– Michael Groß und Kathrin Sonnenholzner als AWO-Präsidenten wiedergewählt
– Die Wahl erfolgte auf der Bundeskonferenz in Erfurt am 15. November 2025
– Die Amtszeit der Gewählten beträgt vier Jahre
AWO-Präsidium im Amt bestätigt
Auf der ordentlichen Bundeskonferenz der Arbeiterwohlfahrt in Erfurt haben die Delegierten am 15. November 2025 die Vorsitzenden des Präsidiums, Michael Groß und Kathrin Sonnenholzner, im Amt bestätigt. „Wiedergewählt wurden auch die stellvertretenden Vorsitzenden Britta Altenkamp, Rudi Frick, Gabriele Siebert-Paul und Stefan Wolfshörndl. Ebenfalls gewählt wurden die 13 Beisitzerinnen des Präsidiums.“* Die Bundeskonferenz als höchstes Beschlussgremium der AWO tagt alle vier Jahre – Stand: 15. November 2025*.
Die Organisation zählt zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege und wird bundesweit von über 300.000 Mitgliedern getragen. Hinzu kommen mehr als 72.000 ehrenamtlich engagierte Helfer*innen und rund 242.000 hauptamtliche Mitarbeiter*innen – alle Angaben Stand: 15. November 2025*.
Die folgenden Kapitel beleuchten die politischen Schwerpunkte und zukünftigen Herausforderungen der wiedergewählten Führungsspitze.
So ist die AWO organisiert: Präsidium, Quoten und Bundeskonferenz
Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) verfügt über eine satzungsgemäße Struktur, die die Legitimation sowie die Zusammensetzung ihrer Führungsgremien bestimmt. Diese Regelungen gewährleisten eine demokratische Willensbildung und streben eine paritätische Besetzung auf allen Ebenen der Verbandsorganisation an.
Aufbau des Präsidiums
Das Präsidium als zentrales Führungsgremium des AWO-Bundesverbands setzt sich nach der Satzung aus bis zu 19 Mitgliedern zusammen (Stand: Januar 2023)*. Darunter befinden sich zwei Vorsitzende unterschiedlichen Geschlechts sowie vier stellvertretende Vorsitzende.
Bindende Quoten und Delegiertenstruktur
Die Bundeskonferenz als höchstes Beschlussgremium der AWO tagt alle vier Jahre und setzt sich aus verschiedenen Delegiertengruppen zusammen: Mitgliedern des Präsidiums, Delegierten der Landes- und Bezirksverbände, Beauftragten der korporativen Mitglieder sowie Vertretungen des Bundesjugendwerks (Stand: Januar 2023)*. Die Anzahl der Delegierten richtet sich nach der Mitgliederstärke der jeweiligen Gliederungen.
Diese satzungsmäßigen Vorgaben schaffen den formalen Rahmen für demokratische Entscheidungsprozesse innerhalb des Wohlfahrtsverbands. Sie garantieren, dass Führungspositionen durch demokratische Wahl legitimiert werden und die gesellschaftliche Vielfalt in der Verbandsstruktur abbilden. Die im November 2025 erfolgten Wahlen auf der Bundeskonferenz in Erfurt basieren auf den organisatorischen Grundlagen des Verbands.
Institutionelle Bedeutung der AWO-Wahlen
Die Wiederwahl der AWO-Präsidenten Michael Groß und Kathrin Sonnenholzner im November 2025 steht in einer bedeutenden institutionellen Tradition. Die Arbeiterwohlfahrt zählt zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland und repräsentiert damit eine der tragenden Säulen des deutschen Sozialstaats*.
Die Führungsstruktur des Verbands hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt: Im Juni 2021 wurde erstmals eine Doppelspitze für das AWO-Präsidium gewählt; diese Führung verfolgt das Ziel, den Verband in herausfordernden Zeiten zu stärken (Stand: Juni 2021)*. Diese innovative Leitungsstruktur hat sich bewährt und wurde bei der Bundeskonferenz 2025 bestätigt.
Die Zusammensetzung der AWO-Bundeskonferenz folgt einem transparenten Verfahren: Die Delegiertenverteilung erfolgt regional proportional zur Mitgliederstärke der Landes- und Bezirksverbände. Konkrete Details zur Delegiertenverteilung werden traditionell in der Einladung zur Bundeskonferenz veröffentlicht (Stand: November 2025)*.
Die AWO in Zahlen (Stand: November 2025):
- Über 300.000 Mitglieder bundesweit*
- Mehr als 72.000 ehrenamtlich Engagierte*
- Rund 242.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter*
Diese beeindruckenden Zahlen unterstreichen die gesellschaftliche Relevanz der Arbeiterwohlfahrt und machen deutlich, warum die alle vier Jahre stattfindende Bundeskonferenz als höchstes Beschlussgremium eine so zentrale Rolle für die weitere Entwicklung des Verbands spielt.
Kontinuität in der Führung: Was sie für das Ehrenamt bedeutet
Die Bestätigung der AWO-Spitzenämter wirkt weit über den Verband hinaus. Als einer der sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege (Stand: 2025) trägt die Arbeiterwohlfahrt besondere Verantwortung für gesellschaftliche Kernbereiche. Die personelle Kontinuität an der Verbandsspitze beeinflusst direkt, wie verlässlich soziale Dienstleistungen organisiert werden und welche politischen Schwerpunkte gesetzt werden.
Mit mehr als 72.000 ehrenamtlich engagierten Helfer*innen und rund 242.000 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen bildet die AWO ein stabiles Fundament im deutschen Sozialsystem*. Die wiedergewählte Doppelspitze kann nun auf bestehenden Netzwerken und Kooperationen aufbauen – ein entscheidender Vorteil in Handlungsfeldern wie der Pflege, der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Migrationsberatung. Für die vielen Ehrenamtlichen vor Ort bedeutet die Kontinuität Planungssicherheit: Fortbildungsangebote, Versicherungsschutz und Einsatzstrukturen bleiben verlässlich, während laufende Projekte ohne Brüche weitergeführt werden können.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der paritätischen Besetzung der Führungsgremien. Die AWO-Satzung schreibt eine Geschlechterquote für alle Gremien des Bundesverbands fest*. Diese strukturelle Verankerung von Diversität stärkt die Glaubwürdigkeit des Verbands nach innen und außen und setzt ein Signal für die gesamte Wohlfahrtspflege.
Politisch nutzt die AWO ihre Stellung als Spitzenverband, um etwa auf die Situation in der Altenpflege, auf Fachkräftemangel oder soziale Ungleichheit aufmerksam zu machen. Eine unveränderte Führung ermöglicht hier langfristige Strategien und vertrauensvolle Gespräche mit Ministerien und Parlament. Kontinuität in der Verbandsspitze bedeutet damit auch Kontinuität in der Interessenvertretung – für diejenigen, die auf soziale Unterstützung angewiesen sind, und für jene, die sie ehrenamtlich oder hauptamtlich ermöglichen.
Die nächsten vier Jahre: Was die AWO jetzt bewegen will
Mit der Wiederwahl des Präsidiums beginnt für die Arbeiterwohlfahrt eine neue, vierjährige Amtsperiode. Die Organisation steht vor zentralen gesellschaftlichen Aufgaben, die in den kommenden Jahren besondere Aufmerksamkeit erfordern. Die Bekämpfung von Kinderarmut bleibt ein Schwerpunkt, ebenso wie die Stärkung der sozialen Infrastruktur in ländlichen Regionen. Die Digitalisierung der sozialen Arbeit gewinnt weiter an Bedeutung, während gleichzeitig der Fachkräftemangel in Pflege und Erziehung innovative Lösungen verlangt.
Die demografische Entwicklung stellt die Sozialsysteme vor wachsende Herausforderungen, die nachhaltige Konzepte für ein solidarisches Miteinander aller Generationen erfordern. Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit werden zunehmend als zusammenhängende Themen verstanden, die integrierte Ansätze brauchen. Die AWO wird sich auch weiterhin für den Erhalt und Ausbau des Sozialstaates einsetzen, besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten.
Diese Mitteilung basiert auf einer Pressemitteilung des AWO Bundesverband e. V.
Weiterführende Quellen:
- „Die Bundeskonferenz der AWO besteht aus Mitgliedern des Präsidiums, Delegierten der Landes- und Bezirksverbände, Beauftragten der korporativen Mitglieder sowie Vertretungen des Bundesjugendwerks; die Anzahl der Delegierten richtet sich nach der Mitgliederstärke, und Frauen müssen zu mindestens 50 % vertreten sein (Stand: Januar 2023).“ – Quelle: https://awo-rle.de/wp-content/uploads/2025/03/Bundesverband-Satzung-2023.pdf
- „Das Präsidium der AWO besteht aus bis zu 19 Mitgliedern, darunter zwei Vorsitzende unterschiedlichen Geschlechts, vier stellvertretende Vorsitzende und bis zu 13 weitere Mitglieder; Geschlechterparität wird durch Mindestquoten gesichert (Stand: Januar 2023).“ – Quelle: https://awo-rle.de/wp-content/uploads/2025/03/Bundesverband-Satzung-2023.pdf
- „Im Juni 2021 wurde erstmals eine Doppelspitze für das AWO-Präsidium gewählt; diese Führung verfolgt das Ziel, den Verband in herausfordernden Zeiten zu stärken.“ – Quelle: https://www.awo-saarland.de/awo-bundesverband-waehlt-erste-doppelspitze-und-beschliesst-politischen-kurs/
- „Die Zusammensetzung der AWO-Bundeskonferenz 2025 erfolgt regional proportional zur Mitgliederstärke der Landes- und Bezirksverbände; Details werden in der Einladung zur Bundeskonferenz veröffentlicht (Stand: November 2025).“ – Quelle: https://insuedthueringen.de/inhalt.wohlfahrtsverband-arbeiterwohlfahrt-laedt-in-erfurt-zur-bundeskonferenz.a1e553c8-fd96-44d3-a410-f3e2d064d3d6.html
- „Die AWO gehört zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland, die sich durch unterschiedliche konfessionelle Bindungen und Mitgliederstrukturen auszeichnen (Stand: 2025).“ – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Spitzenverbände_der_Freien_Wohlfahrtspflege
- „Die AWO wird bundesweit von über 300.000 Mitgliedern, mehr als 72.000 ehrenamtlich engagierten Helfer*innen und rund 242.000 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen getragen (Stand: November 2025).“ – Quelle: https://awo.org
16 Antworten
Die Arbeit der AWO ist beeindruckend! So viele ehrenamtliche Helfer sind ein großes Plus für unsere Gemeinschaften. Wie kann man mehr Menschen motivieren mitzumachen? Habt ihr Vorschläge?
Gute Frage! Vielleicht durch mehr Informationsveranstaltungen oder Workshops? Es wäre schön zu sehen, wie sich mehr Menschen engagieren.
‚AWO‘ ist echt wichtig für unsere Gesellschaft! Ich finde es gut, dass sie sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen wollen. Welche anderen Themen sollten eurer Meinung nach Priorität haben?
Ich finde es toll, dass die AWO eine Geschlechterquote hat. Das zeigt, dass sie Vielfalt fördern! Wie seht ihr das? Glaubt ihr, dass das auch in anderen Organisationen umgesetzt werden sollte?
Definitiv! Vielfalt bringt frische Ideen und Perspektiven. Ich denke auch, dass andere Organisationen viel davon lernen könnten.
Die AWO hat eine so wichtige Rolle in der Gesellschaft! Ich frage mich, wie sie den Fachkräftemangel lösen wollen? Die Situation in der Altenpflege muss dringend verbessert werden. Was denkt ihr darüber?
Das ist ein gutes Thema! Vielleicht sollten wir mehr Anreize für junge Leute schaffen, um in diesen Bereichen zu arbeiten? Was haltet ihr von solchen Vorschlägen?
Ich finde die Wiederwahl von Michael Groß und Kathrin Sonnenholzner super! Die AWO hat so viele Mitglieder und das zeigt, wie wichtig die Arbeit ist. Was denkt ihr über die zukünftigen Herausforderungen? Ich hoffe, dass die AWO weiterhin stark bleibt.
Ja, ich stimme zu! Es ist wichtig, dass die AWO bei der Bekämpfung von Kinderarmut aktiv bleibt. Habt ihr Ideen, wie wir das unterstützen können?
„Ich bin froh über die Kontinuität an der Spitze der AWO! Das gibt Stabilität. Welche politischen Schwerpunkte glaubt ihr werden gesetzt?
Die Wiederwahl ist eine gute Entscheidung! Ich frage mich nur, ob die AWO genug machen kann gegen den Fachkräftemangel in der Pflege. Was meint ihr dazu?
Das ist wirklich ein wichtiges Thema! Vielleicht sollten sie mehr mit Schulen zusammenarbeiten, um den Beruf attraktiver zu machen.
Das wäre eine gute Idee! Aber es braucht auch mehr Geld dafür. Woher soll das kommen?
Ich finde es toll, dass Michael Groß und Kathrin Sonnenholzner wiedergewählt wurden. Ihre Arbeit ist wichtig für die AWO und für die Gesellschaft. Was denkt ihr, wie wird sich die AWO in den nächsten vier Jahren entwickeln?
Ich hoffe, dass sie wirklich was bewegen können, besonders in der Kinderarmut! Das ist ein großes Thema für viele Familien.
Ja, das stimmt! Und ich denke auch, dass Digitalisierung wichtig ist. Wie denkt ihr darüber?