– BDSW beruft Cornelia Okpara dauerhaft zur Hauptgeschäftsführerin nach zweimaliger kommissarischer Leitung.
– Okpara bringt 31-jährige BDSW-Erfahrung, juristischen Sachverstand und Leitungserfahrung in Tarifpolitik und Landesgruppen.
– Verband setzt mit ihrer Berufung auf Kontinuität, Kompetenz, Sacharbeit und strategische Stabilität.
Cornelia Okpara wird Hauptgeschäftsführerin des BDSW – Erfahrung und Kontinuität für die Sicherheitswirtschaft
Das neue Präsidium des Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft (BDSW) hat Cornelia Okpara zur Hauptgeschäftsführerin berufen. Nachdem sie bereits zwei Mal kommissarisch die Führung innehatte, fiel die endgültige Entscheidung in der ersten Sitzung des im Mai neugewählten Präsidiums: Okpara wird dauerhaft die Hauptgeschäftsführung des Verbandes übernehmen. „Mit dieser Entscheidung setzt der Verband ein klares Zeichen für Kontinuität, fachliche Kompetenz und eine konzentrierte Sacharbeit.“
Cornelia Okpara ist eine routinierte Kraft in der Sicherheitsbranche und prägt die Verbandsarbeit seit mehr als drei Jahrzehnten maßgeblich. Seit 31 Jahren ist sie beim BDSW tätig, war seit 2013 stellvertretende Hauptgeschäftsführerin und übernahm 2022 sowie erneut Mitte 2024 die kommissarische Leitung. Als Volljuristin verfügt sie über fundierte Expertise in der Tarifpolitik und verantwortet seit vielen Jahren mehrere Landesgruppen – namentlich Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen – sowie diverse Fachausschüsse des Verbandes.
BDSW-Präsident Werner Landstorfer hebt die vielfältigen Qualitäten von Okpara hervor: „Die Entscheidung für Cornelia Okpara basiert auf ihrer langjährigen Erfahrung, ihrem großen juristischen Sachverstand und ihrer ausgewiesenen Führungsstärke.“ Er betont, dass sie im und außerhalb des Verbandes eine hochgeschätzte Persönlichkeit ist, die für Verlässlichkeit, Sachlichkeit und den Ausgleich unterschiedlicher Interessen stehe.
Mit der neuen Hauptgeschäftsführerin will der BDSW die gegenwärtigen Herausforderungen in der Sicherheitswirtschaft gezielt angehen. „Nach einer Phase der Unruhe setzen wir jetzt auf Stabilität und inhaltliche Arbeit – Frau Okpara ist dafür die ideale Besetzung.“
Die Bedeutung des BDSW als Branchenvertretung zeigt sich auch in den Zahlen zur Sicherheitswirtschaft in Deutschland: Rund 290.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sind bundesweit in privaten Sicherheitsdiensten beschäftigt. Für das Jahr 2024 wird ein geschätzter Branchenumsatz von etwa 14,13 Milliarden Euro ausgewiesen. Die im Verband organisierten Unternehmen bieten vor allem anspruchsvolle Dienstleistungen an, darunter den Schutz von Kraftwerken und weiteren kritischen Infrastrukturen, militärischen Liegenschaften sowie Pforten- und Empfangsdienste sowie qualifizierten Objekt- und Werkschutz.
Ein aktueller Trend in der Branche ist die Kombination aus moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik mit personellen Dienstleistungen, die sogenannte „integrierte Sicherheitslösung“. Der BDSW baut mit Cornelia Okpara an der Spitze auf eine kontinuierliche und sachorientierte Führung, die diesen Entwicklungen mit klarem Fokus begegnet.
Frauenpower, Fachkompetenz und Wandel: Warum der Führungswechsel im BDSW weit mehr als ein Personalwechsel ist
Die Berufung von Cornelia Okpara zur Hauptgeschäftsführerin des BDSW markiert einen entscheidenden Moment für den Verband und die gesamte Sicherheitswirtschaft in Deutschland. Es ist mehr als nur eine Frage der Nachfolge – es geht um die Zukunft einer Branche, die vor komplexen Herausforderungen und tiefgreifenden Veränderungen steht. Mit dieser Neubesetzung an der Verbandsspitze hebt der BDSW die Bedeutung von starker weiblicher Führung hervor und sendet ein Signal gegen den langjährigen gender gap in der Unternehmensführung der Sicherheitsbranche.
Der BDSW trägt eine Schlüsselrolle im deutschen Wirtschaftsgefüge: Die Branche beschäftigt rund 290.000 Mitarbeitende und erzielt Umsätze im zweistelligen Milliardenbereich. Sie steuert essenzielle Sicherheitsdienste für kritische Infrastruktur, militärische Einrichtungen und öffentliche Gebäude. In diesem Umfeld wächst nicht nur das Sicherheitsbedürfnis der Gesellschaft, sondern auch die Erwartung an Qualität, Technik und Personal. Daher fordert die Leitung des Verbandes strategisches Fingerspitzengefühl, juristische Kompetenz und vor allem ein Gespür für den Wandel im Sektor.
Stimmen Frauen endlich die Richtung in der Sicherheitswirtschaft?
Die Hauptgeschäftsführung von Cornelia Okpara steht symbolisch für einen Führungswechsel, der den Frauenanteil im Top-Management der Sicherheitswirtschaft stärkt. Sie bringt nicht nur über 30 Jahre Erfahrung im Verband mit, sondern auch fundiertes Wissen in Tarifpolitik und Führungserfahrung. Mit ihrer Ernennung wird eine wichtige Botschaft vermittelt: Frauen können und sollen in einer traditionell männerdominierten Branche Verantwortung übernehmen und so den Wandel aktiv mitgestalten.
Dieser Schritt ist Teil eines gesellschaftlichen Trends, der auf mehr Diversität und Inklusion setzt. Gleichzeitig zeigt er, wie fachliche Expertise und Führungsqualität die Weichen für Fortschritt stellen können – über Geschlechterkriterien hinaus. In einer Branche, die sowohl menschliche als auch technologische Herausforderungen bewältigen muss, ist breites Kompetenzspektrum unverzichtbar.
Wandel der Branche: Digitalisierung und Fachkräftemangel
Der Sicherheitssektor befindet sich mitten in einem strukturellen Wandel. Die Digitalisierung revolutioniert Arbeitsprozesse und erlaubt die Integration technischer Überwachungssysteme mit traditionellen Dienstleistungen. Dies führt zu sogenannten „integrierten Sicherheitslösungen“, die personalintensive Dienste mit moderner Technik verbinden. Dennoch steht die Branche vor der dringenden Herausforderung, ausreichend qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und auszubilden – eine Aufgabe, die neben der technologischen Modernisierung ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist.
Auf einen Blick zentrale Herausforderungen:
- Digitalisierung: Aufbau und Nutzung digitaler Plattformen, Einsatz von Überwachungssystemen und Datenanalysen
- Fachkräftemangel: Sicherung und Entwicklung qualifizierter Mitarbeiter im Wettbewerb um Talente
- Anstieg des Sicherheitsbedürfnisses: Anpassung an neue Sicherheitsanforderungen in Öffentlichkeit und Wirtschaft
- Demografischer Wandel: Generationenwechsel in der Belegschaft mit veränderten Erwartungen und Bedürfnissen
Die Führungspersönlichkeit an der Spitze des BDSW muss diese Entwicklungen strategisch begleiten und die Branche sicher durch den Wandel steuern. Mit Okparas Berufung wählt der Verband eine erfahrene Fachfrau, die sowohl die juristischen Rahmenbedingungen kennt als auch praxisnah die Interessen der Unternehmen und Beschäftigten vertritt. Dies schafft die Voraussetzung, dass die Sicherheitswirtschaft ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung weiter ausbauen kann.
Der Wechsel an der Spitze ist daher nicht nur eine Personalentscheidung, sondern symbolisiert den Start einer neuen Ära, in der Fachkompetenz, Frauenpower und Anpassungsfähigkeit zentrale Rollen spielen. Die Sicherheitswirtschaft ist damit besser gerüstet, den steigenden Ansprüchen einer dynamischen Gesellschaft gerecht zu werden.
Die hier dargestellten Informationen und Zitate stammen aus einer Pressemitteilung des BDSW Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft.
8 Antworten
„Der demografische Wandel wird eine große Herausforderung sein! Was denkt ihr über mögliche Lösungen zur Rekrutierung junger Talente in diesem Sektor? Gibt es schon innovative Ansätze?“
„Integrierte Sicherheitslösungen“ sind ein spannendes Thema! Wie stellt der BDSW sicher, dass Mitarbeiter die nötige Technik verstehen? Gibt es Schulungen oder Weiterbildungen dafür?
„Gute Frage, Hanspeter82! Es wäre wichtig zu wissen, ob Schulungsprogramme geplant sind. Technisches Wissen wird immer wichtiger in unserer Branche.
Okparas Berufung zeigt, dass der BDSW ernsthaft an Diversität arbeitet. Wie denkt ihr über den Einfluss weiblicher Führung auf die Unternehmenskultur? Hat jemand Erfahrungen mit solchen Veränderungen?
Ich denke, dass mehr Frauen in Führungspositionen positive Veränderungen bringen können! Wie sieht es mit den Reaktionen der männlichen Kollegen aus? Gab es da Spannungen oder eher Unterstützung?
Das ist ein guter Punkt, Ellen! Ich hoffe, dass diese Veränderung auch andere Branchen inspiriert. Gibt es Studien darüber, wie sich Diversität auf die Unternehmensleistung auswirkt?
Die Ernennung von Cornelia Okpara ist ein großer Schritt für die Sicherheitswirtschaft. Ich frage mich, wie ihre juristischen Kenntnisse konkret in der Tarifpolitik umgesetzt werden. Welche Veränderungen erwartet ihr?
Ich stimme zu, Ronald! Ihre Erfahrung ist beeindruckend. Es wäre interessant zu wissen, wie sie mit dem Fachkräftemangel umgehen will. Gibt es da schon Pläne oder Strategien?