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ASB fordert mehr Mittel für Bevölkerungsschutz & Ehrenamt

Kurz vor der entscheidenden Bundestagswahl im Jahr 2025 richtet der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) eindringliche Appelle an die Politik: Die Stärkung des Ehrenamts und der Selbstschutzfähigkeiten der Zivilbevölkerung stehen dabei im Fokus. Inmitten wachsender Herausforderungen durch extreme Wetterlagen und flächendeckende Stromausfälle fordert der ASB eine krisenfestere Ausrichtung des Landes sowie die Anerkennung des Rettungsdienstes als eigenständige medizinische Leistung. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung praktischer Fertigkeiten durch kostenfreie Erste-Hilfe-Kurse, um die Bürger auf Notlagen vorzubereiten. Erfahren Sie mehr über die bedeutenden Forderungen des ASB zur Bundestagswahl 2025.

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Bremen (VBR).

Inmitten einer politisch aufgeladenen Zeit, kurz vor der Bundestagswahl, erhebt der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) eindringlich seine Stimme. Der Verband drängt die Politik dazu, das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz zu stärken und die Selbstschutzfähigkeit der Zivilbevölkerung zu verbessern. Angesichts extremer Wetterereignisse und potenziell katastrophaler Stromausfälle fordert der ASB unverzüglich Maßnahmen, um Deutschland krisenfester zu machen.

Mit etwa 15.000 engagierten Freiwilligen arbeitet der ASB unermüdlich im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes. Seit 2020 werden bundesweit kostenfreie Ausbildungskurse in „Erster Hilfe mit Selbstschutzinhalten“ angeboten, um die Bevölkerung besser auf Notlagen vorzubereiten. Diese Kurse sind finanziell bis 2029 gesichert. Doch für Edith Wallmeier, Geschäftsführerin Bildung und Einsatzdienste des ASB-Bundesverbandes, reicht dies bei Weitem nicht aus: "Das ist zwar ein positives Signal, jedoch bräuchte es weit mehr als das derzeit vorgesehene Geld," betont sie. Die ambitionierte Zielsetzung sei es, vier Millionen Menschen zu schulen, damit sie im Krisenfall adäquat handeln können. (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).

Der Weg zur Verbesserung sieht nicht nur finanzielle Mittel vor, sondern auch strukturelle Reformen. Es gilt, Personengruppen zu erreichen, die aktiv am Hilfeleistungssystem teilnehmen können. Wallmeier erklärt: "Ohne einen starken Bevölkerungsschutz und die Unterstützung der Zivilgesellschaft wird es in Zukunft unmöglich sein, Schadenslagen zu bewältigen." (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).

Doch damit nicht genug: Der ASB plädiert für eine Gleichstellung von Ehrenamtlichen und kritisiert die bestehenden Unterschiede zwischen den öffentlich-rechtlichen Strukturen wie dem THW und anerkannten Hilfsorganisationen. Eine umfassende politische Freistellung der Helferinnen und Helfer müsse endlich umgesetzt werden.

Ein weiteres Anliegen betrifft den Rettungsdienst, dessen Rolle als elementare medizinische Leistung anerkannt werden sollte. Denn trotz seiner Bedeutung ist der Rettungsdienst im SGB V bisher lediglich als Teil der "Fahrkosten" abgebildet. Edith Wallmeier unterstreicht: "Dabei wird ignoriert, dass eine qualifizierte präklinische Versorgung von Notfallpatient:innen und der qualifizierte Krankentransport zuallererst eine medizinische Versorgungsleistung darstellt." (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).

Für die Gesellschaft und den Bereich des Bevölkerungsschutzes stellt die Positionierung des ASB einen Weckruf dar. Die aufgeforderten Veränderungen könnten die Resilienz Deutschlands maßgeblich erhöhen, insbesondere in Zeiten zunehmender Naturkatastrophen und unsicherer geopolitischer Entwicklungen.


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Herausforderungen und Perspektiven im Bevölkerungsschutz: Ein Blick in die Zukunft

Die aktuellen Forderungen des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) spiegeln eine anhaltende Diskussion wider, die sich um die Anpassung der Gesellschaft an steigende Risiken dreht. Extreme Wetterereignisse, wie sie durch den Klimawandel zunehmen, haben bereits jetzt signifikante Auswirkungen auf die Infrastruktur und den Alltag weltweit. In Deutschland rücken Ereignisse, wie die Überschwemmungen im Ahrtal 2021, ins Bewusstsein, die verdeutlichen, dass präventive Maßnahmen nicht nur sinnvoll, sondern dringend notwendig sind.

Im Hinblick auf internationale Erfahrungen zeigt sich, dass zahlreiche Länder bereits Maßnahmen ergriffen haben, um ihre Bevölkerung besser auf Katastrophen vorzubereiten. Japan beispielsweise hat umfassende Strategien entwickelt, um Erdbebenresilienz zu fördern, darunter regelmäßige Drills und umfangreiche Bildungsprogramme für die Bevölkerung. Solche Ansätze könnten auch in Deutschland als Modell dienen, wobei der Fokus auf Bildung und Selbstschutzaspekte entscheidend ist. Eine verstärkte Investition in Programme wie "Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten" könnte die Fähigkeit von Bürgern, vor Ort effektiv Verantwortung zu übernehmen, maßgeblich erhöhen und dabei helfen, Behörden und Rettungsdienste zu entlasten.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Stärkung des Ehrenamts, das einen unverzichtbaren Pfeiler im Bevölkerungsschutz darstellt. Historisch gesehen war dieser Bereich stets von einem beherzten bürgerlichen Engagement geprägt, doch es gibt immer noch strukturelle Barrieren, die Freiwillige behindern. Durch die Einführung klarerer Freistellungsregelungen könnte die Attraktivität des Ehrenamts gesteigert werden. Länder wie Österreich zeigen, dass die Förderung eines soliden Rechtssystems für ehrenamtliche Tätigkeiten den sozialen Zusammenhalt stärkt und die nationale Krisenbewältigung verbessert.

Der ASB fordert zudem, den Rettungsdienst als anerkannte medizinische Versorgungsleistung im SGB V zu etablieren. Dies wäre ein bedeutender Schritt, um sicherzustellen, dass Notfallmedizin sowohl qualitativ hochwertig als auch verfügbar bleibt. In anderen Ländern der Europäischen Union gibt es bereits Modelle, die den prähospitalen Notfalldienst als essenziellen Bestandteil des Gesundheitssystems anerkennen, was neue Standards der Patientenversorgung setzt und gleichzeitig kosteneffiziente Lösungen bietet.

Insgesamt wird deutlich, dass die Herausforderungen, vor denen der Bevölkerungsschutz steht, nicht isoliert gelöst werden können. Es bedarf einer koordinierten Anstrengung, um Strukturen und Initiativen langfristig zu verbessern, wobei sowohl Politik als auch Gesellschaft gefragt sind, ihre Prioritäten auf zukünftige Risiken auszurichten. Die Anpassung der politischen Maßnahmen an diese Realität wird nicht nur die Reaktionsfähigkeit in akuten Fällen erhöhen, sondern auch zur allgemeinen Sicherheit und Resilienz der Gesellschaft beitragen. Die Zeit zu handeln ist jetzt, und der Ansatz des ASB könnte als Initialzündung für weiterreichende Reformen dienen.


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