Appell: Rettet die systemrelevanten Tierheime!

Tierheime vor dem Kollaps retten!

Der Deutsche Tierschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein schlägt Alarm: Die Tierheime im Bundesland stehen kurz vor einem personellen und finanziellen Zusammenbruch. 21 der insgesamt 23 vertretenen Vereine betreiben Tierheime, die dringend benötigte Unterstützung für Fundtiere und von Behörden beschlagnahmte Tiere bereitstellen. Diese Dienste sind unverzichtbar, da die Kommunen selbst oft keine ausreichenden Kapazitäten haben.

Trotz der Einführung einer neuen Fundtierrichtlinie 2021 werden die erforderlichen Kosten nur unzureichend von den Kommunen gedeckt. Das Finanzloch wird derzeit durch Spendengelder gefüllt, was langfristig jedoch nicht haltbar ist. Steigende allgemeine Kosten seit dem Ukraine-Krieg und neue tierärztliche Gebühren seit Ende 2022 verschärfen die finanzielle Notlage. Zudem wächst die Zahl der aufgenommenen Tiere, insbesondere durch unerwünscht geborene Katzenkinder, rapide an.

Eine drohende Streichung der Fördergelder des Landes ab 2025 würde die ohnehin stark belasteten Tierheime weiter in Bedrängnis bringen. Dabei leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – ob ehrenamtlich oder hauptamtlich – jeden Tag aufs Neue essentielle Arbeit für unser Gemeinwohl.

Um die katastrophale Situation abzuwenden, fordert der Tierschutzbund vom Land Schleswig-Holstein:

  • Finanzielle Lücken bei den Kommunen sollen durch Landesmittel über einen kommunalen Finanzausgleich gedeckt werden
  • Die geplante Streichung der Tierheimförderung im Haushalt 2025 muss rückgängig gemacht werden
  • Eine landesweite Kastrationsverordnung mit Registrierungspflicht für Freigängerkatzen soll eingeführt werden

Die Zeit drängt: Nur mit rechtzeitiger politischer Hilfe können die Tierheime weiter bestehen und ihre entscheidende Rolle im Tierschutz erfüllen. Unterstützen Sie diese wichtige Petition und helfen Sie, das Staatsziel Tierschutz zu bewahren!

In einem Tierheim arbeiten mehrere Pflegerinnen und Tierärztinnen daran, Katzen, Hunde und Kleintiere zu versorgen und pflegen sie liebevoll täglich. Im Vordergrund hält eine Betreuerin einen Welpen, während andere fürs Team zusammenarbeiten

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Bremen (VBR). Tierheime vor dem Kollaps retten! Die dringende Petition des Deutschen Tierschutzbundes Landesverband Schleswig-Holstein ruft die Politik zu schnellem Handeln auf. Angesichts alarmierender finanzieller und personeller Engpässe in den Tierheimen von Schleswig-Holstein droht eine Infrastruktur zusammenzubrechen, die weit mehr ist als nur ein sicherer Hafen für Fundtiere – sie ist eine Lebensader der Gemeinden.

Der Landesverband vertritt 23 Tierschutzvereine, die unermüdlich daran arbeiten, streunende Tiere aufzunehmen und ihnen Schutz zu bieten. Dabei sind sie oft die erste Anlaufstelle, wenn Veterinärämter, Polizei oder Ordnungsämter Tiere in Obhut nehmen müssen. Obwohl diese ehrenvolle Aufgabe staatlichen Stellen enormen Aufwand abnimmt, stockt es an einer entscheidenden Stelle: Der fairen Bezahlung durch die Kommunen.

Seit Jahren erhalten die Tierheime nicht genügend Mittel, um ihre wichtigen Dienstleistungen voll zu finanzieren. Das 2021 eingeführte Regelwerk zur Fundtierbetreuung hat wenig Verbesserung gebracht. Die Kommunen berufen sich auf ihre angespannte Finanzlage und bezahlen häufig nur einen Bruchteil der realen Kosten. Diese Lücke wird bisher durch Spenden geschlossen – Gelder, die dann an anderer Stelle fehlen.

Die Situation spitzt sich weiter zu. Steigende Lebenshaltungskosten durch den Ukraine-Krieg und erhöhte Tierarztkosten stellen die Einrichtungen vor neue Herausforderungen. Hinzu kommt ein Anstieg an hilfsbedürftigen Tieren, insbesondere aufgrund nicht kastrierter Freigänger-Katzen, deren Nachwuchs die Einrichtungen überschwemmt.

Ein drohendes Ausbleiben von Fördergeldern im Jahr 2025 verschärft die Bedrohung. Ohne finanzielle Unterstützung stehen Einschränkungen des Betriebs bevor, die nicht nur für die Tiere, sondern auch für die öffentliche Sicherheit gravierende Folgen hätten.

Der Verband fordert klare Maßnahmen: Ein landesweiter Finanzausgleich soll Fehlbeträge aus kommunalen Budgets ausgleichen, die vollständige Streichung der Tierheimförderung muss rückgängig gemacht werden, und eine verbindliche Kastrationspflicht für Freigängerkatzen sollte eingeführt werden.

Das Verbandsbüro zeigt volle Unterstützung für diese Forderungen. Ehrenamtliches Engagement und Vereinsarbeit sind Werte, die das Gemeinwohl stützen. Die Gesundheitsbelastung für das hart arbeitende Personal in den Tierheimen kann nicht länger ignoriert werden. Es ist an der Zeit, dass die Politik handelt. Unterstützen Sie die Initiative und helfen Sie dabei, eine grundlegende Säule unserer Gesellschaft zu bewahren – den Tierschutz.

Hier geht es zur Petition auf www.openpetition.de

Tierheime vor dem Kollaps retten!

6 Kommentare

  1. Ich frage mich auch, warum die Gemeinden nicht mehr Verantwortung übernehmen… Schließlich sind Tierheime auch für unsere Gesellschaft wichtig! Wer hat schon mal bei solch einer Petition mitgemacht? Bringt das was?

    1. @Magdalene50, ich habe einmal bei einer ähnlichen Petition unterschrieben und es hat tatsächlich Druck aufgebaut! Aber wir brauchen mehr öffentliche Unterstützung dafür.

  2. Die Lage der Tierheim ist wirklich besorgniserregend 🙁 Warum wird das Thema von den Politiker so wenig priorisiert? Gibt es irgendwelche Beispiele von anderen Ländern, wo das besser läuft?

  3. Oh wow, das is ja echt schlimm mit den Tierheime. Die machen so viel für die Tiere und kriegen kaum Kohle dafür. Muss die Politik nich mal endlich handeln? So geht das doch nich weiter! Was denkt ihr?

    1. Eckehard, ja absolut! Ich hab gehört, dass die Ehrenamtliche oft sogar eigenes Geld reinstecken müssen. Vielleicht sollten mehr Leute darüber Bescheid wissen und was tun.

    2. Genau, Baur! Und wenn man überlegt, wie wichtig der Tierschutz für uns alle ist… Es sollte eine Priorität sein. Das muss in die Köpfe der Politiker rein.

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