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Bürokratieabbau für Genossenschaften gefordert

Am 11. Juli 2024 versammelten sich auf dem Nockherberg in München rund 800 Gäste zum 123. Verbandstag des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB). Unter dem Motto "Genossenschaften in Bayern: Miteinander gestalten" betonten GVB-Präsident Gregor Scheller und andere Redner die wichtige Rolle der Genossenschaften bei der Förderung gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Bewältigung aktueller Herausforderungen. Vor allem die Anpassungsfähigkeit, Nähe zu Kunden und das Engagement für Innovation standen im Mittelpunkt der Diskussionen.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Am Donnerstag versammelten sich auf dem Nockherberg in München rund 800 Gäste zum 123. Verbandstag des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB). Das diesjährige Motto “Genossenschaften in Bayern: Miteinander gestalten” setzte einen klaren Fokus auf die Bedeutung der Zusammenarbeit angesichts zunehmender gesellschaftlicher Herausforderungen.

GVB-Präsident Gregor Scheller eröffnete die Veranstaltung mit einer eindrucksvollen Rede über die Rolle der Genossenschaften als wichtige “Möglichmacher”. Er betonte, dass gerade in Zeiten des Wandels Zusammenarbeit und Anpassungsfähigkeit unerlässlich seien. Scheller lobte die Fähigkeit der Genossenschaften, durch Nähe zu den Kunden und engagierte Mitarbeitende passgenaue Produkte anzubieten. Dabei spielen digitale Möglichkeiten eine zentrale Rolle. “Unsere Genossenschaften sind bestens aufgestellt, um den Wandel zu gestalten und den Anforderungen der jungen Generation gerecht zu werden”, sagte er.

Ein zentrales Anliegen des GVB-Präsidenten war die zunehmende gesellschaftliche Spaltung, die ihm Sorgen bereitet. Genossenschaften könnten hier als Bindeglieder wirken, indem sie Menschen mit ähnlichen Interessen zusammenbringen und damit das Gemeinschaftsgefühl stärken. “Genossenschaften bringen Menschen mit gleichgerichteten Interessen zusammen und stärken dadurch das Wir-Gefühl”, erklärte Scheller eindringlich.

Gerhard Walther, ehrenamtlicher Präsident des GVB, unterstrich, wie bedeutend Genossenschaften als Stabilitätsanker insbesondere in Krisenzeiten seien. “Sie repräsentieren unsere Wirtschaftsleistung, unsere Heimat, unsere Tradition,” sagte Walther. Er kritisierte zugleich die bürokratischen Hürden, die genossenschaftliche Unternehmen belasten. Vor allem der Mittelstand leide darunter stark, sogar mehr als unter dem Fachkräftemangel. “Bürokratische Hürden hemmen unsere Innovationsfähigkeit und belasten die wirtschaftliche Entwicklung. Wir brauchen mehr Spielraum für unternehmerische Entscheidungen”, forderte er.

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Die Energiewende nahm ebenfalls einen wichtigen Platz in seiner Rede ein. Walther plädierte dafür, Anreize statt fester Vorgaben zu schaffen, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen. Er sprach sich zudem für flexible Regelungen in ländlichen Gebieten und die Stärkung von Bürgerenergiegenossenschaften aus.

Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, griff die Themen Innovation und Anpassungsfähigkeit in seinem Festvortrag auf. Er bemängelte die derzeitigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland und rief dazu auf, ein umfassendes Reformpaket zu schnüren. “Um wieder angemessene Wachstumsraten zu erreichen, braucht Deutschland ein umfassendes wirtschaftspolitisches Reformpaket. Es geht um die Stärkung des Arbeitsangebots, der Investitionsbereitschaft und der Innovationen,” so Fuest.

Zum Abschluss des Verbandstags übernahm Stefan Müller das Wort. Der bisherige Bundestagsabgeordnete aus Erlangen wird ab dem 1. August das Amt des GVB-Präsidenten von Gregor Scheller übernehmen. Müller sieht in der GVB nicht nur einen Impulsgeber im genossenschaftlichen Verbund, sondern auch eine der größten Mittelstandsvereinigungen Bayerns. “Ich werde weiterhin daran arbeiten, dass der GVB ein starker, innovativer Dienstleister für unsere Mitglieder bleibt,” kündigte Müller an.

Der Verbandstag zeigte deutlich, wie wichtig die genossenschaftliche Idee für Bayern ist. Durch ihre Verwurzelung in der Region und den engen Kontakt zu ihren Mitgliedern leisten Genossenschaften wertvolle Arbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Stabilität.


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Zitierte Personen und Organisationen

  • Genossenschaftsverband Bayern e.V. (GVB)
  • Gregor Scheller, GVB-Präsident
  • Gerhard Walther, ehrenamtlicher Präsident des GVB
  • Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung
  • Stefan Müller, bisheriger Bundestagsabgeordneter aus Erlangen und zukünftiger GVB-Präsident ab 1. August
  • Dr. Gerald Schneider, Pressesprecher des GVB
  • ifo Institut für Wirtschaftsforschung
  • news aktuell

Diese Elemente sind im Beitrag zu finden und bieten eine grobe Struktur über die involvierten beziehungsweise genannten Personen, Organisationen und Institutionen.

Meldung einfach erklärt

  • Was ist das Thema des Beitrags?
    Der Beitrag berichtet über den Verbandstag 2024 des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB).

  • Wann und wo fand der Verbandstag statt?
    Am Donnerstag, den 11. Juli 2024, auf dem Nockherberg in München.

  • Wie viele Gäste waren da?
    Rund 800 Gäste besuchten den Verbandstag.

  • Wer ist Gregor Scheller und was sagte er?
    Gregor Scheller ist der Präsident des GVB.

    • Er sprach über die Bedeutung von Zusammenarbeit und Anpassungsfähigkeit in Zeiten des Wandels.
    • Er nannte Genossenschaften „Möglichmacher“, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.
    • Genossenschaften können dank ihrer Nähe zu Kunden und ihrem Engagement passgenaue Produkte anbieten.
    • Sie sind gut aufgestellt, um den Wandel zu gestalten und den Anforderungen der jungen Generation gerecht zu werden.
  • Was sind die Sorgen von Gregor Scheller?
    Die zunehmende gesellschaftliche Spaltung.

    • Er betonte die Wichtigkeit von Zusammenhalt, den Genossenschaften fördern.
    • Genossenschaften verbinden Menschen mit ähnlichen Interessen und stärken das Gemeinschaftsgefühl.
  • Wer ist Gerhard Walther und was sagte er?
    Gerhard Walther ist ehrenamtlicher Präsident des GVB.

    • Die Bürokratie belastet genossenschaftliche Unternehmen, den Mittelstand und Regionalbanken stark.
    • Bürokratische Hürden hemmen die Innovationsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung.
    • Er fordert mehr Spielraum für unternehmerische Entscheidungen.
    • Die Energiewende ist ein weiteres Beispiel für die positive Gestaltungskraft der Genossenschaften.
    • Es sollten Anreize statt starrer Vorgaben geschaffen werden, vor allem in ländlichen Gebieten.
  • Wer ist Clemens Fuest und was sagte er?
    Clemens Fuest ist der Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung.

    • Deutschland braucht ein umfassendes wirtschaftspolitisches Reformpaket.
    • Er forderte Maßnahmen zur Stärkung des Arbeitsangebots, der Investitionsbereitschaft und Innovationen.
  • Wer ist Stefan Müller und was wird er machen?
    Stefan Müller war bisher Bundestagsabgeordneter aus Erlangen.

    • Er wird ab 1. August neuer GVB-Präsident sein, nach Gregor Scheller.
    • Er möchte daran arbeiten, dass der GVB ein starker, innovativer Dienstleister bleibt.
  • Wer ist der Presse-Kontakt für weitere Informationen?
    Dr. Gerald Schneider, Pressesprecher

    • Telefon: +49 89 / 2868 – 3401
    • Telefax: +49 89 / 2868 – 3405
    • E-Mail: presse@gv-bayern.de
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Zusammenfassung:
Der Verbandstag des Genossenschaftsverbands Bayern in München brachte am 11.07.2024 rund 800 Gäste zusammen. Präsident Gregor Scheller hob die Wichtigkeit von Zusammenarbeit hervor. Ehrenamtlicher Präsident Gerhard Walther betonte die Belastung durch Bürokratie und forderte flexiblere Regelungen, besonders bei der Energiewende. Clemens Fuest vom ifo Institut forderte ein Reformpaket für Deutschland. Stefan Müller wird neuer GVB-Präsident und will den Verband weiterhin innovativ halten.

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