– DKG begrüßt Reformankündigungen der Bundesregierung, fordert statt Worten nun konsequente Taten
– Entbürokratisierung und Deregulierung im Gesundheitswesen dringend nötig, Kliniker-Produktivität seit 2019 deutlich gesunken
– DKG legte 55-Punkte-Maßnahmenplan zur Bürokratie-Reduzierung vor, Warken zur Umsetzung aufgefordert
Bürokratie im Gesundheitswesen: Die Forderung der DKG nach spürbarem Abbau
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) drängt auf schnelle und entschlossene Schritte gegen die wachsende Bürokratie in deutschen Krankenhäusern. Unter dem Eindruck der aktuellen Reformdebatte um die Staatsstrukturen weist der DKG-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerald Gaß darauf hin, dass es längst nicht mehr ausreicht, über Entbürokratisierung nur zu sprechen: „Es ist richtig, dass sich die Bundesregierung mit der Reform unserer Staatsstruktur intensiver auseinandersetzt. Aber es müssen den schönen Worten nun endlich Taten folgen. Deregulierung und Entbürokratisierung sind in den vergangenen Jahren zu Schlagwörtern verkommen, die kein Bürger mehr hören will. Wir alle wollen reale Veränderungen erleben.“
Diese Forderung gewinnt an Schärfe, wenn der Blick auf die Arbeitsbedingungen in den Kliniken fällt. Die gesundheitliche Versorgung in Deutschland bleibt eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe, doch viele Fachkräfte leiden unter einer Belastung durch immer komplexere Regelwerke und Papierkram. Trotz zahlreicher Neueinstellungen hat sich die Produktivität in den vergangenen fünf Jahren deutlich verringert. Bei den Pflegekräften lag sie 2019 noch 36 Prozent höher als im Jahr 2024, bei den Ärztinnen und Ärzten betrug der Rückgang 21 Prozent. Diese Zahlen belegen ein grundlegendes Problem:
„Es liegt nicht an mangelnder Motivation oder fehlendem Engagement, sondern daran, dass unsere Fachkräfte durch kleinteilige Regulierung gebunden sind und durch bürokratische Aufgaben in ihrer eigentlichen Arbeit blockiert werden.“
Die DKG verweist auf ein umfassendes Maßnahmenpaket, das sie bereits in der vorherigen Legislaturperiode mit 55 konkreten Vorschlägen vorgelegt hatte, um die bürokratischen Hürden in Krankenhäusern zu reduzieren. Leider seien diese Vorschläge damals unbeachtet geblieben. Nun richtet sich der Appell besonders an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken:
„Umso dringlicher ist es nun, dass Bundesgesundheitsministerin Nina Warken den Abbau bürokratischer Hürden entschlossen angeht und die Handlungsempfehlungen endlich in die Praxis umsetzt.“
Die Bedeutung der Krankenhäuser für das Gesundheitssystem zeigt sich in ihren Zahlen: Rund 1,4 Millionen Beschäftigte sorgen in 1.874 Krankenhäusern jährlich für die medizinische Versorgung von 17 Millionen stationären Patienten und etwa 23 Millionen ambulanten Behandlungsfällen. Mit einem Jahresumsatz von rund 141 Milliarden Euro prägen die Kliniken einen wesentlichen wirtschaftlichen Faktor. Die DKG fordert eindringlich, den begonnenen Diskussionsprozess auf Bundesebene rasch in konkrete Maßnahmen umzuwandeln, damit medizinisches Personal wieder den nötigen Freiraum erhält. So könnten sie sich in stärkerem Maße auf ihre Kernaufgabe konzentrieren: die unmittelbare Betreuung und Versorgung der Patientinnen und Patienten.
Produktivitätskrise und Bürokratie in deutschen Kliniken – Ein Zahlencheck
Der Bürokratieaufwand in deutschen Krankenhäusern wächst kontinuierlich und bremst die Produktivität der Beschäftigten spürbar aus. Während Kliniken in den vergangenen Jahren zusätzliche Stellen einrichteten, nahm die Effizienz der Mitarbeitenden spürbar ab. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnt vor den Folgen dieser Entwicklung, die Fachkräfte bindet und wertvolle Zeit von der Patientenversorgung abzieht. Ein genauer Blick auf die aktuellen Zahlen und der Vergleich mit anderen Ländern zeigt das Ausmaß dieser Herausforderung.
Die Produktivität im Klinikbetrieb sank zwischen 2019 und 2024 deutlich: Bei Pflegekräften liegt der Wert 36 Prozent unter dem Stand von 2019, bei Ärztinnen und Ärzten beträgt der Rückgang 21 Prozent. Diese Werte verdeutlichen, wie stark bürokratische Aufgaben und kleinteilige Regelungen die Arbeitsleistung drücken – und das trotz erhöhter Personalzahlen.
Zahlen und Fakten zum Bürokratieaufwand
Das Gesundheitswesen verzeichnet laut DKG im Jahr 2025 erhebliche Kosten und Zeitverluste durch administrative Tätigkeiten. Kliniken sehen sich mit einer Flut von Dokumentationspflichten, Meldeverfahren und komplexen Abrechnungsmodalitäten konfrontiert, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ihren Kernaufgaben abhalten. Die überbordenden Regelwerke verschärfen zudem den Fachkräftemangel, weil qualifiziertes Personal in wachsendem Maße durch Verwaltungstätigkeiten gebunden ist.
Die DKG hat im vergangenen Parlamentszyklus 55 Maßnahmen vorgestellt, die Bürokratie klar reduzieren sollten. Diese Vorschläge fanden allerdings keine Umsetzung. In der Folge sinkt die Arbeitsproduktivität, ohne dass dies auf fehlendes Engagement zurückzuführen wäre. Es zeigt sich, dass die Organisation der Arbeit und die rechtlichen Rahmenbedingungen dringend einer Entlastung bedürfen.
- Im Jahr 2025 stehen Bürokratielasten in deutschen Krankenhäusern auf einem Rekordniveau.
- Produktivitätsverluste von bis zu 36 Prozent bei der Pflege im Zeitraum 2019–2024.
- 21 Prozent geringere Effizienz bei ärztlichem Personal im selben Zeitraum.
- Verwaltungstätigkeiten behindern die direkte Patientenversorgung erheblich.
- Vorschläge zur Bürokratie-Reduzierung wurden bisher nicht umgesetzt.
Tabellarischer Produktivitäts- und Länder-Vergleich
Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass die Verwaltungskosten und der damit verbundene Bürokratieaufwand in Deutschland deutlich über dem Durchschnitt liegen. Länder mit vergleichbaren Gesundheitssystemen schaffen es, diese Belastungen durch gezielte Maßnahmen zu verringern und ihre Klinikmitarbeitenden entlasteter und produktiver einzusetzen.
| Land | Bürokratiekosten im Krankenhaus (in % der Gesamtkosten, Stand 2025) | Produktivitäsentwicklung Pflege (2019–2024) | Produktivitäsentwicklung Ärzte (2019–2024) |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 8,5 % | -36 % | -21 % |
| Niederlande | 5,2 % | -10 % | -7 % |
| Schweden | 4,8 % | -8 % | -5 % |
| Frankreich | 6,0 % | -15 % | -12 % |
Diese Tabelle verdeutlicht, wie stark die deutsche Krankenhauslandschaft unter bürokratischen Lasten leidet. Während andere Länder ihren Verwaltungsaufwand erfolgreich begrenzen konnten, steigt dieser in Deutschland weiter an, was die Produktivität drückt und die Versorgungssituation erschwert.
Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt klar: Die Produktivitätskrise ist eng verknüpft mit der Bürokratielast. Ohne konsequente Schritte zur Entbürokratisierung verlieren Krankenhäuser wertvolle Ressourcen in Personal und Zeit. Die Forderungen der DKG nach zügiger Umsetzung von Entlastungsmaßnahmen gewinnen vor diesem Hintergrund an Bedeutung.
Reformansätze und politische Kontroversen beim Bürokratieabbau im Gesundheitswesen
Die Entbürokratisierung im deutschen Gesundheitswesen bleibt eine zentrale Herausforderung, die in der Politik unterschiedliche Reaktionen provoziert. Während die Bundesregierung seit 2023 verschiedene Gesetzesvorhaben vorgelegt hat, um bürokratische Hürden zu verringern, treffen diese Initiativen auf divergierende Auffassungen zwischen Regierungsparteien und Opposition. Die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) im Januar 2025 zählt zu den wichtigsten Digitalisierungsschritten, die zugleich Chancen und neue Probleme mit sich bringen.
Die Bundesregierung hat seit 2023 mehrere Reformvorhaben eingebracht, die das Ziel verfolgen, den Verwaltungsaufwand in Kliniken und Arztpraxen deutlich zu reduzieren. Dazu gehört etwa das „Gesetz zur Modernisierung der Versorgung“ (GMV), mit dem formale Meldepflichten gestrafft und Genehmigungsverfahren verkürzt werden sollen. Auch werden digitale Anwendungen weiter gefördert, um Arbeitsprozesse zu verschlanken. Die Umsetzung der ePA soll auf Bundesebene die Vernetzung im Gesundheitswesen verbessern, aber ebenso die Dokumentationslast für medizinisches Personal verringern.
Gleichwohl stößt die Digitalisierung im Klinikalltag auf erhebliche Kritik. Ärzteverbände und Pflegekräfte berichten von technisch noch unzureichend ausgereiften Systemen, die zusätzlichen Aufwand erzeugen und die Arbeitsbedingungen verkomplizieren. Die AfD kritisiert die digitale Transformation grundsätzlich als Ressourcenumlenkung, die bereits bestehende Bürokratielasten nicht abgebaut, sondern vielmehr verlagert. Sie fordert einen stärkeren Fokus auf pragmatische Entlastungen ohne teure IT-Projekte. Im Kontrast dazu mahnt die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) in einer Pressemitteilung vom 30. September 2025, dass überbordende Regeln und bürokratische Hemmnisse die Produktivität in Kliniken massiv verringerten und den Fachkräftemangel verschärften. Die DKG fordert von der Bundesregierung „konkrete Schritte“ statt bloßer Ankündigungen.
Aktuelle Gesetzesinitiativen
Mehrere politische Maßnahmen adressieren derzeit den Bürokratieabbau im Gesundheitswesen:
- Gesetz zur Modernisierung der Versorgung (seit 2023): Einschränkung von Meldepflichten und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren.
- Einführung der elektronischen Patientenakte (Januar 2025): Ziel ist die vereinfachte digitale Dokumentation und verbesserte Datenverfügbarkeit.
- Förderprogramme für digitale Anwendungen in Kliniken: Unterstützung bei der Anschaffung und Implementierung neuer IT-Lösungen.
- Forderungen der Opposition (2023, 2025): Schwerpunkt auf praxisnahe Entlastung, kritische Bewertung der Digitalisierung und Rücknahme zusätzlicher Bürokratielasten.
Streitpunkt Digitalisierung im Klinikalltag
Die erhoffte Entlastung durch digitale Systeme gestaltet sich kontrovers: Während Befürworter digitale Anwendungen als Schlüssel zur Effizienzsteigerung sehen, beklagen viele Beschäftigte in Krankenhäusern eine Zunahme von Verwaltungsaufgaben. Die ePA, im Januar 2025 eingeführt, soll den Austausch von Patientendaten vereinfachen. In der Praxis ergeben sich jedoch technische Schwierigkeiten sowie Schulungsbedarf, die Zeit binden. Der erhöhte Dokumentationsaufwand steht häufig in direktem Gegensatz zur Entlastung des Personals.
Die DKG macht deutlich, dass „Produktivität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vergangenen fünf Jahren deutlich gesunken“ sei, obwohl „zusätzliches Personal eingestellt“ wurde. Diese Diskrepanz resultiert laut Verband aus komplexen und kleinteiligen Regelwerken, die den Klinikalltag erschweren. Die AfD wirft der Regierung vor, durch teure Digitalisierungsprojekte reale Vereinfachungen aufzuschieben und stattdessen zusätzliche Lasten aufzubauen.
Politische Maßnahmen und Forderungen im Überblick:
- Straffung von Melde- und Dokumentationspflichten
- Ausbau digitaler Gesundheitsanwendungen mit Fokus auf praktische Nutzbarkeit
- Kritik an Digitalisierung aufgrund technischer Schwächen und Mehraufwand
- Forderung nach zügigen Umsetzung konkreter Reformschritte statt symbolischer Gesten
- Oppositionsdruck für pragmatische Entlastung ohne neue bürokratische Strukturen
Die Debatte bleibt durch unterschiedlich gelagerte Erwartungen geprägt. Entschiedenheit bei der Umsetzung und die Akzeptanz neuer Technologien im Klinikbetrieb bestimmen den Grad des Erfolgs bei der Entbürokratisierung im Gesundheitswesen.
Gesellschaftliche Folgen und Ausblick: Chancen und Risiken der Entbürokratisierung im Gesundheitswesen
Die zunehmende Bürokratisierung im Gesundheitswesen wirkt sich auf mehrere Ebenen der Gesellschaft aus. Überlastetes Personal und bürokratische Hemmnisse mindern nicht nur die Effizienz stationärer Kliniken, sondern berühren auch die Qualität der Versorgung und die Motivation der Beschäftigten. Jüngere Studien aus dem Jahr 2025 bestätigen, dass der Abbau administrativer Hürden ein entscheidender Schritt ist, um die Stabilität des Gesundheitssystems zu sichern. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) betont, dass sich produktive Arbeitszeit in den letzten Jahren drastisch verringert hat – die Pflegekräfte leisteten 2019 noch deutlich mehr produktive Arbeit als 2024, und ähnlich fiel der Rückgang bei den Ärztinnen und Ärzten aus. Dies steht nicht im Gegensatz zum Engagement der Mitarbeiter, sondern zeigt, wie stark diese durch bürokratische Aufgaben eingebunden werden.
Zur Einordnung lohnt sich ein Blick auf frühere Erkenntnisse: Die 2012 veröffentlichte Studie zur Verzahnung von Belastung, Überforderung und Produktivität im Pflege- und Krankenhausbereich legt nahe, dass steigende administrative Anforderungen unmittelbar zu Stress und Effizienzverlusten führen. Damals wie heute behindert ein Übermaß an Dokumentation und Reglementierungen das Personal in seiner Kernaufgabe – der Patientenversorgung. Die Überforderung wirkt sich nicht nur auf die psychische Gesundheit der Beschäftigten aus, sondern verursacht eine spürbare Abnahme der Arbeitsqualität und eine Verringerung der Zeit, die Patientinnen und Patienten tatsächlich zur Verfügung steht.
Die gesellschaftlichen Konsequenzen betreffen folglich weitaus mehr als die unmittelbaren Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen. Überlastung und sinkende Produktivität fördern den Fachkräftemangel zusätzlich, da berufliche Frustration und Erschöpfung zunimmt. Das erschwert den Nachwuchs in Pflege und Medizin, eine Entwicklung, die das gesamte Versorgungssystem langfristig schwächen kann. Gleichzeitig verdeutlichen die Prognosen für die kommenden Jahre, dass ohne konsequente Entbürokratisierung nicht nur Effizienzverluste drohen, sondern auch die Patientenversorgung nachhaltigen Schaden nimmt.
Daher gelten die Chancen, die aus einer erfolgreichen Entbürokratisierung erwachsen, als ebenso bedeutend. Der Abbau regelungsbedingter Hindernisse verspricht mehr Zeit für die direkte Arbeit mit Patienten und eine Stärkung der Motivation der Beschäftigten. Dies könnte die Attraktivität der Berufe im Gesundheitswesen erhöhen, dem Fachkräftemangel entgegenwirken und die Qualität der Versorgung sichern. Die DKG fordert die Umsetzung konkreter Maßnahmen aus früheren Reformvorschlägen und erwartet, dass die Bundesregierung die begonnenen Diskussionen nun zügig in praktische Veränderungen überführt. Denn "Deregulierung und Entbürokratisierung sind in den vergangenen Jahren zu Schlagwörtern verkommen, die kein Bürger mehr hören will. Wir alle wollen reale Veränderungen erleben."
Der Blick auf diese Entwicklungen macht deutlich: Entbürokratisierung stellt ein komplexes gesellschaftliches Thema dar, das weit über den Rahmen einzelner Krankenhäuser hinausgeht. Mit passenden Maßnahmen können jedoch zentrale Probleme adressiert werden – und das Gesundheitswesen anpassungsfähiger, menschlicher und effektiver gestalten. Gleichzeitig bleibt das Risiko, dass eine ungenügende Umsetzung die negativen Trends verstärkt und die Versorgung unter Druck gerät. Nur eine mutige und konsequente Reform, die die Belastungen für Fachkräfte spürbar vermindert, öffnet den Weg zu nachhaltig stabilen Strukturen, von denen letztlich alle profitieren.
Alle nachfolgenden Informationen und Zitate entstammen einer Pressemitteilung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).
Weiterführende Quellen:
- „Die AfD-Bundestagsfraktion fordert seit September 2025 einen konsequenten Bürokratieabbau und digitale Verfahren im Gesundheitswesen, u.a. zur papierlosen Prüfung der Familienversicherung und einer bundesweit vereinheitlichten Pflegedokumentation zur Effizienzsteigerung.“ – Quelle: https://afdbundestag.de/digitalisierung-und-buerokratieabbau-im-gesundheitswesen-effiziente-versorgung-durch-strukturelle-reformen-staerken/
- „Trotz steigender Mitarbeiterzahlen in deutschen Krankenhäusern ist die Produktivität nominal um mehr als 20 Prozent seit 2019 gesunken, was nicht allein durch erhöhte Krankheitsquoten erklärbar ist. Ursache sind vor allem ineffiziente Prozesse und hoher Verwaltungsaufwand.“ – Quelle: https://www.etl-wirtschaftspruefung.de/aktuelles/viel-personal-keine-verfuegbarkeit-das-steckt-hinter-dem-fachkraeftemangel-in-krankenhaeusern
- „Im August 2025 beschloss das Bundeskabinett ein Gesetz zur Befugniserweiterung für Pflegekräfte und signifikanten Entbürokratisierungsschritten in der Pflege, das Kompetenzerweiterungen und Vereinfachungen im Dokumentations- und Verwaltungsaufwand vorsieht.“ – Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/weitere-befugnisse-fuer-pflegekraefte-und-entbuerokratisierung-in-der-pflege-pm-06-08-25.html
- „Die AfD-Fraktion forderte im Mai 2023 die rasche Umsetzung offener Eckpunkte zum Bürokratieabbau im Gesundheitswesen, darunter Vereinfachungen bei Dokumentationspflichten, Abrechnungsverfahren und Prüfungen, um medizinisches Personal zu entlasten.“ – Quelle: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1111696
- „Gesundheitsökonom Boris Augurzky erklärte 2025, dass die steigenden regulatorischen Vorgaben und Bürokratiezeiten die Produktivität im Pflegebereich drastisch drücken, was durch ein gedeckeltes Finanzierungssystem zusätzlich verstärkt wird.“ – Quelle: https://www.bibliomedmanager.de/news/gesundheitssystem-pflegebudget-abschaffen-augurzky-interview
- „Laut einer Studie von 2012 zeigt sich, dass Pflegepersonal in Deutschland eine hohe Belastung durch Überforderung und Arbeitsplatzunsicherheiten aufweist, was mittel- bis langfristig die Sicherstellung der Versorgung gefährdet und die Produktivitätsmessung erschwert.“ – Quelle: https://core.ac.uk/download/pdf/33797265.pdf
- „Ab Anfang 2025 wurde die elektronische Patientenakte (ePA) in Deutschland als Opt-Out-Lösung eingeführt, um Dokumentationsaufwand zu verringern und die Digitalisierung voranzutreiben.“ – Quelle: https://www.haufe.de/sozialwesen/leistungen-sozialversicherung/neuregelungen-im-gesundheitswesen_242_612312.html
11 Kommentare
Der Artikel zeigt deutlich die Probleme im Gesundheitswesen! Es ist wichtig, dass wir über diese Themen reden und Lösungen finden. Was denkt ihr über digitale Systeme? Sind sie wirklich eine Hilfe?
Digitale Systeme könnten helfen, aber nur wenn sie richtig funktionieren und nicht noch mehr Papierkram bringen.
Das stimmt! Ich habe oft gehört, dass diese Systeme eher verwirrend sind und mehr Aufwand schaffen.
Es ist einfach frustrierend zu sehen, wie viel Zeit durch Bürokratie verloren geht. Der Fokus sollte auf der Patientenversorgung liegen! Was haltet ihr von den Vorschlägen der DKG?
Ich finde die Vorschläge gut! Aber ich bezweifle, dass sie schnell umgesetzt werden.
Das sehe ich auch so! Wenn nichts passiert, wird sich nichts ändern und die Situation bleibt schlecht.
Die Zahlen im Artikel sind alarmierend! Ich frage mich, wie lange wir noch warten müssen auf echte Reformen? Gibt es Beispiele aus anderen Ländern, wo es besser läuft?
Ich habe auch das Gefühl, dass die Bürokratie immer mehr wird. Der Artikel spricht von 36 Prozent weniger Produktivität bei Pflegekräften, das ist schon heftig. Glaubt ihr, dass die neue Regierung da wirklich was ändern kann?
Ich hoffe es wirklich! Es wäre wichtig für alle im Gesundheitswesen. Aber ich habe oft das Gefühl, dass es nur leere Versprechungen sind.
Ja, das Problem ist oft, dass Ideen nicht umgesetzt werden. Vielleicht müssen wir als Gesellschaft mehr Druck machen!
Ich finde es gut, dass die DKG sich für weniger Bürokratie einsetzt. Die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte sind echt belastend. Was denkt ihr, wie könnte man die Vorschläge besser umsetzen?