Bevölkerung als Schlüssel zur Stärkung der Demokratie – Löfflers Aufruf

In einer Zeit, in der die Grenzen zwischen privatem Austausch und öffentlicher Debatte zunehmend verschwimmen, schlägt Roland Löffler, Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Alarm: Mangelnde Medienbildung sowohl bei Jugendlichen als auch Erwachsenen trägt zu einer Rauheit im Diskurs bei, die unsere Demokratie untergräbt. Im Gespräch mit phoenix äußert sich Löffler deutlich gegen die Anonymität in Online-Kommentarspalten und betont die Notwendigkeit von Zivilcourage und einem gemeinschaftlichen Engagement für eine gesunde demokratische Kultur. Wie wir diesen Herausforderungen begegnen können und warum gerade jetzt Handlungsbedarf besteht, wird in seinem aktuellen Interview auf phoenix eindringlich beleuchtet.

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Bremen (VBR). In einer Zeit, in der das Internet und soziale Medien tief in unseren Alltag integriert sind, wächst auch die Sorge um deren Einfluss auf die politische und gesellschaftliche Bildung. Roland Löffler, der Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, hat sich kürzlich zu diesem Thema geäußert und einen verstärkten Fokus auf die Medienbildung sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene gefordert. In einem Interview mit Phoenix erläuterte er seine Bedenken hinsichtlich der zunehmenden Verrohung der Diskussionskultur im Netz: “Mit dem Internet beginnt die Verrohung, wo man einfach mal schnell was raus haut, und die Wirkung ist eine ganz andere als früher am Stammtisch.”

Ein Kernpunkt von Löfflers Kritik richtet sich gegen die Anonymität in den Kommentarspalten von Internetseiten und sozialen Netzwerken. Er vertritt die Auffassung, dass die Verantwortung für das eigene Wort – im Sinne einer Demokratie, die von der Partizipation ihrer Bürgerinnen und Bürger lebt – durch die Nennung von Name und Gesicht gestärkt wird. Die Anonymität des Internets, so Löffler, unterminiere diese Verantwortlichkeit und Disziplin.

Doch nicht allein die digitalen Plattformen stehen im Zentrum seiner Bedenken. Angesichts jüngster Angriffe auf Politikerinnen und Politiker macht Löffler deutlich, dass schnelle Reaktionen des Rechtsstaats essentiell sind, aber auch die Bevölkerung selbst einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Demokratie leisten kann und muss. Er appelliert an einen gesamtgesellschaftlichen Impuls: “Wir brauchen jetzt einen Ruck, der von den Familien über die Schulen, über die politische Bildung bis in den politischen Raum geht und der zeigt, das wollen wir nicht. Hier ist eine rote Linie überschritten.”

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Der Dialog mit Menschen, die extremistische Ansichten vertreten, beginnt für Löffler bereits im kleinen Rahmen – in der Familie, im Sportverein oder im Ehrenamt. Der Prozess, extremen Haltungen entgegenzuwirken, erfordert seiner Meinung nach Mut und Zivilcourage, die “im Kleinen anfängt und dann hoch bis in die Politik” geht.

Diese Positionen rücken die unerlässliche Rolle der Medienbildung in der aktuellen mediendurchdrungenen Gesellschaft ins Licht und betonen gleichzeitig die Notwendigkeit eines aktiven Engagements jedes Einzelnen. Es zeichnet sich ab, dass die Herausforderungen der digitalen Ära nur durch gemeinsame Anstrengungen bewältigt werden können, indem Medienkompetenz gefördert und ein verantwortungsvoller Umgang miteinander praktiziert wird. Roland Löfflers Worte sind somit ein Aufruf zu einem breiten gesellschaftlichen Dialog, der die Grundlagen unserer Demokratie und unseres Zusammenlebens schützt und stärkt.


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Roland Löffler: Wichtigster Schutz für die Demokratie ist die Bevölkerung

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Meldung einfach erklärt

Roland Löffler spricht über die Wichtigkeit von Medienbildung. Das heißt, er findet es wichtig, dass Menschen lernen, richtig mit Medien und dem Internet umzugehen.

– Roland Löffler ist der Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.
– Er sagt, dass das Internet manchmal dazu führt, dass Menschen unhöflich werden. Sie sagen Dinge online schneller und unbedachter als sie es vielleicht persönlich tun würden.
– Löffler mag keine anonymen Kommentare im Internet oder auf Social Media. Er meint, dass Leute ihre Meinung offen, mit ihrem Namen, teilen sollten. Das würde helfen, dass sie überlegen, was sie sagen, bevor sie es posten.
– Wegen kürzlichen Angriffen auf Politikerinnen und Politiker, meint Löffler, dass schnell gehandelt werden muss. Aber er betont auch, dass jeder in der Gesellschaft mithelfen soll, um solches Verhalten zu stoppen.
– Er denkt, dass alle – Familien, Schulen und Bürger – zeigen müssen, dass sie extremes Verhalten nicht akzeptieren. Jeder sollte versuchen, mit Personen, die extreme Ansichten haben, ins Gespräch zu kommen, egal ob privat oder in Vereinen.
– Löffler fordert mehr Mut und Zivilcourage von jedem, um ein friedliches Miteinander zu fördern.

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**Mögliche Fragen und Antworten:**

– **Warum ist Medienbildung wichtig?**
Medienbildung hilft uns zu verstehen, wie wir Medien und das Internet verantwortungsvoll verwenden können. Es lehrt uns, Informationen kritisch zu bewerten und vorsichtig mit unserer Kommunikation online zu sein.

– **Was bedeutet Zivilcourage?**
Zivilcourage heißt, Mut zu haben, sich gegen Unrecht oder unangebrachte Verhaltensweisen zu stellen, selbst wenn das nicht leicht ist.

– **Kann ich etwas gegen Hass im Internet tun?**
Ja, du kannst beispielsweise hasserfüllte oder beleidigende Kommentare melden, nicht auf Provokationen eingehen und immer respektvoll kommunizieren.

– **Wie kann ich mit jemandem ins Gespräch kommen, der extreme Ansichten hat?**
Es ist wichtig, ruhig und respektvoll zu bleiben. Versuche, offene Fragen zu stellen, um die Person zum Nachdenken anzuregen, statt sie direkt anzugreifen oder zu kritisieren.

Der Link zum vollständigen Interview bietet mehr Informationen und Einblicke in diese Themen.

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Roland Löffler: Wichtigster Schutz für die Demokratie ist die Bevölkerung

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Am 29. Mai 2024 hat der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) e. V. gemeinsam mit dem Nationalpark Berchtesgaden ein bedeutendes Naturschutzereignis gefeiert. Zum vierten Mal wurden zwei junge Bartgeier, dieses Jahr erstmals zwei Männchen namens "Wiggerl" und "Vinzenz," in einer Felsnische im Klausbachtal ausgewildert. Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder gab den Tieren feierlich ihre Namen und unterstrich die Bedeutung des Projekts für den Artenschutz. Seit Beginn des Projekts im Jahr 2021 konnten insgesamt acht dieser majestätischen Vögel in die Freiheit entlassen werden. Das langfristig angelegte Vorhaben zielt darauf ab, die alpine Population der Bartgeier zu stärken und die Wiederansiedlung dieser gefährdeten Spezies in den Ostalpen zu unterstützen.

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ver.di begrüßt Rentenpaket II – Sicherheit für Versicherte

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