Bauernverband fordert Eingeständnis des Scheiterns der Wolfspolitik

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Deutscher Bauernverband fordert grundlegende Änderungen im Umgang mit Wölfen

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat anlässlich des Wolfsgipfels in Berlin eine grundlegende Änderung der bisherigen Strategie im Umgang mit Wölfen gefordert. Der Umweltbeauftragte des DBV, Eberhard Hartelt, betonte, dass Verharmlosung, Realitätsverweigerung und romantische Verklärung dazu geführt haben, dass der Konflikt mit der Weidetierhaltung eskaliert ist. Ein ungebremst wachsender Wolfsbestand führe dazu, dass die Haltung von Schafen, Ziegen, Rindern, Pferden und landwirtschaftlichen Wildtieren auf der Weide in Deutschland zum Auslaufmodell wird.

Der Wolf ist in Deutschland mit mehr als 2.000 Tieren als Teil der baltisch-osteuropäischen Population nicht gefährdet. Der günstige Erhaltungszustand und die Grundlage für ein Bestandsmanagement sind erreicht. Doch im Jahr 2021 wurden 3.374 Weidetiere durch den Wolf gerissen, verletzt oder vermisst. Deshalb fordert der DBV eine Änderung der Politik im Umgang mit Wölfen.

Die Forderungen des DBV beinhalten unter anderem eine Meldung des günstigen Erhaltungszustands des Wolfes an die EU-Kommission, eine unverzügliche und unbürokratische Entnahme von “Problemwölfen und -rudeln” nach geltendem Naturschutzrecht, Ausweisung von wolfsfreien Gebieten, Festlegung einer Entnahmequote und Schaffung eines Bestandsmanagements nach dem Koalitionsvertrag, Umsetzung aller Spielräume des europäischen Naturschutzrechts in nationales Recht, Umstufung des Wolfes von Anhang IV zu Anhang V in der FFH-Richtlinie auf europäischer Ebene, volle Transparenz über den Wolfsbestand in Deutschland und Überarbeitung des Rissbegutachtungsverfahrens.

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Der DBV fordert eine Regulierung des Wolfsbestandes im Bundesnaturschutzgesetz und im Bundesjagdgesetz sowie eine länderübergreifendes Wolfsmonitoring mit den Nachbarländern. Auch das Rissbegutachtungsverfahren soll überarbeitet werden, mit Umkehr der Beweislast und unbürokratischer Auszahlung von Entschädigungen.

Die Weidetierhalter in der Fläche werfen das Handtuch, weil deren Probleme nicht ernst genommen werden. Der DBV betont: “Dieser Konflikt mit dem Raubtier ist nicht allein mit Herdenschutzmaßnahmen zu lösen. Ohne Regulierung des Wolfsbestandes ist zudem keine Akzeptanz im ländlichen Raum möglich”.

Der DBV ist die Interessenvertretung der Landwirtschaft in Deutschland. Er vertritt die Interessen von über 90 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland.

Für weitere Informationen, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel DBV: Wolfspolitik muss ihr Scheitern eingestehen / Forderungen des Deutschen …
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Weitere Informationen über den Verband

– Der Deutsche Bauernverband (DBV) ist der größte Berufsverband der Landwirtschaft in Deutschland.
– Er vertritt die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen von etwa 284.000 landwirtschaftlichen Betrieben und rund 1,6 Millionen Beschäftigten im ländlichen Raum.
– Der DBV ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin und gliedert sich in 18 Landesverbände und 25 Fachverbände.
– Die Mitgliedschaft im DBV ist freiwillig und setzt sich aus Einzelmitgliedern sowie Mitgliedsorganisationen (z.B. Landwirtschaftskammern, Berufsverbände) zusammen.
– Der Verband wurde im Jahr 1948 gegründet, um die Interessenvertretung der Landwirte in der Bundesrepublik zu stärken und zu koordinieren.
– Der DBV hat verschiedene politische und gesellschaftliche Ziele, zu denen unter anderem die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft, die Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit und Einkommen der Bauern, die Verbesserung von Tier- und Umweltschutz sowie die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten zählen.
– Der Verband betreibt zahlreiche Informations- und Serviceangebote für seine Mitglieder und die Öffentlichkeit, wie z.B. Fachpublikationen, Fortbildungen, Messen sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
– Der DBV ist Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Netzwerken und Gremien, darunter die EU-Agrarräte und die internationale Bauernorganisation (IFAP).
– Einige wichtige Zahlen und Fakten zum deutschen Agrarsektor, den der DBV vertritt: In Deutschland gibt es rund 270.000 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt etwa 16,7 Millionen Hektar. Die Bruttowertschöpfung der Landwirtschaft und Vorleistungsproduktion betrug 2020 etwa 58 Milliarden Euro, das entspricht einem Anteil von 1,5% am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Rund 40% der Fläche Deutschlands sind landwirtschaftlich genutzt, davon entfallen etwa 70% auf Ackerland und 30% auf Dauergrünland.

18 Antworten

  1. Also ich finde, dass der Bauernverband hier total überreagiert. Die Wolfspolitik ist doch gar nicht gescheitert!

  2. Sorry, aber ich muss widersprechen. Wölfe als Nachbarn zu haben ist nicht immer cool. Sie können eine echte Gefahr für Haustiere und sogar Menschen darstellen. Es ist wichtig, die Auswirkungen der Natur auf unsere Sicherheit zu berücksichtigen. #SicherheitGehtVor #Realitätscheck

    1. Wölfe gehören in die Wildnis, nicht in unsere Wohnzimmer! Sie sind Raubtiere und könnten eine echte Gefahr für Menschen und Haustiere darstellen. Lasst uns lieber ihre natürlichen Lebensräume schützen und respektieren.

    1. Deine Naivität ist beeindruckend. Diese Wölfe mögen zwar süß aussehen, aber ihre Politik hat bereits zahlreiche negative Auswirkungen gezeigt. Es ist an der Zeit, die Realität anzuerkennen und ihre offensichtlichen Fehler nicht zu ignorieren.

  3. Was zum Teufel?! Wölfe sind Teil der Natur, warum sollen sie als gescheitert betrachtet werden?!

    1. Bleib ruhig, Kumpel. Niemand sagt, dass Wölfe gescheitert sind. Aber sie können ein Problem für die Landwirtschaft und den Schutz von Nutztieren darstellen. Es geht darum, einen Ausgleich zwischen Naturschutz und menschlichen Bedürfnissen zu finden.

    1. Klar, Wölfe gehören zur Natur. Aber ich frage mich, wie du reagieren würdest, wenn deine Existenzgrundlage von ihnen bedroht wäre. #TeamBauer

  4. Was für ein Unsinn! Der Bauernverband hat jedes Recht, sich um den Schutz ihrer Tiere zu kümmern. Wölfe können eine echte Bedrohung darstellen und müssen kontrolliert werden. Die Natur besteht nicht nur aus Wölfen, sondern auch aus Menschen, die leben und arbeiten müssen.

    1. Ach komm, das ist doch lächerlich! Der Bauernverband hat doch wohl das Recht, eine Politik zu fordern, die ihre Interessen schützt. Die Wolfspolitik kann für sie eine große Bedrohung darstellen.

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