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Ausbildungsstopp in der Industrie: IG Metall warnt vor fatalen Folgen für Fachkräfte und Wettbewerbsfähigkeit

Die IG Metall warnt vor einem anhaltenden Ausbildungsstopp in der Industrie. Im Jahr 2025 wurden in industriellen Kernberufen nur noch 25.800 Ausbildungsverträge abgeschlossen – ein Rückgang von 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit sägen die Unternehmen laut Gewerkschafts-Vorstand Hans-Jürgen Urban „ideenlos am eigenen Ast“ und gefährden die Fachkräftesicherung für die Zukunft.

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Das Wichtigste in Kürze

  • 2025 sank die Zahl der Ausbildungsverträge in der Industrie um 9,1 Prozent auf 25.800.
  • Das Ausbildungsplatzangebot ging bundesweit um 4,6 Prozent zurück, trotz steigender Nachfrage.
  • 40.000 Jugendliche blieben 2025 ohne Ausbildungsplatz, was die Fachkräftesicherung gefährdet.
  • Wirtschaftliche Unsicherheit, Fachkräftewandel und hohe Kosten bremsen die Ausbildungsbereitschaft.
  • Die IG Metall warnt vor langfristigen Folgen für Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliche Stabilität.

* Unternehmen schlossen 2025 in industriellen Kernberufen 9,1 Prozent weniger Ausbildungsverträge ab.
* Die Zahl der Ausbildungsverträge sank im Vergleich zu 2019 um mehr als ein Fünftel.
* Bundesweit ging das Angebot an Ausbildungsstellen um 4,6 Prozent zurück, während die Nachfrage stieg.

IG Metall warnt vor Ausbildungsstopp: Industrie steckt in der Krise

Die Industrie in Deutschland baut massiv ihre Ausbildungsangebote ab. Laut der „IG Metall-Ausbildungsbilanz 2025“ sank die Zahl der Verträge in Kernbereichen auf 25.800 — ein Rückgang um 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein Minus von 21,7 Prozent im Vergleich zu 2019. Vor der Pandemie (2019) zählte die Gewerkschaft noch 32.900 Verträge. Besonders betroffen sind Branchen wie der Maschinenbau, die Metall- und Elektroindustrie sowie Fahrzeugbauer.

Hans-Jürgen Urban kritisierte: „Weiteres Abwarten auf dem Ausbildungsmarkt wäre fatal.“ Er betont, dass die Jugendlichen motiviert seien, die Industrie aber das eigene Niveau erneut unterbiete und damit am eigenen Nachwuchs säge. Trotz steigender Nachfrage nach dualer Ausbildung (plus 0,7 Prozent) sinkt das Angebot an Stellen um 4,6 Prozent. Aktuell sind 84.400 Jugendliche noch auf der Suche* — 40.000 bleiben unversorgt. Die Entwicklung droht, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu gefährden.

Dazu passt auch Ausbildungskrise verschärft sich: Weniger Betriebe bilden aus – 40.000 Jugendliche ohne Platz.

Ursachen und Hintergründe: Warum die Industrie weniger ausbildet

Die aktuelle Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt zeigt, dass deutsche Unternehmen zunehmend weniger Ausbildungsplätze anbieten. Im Jahr 2025 schloss die Industrie 9,1 Prozent weniger Verträge ab als im Vorjahr. Damit sank die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge auf 25.800*. Die Ursachen für diese Zurückhaltung sind vielfältig und lassen sich vor allem in ökonomischen, strukturellen sowie demografischen Faktoren verorten.

Unternehmen sehen sich aktuell mit wirtschaftlicher Unsicherheit, steigenden Kosten und organisatorischem Anpassungsbedarf konfrontiert. Diese Faktoren führen dazu, dass die Investition in Nachwuchs stärker hinterfragt wird. Viele Betriebe sprechen von einer hohen Belastung durch betriebliche Kosten und Personalmangel, was die Ausbildung zusätzlich erschwert. Zudem stehen Fachkräfte- und Strukturwandel im Mittelpunkt: Branchen wie Maschinenbau, Metall- und Elektroindustrie sowie die Fahrzeugzulieferung sind besonders betroffen. Hier fehlen oftmals die Ressourcen, um Ausbildungsplätze in gewohnter Qualität anzubieten und gleichzeitig den wirtschaftlichen Wandel zu bewältigen.

Typische Gründe für die Zurückhaltung bei der Ausbildung lassen sich in vier Punkten zusammenfassen:

  • Wirtschaftskrise und Unsicherheit, die die Investitionsbereitschaft drücken
  • Fachkräfte- und Strukturwandel, der die Anforderungen an Auszubildende verändert
  • Hohe betriebliche Kosten und Personalmangel, der die Kapazitäten einschränkt
  • Organisatorische Herausforderungen in der Personalplanung und Ausbildungsorganisation

Regionale Unterschiede sind hierbei zu beachten; in bestimmten Bundesländern oder Branchen kann die Entwicklung noch drastischer ausfallen. Für detaillierte Zahlen zur regionalen Verteilung und Branchenschwerpunkten verweisen wir auf Kapitel K03. Insgesamt zeigt sich jedoch, dass die Tendenz branchenübergreifend negativ ist. Insbesondere die Kernbranchen der Industrie, die für die wirtschaftliche Grundversorgung und Innovationskraft entscheidend sind, kämpfen mit den Folgen dieses Trends.

Der Rückgang an Ausbildungsstellen geht einher mit einem leichten Anstieg der jugendlichen Nachfrage nach dualer Berufsausbildung. Im Jahr 2025 suchten rund 84.400 Jugendliche noch einen Ausbildungsplatz, von denen etwa 40.000 keine Zusage erhielten*. Das zeigt, dass die Motivation bei Jugendlichen hoch ist, doch das Angebot der Unternehmen stark sinkt. Ohne Gegenmaßnahmen droht die Fachkräftelücke erheblich zu wachsen, was langfristig die wirtschaftliche Stabilität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt beeinträchtigen könnte.

Rückgang bei Ausbildungsverträgen 2025 – Zahlen und regionale Entwicklungen

Der Ausbildungsmarkt in Deutschland befindet sich im Jahr 2025 weiter im Sinkflug. Nach aktuellen Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und weiteren Quellen ist die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Für die einzelnen Regionen und Branchen ergeben sich deutliche Unterschiede, die auf einen insgesamt stagnierenden sowie schrumpfenden Angebotbereich hinweisen.

Auf Bundesebene wurden im Jahr 2025 insgesamt 476.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das sind 2 Prozent weniger (-10.300 Verträge) als im Jahr 2024, was eine Fortsetzung der trendhaften Abnahme darstellt. Besonders in den Branchen Industrie, Handel und Handwerk zeigte sich der Rückgang, wobei die Industrie die stärksten Verluste verzeichnete: Hier sank die Zahl der Verträge um 9,1 Prozent (Stand: BIBB-Analyse 2025). Vor sechs Jahren, im Jahr 2019, lag die Zahl der Verträge noch bei 32.900. Gegenüber diesem Wert bedeutet die aktuelle Zahl einen Rückgang um 21,7 Prozent (Stand: BIBB-Analyse 2025), was auf eine drastische Abnahme in industriebezogenen Berufsfeldern hindeutet.

Auch im Bereich der IT-Berufe ist die Entwicklung negativ: Die Anzahl der abgeschlossenen Verträge ging im Vergleich zu 2024 um 14,3 Prozent zurück. Handwerksberufe zeigen einen geringeren Rückgang von 3,0 Prozent.

National werden die Ausbildungsangebote ebenfalls weniger: Das Angebot an Ausbildungsplätzen sank um 4,6 Prozent auf insgesamt 530.300 Plätze. Das bedeutet einen Rückgang um 25.300 Plätze im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen ist das betriebliche Angebot, das um 5 Prozent auf 503.000 Plätze schrumpfte (Stand: BIBB 2025)*.

Die Nachfrage nach Ausbildungsstellen bleibt zwar leicht stabil: Die Zahl der Jugendlichen, die eine duale Berufsausbildung anstreben, stieg 2025 um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Regionale Unterschiede sind deutlich sichtbar. Im IHK-Bezirk Südhessen wurden im Jahr 2025 2.557 Verträge geschlossen, ein Rückgang um 1,9 Prozent. Besonders betroffen sind technische Berufe, bei denen der Rückgang bei 6,7 Prozent auf 867 Verträge liegt. Im Landkreis Groß-Gerau schrumpfte die Zahl der Verträge um 7,8 Prozent (Stand: 31.12.2025)*.

Als Vergleich bieten wir die folgende Tabelle einen schnellen Überblick über die relevanten Kennzahlen:

Region / Kennzahl Wert Einheit / Veränderung Quelle (inkl. Stand)
Baden-Württemberg 37.453 Neu abgeschlossene Verträge / -6,3 % (31.12.2025) Landtag Baden-Württemberg*
Bundesweit 476.000 Verträge / -2 % (2024 auf 2025) BIBB-Analyse 2025*
Gesamt Ausbildungsplätze 530.300 Angebot / -4,6 % (2024 auf 2025) BIBB 2025*
Südhessen (IHK) 2.557 Verträge Rückgang um 1,9 % (Stand: 31.12.2025) IHK Darmstadt*
Technische Berufe in Südhessen 867 Verträge -6,7 % (Stand: 31.12.2025) IHK Darmstadt*
Landkreis Groß-Gerau Verträge: minus 7,8 % (Stand: 31.12.2025) IHK Darmstadt*

Diese Daten zeigen deutlich, wie sich die Ausbildungsverträge und Plätze in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr verringern. Während die Nachfrage durch Jugendliche geringfügig wächst, reicht das Angebot weiterhin hinter den Bedarf zurück. Die Fachkräftesicherung bleibt eine zentrale Herausforderung, die nur durch stärkere Investitionen in die Ausbildung bewältigt werden kann.

Quellen:

  • Landtag Baden-Württemberg, 2025*
  • BIBB-Analyse 2025*
  • IHK Darmstadt, 2025*

    Auswirkungen der aktuellen Fachkräftesicherung auf Wirtschaft und Gesellschaft

Die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt zeigt deutliche Belastungen, die sowohl regionalen als auch branchenspezifischen Einfluss haben. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Kernbranchen der Industrie sank auf 25.800 (Stand: 31.12.2025)*. Diese Verschärfung des Fachkräftebedarfs, insbesondere im technischen Bereich, wird dadurch deutlich.

Neben dieser Abnahme zeigen die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), dass bundesweit die Nachfrage nach dualen Ausbildungsstellen 2025 nur moderat gestiegen ist. Das Angebot blieb jedoch hinter der Nachfrage zurück. Das bedeutet, dass mehr als 40.000 Jugendliche keinen Ausbildungsplatz erhalten konnten*.

Neben den Herausforderungen in den Branchen wirken sich die Trends auf die Berufschancen junger Menschen direkt aus. Ohne einen Ausbildungsabschluss steigt das Risiko, später in unsichere Beschäftigungsverhältnisse abzurutschen oder überhaupt keinen beruflichen Einstieg zu finden. Das wiederum wirkt sich auf die gesellschaftliche Stabilität aus, da Studien zeigen, dass rund 2,9 Millionen junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren keinen berufsqualifizierenden Abschluss besitzen. Dieses Defizit an Qualifikationen gefährdet die soziale Teilhabe und den sozialen Aufstieg.

Die Konfliktlinien zwischen Wirtschaft und gesellschaftlichem Gemeinwohl werden dabei offensichtlicher: Auf der einen Seite stehen die kurzfristigen Interessen der Arbeitgeber, Kosten zu senken, etwa durch geringere Ausbildungszahlen, um Margen zu sichern. Laut der DIHK-Umfrage 2025 planen mehr als ein Viertel der Unternehmen, Ausbildungsplätze zu reduzieren, wobei bei wirtschaftlich schwachen Betrieben sogar vier von zehn eine solche Entscheidung treffen. Diese Einsparungen sind oft eine Reaktion auf die aktuelle Wirtschaftskrise, jedoch riskiert die Branche damit, langfristig ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit zu untergraben.

Gleichzeitig betont die Gewerkschaft IG Metall, dass Ausbildung kein Kostenfaktor, sondern ein Zukunftsinvestment sei. Urban warnt vor einem „fatalen Trend“, der an den Bedürfnissen des Wandels vorbeigehe: „Unternehmen sind genau dort immer weniger ausbildungswillig, wo für den wirtschaftlichen Wandel dringend Fachkräfte-Nachwuchs gebraucht wird.“ Fehlende Ausbildungsanstrengungen in Schlüsselbranchen beschleunigen das Kompetenz- und Innovationsdefizit – mit nachhaltigen Folgen für wirtschaftliche Entwicklung und soziale Stabilität.

Langfristig betrachtet, ist die Fachkräftesicherung für den Wohlstand in Deutschland unverzichtbar. Ohne starke Ausbildung wird die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft erheblich leiden – dies wird bereits sichtbar in den rückläufigen Ausbildungszahlen. Im Gegenzug drohen soziale Schieflagen, wenn viele junge Menschen ohne passende Qualifikation bleiben, was die Gesellschaft insgesamt belastet. Hier besteht ein Handlungsdruck: Nur durch gezielte Maßnahmen wie eine gesetzliche Ausbildungsabgabe, bessere Berufsorientierung und Übergangsmanagement kann die Spirale aus Abbaumöglichkeiten und Fachkräftemangel gestoppt werden.

Die gesellschaftliche Relevanz ist unübersehbar. Die Zukunft der Wirtschaft hängt entscheidend vom Ausbau der beruflichen Ausbildung ab. Alternativen wie die Ignorierung dieser Entwicklung oder ein Weiter-wie-bisher-Warten gefährden die industrielle Wertschöpfung. Die Politik ist gefordert, passende Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Wandel aktiv zu gestalten und die Chancen für junge Menschen zu erhalten. Denn in der Investition in Fachkräfte liegt die Zukunftssicherung Deutschlands.

Zukunft sichern: Handlungsoptionen für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

Der Fachkräftemangel in der Berufsausbildung verschärft sich weiter. Besonders betroffen sind Branchen wie Maschinenbau, Metall- und Elektroindustrie sowie Fahrzeugbau. Diese Entwicklung gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands langfristig.

Um gegenzusteuern, sollten Politik und Verwaltung den Fokus auf koordinierte Übergangsmanagement-Modelle legen, etwa durch den Ausbau von Jugendberufsagenturen und eine bessere Berufsorientierung an Schulen, wie in vorherigen Kapiteln diskutiert. Für Unternehmen empfiehlt sich die Bildung von Ausbildungsverbünde sowie die Zusammenarbeit mit Berufsschulen, um das Angebot an Ausbildungsplätzen zu stabilisieren.

Jugendliche und Eltern können praktische Hinweise bei den regionalen IHKs oder im Bundesinstitut für Berufsbildung einholen. Die Unterstützung durch offizielle Angebote ist essenziell, um den Ausbildungsmarkt wieder auf Kurs zu bringen und junge Menschen zukunftssicher zu begleiten.*

Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung der IG Metall.

Weiterführende Quellen:

  • „In Baden-Württemberg sanken neu abgeschlossene Ausbildungsverträge bei IHKs 2025 um 6,3 Prozent auf 37.453 Verträge (Stand: 31.12.2025).“ – Quelle: https://www.landtag-bw.de/de/aktuelles/dpa-nachrichten/weniger-ausbildungsvertraege-wirtschaft-schlaegt-alarm-613746
  • „Bundesweit wurden 2025 insgesamt 476.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, 2 Prozent oder 10.300 weniger als 2024; in Industrie und Handel Rückgang um fast 5 Prozent (Stand: BIBB-Analyse 2025).“ – Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/fachkraeftemangel-viele-unternehmen-verzichten-auf-auszubildende/100182417.html
  • „Mehr als ein Viertel der Unternehmen planten 2025, Ausbildungsplätze zu reduzieren; bei wirtschaftlich schwachen Betrieben vier von zehn (Stand: DIHK-Umfrage 2025, 15.000 Unternehmen).“ – Quelle: https://www.dihk.de/dihk-de-legacy/themen-und-positionen/fachkraefte/aus-und-weiterbildung/ausbildung/ausbildungsumfrage-25/wirtschaftskrise-und-bewerberschwaeche-praegen-den-ausbildungsmarkt-134900
  • „Im IHK-Bezirk Südhessen wurden 2025 2.557 Ausbildungsverträge geschlossen, Rückgang um 1,9 Prozent; technische Berufe minus 6,7 Prozent auf 867 Verträge; im Landkreis Groß-Gerau minus 7,8 Prozent (Stand: 31.12.2025).“ – Quelle: https://www.ihk.de/darmstadt/servicemarken/news/presse/ausbildungsstatistik-6953000

Update: Warum das Thema wichtig bleibt

Der Rückgang bei Ausbildungsverträgen ist mehr als eine kurzfristige Branchenmeldung: Wenn in Industrie-Kernbereichen wie Maschinenbau, Metall- und Elektroindustrie sowie Fahrzeugbauer weniger ausgebildet wird, droht ein dauerhafteres Kompetenz- und Innovationsdefizit. Die Folge zeigt sich bereits in der Lücke zwischen Angebot und Nachfrage – rund 40.000 Jugendliche bleiben ohne Zusage.

Für betroffene Jugendliche und Familien wird damit die Ausbildungsplanung unsicherer. Für Wirtschaft und Gesellschaft steigt der Druck, denn fehlende Qualifikationen können den beruflichen Einstieg erschweren und langfristig soziale Teilhabe und Stabilität beeinträchtigen. Politik, Verwaltung und Organisationen müssen daher die Rahmenbedingungen verbessern, damit Ausbildung als Zukunftsinvestition wieder verlässlich statt als variable Kostenposition behandelt wird.

Was Leserinnen und Leser jetzt wissen sollten

Warum bekommen nicht mehr Jugendliche einen Ausbildungsplatz, obwohl die Nachfrage steigt?
Weil das Angebot an Stellen stärker sinkt als die Nachfrage wächst. Im Beitrag wird zudem beschrieben, dass gerade die Industrie weniger Verträge abschließt.

Welche Branchen sind besonders betroffen?
Vor allem Maschinenbau, Metall- und Elektroindustrie sowie Fahrzeugbauer. In diesen Bereichen sinkt das Ausbildungsangebot laut Beitrag besonders deutlich.

Was können Unternehmen tun, wenn sie weniger Ausbildungsstellen anbieten wollen?
Der Beitrag nennt als Ansatz Ausbildungsverbünde und die Zusammenarbeit mit Berufsschulen, um das Angebot zu stabilisieren.

An wen können sich Jugendliche und Eltern wenden, um Alternativen zu finden?
Eine passende Anlaufstelle können Fachstellen, Beratungsstellen oder zuständige Behörden sein. Genannt werden im Beitrag regionale IHKs und das Bundesinstitut für Berufsbildung.

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