Futouris und WWF starten Branchenprojekt: Biodiversität stärken für nachhaltigen Tourismus

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Futouris e.V. hat gemeinsam mit WWF Deutschland und der Nachhaltigkeitsberatung mascontour ein Branchenprojekt gestartet, das Biodiversität fest in die touristische Praxis verankern soll. Bis März 2026 erarbeiten die Partner einen Praxisleitfaden und ein Toolkit, mit dem Reiseunternehmen ihre ökologischen Auswirkungen analysieren und konkrete Schutzmaßnahmen umsetzen können. Ziel ist es, den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten und so die Basis für nachhaltige Reiseerlebnisse langfristig zu sichern.

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– Futouris, WWF und mascontour starten Juli 2025 Projekt zum Biodiversitätsschutz im Tourismus
– WWF entwickelt bis März 2026 praxisorientierten Leitfaden, Futouris stellt ergänzendes Toolkit bereit
– Projekt unterstützt Reiseunternehmen bei Analyse und Umsetzung konkreter Biodiversitätsmaßnahmen entlang der Wertschöpfungskette

Neues Branchenprojekt fördert Biodiversität im Tourismus

Futouris e.V., WWF Deutschland und die Nachhaltigkeitsberatung mascontour haben ein gemeinsames Projekt gestartet, um den Schutz der biologischen Vielfalt stärker in die touristische Praxis zu integrieren. Als wichtiger Bestandteil eines zukunftsfähigen Tourismus bündelt die Allianz mit Unterstützung der Mitgliedsunternehmen wie Berge & Meer, DERTOUR Group, TUI Group und weiteren Expertise und Vernetzung, um wirksame Naturschutzmaßnahmen zu fördern. Der Schutz biologischer Vielfalt sichert grundlegende Lebensbedingungen wie saubere Luft, Wasser und fruchtbare Böden. Daher betonen die Initiatoren die besondere Verantwortung der Reisebranche, Biodiversität nicht nur als Grundlage authentischer Erlebnisse zu erhalten, sondern auch als global unverzichtbaren Pfeiler für ein gesundes Leben.

Swantje Lehners, Geschäftsführerin Projekte & Kooperationen von Futouris, unterstreicht die Zielsetzung: „Biodiversität bildet die Grundlage für touristische Erlebnisse – gleichzeitig haben wenige Tourismusunternehmen das Thema strategisch verankert. Hier setzt unser Projekt an: Wir wollen bei der Herausforderung unterstützen, die eigenen Aktivitäten zu analysieren, konkrete Maßnahmen für den Biodiversitätsschutz zu identifizieren und in der eigenen Lieferkette umzusetzen.“ Bis März 2026 entwickelt der WWF einen Praxisleitfaden, der gezielt auf die touristische Wertschöpfungskette abgestimmt ist. Auf diesem Fundament baut Futouris ein Toolkit mit Best-Practice-Beispielen, das der gesamten Branche zur Verfügung gestellt wird.

Mit dem neuen Projekt setzen Futouris, WWF und mascontour ein deutliches Zeichen: Den Verlust biologischer Vielfalt zu stoppen und umzukehren ist ein ökologisches Muss und zentral für die Zukunft des Tourismus. Martina von Münchhausen, Tourismusexpertin beim WWF Deutschland, bestätigt: „Der Schutz von Natur und Artenvielfalt hat für den Tourismus eine hohe Priorität. Die Branche kann Teil der Lösung der Biodiversitätskrise werden – wenn Ursachen systematisch erkannt und schrittweise behoben werden. Biodiversitätsstrategien sind daher ein notwendiger Schritt, um ökologische Risiken und Auswirkungen substanziell zu reduzieren und den Wandel voranzutreiben. Wir freuen uns, die Unternehmen mit unserem Leitfaden Schritt für Schritt dabei zu unterstützen, ihre Auswirkungen auf die Natur zu erkennen und wirksam gegenzusteuern.“ Matthias Beyer von mascontour ergänzt: „Die Zusammenarbeit mit den Unternehmen zeigt: Es gibt großes Interesse und Bereitschaft, beim Thema Biodiversität Verantwortung zu übernehmen. Unsere Aufgabe ist es, das nötige Know-how und die richtigen Werkzeuge bereitzustellen – praxisnah und wirksam.“ Die Kooperation demonstriert, wie nachhaltiger Wandel im Tourismus langfristig und konstruktiv gestaltet werden kann.

Mehr über das Projekt erfahren Interessierte unter futouris.org/projekte/branchenprojekt-biodiversitaet.

Biodiversität im Tourismus: Neue Wege für eine zukunftsfähige Branche

Die Bedeutung der Biodiversität im Tourismus wächst – sie ist längst kein reines Umweltthema mehr, sondern ein zentraler Faktor für die Zukunftsfähigkeit der gesamten Branche. Touristische Aktivitäten hängen unmittelbar von intakten Ökosystemen ab: Saubere Luft, fruchtbare Böden und vielfältige Tier- und Pflanzenwelt bilden die Grundlage authentischer Reiseerlebnisse. Gleichzeitig stellt der Tourismus immer noch eine Herausforderung für den Schutz dieser Vielfalt dar. Ressourcenverbrauch, der Ausbau touristischer Infrastruktur und Eingriffe in sensible Naturgebiete können zur Belastung für die biologische Vielfalt werden und langfristig die Attraktivität von Reisezielen schmälern.

Die Branche steht daher vor der Aufgabe, den Tourismus neu zu gestalten – so, dass Natur nicht nur bewahrt, sondern aktiv gefördert wird. Gerade im internationalen Kontext gewinnen nachhaltige, biodiversitätsfreundliche Konzepte zunehmende Bedeutung. Die Öffentlichkeit und Reisende achten verstärkt darauf, wie Naturschutz in der Destination umgesetzt wird und wie klimafreundlich und verantwortungsvoll ihre Reise geplant ist. Dies zeigt sich in veränderten Reiseentscheidungen, die immer öfter Umweltaspekte berücksichtigen.

Bislang haben viele Tourismusunternehmen Biodiversität jedoch noch nicht strategisch in ihre Geschäftsmodelle integriert. Das neue Branchenprojekt von Futouris, WWF und mascontour setzt hier an: Es unterstützt die Unternehmen dabei, ihre Auswirkungen auf Natur und Artenvielfalt systematisch zu analysieren, Handlungsfelder entlang der Wertschöpfungskette zu identifizieren und Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität umzusetzen. So gelingt ein Wandel, der ökologisch notwendig und wirtschaftlich sinnvoll ist – denn intakte Natur zieht weiterhin Gäste an und sichert den Wettbewerbsvorteil der Destination.

Der gesellschaftliche Handlungsdruck steigt ebenso wie die Chancen, die daraus für Verbraucher und Anbieter entstehen. Das Bewusstsein für die Rolle der Biodiversität in der Reisebranche wächst spürbar, ebenso die Nachfrage nach nachhaltigen Angeboten. Diese Entwicklung geht einher mit globalen Nachhaltigkeitstrends wie den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und internationalen Klima- und Naturschutzabkommen. Der Tourismus wird zunehmend Teil von Lösungsstrategien, die den Verlust der biologischen Vielfalt stoppen und umkehren wollen.

Aktuelle Herausforderungen im Biodiversitätsschutz des Tourismus

  • Ressourcenverbrauch und Habitatverlust durch Infrastrukturentwicklung und touristische Nutzung
  • Mangelnde Integration von Biodiversitätsaspekten in Unternehmensstrategien
  • Fehlende Transparenz und Bewusstseinsbildung bei Reisenden und Anbietern
  • Komplexität der Lieferketten und unterschiedliche Umweltstandards in Destinationen
  • Notwendigkeit praxisnaher Leitfäden und Instrumente für eine wirksame Umsetzung vor Ort

Das vorgestellte Projekt bündelt Fachkompetenz und Branchennetzwerk, um diesen Herausforderungen mit systematischen Lösungen zu begegnen. Pilotunternehmen erarbeiten konkrete Aktionspläne auf Basis wissenschaftlicher Leitlinien und setzen damit Maßstäbe für die gesamte Branche.

Für Destinationen bedeutet die neue Ausrichtung eine Stärkung ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Resilienz. Reisende profitieren von naturnahen und verantwortungsbewussten Angeboten, die Erlebnisse mit ökologischem Mehrwert verbinden. Anbieter sichern durch nachhaltige Biodiversitätsstrategien langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit und erfüllen zugleich gestiegene gesellschaftliche Erwartungen.

Der Tourismus steht damit vor einem entscheidenden Wendepunkt: Biodiversität wird zum integralen Bestandteil nachhaltiger Geschäftsmodelle, ohne den Verlust natürlicher Lebensräume und Artenvielfalt hinzunehmen. Dieses Umsteuern ist notwendig, um sowohl ökologische Risiken zu minimieren als auch innovative Chancen für die Branche zu eröffnen – mit Wirkung weit über die aktuelle Projektphase hinaus.

Die Informationen und Zitate in diesem Beitrag basieren auf einer Pressemitteilung des Deutschen Reiseverbands.

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