BVK warnt vor Risiken für Betriebsrente: Versicherungsmakler fordern Nachbesserungen am Betriebsrentenstärkungsgesetz

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Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) begrüßt den Referentenentwurf zum Betriebsrentenstärkungsgesetz als Schritt in die richtige Richtung, mahnt aber Nachbesserungen an, um drohende Versorgungslücken zu verhindern. Er unterstreicht die zentrale Rolle von Versicherungsmaklern für Vermittlung und Betreuung der betrieblichen Altersversorgung und fordert deren explizite Verankerung in den relevanten Paragrafen des BetrAVG, um Verdrängungseffekte zu vermeiden. Ohne unabhängige Beratung durch Makler sieht der BVK Nachteile für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer absehbar.

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BVK forciert Nachbesserungen beim Betriebsrentenstärkungsgesetz

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) begrüßt den neuen Referentenentwurf zum Betriebsrentenstärkungsgesetz als einen Schritt in die richtige Richtung, betont jedoch zugleich den dringenden Nachbesserungsbedarf, um drohende Versorgungslücken zu verhindern*. Für den BVK spielt vor allem die Rolle der Versicherungsmakler bei der betrieblichen Altersversorgung eine zentrale Rolle: „Versicherungsmakler spielen bei der Vermittlung und Betreuung betrieblicher Altersversorgung eine zentrale Rolle. Ohne sie wären viele versicherungsförmige Zusagen nicht möglich“.

Der Verband fordert daher, dass die wichtige Stellung der Makler im Gesetz erstmals explizit berücksichtigt wird – und zwar in den relevanten Paragraphen §§ 1a Abs. 4, 1b Abs. 5 und 2 Abs. 2 BetrAVG. Für den BVK ist es essenziell, Verdrängungseffekte zulasten der betrieblichen Versorgungszusagen und ihrer Beratungsvielfalt zu vermeiden*, da sonst die Vielfalt und Qualität der Beratung gefährdet sind.

Besonders eindringlich warnt der BVK vor den Folgen einer Verdrängung unabhängiger Beratung: „Wenn unabhängige Beratung und nachhaltige Betreuung durch Versicherungsmakler aus dem System gedrängt werden, sind Nachteile für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer absehbar“. Ohne eine solche Unterstützung könnten viele Beschäftigte künftig schlechtere Versorgungschancen haben – eine Entwicklung, die der BVK mit Nachdruck verhindern will.

Warum die betriebliche Altersvorsorge für alle relevant ist

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) spielt in Deutschland eine zentrale Rolle bei der Sicherung des Lebensstandards im Alter. Sie ergänzt die gesetzliche Rentenversicherung und wird zunehmend wichtiger, um einer wachsenden Versorgungslücke im Alter entgegenzuwirken. Die jüngst angestoßene Reform zielt darauf ab, die bAV für Beschäftigte und Arbeitgeber zugänglicher und attraktiver zu machen. Dabei geht es nicht nur um finanzielle Aspekte, sondern auch um gesamtgesellschaftliche Herausforderungen und Chancen.

Die bAV betrifft einen großen Teil der Beschäftigten – von Fachkräften über Angestellte bis zu zahlreichen niedrigverdienenden Arbeitnehmergruppen, die bislang wenig von solchen Angeboten profitieren. Arbeitgeber stehen vor der Aufgabe, passende Versorgungsmodelle anzubieten und zugleich die Komplexität der gesetzlichen Regelungen zu bewältigen. Damit entsteht ein Spannungsfeld: Auf der einen Seite soll die gesetzliche Regulierung die Durchführbarkeit und Transparenz verbessern, auf der anderen Seite steigt der Beratungsbedarf, um individuelle Lösungen zu finden.

Was bringt die Reform für Beschäftigte?

Die Reform adressiert vor allem die kurzfristig unzureichende Beteiligung vieler Beschäftigter an der bAV. Durch vereinfachte Verfahren und flexiblere Auswahlmöglichkeiten soll der Zugang erleichtert werden. Besonders Arbeitnehmer mit niedrigerem Einkommen können von verbesserten Förder- und Informationsangeboten profitieren. Auch die Umwandlung von Gehaltsteilen in betriebliche Altersvorsorge wird transparenter gestaltet. Insgesamt soll die Attraktivität der bAV gesteigert werden, damit sie ihren Zweck als stabiler Baustein der Altersvorsorge besser erfüllen kann.

Wie verändern sich Beratung und Auswahl von Versorgungsangeboten?

Die Reform bringt zwar klare Vereinfachungen in der Rechtslage, gleichzeitig wächst die Bedeutung individueller Beratung. Die Auswahl passender Versorgungsprodukte, die Berücksichtigung persönlicher Lebenssituationen und die Einschätzung der langfristigen Sicherheit stellen Beschäftigte vor komplexe Entscheidungen. Arbeitgeber und Dienstleister müssen diesen Beratungsbedarf durch mehr Transparenz und verständliche Informationen unterstützen.

Zentrale Herausforderungen und Veränderungen auf einen Blick:

  • Vereinfachung der betrieblichen Altersvorsorge bei gleichzeitigem Erhalt der individuellen Wahlfreiheit
  • Verbesserung der Information und Beratung, speziell für Beschäftigte mit geringeren Einkommen
  • Erhöhung der Beteiligungsquoten, vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen
  • Balance zwischen regulatorischer Klarheit und individueller Flexibilität
  • Anpassung der Versorgungsangebote an unterschiedliche Beschäftigtengruppen und Lebenssituationen

Der gesetzliche Rahmen wird sich weiterentwickeln, um die betriebliche Altersvorsorge langfristig zu stärken. Dabei könnten digitale Beratungsangebote und neue Produktvarianten künftig eine größere Rolle spielen. Das Ziel bleibt, die bAV als festen Bestandteil der sozialen Sicherung in Deutschland zu etablieren und so die Gefahr von Altersarmut zu verringern. Die gesellschaftliche Bedeutung dieser Reform zeigt sich darin, dass sie nicht nur private Absicherung verbessert, sondern auch den sozialen Zusammenhalt stärkt, indem sie breite Bevölkerungsschichten einbezieht.

Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen und Zitate stammen aus einer Pressemitteilung der Pressestelle.

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