– 123. GVB-Verbandstag in München mit rund 800 Gästen zum Motto „Genossenschaften: Miteinander gestalten“
– GVB-Präsident betont Genossenschaften als „Möglichmacher“ für Zusammenhalt, Anpassungsfähigkeit und digitale Innovation
– Stefan Müller übernimmt ab 1. August das GVB-Präsidentenamt und will Innovationen gezielt vorantreiben
Genossenschaften in Bayern: Miteinander gestalten beim 123. Verbandstag des GVB
Am Donnerstag, dem 11. Juli 2024, kamen auf dem Nockherberg in München rund 800 Gäste zum 123. Verbandstag des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB) zusammen. Unter dem Motto „Genossenschaften in Bayern: Miteinander gestalten“ stellte die Veranstaltung eindrücklich die Bedeutung der Zusammenarbeit in den Mittelpunkt – gerade angesichts wachsender gesellschaftlicher Herausforderungen.
Die Kraft der Genossenschaften liegt darin, Menschen mit gleichgerichteten Interessen zusammenzubringen und dadurch das Wir-Gefühl zu stärken. Sie sind nicht nur Ausdruck gemeinschaftlicher Werte, sondern repräsentieren zugleich unsere Wirtschaftsleistung, unsere Heimat und unsere Tradition. Diese Verbundenheit bildet die Basis, auf der der Verband und seine Mitglieder den Wandel aktiv und verantwortungsvoll gestalten.
Dabei betonte eine der zentralen Stimmen des Verbandstages, dass Genossenschaften bestens aufgestellt sind, um den Wandel zu gestalten und den Anforderungen der jungen Generation gerecht zu werden. Diese Perspektive ist ein Appell, das Potenzial und die Flexibilität der Genossenschaften weiter auszuschöpfen, um sozial und wirtschaftlich zukunftsfähig zu bleiben.
Gleichzeitig wurde auch auf Hemmnisse hingewiesen. So zeigen sich bürokratische Hürden als ernstzunehmende Belastung für die Innovationsfähigkeit und die wirtschaftliche Entwicklung der Genossenschaften. Eine klare Forderung lautete: „Wir brauchen mehr Spielraum für unternehmerische Entscheidungen.“ Dies steckt den Rahmen ab, in dem die Genossenschaften ihre Unternehmenskraft voll entfalten können.
Der Verbandstag griff darüber hinaus die Notwendigkeit eines umfassenden wirtschaftspolitischen Reformpakets auf, um in Deutschland wieder angemessene Wachstumsraten zu erreichen. Im Fokus stehen dabei die Stärkung des Arbeitsangebots, der Investitionsbereitschaft und der Innovationen – Faktoren, die in einem dynamischen wirtschaftlichen Umfeld unverzichtbar sind.
Abschließend wurde das Selbstverständnis des GVB als starker und innovativer Dienstleister für seine Mitglieder bekräftigt: „Ich werde weiterhin daran arbeiten, dass der GVB ein starker, innovativer Dienstleister für unsere Mitglieder bleibt.“ Dieses Bekenntnis unterstreicht die Rolle des Verbands als verlässlicher Partner und Impulsgeber in einer sich wandelnden Welt.
Der 123. Verbandstag des GVB auf dem Nockherberg war damit ein kraftvolles Signal für die Bedeutung von Genossenschaften in Bayern – als Brückenbauer, Gestalter und verlässliche Gemeinschaften inmitten gesellschaftlicher Veränderungen.
Genossenschaften im Wandel: Stabilität und Zukunft für Bayern
Genossenschaften sind in einem Umfeld geprägt von gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Wandel unverzichtbare Stützpfeiler. Sie verbinden wirtschaftliche Tätigkeit mit gesellschaftlichem Auftrag und schaffen durch ihre kollektiven Strukturen eine besondere Form der regionalen Verankerung. Gerade in Bayern leisten sie einen bedeutenden Beitrag, um den Herausforderungen von Digitalisierung, Energiewende und starker Bürokratie zu begegnen.
Als institutionelle Akteure fördern Genossenschaften nicht nur wirtschaftliche Stabilität, sondern auch sozialen Zusammenhalt. Der Fokus auf Regionalität stärkt lokale Wertschöpfungsketten und hält Fachkräfte vor Ort. Gleichzeitig eröffnet die Genossenschaftsform Chancen, innovative Projekte gemeinsam zu realisieren, die über Einzelakteure hinausgehen. Die Schnittstelle zwischen Nachhaltigkeit und Wirtschaft wird so sinnvoll verstärkt.
Wirtschaftliche Rolle
Genossenschaften agieren als wichtige Partner der regionalen Wirtschaft. Sie bieten Unternehmen und Bürgerinnen die Möglichkeit, Ressourcen zusammenzuführen, Risiken zu teilen und gemeinsame Innovationen voranzutreiben. Gerade in Zeiten zunehmender Marktdynamik und Unsicherheit schaffen sie Vertrauen und Verlässlichkeit. Gleichzeitig sind sie flexibel genug, um auf neue Anforderungen zu reagieren und so die Wettbewerbsfähigkeit lokaler Wirtschaftsräume zu stärken.
Herausforderungen & Ausblick
Die Institution Genossenschaft steht vor mehreren zentralen Herausforderungen:
- Bürokratie als Hemmnis für schnelles Handeln und effiziente Prozesse
- Fachkräftemangel, der es erschwert, die richtigen Kompetenzen nachhaltig zu sichern
- Die Notwendigkeit von Innovation, um digitalen Wandel und Energiewende erfolgreich zu gestalten
- Bewahrung der Regionalität als Kernmerkmal im globalisierten Markt
Von Politik und Wirtschaft wird vor allem erwartet, dass diese Faktoren stärker beachtet und unterstützt werden. Nur so können Genossenschaften ihre zentrale Rolle als Stabilitätsanker und Treiber gesellschaftlicher Entwicklung auch künftig ausfüllen.
Der Blick nach vorne zeigt: Genossenschaften haben großes Potenzial, wenn es gelingt, bürokratische Hürden abzubauen und Fachkräfte mit modernen Arbeitsmodellen zu gewinnen. Ihre kollektiven Strukturen bieten eine zugleich robuste und flexible Basis, um gesellschaftliche und technologische Herausforderungen gemeinsam anzugehen und Bayern zukunftsfähig zu gestalten.
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Genossenschaftsverband Bayern nimmt Zukunftsthemen in den Fokus und fordert weniger …
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8 Kommentare
Stefan Müller klingt wie ein guter Kandidat für GVB. Hoffentlich macht er gute Arbeit.
Ich hoffe das auch. Wir brauchen starke Führung.
Die Genossenschaften sind gut für Region. Sie stärken wir-Gefühl und helfen Wirtschaft.
Warum so viele Bürokratie? Das macht alles schwär. Die Unternehmen brauchen mehr Freiheiten.
800 Gäste ist sehr viele Leute. Ich denke die Veranstaltung war gut.
Ja, aber zu viel Bürokratie.
So viele!? Unglaublich! Die haben sicher interesant geredet.
Ich finde es wichtig dass sie über Zusammenarbeit reden. Genossenschaften können helfen.