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Bauwirtschaft fordert investive Rahmenbedingungen für Wohnungsbau

In Zeiten des Wohnungsmangels und steigender Mietpreise wird der Wunsch nach bezahlbarem Wohnraum immer dringender. Doch die heute veröffentlichten Zahlen zu den Auftragseingängen im Wohnungsbau enthüllen ein alarmierendes Bild: Im Vergleich zum Vorjahr sind die Aufträge um ganze 22 Prozent gesunken. Und das ist erst der Anfang...

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Die Aufträge im Wohnungsbau befinden sich weiterhin im Minus, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) kommentiert die Zahlen und warnt vor den Auswirkungen auf die Bauunternehmen.

Im Zeitraum von Januar bis Oktober 2023 gab es demnach 22 Prozent weniger Aufträge im Wohnungsbau im Vergleich zum Vorjahr. Hinzu kommt ein Rückgang von fast 80.000 genehmigten Neubauwohnungen. Diese Entwicklungen sorgen dafür, dass das Ziel, ausreichend preiswerten Wohnraum zu schaffen, immer weiter in die Ferne rückt. Doch nicht nur das, auch die Bauunternehmen haben mit den Auswirkungen zu kämpfen. Die in den Vorjahren geschaffenen Arbeitsplätze können immer schwerer gehalten werden.

Eine fehlende Investitionssicherheit durch gestoppte Förderprogramme und die für 2024 geplante Budgetierung der Neubauprogramme auf einem niedrigeren Niveau als 2023 trägt zur Unsicherheit bei. Die aktuellen Impulse werden nicht ausreichen, um eine Wende im Wohnungsbau herbeizuführen. Der ZDB appelliert daher an die Bundesregierung, ihr Ziel, ausreichend Wohnraum zur Verfügung zu stellen, nicht durch haushaltspolitische Diskussionen zu opfern.

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Die Order im Wohnungsbau ist im Zeitraum von Januar bis Oktober 2023 um 15,4 Prozent nominal und um 22,2 Prozent real gesunken. Im Gegensatz dazu gibt es im Wirtschaftsbau, gestützt durch den gewerblichen Tiefbau, einen Anstieg von 12 Prozent. Besonders im Zuge der Mobilitäts- und Energiewende wurden hier investiert. Projekte im öffentlichen Nahverkehr sowie im Ausbau von Stromtrassen, Glasfaserleitungen und Fernwärme haben dazu beigetragen. Auch die Deutsche Bahn investiert weiterhin in ihr Schienennetz. Insgesamt belaufen sich die Orders im Wirtschaftsbau auf ca. 39,5 Milliarden Euro und im öffentlichen Bau auf ca. 31 Milliarden Euro.

Der Bedarf im Bauwesen, sei es beim Infrastrukturausbau oder im Wohnungsbau, ist hoch. Auf der einen Seite besteht ein hoher Bedarf an Arbeitskräften, auf der anderen Seite fehlen Aufträge im Wohnungsbau. Temporäre investive Impulse sind daher notwendig. Ohne eine Zinsstützung, auch für den EH 55 Standard, wird die Situation im Wohnungsbau weiterhin schwierig bleiben und Bauunternehmen werden Beschäftigte verlieren.

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Der Umsatz im Bauhauptgewerbe ist von Januar bis Oktober 2023 nominal um 4,9 Prozent gestiegen, jedoch real um 3,2 Prozent gesunken. Im Wohnungsbau wurden rund 21,5 Milliarden Euro umgesetzt, was einem Rückgang von 3,2 Prozent entspricht. Im Wirtschaftsbau dagegen konnte ein Anstieg von 7,6 Prozent verzeichnet werden, im öffentlichen Bau waren es 7,8 Prozent. Die Preisentwicklung für Bauleistungen lag im Oktober 2023 bei 3,8 Prozent, im Vergleich zu 16,9 Prozent im Januar des gleichen Jahres.

Die Informationen stammen von einer Pressemeldung des Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB).

Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Aufträge im Wohnungsbau weiter im Minus: Bauwirtschaft pocht auf investive …

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Pressemeldung:Bauwirtschaft fordert investive Rahmenbedingungen für Wohnungsbau

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