Bauernverband: 24.000 Stimmen gegen geplantes Tierschutzgesetz

Ein Landwirt in roter Bluse und Latzhose hält eine Kamera hoch, um Kühe um ihn herum zu fotografieren im Hintergrund.  
Die Szene wirkt modern, kritisch und farbenfroh, zeigt Blick durch Kamera als Bericht über Tierwohl und Landwirtschaft heute hier deutlich.

Berlin (ots) – Am 26. September 2024 hat der Deutsche Bauernverband (DBV) gemeinsam mit dem Bayerischen Bauernverband 24.105 Unterschriften an den Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft übergeben. Diese Aktion richtet sich gegen den aktuellen Entwurf zur Novellierung des Tierschutzgesetzes, der im Deutschen Bundestag diskutiert wird. Der Vizepräsident des DBV, Günther Felßner, äußerte scharfe Kritik an den geplanten Änderungen, die seiner Auffassung nach mehr Tierleid verursachen könnten und eine Bedrohung für die Tierhaltung in Deutschland darstellen. Auch der Veredelungspräsident des DBV, Hubertus Beringmeier, fordert dringende Korrekturen, um die heimische Nutztierhaltung zu schützen und die wirtschaftlichen Belastungen für die deutschen Bauern zu reduzieren.

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Bremen (VBR). Berlin – Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat in einer eindrucksvollen Aktion 24.105 Unterschriften gegen einen aktuellen Entwurf zur Novellierung des Tierschutzgesetzes an den Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft im Bundestag übergeben. Diese Unterschriften symbolisieren den Protest vieler Landwirte gegen geplante Gesetzesänderungen, die ihrer Meinung nach gefährliche Konsequenzen für die heimische Nutztierhaltung haben könnten.

Günther Felßner, der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes und Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, äußerte sich dabei sehr besorgt: „Wer für Tierschutz ist, muss diese Änderungspläne ablehnen. Anstelle einer praxistauglichen Weiterentwicklung unserer heimischen Nutztierhaltung drohen Betriebsaufgaben, eine weitere Verlagerung der Tierhaltung ins Ausland und vermehrte Importe tierischer Lebensmittel aus Ländern mit deutlich geringeren Tierwohlanforderungen, als wir sie hierzulande bereits umsetzen. Ist dem Tierwohl damit gedient? Sicher nicht!“

Die Kritik der Bauernvertreter richtet sich vor allem gegen spezifische Regelungen des Gesetzentwurfs, die stark in die Praxis der Tierhaltung eingreifen würden. Hubertus Beringmeier, Veredelungspräsident des DBV, betont: „Tierschutz ja, aber nicht so. Dieser Gesetzentwurf schafft an einigen Stellen mehr Tierleid als Tierschutz. Die Vorschläge sind von vielen Betrieben in dieser Form schlicht nicht umsetzbar und werden diese ins Aus drängen. Dieses Gesetz ist eine Bedrohung für die Tierhaltung in Deutschland.“

Besonders betroffen seien die Bereiche Rinder-, Schweine- und Schafhaltung. So kritisiert der Bauernverband unter anderem die geplante Regelung zum Kupieren bei Schweinen. Diese würde das Problem des Schwanzbeißens nicht lösen und könnte zu mehr Tierleid führen. Hinzu kommt ein bürokratischer Aufwand, der weit über die EU-Vorgaben hinausgeht und die heimischen Betriebe zusätzlich belastet.

Der Verband fordert zudem die Beibehaltung bewährter Haltungssysteme wie die Kombinationshaltung mit 120 Tagen Bewegung im Jahr und sieht in den geforderten höheren Standards für viele Betriebe ein de facto Verbot dieser Systeme. Auch die Diskussion um die Anbindehaltung braucht laut DBV statt eines Komplettverbots Perspektiven für eine Weiterentwicklung. Ein solches Verbot hätte gerade für ertragsschwache Standorte und Grünlandregionen, wie sie etwa in den Alpen vorkommen, gravierende Folgen. Neben einem massiven Strukturbruch droht auch der Verlust von Artenvielfalt, regionaler Wertschöpfung und touristischer Attraktivität.

Durch die gesammelten Unterschriften hofft der Deutsche Bauernverband, im Gesetzgebungsverfahren Gehör zu finden und Änderungen durchzusetzen, die sowohl dem Tierwohl als auch den wirtschaftlichen Realitäten der deutschen Landwirtschaft gerecht werden.

Im Fokus steht dabei die Balance zwischen effektivem Tierschutz und praktikablen Maßnahmen für die Betroffenen. Es bleibt zu hoffen, dass der Dialog fortgesetzt und eine einvernehmliche Lösung gefunden wird, die sowohl die Interessen der Tiere als auch der Landwirte berücksichtigt.

Pressekontakt:
Deutscher Bauernverband (DBV)
Axel Finkenwirth
Pressesprecher
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
a.finkenwirth@bauernverband.net
030-31904-240

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Tierschutzgesetz – so nicht! / Bauernverband übergibt 24.000 Unterschriften

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4 Antworten

  1. Ich versteh nicht warum der Deutsche Bauernverband solche angst hat, wenn es doch um tierschutz geht. Sind unsere standards in deutschland nicht schon gut genug? Oder ist das alles nur politik und buerokratie ohne sinn?

  2. Warum macht das gesetz so viel stress fur bauern? Is das wirklich notig? Ich denk wir mussen eine losung finden das beide seiten zufrieden sind, die bauern und das tierwohl. Was denkt ihr uber eine kompromis?

  3. Ich find die Bauern haben recht! Mann muss tierwohl schutzen aber nicht so das es unmoeglich wird zu arbeiten. Dieser Gesetzentwurf scheint echt uebertrieben zu sein und bringt nur probleme. Warum denkt keiner an die kleinen betriebe? Vielleicht sollte man bessere alternativen suchen, die praktikabel sind.

  4. Dies Diskussionen sind nicht mehr nach vollziehbar. Will man die letzten Tierhalter in DE. vollens abschaffen und uns auf Waren aus dem Ausland abhängig machen? Oder wollen wir noch eine eigene Versorgung von Lebensmittel tierischer Herkunft ?
    Wer frisst das Gras der der Bergwiesen und Almen ,oder von anderen Grünland? Ich denke diese ganze Politik die hier momentan gemacht wird stinkt gen Himmel.
    Eins wäre als erstes sehr wichtig ,dass wieder Leute bestimmen die ihr Handwerk gelernt und bzw. auch ausgeübt haben über mehrere Jahre.Heute sind es oft nur Idiologen die von zusammenhängen keine Ahnung mehr haben und oftmals keine abgeschlossene Ausbildung bzw.

    ein Studium und Erfahrung in der Praxis haben.
    Wir sehen es immer deutlicher wo wir hinkommen mit diesen selbst ernannten Gutmenschen
    Ehemals Schweinehalter in mittlerer Größe. Ach meine Kinder machen diesen Zirkus nicht mehr mit ,obwohl ein Betrieb mit guten Gebäuden im Außenbereich für Zucht und Mast vorhanden ist.
    Dieser Betrieb wurde in dieser ,meiner Generation komplett neu erbaut und steht jetzt leer und verursacht nur noch Kosten für die Unterhaltung.Diese Politik vernichtet allen betroffenen Landwirten Ihr Lebenswerk und sehr viel Kapital.
    mfg Robert Kraft Schmalfelden Landwirt und Ortsvorsteher.

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