54 Aufrufe

BHE-Konjunkturumfrage Herbst 2025: Sicherheitsbranche mit stabiler Geschäftslage trotz Fachkräftemangel

Die Sicherheitsbranche in Deutschland bleibt auf stabilem Kurs. Laut der aktuellen BHE-Herbstumfrage bewerten drei Viertel der Betriebe ihre Geschäftslage als gut oder sehr gut. Mehr als die Hälfte der Unternehmen plant Neueinstellungen, was den anhaltenden Fachkräftebedarf unterstreicht.

Inhaltsverzeichnis

Beitrag teilen

Modernes blau beleuchtetes News-Studio mit runden LED-Podesten und großem Bildschirm mit Schriftzug ‚Verbands‑Monitor eins zu eins‘.
Verbandsbüro jetzt bei Google bevorzugen Damit unsere Vereins- und Verbandsnachrichten häufiger in Ihrer persönlichen Google-Übersicht erscheinen.
Jetzt bevorzugte Quelle festlegen

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Viertel der Sicherheitsunternehmen bewerten ihre Geschäftslage als gut oder sehr gut (Herbst 2025).
  • 55 Prozent der Betriebe planen Neueinstellungen, um dem anhaltenden Fachkräftemangel zu begegnen.
  • Der Markt für elektronische Sicherheitstechnik wuchs 2023 um 3,6 % auf über 5,3 Milliarden Euro.
  • Die Branche beschäftigt Ende 2024 rund 890.000 Arbeitnehmer:innen bei einem Gesamtumsatz von 220 Milliarden Euro.
  • Fachkräftemangel führt zu längeren Wartezeiten und steigenden Kosten bei Sicherheitsdienstleistungen.

– Die BHE-Konjunkturumfrage zeigt eine stabile, positive Entwicklung im Sicherheitsmarkt.
– Fast 75 Prozent der Betriebe bewerten ihre Geschäftslage als gut oder sehr gut.
– 55 Prozent der Unternehmen planen Neueinstellungen, was den Fachkräftebedarf unterstreicht.

Sicherheitsbranche mit stabiler Geschäftslage

Die aktuelle Herbst-Konjunkturumfrage des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. zeigt eine weiterhin stabile und leicht positive Entwicklung im Sicherheitsmarkt. Die Facherrichter bewerten ihre derzeitige Geschäftslage mit der Note 2,02 und damit etwas besser als im Frühjahr 2025 (2,09) (Stand: Herbst 2025/BHE-Konjunkturumfrage). Gleichzeitig ist dies der drittbeste Wert seit Anfang 2020. Der Anteil an Betrieben, die eine „schlechte Geschäftslage“ beklagen, beträgt knapp 4 Prozent (Stand: Herbst 2025/BHE-Konjunkturumfrage). In den Kundengruppen entwickelt sich der Privatsektor positiv: Nach 3,08 im Herbst 2024 und 2,95 im Frühjahr 2025 erreicht er nun 2,94 (Stand: Herbst 2025/BHE-Konjunkturumfrage). Der gewerbliche Bereich liegt bei 2,26 (Frühjahr 2025: 2,20), der behördliche Bereich bei 2,56 (Frühjahr 2025: 2,67). Die Fachsparten zeigen unterschiedliche Tendenzen: Während Brandmeldetechnik (1,91; Frühjahr 1,96) und Zutrittssteuerung (2,15; Frühjahr 2,16) Aufschwung verzeichnen, sind Einbruchmeldetechnik (2,48; Frühjahr 2,40), Videosicherheit (2,33; Frühjahr 2,31) und Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (2,20; Frühjahr 2,16) leicht rückläufig. Die Zukunftsnote von 2,15 (Stand: Herbst 2025/BHE-Konjunkturumfrage) wurde seit Anfang 2020 nur im Herbst 2021 mit 2,06 übertroffen. Laut Umfrage planen 55 Prozent der Betriebe, neue Mitarbeiter einzustellen. 44 Prozent möchten ihren Personalstamm halten, nur 1 Prozent rechnet mit einem Abbau (Stand: Herbst 2025/BHE-Konjunkturumfrage).

Elektronische Sicherheitstechnik: Wachstum trotz gesamtwirtschaftlicher Herausforderungen

Die positive Grundstimmung in der Sicherheitsbranche, wie sie die aktuelle BHE-Konjunkturumfrage widerspiegelt, findet ihre Entsprechung in den gesamtwirtschaftlichen Daten des Sektors. Die elektronische Sicherheitstechnik verzeichnete im Jahr 2023 ein Marktwachstum und erreichte damit ein Volumen von 5,3 Milliarden Euro.* Dieser anhaltende Aufwärtstrend unterstreicht die robuste Nachfrage nach Sicherheitslösungen.

Wachstum der elektronischen Sicherheitstechnik

Die Branche entwickelte sich weiter dynamisch: Ende 2024 beschäftigte die deutsche Sicherheitswirtschaft rund 890.000 Arbeitnehmer:innen und erzielte einen Gesamtumsatz von 220 Milliarden Euro.* Diese Zahlen belegen nicht nur die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors, sondern auch sein substanzielles Beschäftigungspotenzial.

Beschäftigungs- und Umsatzdaten der Branche

Vor diesem Hintergrund erscheint die leicht positive Stimmung aus der BHE-Umfrage besonders plausibel. Dass fast drei Viertel der Betriebe ihre aktuelle Marktsituation als gut oder sehr gut bewerten, korrespondiert mit der soliden gesamtwirtschaftlichen Performance. Gleichzeitig zeigt der hohe Fachkräftebedarf – mehr als die Hälfte der Betriebe plant Neueinstellungen –, dass die Branche trotz ihres beachtlichen Größenwachstums weiter expandieren will. Die elektronische Sicherheitstechnik etabliert sich damit zunehmend als stabiler Wirtschaftsfaktor, der auch in unsicheren gesamtwirtschaftlichen Phasen Wachstum generiert.

Marktentwicklung im Überblick: Zahlen und Fakten

Die Sicherheitsbranche in Deutschland zeigt sich als dynamischer Wirtschaftszweig mit stabilen Wachstumsraten. Diese kompakte Übersicht fasst wichtige Kennzahlen aus verschiedenen Bereichen der Sicherheitswirtschaft zusammen:

  • Im Jahr 2023 wuchs der Markt für elektronische Sicherheitstechnik in Deutschland um 3,6 % auf über 5,3 Mrd. Euro (Quelle: ZVEI)* – Stand: 2023
  • Der Markt für Sicherheitsdienstleistungen verzeichnete 2023 ein Umsatzwachstum von 12,6 % auf 13,4 Mrd. Euro (Quelle: Security-Explorer)* – Stand: 2023
  • Die 25 führenden Sicherheitsdienstleister in Deutschland erzielten 2024 ein Umsatzwachstum von 7,5 % und vergrößerten ihren Personalbestand um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Facility Manager)* – Stand: 2024
  • Ende 2024 beschäftigte die deutsche Branche rund 890.000 Arbeitnehmer:innen und erzielte einen Gesamtumsatz von 220 Mrd. Euro (Quelle: ZVEI)* – Stand: Ende 2024
  • In Deutschland waren 2025 über 290.000 Beschäftigte im Bereich Wach- und Sicherheitsdienste tätig (Quelle: Statista)* – Stand: 2025

Der Arbeitskräftemangel bleibt eine zentrale Herausforderung.

Personalsituation: Folge für Betriebe und Gesellschaft

Die positive Geschäftsentwicklung im Sicherheitsmarkt trifft auf eine anhaltend angespannte Personalsituation. Laut der aktuellen BHE-Konjunkturumfrage bleibt die Personalfrage ein zentrales Thema für die Branche. Diese Einschätzung wird durch externe Zahlen gestützt: Bereits hatten 92 Prozent der Sicherheitsunternehmen Schwierigkeiten, Personal zu finden* – ein Trend, der sich im privaten Sicherheitsgewerbe fortsetzt. Dieser Fachkräftemangel wirkt sich unmittelbar auf Betriebe, Dienstleistungsqualität und letztlich auch auf die Verbraucher aus.

Fachkräftemangel als Wachstumsbremse

Der Bereich Wach- und Sicherheitsdienste stellt einen bedeutenden Wirtschaftszweig dar. Doch die Personaldecke bleibt dünn. Die hohe Nachfrage nach Sicherheitslösungen stößt an personelle Grenzen: Unternehmen können Aufträge nur bedingt annehmen oder müssen längere Vorlaufzeiten einkalkulieren. Besonders im Objektschutz, bei Veranstaltungen oder in der Gefahrenabwehr wird spürbar, wie eng der Arbeitsmarkt gespannt ist. Betriebe, die eigentlich expandieren könnten, sehen sich durch den Mangel an qualifizierten Kräften ausgebremst.

Folgen für Angebot und Kosten

Die personelle Unterbesetzung hat direkte Konsequenzen für das Dienstleistungsangebot. Kunden müssen mit verlängerten Wartezeiten für Planung, Installation und Wartung von Sicherheitstechnik rechnen. In akuten Fällen – etwa bei nachträglicher Sicherung nach Einbrüchen – kann dies zu kritischen Verzögerungen führen. Gleichzeitig steigen die Personalkosten, die sich in höheren Preisen für Sicherheitsdienstleistungen niederschlagen. Für private Haushalte, Gewerbebetriebe und öffentliche Einrichtungen bedeutet dies: Die Verfügbarkeit von Sicherheitslösungen wird teurer und unter Umständen zeitlich eingeschränkt.

Die Personalfrage entwickelt sich damit zu einem gesellschaftlichen Thema. Wenn Sicherheitsdienstleister an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, betrifft das letztlich den Schutz von Eigentum, Infrastruktur und persönlicher Sicherheit. Die Branche steht vor der doppelten Herausforderung, einerseits den wachsenden Bedarf zu decken und andererseits die hohen Qualitätsstandards unter erschwerten Personalbedingungen aufrechtzuerhalten.

Ausblick für den Sicherheitsmarkt

Die Grundstimmung im Sicherheitshandwerk weist auf eine Entwicklung in den kommenden Monaten hin. Externe Wirtschaftsdaten zeigen unterschiedliche Dynamiken zwischen den Kundensegmenten. Für eine Einschätzung lohnt sich der Blick auf aktuelle Marktberichte, Beschäftigungszahlen und Branchenrankings wie die Lünendonk-Listen.*

Die vorliegenden Daten und Aussagen stammen aus einer Mitteilung des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. und spiegeln die aktuelle Lage im Sicherheitsmarkt wider.

Weiterführende Quellen:

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag und die verwendeten Bilder können ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet worden sein.
Bild von Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Die Beiträge auf verbandsbuero.de entstehen in einem redaktionellen Netzwerk aus festangestellten und freien Redakteurinnen und Redakteuren mit langjähriger Erfahrung in Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Unser Team ist seit vielen Jahren eng in der Vereins- und Verbandswelt vernetzt und arbeitet kontinuierlich mit Organisationen, Verbänden und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Viele Inhalte werden gemeinschaftlich recherchiert, geschrieben und redaktionell überarbeitet. Dieses kollaborative Vorgehen stellt sicher, dass fachliche Tiefe, Praxisnähe und unterschiedliche Perspektiven in jeden Beitrag einfließen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Inhalte bewusst als Netzwerk-Arbeit und nicht immer unter dem Namen einzelner Autor:innen.

Die redaktionelle Verantwortung liegt beim Netzwerk von verbandsbuero.de. Alle Beiträge basieren auf fundierter Praxiserfahrung, aktuellem Fachwissen und einem klaren Fokus auf die Anforderungen von Vereinen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen.

Alle Beiträge