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BNW: Forderungen zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie

Berlin, 10. Juli 2024: Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW) lobt den Entwurf der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS)

Der BNW hat am Runden Tisch zur „Zirkulären Produktionsprozesse“ teilgenommen und begrüßt nun die Leitziele der NKWS. Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin des BNW, betont die Notwendigkeit eines regulatorischen Rahmens zur Förderung zirkulärer Materialien und Geschäftsmodelle, um den überfälligen Übergang von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen. Der Verband identifiziert konkrete Verbesserungsbedarfe bei Mehrwegsystemen, Elektrogeräten und Textilien und fordert Handlungsschritte zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von recycelten Kunststoffen.

Die Einleitung umfasst zudem Maßnahmen für den Bau- und Gebäudebereich sowie Empfehlungen zur öffentlichen Beschaffung. Um die ambitionierten Ziele zu erreichen, plädiert der BNW für umfassende Investitionen und Forschungen im Rahmen eines Aktionsprogramms „Zirkuläre Wirtschaft“.

Scrollen Sie nach unten um den detaillierten Beitrag und alle Kommentare zu lesen.

Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Berlin, 10. Juli 2024 – Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW) begrüßt den Entwurf der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) als entscheidenden Schritt hin zu nachhaltigerem Wirtschaften. Nachdem der Verband bereits aktiv am Runden Tisch zu zirkulären Produktionsprozessen mitgewirkt hat, meldet er sich nun auch zur Ressortabstimmung zu Wort.

Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin des BNW, unterstreicht die Bedeutung des neuen Entwurfs: „Lange genug haben Markt und Gesetzgeber lineares Wirtschaften nicht nur toleriert, sondern aktiv gefördert. Die NKWS könnte ein Neuanfang sein. Dafür muss sie einen regulatorischen Rahmen bieten, der die Wettbewerbsfähigkeit von zirkulären Materialien, Produkten und Geschäftsmodellen jetzt verbessert.“

Die Strategie fokussiert auf die Reduktion des Primarrohstoffverbrauchs, Förderung hochwertiger Sekundärrohstoffe und Abfallvermeidung. Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, sind weitreichende Maßnahmen nötig. Ein großer Hebel ist dabei die Verbreitung von Mehrwegsystemen. BNW betont, dass hier konkrete Maßnahmen fehlen, die nötigen Schwung bringen könnten, besonders für den To-Go-Bereich.

Ebenso sieht der Verband Verbesserungspotenzial in der Informations- und Kommunikationstechnik sowie bei Elektrogeräten. Dr. Reuter hebt ökonomische Anreize wie den thüringischen Reparaturbonus hervor, die eine deutliche Lenkungswirkung entfalten könnten. Außerdem müsse die erweiterte Herstellerverantwortung gestärkt und Gelder gezielt zur Verbesserung der Sammelstellen eingesetzt werden. Frühzeitiges Sammeln und Wiederverwenden von Geräten sollte Priorität haben.

Auch bei Bekleidung und Textilien fordert der BNW konkretisierte Maßnahmen. Die Bundesregierung solle sich europaweit für eine ökomodulierte Herstellerverantwortung einsetzen, die langlebige und recyclingfähige Produkte fördert. Zeitlich begrenzte Anreize zur Unterstützung zirkulärer Geschäftsmodelle müssen geschaffen werden.

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Im Bau- und Gebäudebereich lobt der Verband die geplante Stärkung von Recycling, Bestandserhaltung und Wiederverwendung von Bauteilen. Eine Bauteilsichtungspflicht und der Gebäuderessourcenpass seien essenziell für ressourcenschonendes Bauen der Zukunft.

Besondere Aufmerksamkeit verdient aus Sicht des BNW der Bereich Kunststoffe. Hier müssten Subventionen abgebaut und Kunststoffrezyklate wettbewerbsfähig gemacht werden. Die Idee einer Einspeisevergütung für Rezyklate, gekoppelt an vermiedene Emissionen, sei ein begrüßenswerter Ansatz.

Nicht zuletzt lobt der BNW die Regierung dafür, eigene Schritte zur Förderung der Kreislaufwirtschaft zu unternehmen. Die öffentliche Beschaffung spiele hierbei eine Schlüsselrolle, durch Berücksichtigung von Lebenszykluskosten und CO2-Schattenpreisen könne das wirtschaftlichste und ökologischste Angebot siegen.

Um die ambitionierten Maßnahmen dauerhaft umzusetzen, bedarf es eines korrespondierenden Etats für Investitionen und Forschung. Finanziert könnte dies durch die Streichung klimaschädlicher Subventionen werden.

Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. vertritt seit seiner Gründung im Jahr 1992 die Stimme progressiver Unternehmen in Berlin. Mit mehr als 700 Mitgliedsfirmen setzt er sich für Umwelt-, Klima- und soziale Nachhaltigkeitsaspekte ein. Der BNW steht somit für über 200.000 Arbeitsplätze und vereint Großunternehmen ebenso wie Mittelständler, Cleantech-Startups und Social Entrepreneurs.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie: BNW veröffentlicht Stellungnahme

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Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Zitierte Personen und Organisationen

  • Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)
  • Geschäftsführerin des BNW: Dr. Katharina Reuter
  • Bundesregierung
  • Runder Tisch zum Thema „Zirkuläre Produktionsprozesse“
  • Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS)
  • Presseansprechpartner beim BNW: Joscha Frost, Referent für Pressearbeit
  • Thüringen (im Kontext des 2021 eingeführten Reparaturbonus)
  • Europaweite Einführung einer ökomodulierten Herstellerverantwortung im Rahmen der Abfallrahmenrichtlinie

Meldung einfach erklärt

Hier ist der Beitrag in leichter Sprache:

– Datum und Zeit: 11.07.2024, 10:15 Uhr
– Wer spricht? Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW)

Was sagt der BNW?

– Die Bundesregierung hat einen Entwurf für eine neue Strategie zur Kreislaufwirtschaft veröffentlicht.
– Der BNW findet diesen Entwurf gut.

Wer ist Dr. Katharina Reuter?

– Sie ist die Geschäftsführerin des BNW.
– Sie sagt: “Früher wurde nur lineares Wirtschaften unterstützt. Die neue Strategie kann ein Neuanfang sein.”

Was ist das Ziel der neuen Strategie?

– Weniger Rohstoffe verbrauchen.
– Hochwertige Recycling-Materialien fördern.
– Abfälle vermeiden.

Wie hilft die Strategie im Alltag?

– Mehrwegsysteme nutzen: Dinge mehrmals verwenden, anstatt sie wegzuwerfen.
– Elektrogeräte reparieren und wiederverwenden.
– Kleidung richtig sammeln und recyceln.
– Im Bauwesen Teile wiederverwenden und Häuser ressourcenschonend bauen.

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Gibt es Probleme mit dem Entwurf?

– Ja, einige Maßnahmen fehlen oder müssen genauer erklärt werden.
– Beispiel: Für Mehrwegsysteme im To-Go-Bereich gibt es noch nicht genug klare Regeln.
– Auch bei Elektrogeräten und Textilien braucht es mehr Details und Anreize.

Welche weiteren Maßnahmen schlägt der BNW vor?

– Förderung von Technik und Sammelstellen für alte Geräte.
– Bewusstseinswandel in der Gesellschaft, damit mehr recycelt wird.
– Einführung von Rezyklat-Märkten für Kunststoffe.

Warum ist das wichtig?

– Es spart Ressourcen und schützt die Umwelt.
– Langlebige und recyclingfähige Produkte sollen gefördert werden.

Was tut die Regierung dafür?

– Sie will klimaschädliche Subventionen streichen.
– Ein Aktionsprogramm und Gelder für Forschung sind geplant.

Kontakt und weitere Informationen:

– Pressekontakt des BNW: Joscha Frost, Referent für Pressearbeit.
– Email: presse@bnw-bundesverband.de
– Telefon: +49 152 53088545

Wer ist der BNW?

– Der BNW ist ein Verband, der sich seit 1992 für Umwelt- und Klimaschutz einsetzt.
– Er hat 700 Mitgliedsunternehmen, die für mehr als 200.000 Arbeitsplätze stehen.
– Mitglieder sind sowohl Großunternehmen als auch kleine und mittlere Unternehmen, Startups und Sozialunternehmen.

Zusammengefasst heißt es: Der BNW unterstützt die neue Strategie zur Kreislaufwirtschaft, sieht aber noch Verbesserungsbedarf in einigen Bereichen.

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