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Brücken-Chaos droht: Appell für mehr Investitionen

Berlin, 20. Juni 2024 – In einem dringenden Appell haben sich mehrere Spitzenverbände, darunter der Verband Beratender Ingenieure (VBI), gegen die geplanten Kürzungen im Bundeshaushalt ausgesprochen. Angesichts der über 4.000 sanierungsbedürftigen Autobahnbrücken in Deutschland warnen die Experten: Eine Reduzierung der Investitionen um 20 Prozent könnte fatale Folgen für die Verkehrsinfrastruktur und die deutsche Wirtschaft haben. Stattdessen fordern sie zusätzliche Mittel, um ein drohendes Verkehrschaos und wirtschaftliche Einbußen zu verhindern.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). In einer alarmierenden gemeinsamen Stellungnahme haben mehrere bedeutende Verbände die Bundesregierung aufgefordert, die geplanten Investitionskürzungen im Bundeshaushalt zu überdenken. Angesichts der Tatsache, dass mehr als 4.000 Autobahnbrücken in Deutschland dringend sanierungsbedürftig oder sogar neu gebaut werden müssen, warnen die Fachleute eindringlich vor den verheerenden Konsequenzen eines unterfinanzierten Infrastrukturprogramms.

Bereits vor zwei Jahren hatte Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing ein ambitioniertes Brückenmodernisierungsprogramm angekündigt, bei dem bis 2026 jährlich 400 Brückenprojekte realisiert werden sollen. Diese Zielsetzung scheint jedoch nunmehr außer Reichweite, wie die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen (BVMB), der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) sowie weitere wichtige Verbände und Organisationen in ihrem Appell betonen.

„Wir sind weit entfernt von den avisierten 400 Brückenprojekten pro Jahr. Zudem wurden in letzter Zeit vermehrt Ausschreibungen aus finanziellen Gründen zurückgezogen, und das Bauprogramm der Autobahn GmbH wird erheblich gestreckt“, kritisieren die Spitzenverbände. Besonders besorgniserregend ist die angedachte Kürzung des Etats der Autobahn GmbH um 20 Prozent, was einem Rückgang von 6,2 Milliarden auf 4,9 Milliarden Euro entspricht. Eine fahrlässige Investitionspolitik dieser Art könnte dazu führen, dass immer mehr Brücken gesperrt werden müssen und das Straßennetz weiter verfällt, so die Experten.

Die Forderung der Verbände ist klar: Statt Einsparungen sollten zusätzliche Investitionen von einer Milliarde Euro jährlich bereitgestellt werden, um das Brückenprogramm überhaupt erst in Gang zu bringen und langfristig den Modernisierungsstau der Bundesfernstraßen aufzulösen. Auch der ADAC, der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik sowie der BWVL Bundesverband für Eigenlogistik & Verladung unterstreichen die Dringlichkeit dieser Maßnahme. Der Ausfall nur einer einzigen Autobahnbrücke könne gravierende Auswirkungen auf Verkehr, Anwohner und Wirtschaft haben, wie die Sperrungen der Talbrücke Rahmede und der Salzbachtalbrücke eindrucksvoll gezeigt haben.

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Ein funktionierendes und zuverlässiges Autobahnnetz sei essentiell für die Mobilität der Menschen und eine florierende Wirtschaft, betonen die Verbände. Deutschland als europäisches Transitland trage zudem eine besondere Verantwortung für die Mobilität innerhalb Europas. Laut einer aktuellen Übersicht des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) befinden sich über 1.000 Autobahnbrücken in einem „nicht ausreichenden Bauwerkszustand“ und 80 sogar in einem „ungenügenden Bauwerkszustand“. Ohne das versprochene Brückenbauprogramm drohten weitere Brückenausfälle, die über Jahre hinweg für Verkehrschaos sorgen könnten.

Auch die Bauwirtschaft leidet unter der Unsicherheit. Viele Unternehmen hätten ihre Kapazitäten eigens für die anstehenden Projekte aufgestockt und sähen sich nun mit erheblichen finanziellen Einbußen konfrontiert. Dies könne bis hin zu Kurzarbeit, auch im Brückenbau, führen.

Es wird deutlich: Die Entscheidungsträger in Berlin stehen vor einer wegweisenden Aufgabe. Nur durch nachhaltige Investitionen kann das Rückgrat der deutschen und europäischen Mobilität erhalten und gestärkt werden. Daran erinnert auch Tatjana Steidl vom Verband Beratender Ingenieure angesichts der prekären Lage: „Kurzsichtige Sparmaßnahmen dürfen nicht das Fundament unserer Infrastruktur gefährden.“

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Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Gemeinsamer Notruf für den Brückenbau

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Zitierte Personen und Organisationen

  • Verband Beratender Ingenieure (VBI)
  • BVMB (Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e.V.)
  • HDB (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.)
  • ZDB (Zentralverband Deutsches Baugewerbe e.V.)
  • Pro Mobilität – Initiative für Verkehrsinfrastruktur e.V.
  • DVLV (Deutscher Verband für Lärmschutz an Verkehrswegen e.V.)
  • Gütegemeinschaft Stahlschutzplanken e.V.
  • DAV (Deutscher Asphaltverband e.V.)
  • ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V.)
  • BGL (Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung e.V.)
  • DSLV (Bundesverband Spedition und Logistik e.V.)
  • BWVL (BUNDESVERBAND FÜR EIGENLOGISTIK & VERLADER e.V.)
  • Bundesregierung
  • Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing (FDP)
  • Autobahn GmbH
  • Tatjana Steidl (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, VBI)

Meldung einfach erklärt

Hier ist eine Erklärung des Beitrags in leichter Sprache:

– Datum und Uhrzeit: 20. Juni 2024, 09:10 Uhr
– Wer spricht? Verband Beratender Ingenieure (VBI) und andere Verbände

Was ist das Problem?
– Über 4.000 Brücken auf deutschen Autobahnen sind beschädigt oder müssen neu gebaut werden.

Was wurde versprochen?
– Der Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing sagte, dass ab 2026 jedes Jahr 400 Brücken repariert oder neu gebaut werden sollen.

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Was ist passiert?
– Dieses Versprechen wird wahrscheinlich nicht eingehalten.
– Viele Projekte wurden gestoppt, weil das Geld fehlt.
– Das Budget für den Autobahnbau soll um 20 Prozent gekürzt werden.

Was sagen die Verbände?
– Die Verbände kritisieren die Kürzungen des Budgets und warnen vor schlimmen Folgen:
– Mehr Brücken könnten gesperrt werden.
– Das Straßennetz könnte schlechter werden.
– Es droht ein Verkehrskollaps.

Warum sind intakte Brücken wichtig?
– Sie sind notwendig für:
– Den Verkehr
– Die Wirtschaft
– Die Mobilität der Menschen

Was fordern die Verbände?
– Mehr Geld: Eine Milliarde Euro jährlich zusätzlich für Brückenmodernisierungen.
– Umsetzung des Brückenbauprogramms wie versprochen.

Was passiert, wenn nichts unternommen wird?
– Weitere Brückenausfälle
– Verkehrschaos in Gemeinden
– Belastung für Anwohner und Unternehmen

Welche Folgen hat es für die Bauwirtschaft?
– Firmen haben ihre Kapazitäten erhöht und warten nun auf Aufträge.
– Kurzarbeit könnte notwendig werden, wenn keine Aufträge kommen.

Wer hat diesen Beitrag geschrieben?
– Verband Beratender Ingenieure (VBI)
– Kontaktperson: Tatjana Steidl
– Adresse: Budapester Straße 31, 10787 Berlin
– E-Mail: steidl@vbi.de
– Telefon: 030/26062-220

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Gemeinsamer Notruf für den Brückenbau

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