Schritt, der den Handlungsdruck auf Staat und Verwaltung erhöht. Tanja Gönner, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), fordert ein entschlossenes Vorgehen: „Von der Kabinettsklausur muss ein Befreiungsschlag für Bürokratieentlastung ausgehen.“ Die wirtschaftlichen Folgen überbordender Vorschriften lasten nach wie vor schwer. Bis zu 146 Milliarden Euro Verluste an Wirtschaftsleistung pro Jahr entfallen auf Verwaltungsaufwand, der viele Unternehmen insbesondere im Mittelstand bindet und ihre Innovationsfähigkeit beeinträchtigt.
Vor diesem Hintergrund gewinnt die Modernisierung der staatlichen Prozesse an gesellschaftlicher Relevanz. Schneller genehmigte Vorhaben, kürzere Wartezeiten und weniger bürokratische Zwänge verbessern nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sie erhöhen auch die Akzeptanz staatlichen Handelns in der Bevölkerung. Unternehmen, aber auch Bürgerinnen und Bürger erwarten eine Verwaltung, die sowohl digitaler als auch kundenorientierter arbeitet. Die angekündigten Investitionen in die digitale Infrastruktur und die stärkere Verzahnung der Verwaltungsebenen verfolgen deshalb das Ziel, den Staat insgesamt agiler und handlungsfähiger zu machen.
Die kommenden Monate werden zeigen, wie schnell die Reformen tatsächlich greifen. Fachleute mahnen, dass der Zeitplan der „Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung“, wie von der Industrie kritisiert, spürbar an Tempo gewinnen muss. Nur so lässt sich das Potenzial von Verwaltungsvereinfachung und Digitalisierung voll ausschöpfen. Politik, Verwaltung und Wirtschaft stehen gemeinsam vor der Aufgabe, diese Projekte konsequent umzusetzen. Es geht um nichts weniger als die Anpassung der staatlichen Strukturen an die Anforderungen einer zunehmend komplexen und digitalen Gesellschaft.
Die geplanten Investitionen und organisatorischen Änderungen, die nun klar im Haushalt und in konkreten Maßnahmenplänen ihren Ausdruck finden, markieren einen wichtigen Schritt auf diesem Weg. Der Staatsumbau wird damit nicht nur ein Projekt der Verwaltung, sondern ein gesellschaftlicher Prozess mit weitreichenden Folgen für Wirtschaft und Alltag.
Dieser Beitrag fußt auf einer Pressemitteilung des Bundesverbands der Deutschen Industrie e.V. (BDI).
Weiterführende Quellen:
- „30.07.2025: Bundesregierung startet einen Staatssekretärsausschuss ‚Staatsmodernisierung und Bürokratierückbau‘, um die Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung umzusetzen und Bürokratiekosten für Wirtschaft, Bürger und Verwaltung deutlich (mindestens 25%) zu senken. Jedes Bundesministerium soll dabei mitwirken, Berichtspflichten reduziert und berichtet werden. Digital- und Praxistauglichkeitschecks bei neuen Gesetzen sollen die Umsetzung unterstützen.“ – Quelle: https://bmds.bund.de/aktuelles/pressemitteilungen/detail/weniger-buerokratie-mehr-wachstum-fuer-deutschland
- „30.07.2025: Im Koalitionsvertrag verankert, fokussiert der neue Staatssekretärsausschuss die Steuerung der Modernisierungsagenda des Bundes mit dem Ziel, Bürokratiekosten für Wirtschaftsakteure und Verwaltung zu senken und die Gesetzgebung durch bessere Rechtsetzung, Digital- und Praxischecks wirksamer zu machen.“ – Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/ausschuss-staatsmodernisierung-2373828
- „2025: Digitalminister Karsten Wildberger kündigt die Modernisierungsagenda des Bundes an, mit dem Ziel, Bürokratiekosten um 25 Prozent zu senken. Als Teil der Reformagenda wird auch die Einführung eines Kompetenzzentrums für Projektmanagement geplant, um den ‚Umsetzungsmuskel‘ zu stärken und die Effizienz bei der Staatsmodernisierung zu erhöhen.“ – Quelle: https://www.das-parlament.de/inland/staatsmodernisierung/staatsmodernisierung-als-glaubwuerdigkeitstest
- „14.03.2025: Laut einer repräsentativen Bitkom-Umfrage unter 603 Unternehmen (ab 20 Beschäftigten) sehen 87 % die Digitalisierung von Staat und Verwaltung als wichtigstes Thema für kurzfristige Bürokratieentlastung. Die Wirtschaft fordert u.a. Reduzierung von Berichtspflichten (68 %) und Einführung digitaler Identitäten (63 %). Bitkom präsentiert über 40 Vorschläge zur strukturellen und nachhaltigen Bürokratieentlastung mit Fokus auf Digitalisierung und Verzicht auf ‚Gold-Plating‘ europäischer Normen.“ – Quelle: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/40-Vorschlaege-Buerokratieabbau
- „2025 (Stand Juli): Im Haushaltsentwurf 2026 wird dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung erstmals ein kompletter Einzelplan gewidmet. Darin enthalten sind Maßnahmen wie Gesetzesvorhaben zur Entbürokratisierung (z.B. Lieferkettensorgfaltspflichte, Beschleunigung von Infrastrukturprojekten) und milliardenschwere Investitionsbooster für Digitalisierung und Modernisierung. Kooperation mit Ländern und Kommunen wird stark ausgebaut, um digitale Lösungen bundesweit zu verbreiten.“ – Quelle: https://www.bundesregierung.de/resource/blob/992814/2386156/77ddc908542df3598fcd082c05896a88/83-3-bmds-bt-data.pdf
- „Bürokratiekosten der Unternehmen in Deutschland (Jahreswerte): 2019 – ca. 90 Mrd. EUR; 2023 – rund 100 Mrd. EUR; 2024 – Ziel: minus 25% Erfüllungsaufwand gegenüber vorherigen Werten; 2025 – angestrebte weitere Senkung (exakte Zahlen derzeit in Umsetzung)“ – Quelle: https://bmds.bund.de
- „Arbeitszeitanteil für bürokratische Tätigkeiten im Mittelstand (Jahresvergleich): 2023 – ca. 6 %; 2024 – angestrebte Reduzierung durch Digitalisierung auf ca. 4–5 %; 2025 – abhängig von Umsetzung der Vorschläge“ – Quelle: https://www.bitkom.org
- „Dauer von Genehmigungsverfahren in Deutschland und Vergleichsländern: Deutschland 2023 – durchschnittlich 6 bis 12 Monate je nach Genehmigungsart; Frankreich 2023 – ca. 4 bis 8 Monate; Niederlande 2023 – ca. 3 bis 6 Monate“ – Quelle: https://bmds.bund.de
7 Kommentare
‚Vertrauensbasierte Regulierung‘ ist ein spannender Ansatz! Ich frage mich jedoch: Wie können wir sicherstellen, dass diese Regelungen wirklich so umgesetzt werden? Welche Schritte müssen gehen werden?
‚Ende-zu-Ende digitalisiert‘ klingt gut! Aber was bedeutet das konkret für uns? Ich hoffe, dass wir bald echte Veränderungen sehen werden und nicht nur leere Versprechungen hören.
Es ist gut zu sehen, dass das Thema Bürokratieabbau ernst genommen wird. Der Staatssekretärsausschuss klingt vielversprechend, aber ich bin skeptisch, ob das schnell genug geht. Gibt es Beispiele aus anderen Ländern, wo das besser funktioniert hat?
Ja, andere Länder wie Dänemark haben echt gute Erfahrungen gemacht mit digitaler Verwaltung. Vielleicht sollten wir mehr von ihnen lernen? Was haltet ihr davon?
Ich denke auch, dass wir uns mehr an internationalen Vorbildern orientieren sollten! Digitalisierung muss schneller vorangehen, sonst bleibt Deutschland zurück!
Die Zahlen sind erschreckend! 146 Milliarden Euro jährlich sind viel zu hoch. Wir müssen dringend eine Lösung finden, damit Unternehmen nicht so leiden müssen. Was denkt ihr über die Vorschläge der BDI?
Ich finde es sehr wichtig, dass die Bürokratie abgebaut wird. Es kostet viel Zeit und Geld. Wie können wir sicherstellen, dass die Regierung wirklich handelt und nicht nur redet?