BNE-Auszeichnung in Dresden: 31 Initiativen für nachhaltige Bildung geehrt

In Dresden sind heute 31 Initiativen mit der „Nationalen Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ geehrt worden. Die Auszeichnung von UNESCO und Bundesbildungsministerium würdigt vorbildliche Projekte, die Nachhaltigkeit in der deutschen Bildungslandschaft verankern. Zu den Preisträgern zählen unter anderem der FC Schalke 04, die Jugendbewegung Plant-for-the-Planet und die Dresdner Hilfsorganisation arche noVa.

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– Am 16. April 2026 wurden 31 Initiativen für Bildung für nachhaltige Entwicklung national ausgezeichnet.
– Die Auszeichnung erfolgte durch das BMBFSFJ und die UNESCO-Kommission in Dresden.
– Geehrt wurden vielfältige Projekte, darunter ein Fußballverein und eine globale Jugendbewegung.

31 BNE-Initiativen in Dresden ausgezeichnet

In Dresden werden am 16. April 2026 insgesamt 31 Organisationen und Initiativen mit der „Nationalen Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ geehrt. Vergeben wird die Auszeichnung gemeinsam von der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Kooperation mit der Landeshauptstadt Dresden.

Die Verleihung beginnt ab 17 Uhr in der Dreikönigskirche – Haus der Kirche und schließt an die Jahreskonferenz „DD-Lena: Dresden lernt nachhaltig“ an. Im Mittelpunkt stehen Lehr- und Lernangebote, die zeigen sollen, wie sich Bildung für nachhaltige Entwicklung in der deutschen Bildungslandschaft verankern lässt.

Bildung für nachhaltige Entwicklung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Mit der Auszeichnung wird ein breites Spektrum an Akteuren gewürdigt. Zu den Geehrten zählen unter anderem der FC Gelsenkirchen-Schalke 04, die Plant-for-the-Planet Foundation sowie die Dresdner Organisation arche noVa – Initiative für Menschen in Not e.V.. Die Auswahl macht deutlich, dass BNE längst nicht mehr nur in Schulen oder Hochschulen stattfindet, sondern in vielen gesellschaftlichen Bereichen angekommen ist.

Der Anspruch von Bildung für nachhaltige Entwicklung reicht dabei über klassische Umweltbildung hinaus. Es geht darum, Menschen zu befähigen, Entscheidungen so zu treffen, dass Auswirkungen auf andere, auf die Umwelt und auf künftige Generationen mitgedacht werden. Im Rahmen des UNESCO-Programms BNE 2030 soll dieser Ansatz dazu beitragen, die globalen Nachhaltigkeitsziele durch Bildung mit zu verwirklichen.

Breites Bildungsverständnis von Kitas bis Sportvereinen

Die diesjährige Auszeichnung unterstreicht, wie vielfältig die Lernorte für nachhaltige Entwicklung inzwischen sind. Neben Vereinen und zivilgesellschaftlichen Initiativen gehören auch Einrichtungen wie die Kita „Die Schatztruhe“, die Zukunftsbibliotheken-SH – Landesverband Bibliotheken SH e.V., die FIRST LEGO League – HANDS on TECHNOLOGY e.V., WWOOF Deutschland e.V. – Bildung für nachhaltige Entwicklung auf ökologischen Höfen und das Tropengewächshaus Witzenhausen der Universität Kassel zu den genannten Beispielen.

Damit rückt ein Bildungsverständnis in den Vordergrund, das weit über das Klassenzimmer hinausgeht. Nachhaltigkeit wird in Bibliotheken, auf ökologischen Höfen, in Hochschulprojekten, in der frühen Bildung und im Sport vermittelt. Genau diese Breite ist ein zentrales Signal der Verleihung.

Bundesbildungsministerin Karin Prien sagte anlässlich der Verleihung: „Die heute in Dresden ausgezeichneten Initiativen zeigen eindrucksvoll, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung Menschen zusammenbringt und Verantwortung stärkt. Sie schaffen Lernorte, an denen Zukunftskompetenzen vermittelt und demokratische Werte gelebt werden. Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Herausforderungen leisten sie damit einen wichtigen Beitrag für Zusammenhalt, Teilhabe und lebendigen Austausch.“

Auch die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Maria Böhmer, betonte die gesellschaftliche Relevanz der ausgezeichneten Arbeit: „In den ausgezeichneten BNE-Initiativen spiegelt sich die Vielfalt unserer Gesellschaft. Von Kitas, Schulen und Hochschulen über Vereine, Stiftungen und Unternehmen bis hin zu Sport und Umweltbildung zeigt dieser vielseitige Einsatz: Bildung für nachhaltige Entwicklung ist kein Nischenthema, sondern in allen gesellschaftlichen Bereichen relevant. Für dieses wichtige Engagement danke ich allen Ausgezeichneten sehr herzlich.“

BNE ist international und national fest verankert

Politisch ist Bildung für nachhaltige Entwicklung seit Jahren verankert. In der Agenda 2030 der Vereinten Nationen ist ihre Umsetzung als Ziel festgeschrieben. Das 2020 gestartete UNESCO-Programm BNE 2030 soll die strukturelle Verankerung des Themas im gesamten Bildungssystem voranbringen. In Deutschland geschieht dies auf Grundlage des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Die Dresdner Verleihung steht damit in einer längeren Entwicklung. Laut BNE-Portal wurden von 2016 bis 2019 insgesamt 309 Initiativen im Rahmen des UNESCO-Weltaktionsprogramms BNE ausgezeichnet, darunter 148 Lernorte, 30 Kommunen und 131 Netzwerke. Auch unter BNE 2030 wurde die Auszeichnung in unterschiedlichen Formaten fortgesetzt. Nach 20 geehrten Initiativen im Januar 2024, 24 im Oktober 2024, 23 im März 2025 und 41 im August 2025 setzt Dresden diese Reihe nun mit weiteren 31 Auszeichnungen fort.

Sichtbarkeit für nachhaltiges Lernen in vielen Lebensbereichen

Die aktuelle Ehrung macht deutlich, dass nachhaltiges Lernen heute an sehr unterschiedlichen Orten stattfindet. Sportvereine, Jugendbewegungen, Hochschulen, Bibliotheken, Kitas und zivilgesellschaftliche Organisationen tragen dazu bei, BNE im Alltag erfahrbar zu machen. Die Auszeichnung rückt damit auch Lernorte in den Fokus, die in bildungspolitischen Debatten häufig weniger sichtbar sind.

Mit der Nationalen Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung wird dieser Einsatz erneut öffentlich gewürdigt. Zugleich verweist die Verleihung auf das Ziel, BNE dauerhaft und strukturell im Bildungssystem und darüber hinaus zu verankern. Dresden wird damit zum Schauplatz einer Entwicklung, die nachhaltige Bildung als festen Bestandteil gesellschaftlicher Zukunftsgestaltung versteht.

Die nachfolgenden Informationen beruhen auf einer Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission.

Weiterführende Quellen:

Update: Warum das Thema wichtig bleibt

BNE zeigt, dass „nachhaltiges Lernen“ längst nicht auf Schule und Hochschule beschränkt ist. Die Auszeichnung vereint sehr unterschiedliche Lernorte – von Kitas über Bibliotheken und ökologische Höfe bis hin zu Sport- und Jugendbewegungen. Damit wird sichtbar: Verantwortung für andere, für die Umwelt und für künftige Generationen lässt sich in vielen Lebensbereichen verankern.

Für betroffene Akteure heißt das vor allem: Kooperationen lohnen sich. Wenn Vereine, Initiativen, Kitas, Bildungseinrichtungen und zivilgesellschaftliche Organisationen Lernangebote schaffen, die Entscheidungen mit Blick auf Auswirkungen trainieren, stärkt das Teilhabe und demokratische Werte. Auch Politik und Verwaltung können darauf aufbauend BNE strukturell weiter unterstützen – im Sinne der nationalen und internationalen Verankerung über UNESCO-Programm und Nationalen Aktionsplan.

Was Leserinnen und Leser jetzt wissen sollten

Welche Bedeutung hat die Auszeichnung über Dresden hinaus?
Sie macht deutlich, dass BNE in vielen gesellschaftlichen Bereichen stattfindet und langfristig im Bildungssystem verankert werden soll.

Warum ist BNE mehr als Umweltbildung?
BNE zielt darauf ab, Menschen zu befähigen, Entscheidungen so zu treffen, dass Auswirkungen auf andere, Umwelt und künftige Generationen mitgedacht werden.

Wer kann sich bei BNE engagieren oder Lernorte anbieten?
Laut Beitrag können unterschiedliche Akteure mitmachen – von Kitas, Bibliotheken und Hochschulen bis zu Vereinen, Stiftungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Wo findet man weitere Informationen zu den Auszeichnungen?
Eine passende Anlaufstelle können Fachstellen, Beratungsstellen oder zuständige Behörden sein. Im Beitrag werden außerdem Quellen und ein BNE-Portal genannt, über die man nachschlagen kann.

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11 Kommentare

  1. Erstmal gratulation an die Initiativen, das ist motivierend, doch ich finde die Berichterstattung sehr staatsnah, wenig kritik oder unabhängige evaluierung. BNE soll kritisch reflexion lehren, aber hier fehlt fragen an politik: reicht das budget? wie wird langfristig gesichert? Verweis auf /politik/bne-plan oder /bne-2030 wäre hilfreich.

    1. Das mit evaluation ist wichtig, ich hab angst das nach 1-2 jahren viele projekte wieder verschwinden wenn nachwuchs fehlt. Wer macht nachfolge, wer sichert knowhow? Link /forschung/bne-langzeitstudie wäre nützlich, kann jemand teilen wo Daten sind?

    2. Mir gefällt die idee von Zukunftsbibliotheken, aber praxis fehlt: wie sollen bibliotheken nachhaltig umgebaut werden, gibts förderprogramme oder nur ideen? Könnte man netzwerk bilden zwischen Bibliotheken über /netzwerke/bibliotheken-sh damit erfahrung geteilt wird, bitte meldet euch die schon mit gemacht haben.

  2. Lob an die Organisatoren, wichtig das BNE nicht mehr nur schule ist, aber man merkt wenig konktete umsetzungshinweise. Zb in Sportverein wie Schalke; was machen die genau, gibts lehrplan oder projektleitfaden? Bitte mehr praktisches beispiel, evtl download auf /materialien/bne-leitfaden oder /projekte/fc-schalke04, so kann andere nachmachen, wer hat links?

    1. Ich würd gern wissen ob es fördermittel gab und wie kleinvereine das beantragen kann, die texte sind vage. Gibt es workshop oder hotline? Mehr praxis step-by-step wär toll, sonst bleibt es nur lob ohne wirkliche veränderung, bitte mehr transparent.

  3. Interessant das auch WWOOF und Tropengewächshaus genannt, zeigt breite von Bildung, dennoch frage ich: wie reachbar sind diese programme für leute mit wenig geld oder migration background? Bildung für nachhaltige Entwicklung muss inklusiv sein, nicht nur für die die schon ressourcen haben. Mehr information über Zugänglichkeit bitte auf /inklusion/bne oder /projekte/wwwof-de.

    1. Guter punkt, ich wohn nahe und find oft barrier, sprache, zeit, kosten, sind hinderlich. Schade das Pressemeldung das nicht anspricht, währe gut wenn kitas und sportvereine erklär wie teilnehmen kann, auch konkrete kontakt adresse wäre super, sonst bleibt vieles nur schön rethorik.

  4. Schön das 31 Initiativen geehert, aber für mich bleibt offen wie partizipation von jugend wirklich funktioniert. BNE klingt groß, aber wird gehört die stimme von jungen wirklich? Hoffe auf mehr transparente kriterien, und vielleicht mehr daten über wirkung, link /themen/bne oder /forschung/bne-evaluation wäre praktish zur nachlese. Wer hat erfahrung gemacht, bitte sagst.

  5. Bin froh das es die Auszeichung gibt, aber merklich fehlt mir detail über wie das in Kita und Sportverein genau passier. BNE und Dresden und UNESCO sind wichtig, aber wer zahlt, wie wird das gemessen, wer kontrollier? Sie schreiben BMBFSFJ aber nicht wie lang das bleibt. Mehr info auf /news/bne-dresden-2026 oder /themen/bne wär gut, bitte teilt eure erfahrungen damit wir alle verstehn.

    1. Danke für den Post, find gut das Fußballverein und Plant-for-the-Planet genannt, aber ich versteh nicht warum Schulen mehr bedacht werden wie andere, das is doch ungerecht? Kann jemand erkläre wie BNE 2030 in Alltag klappt, zb in Kita ‚Die Schatztruhe‘ oder Bibliothek, link /projekte/plant-for-the-planet hilft nicht genug.

    2. Hab interesse an dem Treff in Dreikönigskirche, aber wo soll ich anmelden, es steht nix dazu im Text, nur Uhrzeit 17 Uhr. Dringend info wäre nützlich, ich komm aus Nachbarstadt und brauch Busfahrplan oder Hinweis zu Eintritt, gern mehr details auf /veranstaltungen/dresden-bne

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