Biokraftstoffe stärken: THG-Quote für echten Klimaschutz nutzen

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Die Zukunft des Klimaschutzes im Verkehrssektor steht auf dem Prüfstand: Mit dem Ende der Konsultation zur Novelle der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) fordert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) eine konsequentere Ausnutzung aller Potenziale erneuerbarer Energien. Während die Novelle ehrgeizige Ziele für eine CO₂-ärmere Mobilität setzt, mahnt der Verband dringende Nachbesserungen an – vor allem beim Einsatz nachhaltiger Biokraftstoffe und beim Schutz vor Betrug. Denn nur mit einem breiten Ansatz, der E-Mobilität, grünen Wasserstoff und Biokraftstoffe gleichermaßen einbezieht, kann der Verkehrsbereich endlich einen spürbaren Beitrag zur Klimawende leisten.

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Energiewende im Verkehrssektor: BEE fordert Nutzung aller Potenziale der Erneuerbaren zur Erfüllung der THG-Quote

Die Bedeutung der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) für den deutschen Verkehrssektor wächst – und mit ihr die Erwartungen an eine zügige und nachhaltige Dekarbonisierung. Mit dem Ende der Konsultation zur geplanten Novelle der THG-Quote des Bundesumweltministeriums steht eines fest: Die Zukunft der Mobilität muss klimaneutral werden. Doch der Weg dahin verlangt nach klugen Strategien und entschlossenen Weichenstellungen.

Dr. Simone Peter, Präsidentin des renommierten Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), begrüßt grundsätzlich den eingeschlagenen Kurs des Ministeriums. Die Novelle sieht vor, dass Mineralölunternehmen in den kommenden Jahren verpflichtet werden, den Ausstoß von Treibhausgasen bei ihren Kraftstoffen kontinuierlich zu reduzieren. Das Ziel ist ambitioniert — und notwendig. "Wir begrüßen, dass die Novelle mittelfristig ein ambitioniertes Anwachsen der THG-Quote vorsieht. Sie verpflichtet Mineralölunternehmen zu stetig ansteigender Minderung des Treibhausgasausstoßes bei den von ihnen in Verkehr gebrachten Kraftstoffen und ist damit zusammen mit der dringend zu beschleunigenden Elektrifizierung aller Verkehrssegmente ein zentrales Steuerungsinstrument, um kurz- bis mittelfristig die längst überfälligen Fortschritte beim Klimaschutz im Verkehrssektor zu machen." (Zitat-Quelle: Pressemitteilung)

Doch reicht das aus? Deutschland hinkt bei der Dekarbonisierung des Verkehrs hinterher. Der neue Gesetzesentwurf legt den Fokus klar auf Elektromobilität und grünen Wasserstoff. Doch laut BEE-Präsidentin dürfen dabei die klassischen Biokraftstoffe nicht außer Acht gelassen werden. Sie sind es, die bislang den größten Teil der CO2-Einsparungen im Straßenverkehr ermöglicht haben – und das unter strengsten Nachhaltigkeitsauflagen. Umso schärfer fällt die Kritik aus, dass die geplante Novelle deren Einsatz künftig einschränken will. "Dass der Entwurf nun vorsieht, ihren Einsatz einzuschränken, ist daher aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar", betont sie. (Zitat-Quelle: Pressemitteilung)

Das gesamte Spektrum klimafreundlicher Technologien muss aktiviert werden. Dazu gehört, den von der EU gesetzten Rahmen zur Nutzung von Biokraftstoffen vollständig auszuschöpfen. Erst dann können auch Sektoren wie die Schifffahrt oder der Flugverkehr von nachhaltigen Kraftstoffen profitieren. Zudem spricht sich der Verband für die Einbeziehung von Ladestrom aus Biogas und die vollständige Nutzung von biogenem Wasserstoff aus.

Ein zentrales Thema bleibt auch die Betrugsprävention. In den vergangenen Jahren haben gefälschte Zertifikate das Vertrauen in den THG-Quotenmarkt nachhaltig erschüttert. "Der THG-Quotenmarkt wurde in den vergangenen zwei Jahren durch gefälschte Zertifikate Opfer von betrügerischen Aktivitäten. Um das Vertrauen in diesen Markt wiederherzustellen und weiteren Schaden von heimischen Erzeugern abzuwenden, müssen die im Entwurf vorgesehenen Maßnahmen weiter ausgestaltet werden und zwingend spätestens zum 1. Januar 26 in Kraft treten. Um die Folgen des Betrugs zu kompensieren, braucht es zudem eine ambitioniertere Quote bereits im Jahr 2027. Dann nämlich kehren die aktuell nur vorübergehend eingefrorenen Fake-Zertifikate sowie weitere rechtmäßige Mengen in den Markt zurück. Dem muss frühzeitig und entschieden begegnet werden, damit das System nicht noch weiteren Schaden nimmt", fordert Dr. Peter. (Zitat-Quelle: Pressemitteilung)

Hintergrund: Die THG-Quote als Hebel der Verkehrswende

Die THG-Quote verpflichtet seit 2015 Mineralölkonzerne, einen wachsenden Anteil ihres Kraftstoffangebots mit erneuerbaren, klimaneutralen Energien zu substituieren. Sie ist damit ein wesentliches Instrument, um aktuelle Klimaziele zu erreichen – und ihre konsequente Ausgestaltung entscheidet über die Geschwindigkeit und den Erfolg der Verkehrswende. Die Debatte um die Zukunft der THG-Quote berührt zentrale Fragen von Klimaschutz, Innovation und Energiesouveränität. Die gesellschaftliche Bedeutung dieses Themas kann kaum hoch genug eingeschätzt werden: Saubere Mobilität ist ein Grundpfeiler moderner Infrastruktur und betrifft längst nicht mehr nur Autofahrer, sondern die gesamte Gesellschaft.

Fazit: Nur mit einer entschlossenen Nutzung aller erneuerbaren Möglichkeiten lassen sich die notwendigen Fortschritte beim Klimaschutz im Verkehrssektor realisieren. Für Politik, Industrie und Gesellschaft heißt das: Jetzt entschlossen handeln, um die Transformation der Mobilität voranzutreiben.


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THG-Quote: Minderungspotenziale aller Erneuerbaren voll ausschöpfen

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Hintergründe und aktuelle Entwicklungen zur THG-Quote im Verkehrssektor

Die Diskussion um die Novelle der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) verdeutlicht, wie grundlegend der Verkehrssektor für den Klimaschutz in Deutschland ist. Während in anderen Bereichen – wie dem Stromsektor – bereits deutliche Minderungserfolge zu verzeichnen sind, stagniert die Reduktion von Treibhausgasen im Verkehr seit Jahren auf hohem Niveau. Branchenexperten, politische Akteure und Umweltverbände fordern daher verstärkt, alle verfügbaren Erneuerbaren Energien zu mobilisieren und die politischen Rahmenbedingungen entsprechend flexibel und technologieoffen zu gestalten. Studien belegen, dass vor allem Biokraftstoffe kurzfristig einen erheblichen Beitrag zur CO2-Minderung leisten können, wobei ihre Bedeutung besonders im internationalen Vergleich – etwa mit den Niederlanden und Schweden – deutlich wird. Hier wird auf einen umfassenden Mix aus Elektromobilität, grünem Wasserstoff und nachhaltigen Biokraftstoffen gesetzt, um sowohl individuelle Mobilität als auch Schwerlast- und Luftverkehr nachhaltiger zu gestalten.

Die Einführung von Maßnahmen gegen Zertifikatsbetrug ist eine unmittelbare Reaktion auf Missbrauchsfälle der letzten Jahre und spiegelt die gestiegenen Anforderungen an Transparenz sowie Vertrauensbildung im CO2-Quotenhandel wider. In Verbindung mit den geplanten Erhöhungen der Quotenverpflichtungen ab 2027 könnten hierdurch Anreize für zusätzliche Investitionen in Infrastruktur und Produktion klimaneutraler Kraftstoffe geschaffen werden. Zahlreiche Analysten gehen zudem davon aus, dass mit steigenden Quoten- und Nachhaltigkeitsanforderungen auch die Nachfrage nach grüner Mobilität und alternativen Kraftstoffen national wie international zulegen wird. Vor dem Hintergrund ambitionierter Klimaziele und des wachsenden regulatorischen Drucks aus Brüssel bleibt die Novelle der THG-Quote daher ein zentrales Steuerungsinstrument, das – je nach Ausgestaltung – maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Energiewende im Verkehrssektor nehmen wird. Für Unternehmen, Politik und Verbraucher ist es daher wichtiger denn je, sich regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen, Hintergründe und Auswirkungen der kommenden Regulierung zu informieren.

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10 Antworten

  1. Tolle Einblicke in die THG-Quote! Es ist klar, dass etwas getan werden muss für den Klimaschutz im Verkehrsektor. Wie geht’s weiter mit den gesetzgeberischen Maßnahmen?

  2. Ein wichtiger Artikel! Ich finde es gut dass die Elektrifizierung gefördert wird, aber auch Biokraftstoffe müssen weiter genutzt werden. Was denkt ihr über die Zukunft des Verkehrssektors in Deutschland?

  3. Die Idee mit dem ganzen Spektrum der erneuerbaren Energien klingt super! Aber wie schnell können wir wirklich handeln und was sind die nächsten Schritte hier?

    1. Ich hoffe echt, dass die Politik da schnell reagiert! Und wenn ja, wie können wir als Bürger helfen oder Druck machen?

  4. Ich sehe das auch so, aber wie kann man sicherstellen das der Markt für THG-Quoten nicht mehr betrogen wird? Es ist schon ein großes Problem und ich hoffe auf Lösungen.

    1. Das ist ein guter Punkt! Betrug schadet uns allen. Gibt es Beispiele aus anderen Ländern, wo das besser funktioniert hat?

    2. Ich denke auch, dass wir mehr Transparenz brauchen. Aber woher sollen wir wissen ob alles echt ist? Das Vertrauen muss wieder hergestellt werden!

  5. Ich finde es wichtig das wir die THG-Quote gut umsetzen. Aber was ist mit den Biokraftstoffen? Warum werden die nicht mehr beachtet? Ich hoffe, das wird nochmal angesprochen. Gute Punkte im Artikel, aber mehr Infos wären toll!

    1. Das stimmt, Marlis! Biokraftstoffe sind echt wichtig für die CO2-Einsparungen. Was denkt ihr über die Rolle von Wasserstoff in der Zukunft? Ich finde das auch spannend.

    2. Ja, ich bin da ganz bei euch! Biokraftstoffe sollten nicht in den Hintergrund gedrängt werden. Wo kann man mehr über diese Technologien erfahren?

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