Buchmarkt 2025: Umsatz sinkt um 2,9 Prozent – Belletristik wächst trotz schwierigem Konsumklima

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Der Buchmarkt spürt 2025 die anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Der Umsatz in den zentralen Vertriebswegen sank gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Prozent, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mitteilt. Einzig die Belletristik konnte mit einem Plus von 1,3 Prozent erneut wachsen.

Inhaltsverzeichnis

– Der Buchmarkt-Umsatz sank 2025 in zentralen Vertriebswegen um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
– Trotzdem verzeichnete die Belletristik ein Umsatzplus von 1,3 Prozent im Vergleich zu 2024.
– Das meistverkaufte Hardcover-Buch 2025 war „Der Nachbar“ von Sebastian Fitzek.

Buchmarkt 2025: Kaufzurückhaltung belastet Umsätze, Belletristik wächst

Der deutsche Buchmarkt hat sich 2025 in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld bewegt. Insgesamt sank der Umsatz in den zentralen Vertriebswegen – darunter Sortimentsbuchhandel, E-Commerce inklusive Amazon sowie Bahnhofsbuchhandel – gegenüber 2024 um 2,9 Prozent*. Trotz dieses Rückgangs liegt der Wert im Dreijahresvergleich um 1,6 Prozent über dem Niveau von 2022, dem ersten Jahr nach der Corona-Pandemie. Das Geschäft in den Buchhandlungen vor Ort lag 2025 3,0 Prozent hinter dem Vorjahresumsatz zurück, verzeichnet aber gegenüber 2022 ein Plus von 1,0 Prozent*. Das zeigt der vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels am 9. Januar 2026 veröffentlichte Branchen-Monitor BUCH.

Sebastian Guggolz, Vorsteher des Börsenvereins, benennt die Herausforderung klar: „Dem Buchmarkt geht es derzeit wie dem gesamten Einzelhandel: Angesichts des weiterhin schlechten Konsumklimas fällt die Bilanz für 2025 durchwachsen aus. Der hohe Kostendruck und ein immenser Bürokratieaufwand stellen Handel, Verlage und Branchenlogistik zusätzlich vor Hürden. Hoffnungsvoll stimmt die anhaltende Buchbegeisterung junger Menschen: Das Interesse insbesondere an New-Adult-Titeln und damit der Umsatz der Belletristik wächst weiter.“ Trotz der wirtschaftlichen Belastungen zeigt sich die Branche optimistisch.

Die Belletristik konnte 2025 ihre positive Entwicklung fortsetzen: Sie wächst um 1,3 Prozent im Vergleich zu 2024* und übertrifft damit auch das Ergebnis von 2022 (+14,9 Prozent). Für andere Warengruppen gilt das nicht: Kinder- und Jugendbücher verzeichneten ein Umsatzminus von 2,5 Prozent, Sachbücher verloren 4,7 Prozent, und Ratgeber blieben 7 Prozent hinter dem Vorjahr zurück*. Das meistverkaufte Hardcover-Buch ist laut Media Control „Der Nachbar“ von Sebastian Fitzek, gefolgt von „Asterix 41“ von Fabcaro und Didier Conrad sowie „The Secret of Secrets“ von Dan Brown.

„Der Buchmarkt 2025 zeigt eine gemischte Bilanz“, fasst der Branchen-Monitor zusammen. Während die Umsätze insgesamt rückläufig sind, zeigt die Belletristik erneut Wachstumsraten. Die vollständigen Buchmarktzahlen für alle Vertriebswege werden im Sommer 2026 veröffentlicht.

Quelle: »Pressemitteilung Börsenverein des Deutschen Buchhandels, 09.01.2026«*

Der Buchmarkt 2025 im Spannungsfeld gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen

Die Ergebnisse des Buchmarkts im Jahr 2025 lassen sich gut in den Kontext der gesamtwirtschaftlichen Lage einordnen. Das Jahr war geprägt von anhaltender Kaufzurückhaltung bei Verbrauchern, steigenden Preisen und einem tiefgreifenden Strukturwandel im Handel – Entwicklungen, die zusammenwirken und den Fokus auf die Herausforderungen der Branche lenken.

Zunächst spielt das Konsumklima eine zentrale Rolle. Der GfK-Konsumklimaindex lag 2024 im Jahresmittel deutlich im negativen Bereich, zum Beispiel im Dezember 2024 bei minus 25 Punkten. Im August 2025 erreichte die Stimmung rund minus 20 Punkte, bedingt durch Reallohnverluste und anhaltende Verbraucherunsicherheit.*

Die wirtschaftliche Unsicherheit ist somit ein maßgeblicher Treiber für die rückläufigen Umsätze im Einzelhandel, der 2024 real um 0,5 Prozent und in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 real um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft ist.*

Hinzu kommt die Entwicklung der Verbraucherpreise für Bücher. Das Jahr 2024 verzeichnete bei Büchern ein Plus von circa 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während in den ersten Monaten von 2025 noch eine Steigerung um 2 bis 3 Prozent gegenüber 2024 zu beobachten ist.*

Diese Preisentwicklung trifft auf eine ohnehin vorsichtige Kaufhaltung, was die Zahlungsbereitschaft der Leserinnen und Leser zusätzlich schmälert.*

Das Zusammenspiel aus erhöhten Preisen und unsicherem Konsumklima führt dazu, dass die Umsätze im Buchhandel unter Druck bleiben. Die Umsatzzahlen für die zentralen Vertriebswege – dazu zählen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce inklusive Amazon sowie Bahnhofsbuchhandel und andere Verkaufsstellen – verzeichnen im Jahr 2025 einen Rückgang von 2,9 Prozent gegenüber 2024.*

Dabei bleibt jedoch die Orientierung nach oben sichtbar: Im Dreijahresvergleich liegt der Umsatz immer noch 1,6 Prozent über dem Wert von 2022, dem ersten Jahr nach der Corona-Pandemie.*

Besonders deutlich spiegelt sich die Kaufzurückhaltung in der geringeren Verkaufsleistung in den stationären Buchhandlungen wider. Hier sank der Umsatz im Jahr 2025 um 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, dennoch zeigt ein Vergleich mit 2022 ein Plus von 1,0 Prozent.*

Dieser Trend ist Ausdruck eines anhaltenden strukturellen Wandels im Buchhandel, der sich durch die Schließung zahlreicher Buchhandlungen sowie einen Rückgang der Beschäftigtenzahlen auszeichnet. Seit 2018 sind die Zahl der Buchhandlungen um 24 Prozent und die Anzahl der Beschäftigten um 19 Prozent zurückgegangen.*

Diese strukturellen Veränderungen stehen im Zusammenhang mit einem brüchigen wirtschaftlichen Umfeld, das auf Dauer den stationären Handel vor beträchtliche Herausforderungen stellt. Der Rückgang der Verkaufsstellen sowie die Verlagerung hin zum Online-Handel beeinflussen die Verfügbarkeit und das Einkaufsverhalten der Kundinnen und Kunden. Trotz dieser Turbulenzen zeigt die Branche eine gewisse Resilienz, vor allem durch das anhaltende Interesse an Belletristik. Im Jahr 2025 verzeichnete dieser Bereich erneut ein Umsatzplus von 1,3 Prozent gegenüber 2024 (Stand: 07.01.2026).* Die Zielgruppe junger Menschen und das Interesse an New-Adult-Titeln führen dazu, dass die Belletristik weiterhin wächst, während andere Segmente wie Kinder- und Jugendbücher sowie Sachbücher Rückgänge hinnehmen mussten.

Insgesamt zeigt das Jahr 2025, wie wirtschaftliche Unsicherheiten, Preissteigerungen bei Büchern und der Strukturwandel im Handel ineinandergreifen. Die Branche bleibt herausgefordert, doch gleichzeitig wächst die Hoffnung auf eine Stabilisierung, vor allem durch die anhaltende Begeisterung für Literatur bei spezifischen Zielgruppen. Die Aussichten hängen maßgeblich von der wirtschaftlichen Entwicklung und der Konsumentenstimmung ab, die weiterhin stark schwanken.

Statistiken und Fakten zum deutschen Buchmarkt 2025

Die aktuelle Marktlage zeigt, dass der deutsche Buchhandel im Jahr 2025 weiterhin von Kaufzurückhaltung und wirtschaftlichen Herausforderungen geprägt ist. Trotz positiver Entwicklungen in einzelnen Segmenten ergibt sich ein insgesamt rückläufiges Bild bei den Umsätzen. Für Experten und Leser, die einen schnellen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen suchen, bietet die nachfolgende Zusammenstellung präzise Daten mit exakter Quellenangabe und Stand.

Auf Basis der verfügbaren Statistiken lässt sich die Entwicklung in einer übersichtlichen Tabelle darstellen, die die relevantesten Indikatoren im Zeitverlauf vergleichen.

Wesentliche Kennzahlen im Überblick

  • Der Einzelhandelsumsatz in Deutschland ist im Jahr 2024 real um 0,5 Prozent gesunken gegenüber 2023 (Stand: 07.01.2026; Quelle: Statistisches Bundesamt)*.
  • Für den Zeitraum Januar bis November 2025 ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ebenfalls um 1,6 Prozent gefallen (Stand: 07.01.2026; Quelle: Statistisches Bundesamt)*.
  • Die Verbraucherpreise für Bücher stiegen im Jahr 2024 um etwa 3 Prozent gegenüber 2023; im Zeitraum Januar bis November 2025 lag die Steigerung bei rund 2 bis 3 Prozent (Stand: 29.11.2025; Quelle: Statistisches Bundesamt)*.
  • Im Buchhandel wurden im März 2025 monatliche Umsätze um 13,4 Prozent niedriger gemeldet als im Vorjahresmonat; die Entwicklung der weiteren Monate war überwiegend negativ (Stand: Dezember 2025; Quelle: Statista)*.
  • Der Medienkontrol-Befund verzeichnete 2025 einen leichten nominalen Umsatzrückgang, verbunden mit deutlich sinkenden Absatzzahlen im Publikumssegment (Stand: 15.10.2025; Quelle: Mediacontrol)*.
  • Laut Analyse von explizit.net sank der Absatz im ersten Halbjahr 2025 um 6,1 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024; der Umsatzanstieg im Jahr 2024 beruhte vor allem auf Preissteigerungen (Stand: 18.10.2025; Quelle: explizit.net)*.
  • Zwischen 2018 und 2023 fiel die Anzahl der Buchhandlungen um 24 Prozent, die Beschäftigtenzahl im Buchhandel schrumpfte in diesem Zeitraum um 19 Prozent (Stand: 08.05.2024; Quelle: explizit.net)*.

Mögliche Tabelle zur Übersicht

Jahr/Periode Indikator Wert Einheit Quelle (Stand)
2024 Einzelhandelsumsatz Deutschland -0,5 % Statistisches Bundesamt (07.01.2026)
2025 (Jan–Nov) Einzelhandelsumsatz Deutschland -1,6 % Statistisches Bundesamt (07.01.2026)
2024 Verbraucherpreise für Bücher +3 % Statistisches Bundesamt (29.11.2025)
Jan–Nov 2025 Verbraucherpreise für Bücher +2–3 % Statistisches Bundesamt (29.11.2025)
März 2025 Umsatz im Buchhandel -13,4 % Statista (12.2025)
2025 Umsatzentwicklung im Publikumssegment Mediacontrol (15.10.2025)
1. Halbjahr 2024 / 2025 Absatz im Buchhandel -6,1 % explizit.net (18.10.2025)
2018–2023 Zahl der Buchhandlungen -24 % explizit.net (08.05.2024)
2018–2023 Beschäftigtenzahl im Buchhandel -19 % explizit.net (08.05.2024)

Diese Zahlen verdeutlichen die wirtschaftliche Lage, in der sich der Buchmarkt befindet. Während einzelne Segmente wie die Belletristik weiter wachsen, zeigt die Gesamtsituation eine rückläufige Tendenz bei Umsätzen und Marktteilnehmern. Für weiterführende, vollständige Daten ist mit der Veröffentlichung der umfassenden Buchmarktzahlen im Sommer 2026 zu rechnen.

Auswirkungen der Marktentwicklung auf Gesellschaft und regionale Versorgung

Die kontinuierliche Veränderung des Buchmarkts hinterlässt spürbare Spuren in der Gesellschaft. Seit 2018 sank die Anzahl der Buchhandlungen um 24 Prozent, das entspricht einem Rückgang von etwa 1.300 Geschäften* (Stand: 08.05.2024, Quelle: explizit.net)*. Parallel dazu verringerte sich die Beschäftigtenzahl im Buchhandel zwischen 2018 und 2023 um 19 Prozent, was den anhaltenden Strukturwandel in der Branche verdeutlicht.

Besonders in den Regionen spürt man die Folgen: Viele kleine, inhabergeführte Läden schließen, weil sie den steigenden Kosten und sinkenden Umsätzen nicht mehr standhalten. Der Verlust dieser Läden bedeutet nicht nur einen kulturellen Abbau, sondern auch eine Versorgungslücke für die lokale Szene. Für viele Leserinnen und Leser ist die Buchhandlung vor Ort noch immer ein wichtiger Treffpunkt, ein Ort kultureller Begegnung und Bildung.

Die wirtschaftlichen Herausforderungen zeigen sich auch bei den Preisen: Bücher verteuerten sich im Jahr 2024 um rund 3 Prozent, im Zeitraum Januar bis November 2025 wurden nochmals 2 bis 3 Prozent mehr fällig* (Stand: 29.11.2025, Quelle: destatis.de). Das bedeutet, die Kaufkraft der Verbraucherinnen und Verbraucher vankt durch Inflation und gleichzeitig sinkende Einkommensniveaus. Experten warnen, dass steigende Buchpreise bei gleichbleibender oder gar sinkender Kaufkraft die Nachfrage deutlich verringern könnten. Schon jetzt spüren Händler und Verlage die Folgen: Laut explizit.net führte der Absatzrückgang im ersten Halbjahr 2025 zu einem Rückgang von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Stand: 18.10.2025)*.

Diese Entwicklung hat Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben: Mit dem Rückgang an regionalen Buchhandlungen verlieren Gemeinden einen wichtigen kulturellen Anker. Viele Orte drohen den Zugang zu einem vielfältigen kulturellen Angebot zu verlieren und werden dadurch in ihrer sozialen Infrastruktur geschwächt. Für die Zukunft wird die Frage, wie eine regionale Buchhandelsversorgung aufrechterhalten werden kann, immer drängender.

Gleichzeitig verändern sich Leseverhalten und Preisstrukturen. Da die Preise steigen, während die Kaufkraft schwand (laut GfK-Konsumklima-Index), sinkt die Bereitschaft, größere Mengen an Büchern zu erwerben. Besonders bei jungen Leserinnen und Lesern zeigt sich eine wachsende Begeisterung für Literatur, insbesondere für New-Adult-Titel und Belletristik, die trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen weiter wächst. Diese Entwicklung zeigt, dass die gesellschaftliche Relevanz des Lesens und das kulturelle Engagement noch immer bestehen, aber nur bei gleichzeitiger Unterstützung durch eine lebendige lokale Infrastruktur auch zukünftig gewahrt werden können.

Ausblick auf 2026: Unterschiedliche Einschätzungen und offene Fragen

Der Blick in die Zukunft des deutschen Buchmarkts bleibt von Unsicherheiten geprägt. Obwohl die vollständigen Buchmarktzahlen für das Jahr 2025 erst im Sommer 2026 veröffentlicht werden*, zeichnen sich bereits heute zentrale Zahlenlücken ab. Das Fehlen detaillierter Daten umfasst neben den klassischen Vertriebswegen wie Verlage direkt, Versandbuchhandel und sonstige Verkaufsstellen auch das Rechnungsgeschäft, was die endgültige Bewertung der Marktentwicklung erschwert. Diese fehlenden Zahlen sind entscheidend, um das tatsächliche Ausmaß des Wandels im Buchmarkt voll zu erfassen.

Aus der bestehenden Datenlage lassen sich unterschiedliche Einschätzungen ableiten. Laut Mediacontrol verzeichnete der Markt im Jahr 2025 einen nominalen Umsatzrückgang, wobei die Absatzzahlen deutlich sinken. Bei Stand 15.10.2025 zeigte die Analyse, dass die Umsätze gegenüber 2024 rückläufig sind, was auf einen deutlichen Rückgang im physischen Buchverkauf hindeutet*. Ähnliche Tendenzen bestätigen auch von explizit.net erhobene Daten: Die Autoren interpretieren den Umsatzanstieg im Jahr 2024 vor allem als Folge von Preissteigerungen, wodurch der Absatz kaum gestützt wurde (Stand: 18.10.2025)*. Damit bleiben Zweifel, ob die steigenden Umsätze tatsächlich auf eine höhere Verkaufsmenge oder nur auf höhere Preise zurückzuführen sind.

In der redaktionellen Bewertung zeichnen sich zwei Szenarien ab:

  • Im Erholungsszenario verbessert sich die Verbrauchsstimmung, was 2026 einen positiven Trend für den Buchmarkt auslösen könnte. Das würde zu einer stärkeren Kauflaune führen, die auch die Umsätze wieder steigen lässt.
  • Alternativ besteht die Möglichkeit, dass sich der strukturelle Wandel fortsetzt und die Branche weiterhin vor Herausforderungen steht, insbesondere durch anhaltende Kostensteigerungen und den Digitalisierungstrend. Hier könnten die Umsatzzahlen weiter sinken, sofern keine grundlegende Wende erfolgt.

Diese Einschätzungen bleiben jedoch hypothetisch, solange die Sommerzahlen 2026 vorliegen*. Die zentrale Bedeutung dieser Daten liegt darin, eine belastbare Basis zu schaffen, um die tatsächliche Entwicklung objektiv einzuschätzen und politische sowie wirtschaftliche Entscheidungen zu fundieren. Bis dahin bleibt offen, ob die bislang beobachteten Trends eine Trendwende markieren oder nur den Fortgang eines langfristigen Wandels widerspiegeln.

Zusammenfassend zeigt die aktuelle Lage, wie bedeutsam die Zukunftsprognosen sind, doch auch, wie sehr sie noch von Datenlücken beeinträchtigt werden. Die nächsten Monate dürften klären, ob die bereits sichtbaren Rückgänge sich fortsetzen oder die Branche sich auf eine mögliche Erholung vorbereiten kann.

Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Weiterführende Quellen:

  • „Der Einzelhandelsumsatz in Deutschland ist 2024 real um 0,5 % gegenüber 2023 gesunken, für Januar–November 2025 real um 1,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Stand: 07.01.2026).“ – Quelle: https://www.destatis.de
  • „Die Verbraucherpreise für Bücher in Deutschland stiegen 2024 um ca. 3 % gegenüber 2023, im Zeitraum Januar–November 2025 um rund 2–3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Stand: 29.11.2025).“ – Quelle: https://www.destatis.de
  • „Im Buchhandel (Sortiment, Bahnhofsbuchhandel, Warenhäuser, E‑Commerce) lag der Umsatz im März 2025 um 13,4 % unter dem Vorjahresmonat; für weitere Monate 2025 zeigen sich überwiegend negative Veränderungen gegenüber 2024 (Stand: 12.2025).“ – Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/168569/umfrage/umsatzentwicklung-im-buchhandel-monatszahlen
  • „Mediacontrol berichtete, dass der deutsche Buchmarkt 2025 im Publikumssegment einen leichten nominalen Umsatzrückgang und deutlich sinkende Absatzzahlen verzeichnete, besonders betroffen sind Kinder- und Jugendtitel sowie Reise- und Ratgeberbücher (Stand: 15.10.2025).“ – Quelle: https://www.mediacontrol.de
  • „Eine Analyse von explizit.net zeigt, dass der Buchmarkt vom ersten Halbjahr 2024 bis zum ersten Halbjahr 2025 einen Absatzrückgang von 6,1 % verzeichnete, wobei der Umsatzanstieg 2024 hauptsächlich auf Preissteigerungen beruhte (Stand: 18.10.2025).“ – Quelle: https://explizit.net/artikel/der-deutsche-buchmarkt-steckt-mitten-im-strukturwandel
  • „Die Zahl der Buchhandlungen in Deutschland sank zwischen 2018 und 2023 um etwa 24 %, die Beschäftigtenzahl im Buchhandel ging im selben Zeitraum um rund 19 % zurück (Stand: 08.05.2024).“ – Quelle: https://explizit.net/artikel/der-deutsche-buchmarkt-steckt-mitten-im-strukturwandel
  • „Der GfK-Konsumklimaindex lag 2024 im Jahresmittel deutlich im negativen Bereich (z. B. Dezember 2024 bei –25 Punkten) und erreichte im August 2025 rund –20 Punkte, bedingt durch Reallohnverluste und anhaltende Verbraucherunsicherheit (Berichte 2024/2025).“ – Quelle: https://www.gfk.com

8 Antworten

  1. Die wirtschaftlichen Herausforderungen sind echt hart für den Buchmarkt. Wir sollten alle unsere Stimmen erheben und uns für lokale Buchläden einsetzen!

  2. Es ist gut zu hören, dass die Belletristik wächst! Aber was ist mit den anderen Genres? Warum sinken die Verkäufe dort? Das sollte diskutiert werden.

    1. Ich denke, viele Leser suchen nach Unterhaltung und fliehen vor der Realität. Das könnte erklären, warum Belletristik beliebt bleibt.

  3. Die Preissteigerungen sind ein großes Thema! Wie können wir als Leser darauf reagieren? Ich finde es schade, wenn Bücher unerschwinglich werden.

  4. Der Rückgang im Buchhandel ist wirklich besorgniserregend. Ich hoffe, dass mehr Menschen die lokalen Buchhandlungen unterstützen, damit wir nicht noch mehr verlieren.

  5. Ich finde es interessant, dass trotz der allgemeinen Kaufzurückhaltung die Belletristik wächst. Vielleicht liegt das an der Anziehungskraft von New-Adult-Titeln? Was denkt ihr über die Zukunft dieser Genre?

    1. Ich stimme zu! Die Belletristik spricht viele junge Leser an. Glaubt ihr, dass Verlage mehr in diese Richtung investieren sollten?

    2. Ja, ich denke auch, dass New-Adult wichtig ist. Aber was passiert mit Kinderbüchern? Die Zahlen sind alarmierend.

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