Auftragseinbruch im Wohnungsbau: Deutsches Baugewerbe sieht Frühjahrsumfrage kritisch

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Wohnungsnot und steigende Mieten: Baugewerbe fordert weniger komplexe, nachhaltige und günstige Lösungen

Die schlechte Auftragslage im Baugewerbe hat auch im Frühjahr 2023 angehalten. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB). Insbesondere der Wohnungsbau stagniert: Lediglich 295.300 Wohnungen konnten 2022 fertiggestellt werden – eine verfehlte politische Zielgröße von 400.000 Wohneinheiten. Die Unternehmen erwarten auch für 2023 eine rückläufige Nachfrage nach Bauleistungen mit potenziell negativen Auswirkungen auf Investitionsabsichten und Beschäftigung.

Der ZDB-Präsident Reinhard Quast fordert deswegen mehr Augenmaß und Realismus von Seiten der Verantwortlichen und Entscheidungsträger. Bauunternehmen bräuchten weniger übertriebene und komplexe Auflagen und Vorschriften, um gute und kostengünstige Lösungen zu entwickeln. Statt hoher technischer Normen und Regeln sollten Bauherren, Architekten und Bauunternehmen die Möglichkeit erhalten, individuell abweichen zu können. Vor allem der Bestand, der rund 70% aller Wohngebäude in Deutschland ausmacht, sollten dabei im Blick bleiben.

Zudem sollten Neubau und Sanierung in einem ausgewogenen Verhältnis zu den Umwelt- und Klimazielen stehen: Der steigende Energie- und Ressourcenbedarf sollte nicht die Nachhaltigkeit beeinträchtigen oder unnötig Kosten verursachen. Nur so könnten Wohnungsnot und steigende Mieten effektiv bekämpft werden.

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Immerhin plant über die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen, den Beschäftigtenstand zu halten oder gar zu erhöhen, trotz schlechter Konjunkturaussichten. Insbesondere die Anzahl der Lehrlinge soll erhöht werden, was Quast als kluge Investition in die Zukunft bewertet.

Die Konjunkturumfrage des ZDB wurde von fast 1.500 Unternehmen im Frühjahr 2023 durchgeführt. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe ist seit über 100 Jahren die Interessenvertretung des deutschen Bauhandwerks.

Für weitere Informationen, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel Frühjahrsumfrage Deutsches Baugewerbe: Auftragseinbruch im Wohnungsbau verstärkt …
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Glossar

Begriff | Erklärung
——-|———-
ZDB | Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Konjunkturumfrage | regelmäßig durchgeführte Umfrage unter Bauunternehmen zur Einschätzung der aktuellen Lage und Perspektiven
Wohnungsbau | Bereich des Baugewerbes, der sich auf den Bau und die Sanierung von Wohngebäuden konzentriert
Investoren | Personen oder Unternehmen, die Geld in Bauprojekte investieren
Förderpolitik | staatliche Maßnahmen zur Unterstützung und Förderung bestimmter Bereiche, hier im Baugewerbe
Frühjahrsumfrage | Umfrage zum aktuellen Stand der Baukonjunktur im Frühjahr
Baufertigstellungszahlen | Anzahl der fertiggestellten Bauvorhaben, hier im Wohnbau
Konjunktureinschätzung | Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung im Baugewerbe
Kurzarbeit | vorübergehende Reduzierung der Arbeitszeit von Arbeitnehmern bei wirtschaftlichen Problemen des Arbeitgebers
Beschäftigungsabbau | Reduzierung der Anzahl der Beschäftigten durch das Unternehmen
Umsatzerwartungen | erwartete Umsätze für die kommenden Monate
Lehrlinge | Auszubildende im Baugewerbe
Architekten | Personen, die Entwürfe für Bauvorhaben anfertigen und planen
Planer | Personen, die planerische Aufgaben im Baugewerbe übernehmen, z.B. die Umsetzung von Entwürfen
Baukosten | Kosten für den Bau von Gebäuden
Energieeinsparpotenziale | Möglichkeiten zur Einsparung von Energie durch bauliche Maßnahmen
Bestandsgebäude | vorhandene Gebäude, die saniert werden sollen
Schallschutzanforderungen | Anforderungen an den Schallschutz von Gebäuden
CO2-Verbrauch | Menge an CO2-Emissionen, die bei der Herstellung und Nutzung von Gebäuden entsteht
Sanierung | Maßnahmen zur Renovierung und Modernisierung von Gebäuden, um sie auf den neuesten Stand der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit zu bringen

21 Antworten

  1. Also, ich finde es ja total übertrieben, dass das Baugewerbe die Frühjahrsumfrage so kritisch sieht. Was solls?

    1. Also ich finde es genau richtig, dass das Baugewerbe die Frühjahrsumfrage kritisch betrachtet. Es geht schließlich um ihre Branche und sie haben das Recht, Bedenken zu äußern. Nur so kann man Probleme erkennen und angehen.

  2. Also ich finde, dass der Rückgang im Wohnungsbau eigentlich eine gute Sache ist. Endlich weniger Betonwüsten!

  3. Was ist los mit dem deutschen Baugewerbe? Brauchen wir mehr Roboter oder was? #Auftragseinbruch #Frühjahrsumfrage

  4. Oh bitte, wie kann man so kurzsichtig sein? Wohnungen sind eine Grundbedürfnis und der Wohnungsbau ist entscheidend, um den Bedarf zu decken. Es gibt genug Menschen, die dringend eine bezahlbare Wohnung brauchen. Denk doch mal nach, bevor du solche Kommentare abgibst.

  5. Also ich finde, dass das Baugewerbe sich mal nicht so anstellen sollte. Es gibt doch genug andere Bauprojekte!

  6. Also ich finde, dass das Baugewerbe sich nicht so anstellen sollte. Es gibt doch bestimmt genug andere Aufträge.

    1. Ach komm, reiß dich mal zusammen! Die Baubranche hat genug Probleme, da braucht es keine ignoranten Kommentare von Leuten wie dir. Informier dich erstmal richtig, bevor du solchen Unsinn von dir gibst.

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Berlin, 12. April 2024 – In einem beispiellosen Schritt hat Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach hochrangige Vertreter aus dem Krankenhauswesen zu einem intensiven Austausch ins Bundesministerium für Gesundheit eingeladen, um gemeinsam an der dringend benötigten Krankenhausreform zu arbeiten. Eine besondere Rolle in diesen Gesprächen spielen Jessica Llerandi Pulido und Olaf Walter, die als Geschäftsführer führender evangelischer Krankenhäuser, ihre wertvollen Praxisperspektiven einbringen. In einer Zeit, in der deutsche Krankenhäuser durch wirtschaftliche Schwierigkeiten und externe Krisen wie Kriege und Inflation stark unter Druck stehen, fordert der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) in einer Stellungnahme umfassende Maßnahmen zur Sicherung einer bedarfsgerechten Versorgung und wirtschaftlichen Stabilität der stationären Einrichtungen.

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