BPA fordert dringend mehr Engagement in der Ausbildung von Pflegekräften, um die Talfahrt zu stoppen

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Der erste generalistisch ausgebildete Jahrgang von Pflegeschulen in Deutschland schließt heute seine Ausbildung ab. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) warnt vor einem sich verschärfenden Personalmangel in der Pflege aufgrund sinkender Ausbildungszahlen. Der bpa-Präsident Bernd Meurer kritisiert das Pflegeberufegesetz, da es den erfolgreichen Jobmotor der eigenständigen Altenpflegeausbildung abgewürgt habe. Statistiken zeigen, dass die Talfahrt der Ausbildungszahlen bereits in einigen Bundesländern begonnen hat. Der Pflegeberuf sei attraktiv, es fehle jedoch vor allem an Ausbildungskapazitäten in der Fachkraft- und Pflegeassistenzausbildung. Länder und Bund müssten alles tun, um möglichst viele Ausbildungskapazitäten zu schaffen.


Original-Pressemeldung:

Pflegeausbildungszahlen: “Die Talfahrt hat längst begonnen” / bpa fordert mehr …

bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Berlin (ots)

In vielen Pflegeschulen in Deutschland schließt heute der erste rein generalistisch ausgebildete Jahrgang die Ausbildung ab. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) verweist aus diesem Anlass auf vielerorts sinkende Ausbildungszahlen und warnt vor einem sich verschärfenden Personalmangel in der Pflege.

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“Angesichts eines immensen Personalbedarfs hat das Pflegeberufegesetz den erfolgreichen Jobmotor der eigenständigen Altenpflegeausbildung abgewürgt”, kritisiert bpa-Präsident Bernd Meurer. In den Jahren vor der Einführung der Generalistik waren die Ausbildungszahlen in der Altenpflege regelmäßig stark gestiegen. “Bundesweite Zahlen zeigen noch leicht nach oben, in vielen Bundesländern hat die Talfahrt aber längst begonnen”, warnt Meurer.

Die Hamburgische Behörde für Schule und Berufsbildung hatte vor wenigen Tagen einen Rückgang bei den Ausbildungszahlen in der Pflege um 17,3 Prozent festgestellt und dafür auch die Berufsreform verantwortlich gemacht. Die Statistik der Pflegeberufe-Ausbildungsfinanzierungsverordnung weist zudem in Bayern, Bremen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und dem Saarland Rückgänge um bis zu 7,5 Prozent aus.

“Der Pflegeberuf ist attraktiv, es fehlt vor allem an Ausbildungskapazitäten in der Fachkraftausbildung und in einem noch erheblicheren Maße in der Pflegeassistenzausbildung. Pflegepädagoginnen und -pädagogen sowie auskömmliche Finanzierungen gerade für kleinere Pflegeschulen fehlen”, so Meurer. Jetzt müssten Bund und Länder alles dafür tun, um möglichst viele Ausbildungskapazitäten zu schaffen.

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“Die Einführung einer generalistischen Pflegeausbildung sollte den Fachkräftemangel beseitigen. Das ist bisher nicht gelungen. Angesichts des enormen Personalbedarfs muss sich das schnell ändern.”

Zum Hintergrund: Vor mehr als fünf Jahren wurden mit dem Pflegeberufegesetz die Ausbildungen der Altenpflege sowie der Gesundheits- und Krankenpflege zu einer generalistischen Pflegeausbildung zusammengeführt. Damit wurde vor allem die Krankenpflegeausbildung gestärkt.

Pressekontakt:

Norbert Grote, Bernd Tews, bpa-Geschäftsführer, Tel.: 030/30 87 88 60, www.bpa.de

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Weitere Informationen über den Verband

– Der bpa ist ein Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
– Der Verband wurde im Jahr 2002 gegründet.
– Der bpa hat über 10.000 Mitglieder, die in ca. 11.000 Einrichtungen arbeiten.
– Kunden des bpa sind u.a. Senioren- und Pflegeheime, ambulante Pflegedienste sowie Betreuungs- und Beratungsstellen.
– Der bpa setzt sich für eine qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Versorgung im Bereich der sozialen Dienstleistungen ein.
– Mitglieder des bpa erhalten Unterstützung und Beratung in fachlichen Fragen sowie politischer Vertretung auf nationaler und europäischer Ebene.
– Der bpa ist in Landesverbände gegliedert, die ihrerseits auf regionaler Ebene aktiv sind.
– Zentrale Themen des bpa sind u.a. die Finanzierung sozialer Dienstleistungen, die Fachkräftesicherung sowie die Digitalisierung im Gesundheitswesen.
– Der bpa vertritt seine Mitglieder gegenüber politischen Entscheidungsträgern und arbeitet eng mit Kostenträgern wie Krankenkassen und Pflegekassen zusammen.

24 Antworten

    1. Ausbildung ist wichtig, aber das Gehalt der Pflegekräfte ist genauso wichtig! Es ist an der Zeit, dass ihre harte Arbeit und Verantwortung angemessen honoriert wird. Es geht nicht nur um Ausbildung, sondern auch um faire Bezahlung.

  1. Also, ich finde, dass die Ausbildung von Pflegekräften überbewertet wird. Es gibt doch schon genug von denen!

    1. Roboter-Pflegekräfte? Ernsthaft? Was ist mit der menschlichen Empathie und dem zwischenmenschlichen Kontakt? Technologie kann niemals das menschliche Element ersetzen. Lass uns lieber in die Ausbildung und Unterstützung von echten Pflegekräften investieren. #MenschlichkeitvorMaschinen

    1. Das ist ein äußerst ignorantes und respektloses Statement. Die Pflegekräfte leisten einen unermesslich wichtigen Beitrag zur Gesellschaft und verdienen mehr Wertschätzung und Unterstützung. Informiere dich, bevor du solche Kommentare abgibst.

  2. Ich finde, dass die Ausbildung von Pflegekräften total überbewertet wird. Wofür brauchen wir die überhaupt?

  3. Ich glaube nicht, dass mehr Ausbildung die Lösung ist. Es braucht eine grundlegende Reform des Pflegesystems!

    1. Oh bitte! Eine grundlegende Reform des Pflegesystems kann nicht allein die Lösung sein. Eine bessere Ausbildung und mehr qualifiziertes Personal sind unerlässlich, um die Qualität der Pflege zu verbessern.

  4. Ich denke, wir sollten stattdessen die Pflegeautomatisierung vorantreiben. Roboter als Pflegekräfte? Warum nicht!

    1. Das ist absoluter Quatsch! Pflege sollte von Menschen für Menschen durchgeführt werden. Roboter können niemals die menschliche Empathie und Fürsorge ersetzen. Lassen Sie uns lieber in die Ausbildung und Wertschätzung der Pflegekräfte investieren, anstatt auf mechanische Helfer zu setzen.

  5. Warum sollten wir uns um die Ausbildung von Pflegekräften kümmern? Lasst sie doch einfach weitermachen!

    1. Das ist ein naiver Gedanke. Die Attraktivität des Berufs hängt nicht nur von der Bezahlung ab, sondern auch von Arbeitsbedingungen und Anerkennung. Es ist eine komplexe Frage, die nicht einfach mit mehr Geld gelöst werden kann.

    1. Das ist eine kurzsichtige und gefährliche Haltung. Pflege ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die menschliche Empathie und Fürsorge erfordert. Roboter können niemals das zwischenmenschliche Verständnis und die emotionale Unterstützung bieten, die Menschen in der Pflege so dringend benötigen.

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