Bernd Neuendorf als DFB-Präsident wiedergewählt: Strategie 2030, Haushalt und Auswirkungen auf Amateur- und Profifußball

Bernd Neuendorf ist als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit dem einstimmigen Votum der 253 stimmberechtigten Delegierten wiedergewählt worden. Die Wahl erfolgte am 7. November 2025 im Rahmen des 45. Ordentlichen DFB-Bundestags auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main. Neuendorf betonte, der DFB habe seine Reputation wiederhergestellt und werde die kürzlich beschlossene DFB-Strategie 2030 konsequent umsetzen.
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Inhaltsübersicht

– Bernd Neuendorf als DFB-Präsident einstimmig wiedergewählt
– Wahl erfolgte beim DFB-Bundestag in Frankfurt am Main
– DFB-Strategie 2030 als erste Gesamtstrategie beschlossen

Bernd Neuendorf als DFB-Präsident wiedergewählt

Bernd Neuendorf führt weiterhin den Deutschen Fußball-Bund an.*

"Wir haben die zurückliegende Legislaturperiode genutzt und den DFB in jeglicher Hinsicht stabilisiert und konsolidiert – atmosphärisch, finanziell, inhaltlich, sportlich. Der DFB hat seine Reputation wiederhergestellt. Er ist wieder ein verlässlicher Partner.", erklärte Neuendorf in seiner Bewertung der vergangenen Amtszeit. Der Präsident betonte zugleich die Zukunftsorientierung: "Und wir wollen nicht nur verwalten, sondern gestalten. Ein DFB-Präsidium wird nämlich nicht für das gewählt, was in der Vergangenheit geleistet wurde. Es wird vor allem gewählt für das, was es an Zukunftsperspektiven aufzeigt."

Die Wiederwahl auf dem 45. Ordentlichen DFB-Bundestag markiert den Beginn von Neuendorfs zweiter Amtszeit. Seine Präsidentschaft begann am 11. März 2022. Neuendorf vertritt den deutschen Fußball auch international im FIFA-Council.*

Strategische Weichenstellung für die Zukunft

Die DFB-Strategie 2030 markiert einen grundlegenden Kurswechsel in der Verbandsarbeit. Als erste umfassende Gesamtstrategie in der Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes definiert sie klare Ziele und Handlungsfelder für die kommenden Jahre. Neu an diesem Ansatz ist die systematische Verknüpfung von sportlichem Erfolg mit strukturellen Innovationen und digitalen Lösungen.

Strategische Leitlinien der DFB-Strategie 2030

Die strategische Ausrichtung umfasst mehrere zentrale Handlungsfelder, die ineinandergreifen und gemeinsam die Zukunftsfähigkeit des deutschen Fußballs sichern sollen:

  • Leistungsmanagement und Innovation: Technologische Schwerpunkte setzen auf Innovationen im Leistungsmanagement*

  • Mitgliedergewinnung und Vereinsberatung: Eine nachhaltige Wachstumsstrategie soll die Basis des Amateurfußballs stärken und Vereine bei ihrer Entwicklung unterstützen*

  • Ehrenamtsstärkung: Gezielte Maßnahmen zur Förderung und Wertschätzung des Engagements im Breitensport

Zur Umsetzung dieser ambitionierten Pläne schuf der DFB bereits 2023 eine Führungsposition: einen hauptamtlichen Vizepräsidenten für Strategie*. Diese strukturelle Veränderung unterstreicht den Stellenwert der strategischen Steuerung und ermöglicht eine professionelle Begleitung der Transformationsprozesse.

Für Bernd Neuendorfs zweite Amtszeit gewinnt diese strategische Ausrichtung besondere Bedeutung. Sie bietet die konzeptionelle Grundlage für sein erklärtes Ziel, den Verband nicht nur zu verwalten, sondern aktiv zu gestalten. Die DFB-Strategie 2030 wird damit zum zentralen Bezugspunkt für die kommenden Jahre und misst sich daran, wie konsequent sie in die Praxis umgesetzt werden kann.

Zahlen & Fakten: Haushalt, Mitglieder, Investitionen

Der Deutsche Fußball-Bund startet mit soliden wirtschaftlichen Fundamentaldaten in die Umsetzung seiner Strategie 2030. Die aktuellen Kennziffern zeigen einen Verband mit beträchtlichem finanziellen Spielraum und einer breiten Basis von rund 7,44 Millionen Mitgliedern* (Stand: 01/2025). Diese Mitgliederstärke bildet das Fundament für die geplanten Reformen und Investitionen.

Für das Jahr 2025 plant der DFB mit einem Haushaltsvolumen von etwa 395 Millionen Euro* (Stand: Mai 2025). Dieses Budget ermöglicht es, die strategischen Ziele ambitioniert zu verfolgen. Ein wesentlicher Teil der Mittel ist bereits für konkrete Förderbereiche reserviert: Für die Amateurarbeit sind jährliche Investitionen von rund 125 Millionen Euro* vorgesehen, während die Landesverbände 13 Millionen Euro* (beide Stand: 2025) erhalten. Diese gezielten Finanzströme unterstreichen die Priorisierung des Breitenfußballs innerhalb der Gesamtstrategie.

Kernzahlen 2025

Die folgenden Kerndaten verdeutlichen die Ausgangsposition des DFB im Jahr der Strategieverabschiedung:

Jahr Kennzahl Wert Einheit Quelle/Stand
2025 Mitgliederzahl 7,44 Millionen Statista / 01/2025
2025 Haushaltsvolumen 395 Millionen Euro kicker / Mai 2025
2025 Investitionen Amateurarbeit 125 Millionen Euro Bremer FV / 2025
2025 Investitionen Landesverbände 13 Millionen Euro Bremer FV / 2025

Diese Zahlen bilden nicht nur eine solide finanzielle Basis, sondern definieren auch den Handlungsrahmen. Die beträchtlichen Mittel für den Amateurbereich signalisieren eine klare Schwerpunktsetzung und zeigen, dass die Strategie 2030 mit den notwendigen finanziellen Ressourcen unterlegt wird, um nachhaltige Wirkung zu entfalten.

Fußball im Wandel: Was Neuendorfs zweite Amtszeit für Vereine und Fans bedeutet

Die Wiederwahl von Bernd Neuendorf als DFB-Präsident markiert eine strategische Weichenstellung für den deutschen Fußball bis 2030. Die operativen Schwerpunkte seiner zweiten Amtsperiode konzentrieren sich auf die Professionalisierung der Frauen-Bundesliga, die Stärkung von Nachwuchsarbeit und Amateurfußball sowie die Verbesserung der Infrastruktur*. Parallel prüft der DFB eine mögliche Bewerbung um die Männer-WM*. Diese Ausrichtung verspricht tiefgreifende Veränderungen für alle Ebenen des Fußballs – vom Dorfverein bis zur Bundesliga.

Folgen für Amateur- und Profi-Fußball

Die geplanten Maßnahmen bergen sowohl Chancen als auch Herausforderungen für die Vereine in Deutschland*. Die angekündigte Stärkung des Nachwuchsfußballs könnte langfristig die Talentförderung verbessern und den Vereinen bessere Perspektiven für ihre Jugendabteilungen bieten*. Gleichzeitig verpflichtet die DFB-Strategie 2030 die Nationalmannschaften, ihre Zugehörigkeit zur Weltspitze zu sichern und ein kontinuierliches Monitoring sportlicher Leistungskennzahlen zu etablieren*.

Für ehrenamtlich geführte Vereine bedeutet die angestrebte Professionalisierung allerdings eine doppelte Bürde. Einerseits profitieren sie von verbesserten Infrastrukturmaßnahmen und möglichen Fördermitteln. Andererseits steigt der administrative Aufwand, und viele Vereine benötigen Unterstützung bei der Anpassung an höhere Standards. Die Frauen-Bundesliga steht vor der Aufgabe, ihre wirtschaftliche Basis zu verbreitern und nachhaltige Strukturen aufzubauen, während gleichzeitig der sportliche Anschluss an internationale Top-Ligen gesucht wird.

Die geplante WM-Bewerbung könnte zusätzliche Investitionen in Stadien und Trainingszentren auslösen, birgt aber auch das Risiko von Fehlinvestitionen, falls die Vergabe scheitert. Für Amateurvereine stellt sich die Frage, inwieweit sie von diesen Großprojekten tatsächlich profitieren oder ob Ressourcen in prestigeträchtige Vorhaben fließen, die der Basis wenig nutzen.

Um die Umsetzung der Strategie 2030 bewerten zu können, sollten mehrere Indikatoren beobachtet werden: die Transparenz bei der Mittelverwendung, messbare Fortschritte in der Nachwuchsarbeit und konkrete Verbesserungen in der Vereinsinfrastruktur. Entscheidend wird sein, ob die geplanten Maßnahmen tatsächlich bei den Basisvereinen ankommen oder sich in bürokratischen Prozessen verlieren. Der Erfolg von Neuendorfs zweiter Amtszeit wird sich letztlich daran messen lassen, ob es gelingt, die ambitionierten Ziele mit der Realität des Breitenfußballs in Einklang zu bringen.

Die vorliegenden Informationen und Zitate stammen aus einer offiziellen Pressemitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Weiterführende Quellen:

10 Antworten

  1. Die finanzielle Basis sieht stark aus! Aber was passiert mit den Ressourcen für Amateurvereine? Ich möchte sicherstellen,dass alles fair verteilt wird.

    1. Das ist ein wichtiger Punkt! Wenn die großen Clubs immer mehr Mittel bekommen,dann könnte es schwer werden für kleinere Vereine.

  2. „Innovation im Leistungsmanagement“ ist spannend! Welche Technologien werden eingesetzt? Ich hoffe auf Transparenz in der Umsetzung.

  3. „Die Strategie 2030“ klingt ambitioniert, aber wie soll man sicherstellen, dass alle Vereine profitieren? Es gibt viele kleinere Clubs, die Hilfe brauchen!

  4. Die Wiederwahl von Neuendorf ist ein positives Zeichen. Die Zahlen zu den Investitionen sind beeindruckend! Was haltet ihr von den geplanten Veränderungen in der Frauen-Bundesliga?

    1. Die Frauen-Bundesliga braucht definitiv mehr Unterstützung! Ich hoffe, dass die Investitionen auch dort ankommen und nicht nur bei den Männern.

    2. „Ehrenamtsstärkung“ klingt gut, aber wie genau soll das umgesetzt werden? Ich würde gerne mehr darüber wissen!

  5. Ich finde es gut, dass Bernd Neuendorf wieder gewählt wurde. Es zeigt, dass die Leute Vertrauen haben. Aber was denkt ihr über die DFB-Strategie 2030? Glaubt ihr, dass sie wirklich funktionieren wird?

    1. Ja, das Vertrauen ist wichtig! Aber ich mache mir Sorgen über die Umsetzung der Pläne. Wer wird dafür verantwortlich sein? Ich hoffe, dass die Vereine auch profitieren können.

    2. Ich sehe das ähnlich! Es gibt viele gute Ideen in der Strategie, aber ob die Unterstützung für Amateurvereine wirklich kommt, bleibt abzuwarten.

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