AWO-Präsidium bestätigt: Michael Groß und Kathrin Sonnenholzner führen Verband mit 242.000 Mitarbeitern weiter

Auf der Bundeskonferenz in Erfurt wurden Michael Groß und Kathrin Sonnenholzner als Vorsitzende des AWO-Präsidiums bestätigt. Auch die stellvertretenden Vorsitzenden und Beisitzer*innen wurden für eine vierjährige Amtszeit gewählt. Die AWO zählt zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege und wird bundesweit von über 300.000 Mitgliedern getragen.

Inhaltsverzeichnis

Beitrag teilen

Modernes blau beleuchtetes News-Studio mit runden LED-Podesten und großem Bildschirm mit Schriftzug ‚Verbands‑Monitor eins zu eins‘.
Verbandsbüro jetzt bei Google bevorzugen Damit unsere Vereins- und Verbandsnachrichten häufiger in Ihrer persönlichen Google-Übersicht erscheinen.
Jetzt bevorzugte Quelle festlegen

Das Wichtigste in Kürze

  • Michael Groß und Kathrin Sonnenholzner wurden auf der Bundeskonferenz 2025 als AWO-Vorsitzende bestätigt.
  • Die AWO zählt über 300.000 Mitglieder, 72.000 Ehrenamtliche und 242.000 hauptamtliche Mitarbeiter*innen.
  • Das Präsidium besteht aus bis zu 19 Mitgliedern mit paritätischer Geschlechterbesetzung.
  • Die AWO setzt Schwerpunkte auf Kinderarmut, soziale Infrastruktur, Digitalisierung und Fachkräftemangel.
  • Die Führungskontinuität sichert Planungssicherheit und langfristige Interessenvertretung im Sozialstaat.

– Michael Groß und Kathrin Sonnenholzner als AWO-Präsidenten wiedergewählt
– Die Wahl erfolgte auf der Bundeskonferenz in Erfurt am 15. November 2025
– Die Amtszeit der Gewählten beträgt vier Jahre

AWO-Präsidium im Amt bestätigt

Auf der ordentlichen Bundeskonferenz der Arbeiterwohlfahrt in Erfurt haben die Delegierten am 15. November 2025 die Vorsitzenden des Präsidiums, Michael Groß und Kathrin Sonnenholzner, im Amt bestätigt. „Wiedergewählt wurden auch die stellvertretenden Vorsitzenden Britta Altenkamp, Rudi Frick, Gabriele Siebert-Paul und Stefan Wolfshörndl. Ebenfalls gewählt wurden die 13 Beisitzerinnen des Präsidiums.“* Die Bundeskonferenz als höchstes Beschlussgremium der AWO tagt alle vier Jahre – Stand: 15. November 2025*.

Die Organisation zählt zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege und wird bundesweit von über 300.000 Mitgliedern getragen. Hinzu kommen mehr als 72.000 ehrenamtlich engagierte Helfer*innen und rund 242.000 hauptamtliche Mitarbeiter*innen – alle Angaben Stand: 15. November 2025*.

Die folgenden Kapitel beleuchten die politischen Schwerpunkte und zukünftigen Herausforderungen der wiedergewählten Führungsspitze.

So ist die AWO organisiert: Präsidium, Quoten und Bundeskonferenz

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) verfügt über eine satzungsgemäße Struktur, die die Legitimation sowie die Zusammensetzung ihrer Führungsgremien bestimmt. Diese Regelungen gewährleisten eine demokratische Willensbildung und streben eine paritätische Besetzung auf allen Ebenen der Verbandsorganisation an.

Aufbau des Präsidiums

Das Präsidium als zentrales Führungsgremium des AWO-Bundesverbands setzt sich nach der Satzung aus bis zu 19 Mitgliedern zusammen (Stand: Januar 2023)*. Darunter befinden sich zwei Vorsitzende unterschiedlichen Geschlechts sowie vier stellvertretende Vorsitzende.

Bindende Quoten und Delegiertenstruktur

Die Bundeskonferenz als höchstes Beschlussgremium der AWO tagt alle vier Jahre und setzt sich aus verschiedenen Delegiertengruppen zusammen: Mitgliedern des Präsidiums, Delegierten der Landes- und Bezirksverbände, Beauftragten der korporativen Mitglieder sowie Vertretungen des Bundesjugendwerks (Stand: Januar 2023)*. Die Anzahl der Delegierten richtet sich nach der Mitgliederstärke der jeweiligen Gliederungen.

Diese satzungsmäßigen Vorgaben schaffen den formalen Rahmen für demokratische Entscheidungsprozesse innerhalb des Wohlfahrtsverbands. Sie garantieren, dass Führungspositionen durch demokratische Wahl legitimiert werden und die gesellschaftliche Vielfalt in der Verbandsstruktur abbilden. Die im November 2025 erfolgten Wahlen auf der Bundeskonferenz in Erfurt basieren auf den organisatorischen Grundlagen des Verbands.

Institutionelle Bedeutung der AWO-Wahlen

Die Wiederwahl der AWO-Präsidenten Michael Groß und Kathrin Sonnenholzner im November 2025 steht in einer bedeutenden institutionellen Tradition. Die Arbeiterwohlfahrt zählt zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland und repräsentiert damit eine der tragenden Säulen des deutschen Sozialstaats*.

Die Führungsstruktur des Verbands hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt: Im Juni 2021 wurde erstmals eine Doppelspitze für das AWO-Präsidium gewählt; diese Führung verfolgt das Ziel, den Verband in herausfordernden Zeiten zu stärken (Stand: Juni 2021)*. Diese innovative Leitungsstruktur hat sich bewährt und wurde bei der Bundeskonferenz 2025 bestätigt.

Die Zusammensetzung der AWO-Bundeskonferenz folgt einem transparenten Verfahren: Die Delegiertenverteilung erfolgt regional proportional zur Mitgliederstärke der Landes- und Bezirksverbände. Konkrete Details zur Delegiertenverteilung werden traditionell in der Einladung zur Bundeskonferenz veröffentlicht (Stand: November 2025)*.

Die AWO in Zahlen (Stand: November 2025):

  • Über 300.000 Mitglieder bundesweit*
  • Mehr als 72.000 ehrenamtlich Engagierte*
  • Rund 242.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter*

Diese beeindruckenden Zahlen unterstreichen die gesellschaftliche Relevanz der Arbeiterwohlfahrt und machen deutlich, warum die alle vier Jahre stattfindende Bundeskonferenz als höchstes Beschlussgremium eine so zentrale Rolle für die weitere Entwicklung des Verbands spielt.

Kontinuität in der Führung: Was sie für das Ehrenamt bedeutet

Die Bestätigung der AWO-Spitzenämter wirkt weit über den Verband hinaus. Als einer der sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege (Stand: 2025) trägt die Arbeiterwohlfahrt besondere Verantwortung für gesellschaftliche Kernbereiche. Die personelle Kontinuität an der Verbandsspitze beeinflusst direkt, wie verlässlich soziale Dienstleistungen organisiert werden und welche politischen Schwerpunkte gesetzt werden.

Mit mehr als 72.000 ehrenamtlich engagierten Helfer*innen und rund 242.000 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen bildet die AWO ein stabiles Fundament im deutschen Sozialsystem*. Die wiedergewählte Doppelspitze kann nun auf bestehenden Netzwerken und Kooperationen aufbauen – ein entscheidender Vorteil in Handlungsfeldern wie der Pflege, der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Migrationsberatung. Für die vielen Ehrenamtlichen vor Ort bedeutet die Kontinuität Planungssicherheit: Fortbildungsangebote, Versicherungsschutz und Einsatzstrukturen bleiben verlässlich, während laufende Projekte ohne Brüche weitergeführt werden können.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der paritätischen Besetzung der Führungsgremien. Die AWO-Satzung schreibt eine Geschlechterquote für alle Gremien des Bundesverbands fest*. Diese strukturelle Verankerung von Diversität stärkt die Glaubwürdigkeit des Verbands nach innen und außen und setzt ein Signal für die gesamte Wohlfahrtspflege.

Politisch nutzt die AWO ihre Stellung als Spitzenverband, um etwa auf die Situation in der Altenpflege, auf Fachkräftemangel oder soziale Ungleichheit aufmerksam zu machen. Eine unveränderte Führung ermöglicht hier langfristige Strategien und vertrauensvolle Gespräche mit Ministerien und Parlament. Kontinuität in der Verbandsspitze bedeutet damit auch Kontinuität in der Interessenvertretung – für diejenigen, die auf soziale Unterstützung angewiesen sind, und für jene, die sie ehrenamtlich oder hauptamtlich ermöglichen.

Die nächsten vier Jahre: Was die AWO jetzt bewegen will

Mit der Wiederwahl des Präsidiums beginnt für die Arbeiterwohlfahrt eine neue, vierjährige Amtsperiode. Die Organisation steht vor zentralen gesellschaftlichen Aufgaben, die in den kommenden Jahren besondere Aufmerksamkeit erfordern. Die Bekämpfung von Kinderarmut bleibt ein Schwerpunkt, ebenso wie die Stärkung der sozialen Infrastruktur in ländlichen Regionen. Die Digitalisierung der sozialen Arbeit gewinnt weiter an Bedeutung, während gleichzeitig der Fachkräftemangel in Pflege und Erziehung innovative Lösungen verlangt.

Die demografische Entwicklung stellt die Sozialsysteme vor wachsende Herausforderungen, die nachhaltige Konzepte für ein solidarisches Miteinander aller Generationen erfordern. Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit werden zunehmend als zusammenhängende Themen verstanden, die integrierte Ansätze brauchen. Die AWO wird sich auch weiterhin für den Erhalt und Ausbau des Sozialstaates einsetzen, besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten.

Diese Mitteilung basiert auf einer Pressemitteilung des AWO Bundesverband e. V.

Weiterführende Quellen:

Bild von Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Die Beiträge auf verbandsbuero.de entstehen in einem redaktionellen Netzwerk aus festangestellten und freien Redakteurinnen und Redakteuren mit langjähriger Erfahrung in Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Unser Team ist seit vielen Jahren eng in der Vereins- und Verbandswelt vernetzt und arbeitet kontinuierlich mit Organisationen, Verbänden und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Viele Inhalte werden gemeinschaftlich recherchiert, geschrieben und redaktionell überarbeitet. Dieses kollaborative Vorgehen stellt sicher, dass fachliche Tiefe, Praxisnähe und unterschiedliche Perspektiven in jeden Beitrag einfließen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Inhalte bewusst als Netzwerk-Arbeit und nicht immer unter dem Namen einzelner Autor:innen.

Die redaktionelle Verantwortung liegt beim Netzwerk von verbandsbuero.de. Alle Beiträge basieren auf fundierter Praxiserfahrung, aktuellem Fachwissen und einem klaren Fokus auf die Anforderungen von Vereinen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen.

Alle Beiträge