Universität Leipzig erhält erstmals DHV-Gütesiegel für faire und transparente Berufungsverfahren ab August 2025

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Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat der Universität Leipzig erstmals das DHV-Gütesiegel für faire und transparente Berufungsverhandlungen verliehen, das ab dem 1. August 2025 für fünf Jahre gilt. Damit ist Leipzig nach der TU Chemnitz die zweite sächsische Hochschule unter den aktuell 23 Siegelträgern. Gewürdigt werden das serviceorientierte Berufungsmanagement mit klar strukturiertem Ablauf, fortlaufendem Berufungsmonitor und respektvollen Verhandlungen auf Augenhöhe. Zugleich hebt das Siegel die familienfreundlichen Dual-Career-Hilfen und Kooperationen zur Kinderbetreuung als wichtigen Vorteil im Wettbewerb um Spitzenforscher:innen hervor.

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– Universität Leipzig erhält DHV-Gütesiegel für faire, transparente Berufungsverhandlungen ab 1. August 2025.
– Berufungsprozesse an Uni Leipzig sind strukturiert, transparent, wertschätzend und durch Berufungsmonitor organisiert.
– Universität Leipzig bietet faire Besoldung, Dual Career-Support und familienfreundliche Kinderbetreuungsplätze.

Universität Leipzig erhält DHV-Gütesiegel für faire Berufungsverhandlungen

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat der Universität Leipzig erstmals das DHV-Gütesiegel für faire und transparente Berufungsverhandlungen verliehen. Die Auszeichnung gilt ab dem 1. August 2025 für die nächsten fünf Jahre. Mit diesem Schritt wird die Universität Leipzig nach der TU Chemnitz zur zweiten sächsischen Hochschule, die das seit 2013 bestehende Siegel trägt. Insgesamt sind aktuell 23 Hochschulen in Deutschland Träger dieser Anerkennung, die für höchste Standards in Berufungsverfahren steht.

Der DHV lobt insbesondere die klare Struktur und die gute Organisation der Berufungsverhandlungen an der Universität Leipzig. Ausschlaggebend dafür sind eine serviceorientierte Personalabteilung und ein umsichtiges Berufungsmanagement. Ein zentrales Instrument ist der sogenannte Berufungsmonitor, der sicherstellt, dass Bewerberinnen und Bewerber stets umfassend über den Ablauf des Verfahrens informiert bleiben. Die Vorbereitung durch die Dekanate und die Hochschulleitung trägt dazu bei, dass die Verhandlungen in einer Atmosphäre stattfinden, die von Respekt und Offenheit geprägt ist. Dabei begegnen sich alle Beteiligten „auf Augenhöhe“, wie es der DHV beschreibt. Besonders hervorgehoben wird die Rektorin, Professorin Dr. Eva Inés Obergfell, die von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als kollegiale und persönlich sehr zugewandte Verhandlungspartnerin wahrgenommen wird.

Auch die Inhalte der Berufungsangebote an die Universität Leipzig erfüllen die Anforderungen an Fairness und Angemessenheit, insbesondere in Bezug auf Ausstattung und Besoldung. Neuberufene können auf zahlreiche bedarfsgerechte Unterstützungsangebote zurückgreifen. Willkommens- und Vernetzungsveranstaltungen erleichtern den Einstieg in die Hochschule zusätzlich. Die Universität zeichnet sich darüber hinaus durch eine besonders ausgeprägte Familienfreundlichkeit aus. So ermöglicht eine Kooperation mit einer universitätsnahen Kindertagesstätte in freier Trägerschaft die Vermittlung von Kinderbetreuungsplätzen mit hoher Erfolgsaussicht. Auch für Dual Career-Paare gibt es vielfältige Hilfestellungen.

Der DHV-Präsident, Professor Dr. Dr. h.c. Lambert T. Koch, betont die Bedeutung dieser Qualitätssicherung: „Durch faire, transparente und wertschätzende Berufungsverhandlungen erweisen sich Hochschulen als gute und attraktive Arbeitgeber. Im verschärften Wettbewerb um die besten Köpfe kann dies ein nicht zu unterschätzender Vorteil sein“. Außerdem unterstreicht er den Wert des Audits: „Das Audit zum Gütesiegel unterstützt Hochschulen dabei, hohe Standards in der Berufungskultur zu halten und auszubauen.“

Die Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Dr. Eva Inés Obergfell, zeigt sich ebenfalls erfreut über die Auszeichnung: „Über die Auszeichnung mit dem DHV-Gütesiegel freuen wir uns sehr. Es bestätigt, dass wir einen sehr persönlichen und wertschätzenden Umgang rund um Berufungsverhandlungen pflegen. Darauf können und werden wir uns keineswegs ausruhen. Der mit dem Verleihungsprozess verbundene Bericht ist durchweg positiv und enthält zugleich punktuell wertvolle, noch eingehender zu prüfende Hinweise, um noch besser werden zu können.“

Grundlage für das DHV-Gütesiegel ist ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen, entwickelt auf Basis der langjährigen Beratungserfahrung des DHV in Berufungsverfahren. Der Verband begleitet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in etwa 70 Prozent aller Berufungs- und Bleibeverhandlungen in Deutschland. Dabei liegt der Fokus auf den Aspekten Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit. Neben den Befragungen der Hochschule selbst fließen auch Interviews mit berufenem Personal sowie das Expertenwissen der DHV-Justitiarinnen und Justitiarie in die Bewertung ein.

Zusätzlich zu Leipzig gehören zahlreiche renommierte Universitäten und Technische Universitäten in Deutschland zu den Trägern des DHV-Gütesiegels, darunter etwa die RWTH Aachen, die Universität zu Köln, die TU Kaiserslautern und die Universität Münster. Auch medizinische Einrichtungen wie die Universitätsmedizin Mainz und das Universitätsklinikum Münster sind für faire Berufungsverfahren in der Hochschulmedizin ausgezeichnet.

Weitere Informationen zum DHV-Gütesiegel sind online verfügbar unter:
http://www.hochschulverband.de/cms1/guetesiegel.html

Qualitätssiegel als Zeichen für Wandel in der Wissenschaftslandschaft

Die deutsche Hochschullandschaft erlebt einen bemerkbaren Wandel, der sich auch in neuen Qualitätsstandards bei Berufungsverhandlungen widerspiegelt. Besonders das von vielen Hochschulen angestrebte DHV-Gütesiegel für faire und transparente Berufungsverhandlungen steht exemplarisch für diesen Veränderungsprozess. Es signalisiert nicht nur ein professionelles und wertschätzendes Miteinander im harten Wettbewerb um Wissenschaftstalente, sondern rückt auch Aspekte wie Transparenz, Familienfreundlichkeit und Diversity als zentrale Wettbewerbsfaktoren in den Fokus.

In einer Zeit, in der Universitäten um die besten Köpfe buhlen, reicht es längst nicht mehr aus, allein mit Forschungsschwerpunkten oder renommierten Lehrstühlen zu punkten. Berufungsverhandlungen müssen transparent und fair gestaltet sein, da Bewerberinnen und Bewerber zunehmend auf Wertschätzung und klare Kommunikation achten. Die Einführung eines Berufungsmonitors beispielsweise sichert ab, dass Bewerber jederzeit über alle Verfahrensschritte informiert sind – ein deutliches Zeichen für Offenheit und Verlässlichkeit. Die Universität Leipzig, die das DHV-Gütesiegel jüngst erhalten hat, zeigt, wie wichtig eine serviceorientierte Personalabteilung und eine umsichtige Organisation sind, um diese Standards umzusetzen.

Mit dem Gütesiegel ist zudem eine sichtbare Verpflichtung verbunden, familienfreundliche Strukturen und eine offene Willkommenskultur zu fördern. Gerade Dual Career-Modelle gewinnen an Bedeutung: Wissenschaftlerpaare benötigen verlässliche Unterstützung für die berufliche Entwicklung beider Partner, damit Karrierechancen nicht an Familien- oder Partnerschaftsfragen scheitern. Kooperationen mit Kindertagesstätten und Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind ebenfalls maßgebliche Faktoren, die eine Hochschule als Arbeitgeber attraktiver machen.

Familienfreundlichkeit und Diversity als neue Qualitätsmaßstäbe

Die Bedeutung von familiären und diversitätssensiblen Aspekten in Hochschulberufungen wächst bundesweit. Diese Kriterien gelten längst nicht mehr als reine Zusatzleistungen, sondern werden zu grundlegenden Qualitätsmerkmalen, die die Leistungsfähigkeit und das Image einer Hochschule prägen. Familienfreundliche Angebote, wie sie beispielsweise die Universität Leipzig mit ihrer partnerschaftlichen Betreuung und Betreuung bei Kinderbetreuung realisiert, verbessern die Lebensqualität der Forschenden erheblich. Gleichzeitig trägt Diversity dazu bei, ein inklusives, wertschätzendes Arbeitsklima zu schaffen, das Talente aus unterschiedlichen Lebenswelten anzieht und langfristig bindet.

Wettbewerb um Talente – Chancen und Herausforderungen

Der Wettbewerb um die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hat sich verschärft und wird zunehmend durch die Qualität der Berufungskultur bestimmt. Faire Verhandlungsprozesse, ein respektvoller Umgang und transparente Abläufe sind ausschlaggebend, wenn es darum geht, hochqualifizierte Talente zu gewinnen. Für Forschende bietet eine gute Berufungskultur unter anderem folgende Vorteile:

  • Klare und nachvollziehbare Verfahrensabläufe
  • Wertschätzung im Umgang auf Augenhöhe
  • Unterstützung bei der Integration ins Hochschulumfeld
  • Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Individuelle Hilfen für Dual Career-Paare

Diese Faktoren tragen dazu bei, dass Beschäftigte motiviert und langfristig an eine Hochschule gebunden werden können. Gleichzeitig spiegeln sie die hohe Professionalität wider, mit der Berufungsverhandlungen heute geführt werden sollten.

Bundesweit setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass solche unabhängigen Gütesiegel wie das des Deutschen Hochschulverbands (DHV) ein wirksames Instrument sind, um hohe Standards in der Berufungskultur nicht nur zu dokumentieren, sondern auch stetig weiterzuentwickeln. Sie unterstützen Hochschulen dabei, sich im nationalen und internationalen Wettbewerb als attraktive Arbeitgeber zu positionieren.

Die Berufungskultur an deutschen Hochschulen wird in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen – nicht zuletzt, weil Transparenz und Fairness heute entscheidende Erfolgsfaktoren sind. Die stetige Verbesserung in diesen Bereichen trägt dazu bei, den Wissenschaftsstandort Deutschland langfristig zu stärken und für die besten Talente aus aller Welt offen und einladend zu bleiben.

Diese Informationen zum DHV-Gütesiegel für faire und transparente Berufungsverhandlungen stammen aus einer Pressemitteilung des Deutschen Hochschulverbands.

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