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Apothekenreform schwächt Patientensicherheit und Arzneimitteltherapie

Berlin (ots) – Der kürzlich vorgelegte Referentenentwurf zur Apothekenreform im Bundesgesundheitsministerium sorgt für heftige Diskussionen. Dr. Kai Joachimsen, Hauptgeschäftsführer des BPI Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie, warnt eindringlich vor erheblichen Risiken für die Arzneimitteltherapie und Patientensicherheit. Die geplanten Maßnahmen könnten nicht nur das bewährte Modell der inhabergeführten Apotheke untergraben, sondern auch die flächendeckende Gesundheitsversorgung gefährden. Lesern wird ein tiefgehender Einblick in die möglichen Folgen der Reform sowie die kritische Position des BPI geboten.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Berlin (ots) – Heute steht das Bundesgesundheitsministerium unter kritischer Beobachtung. Der aktuelle Referentenentwurf für ein neues Apothekenreformgesetz sorgt bereits im Vorfeld der Anhörung für heftige Debatten. Dr. Kai Joachimsen, Hauptgeschäftsführer des BPI (Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie), äußerte scharfe Kritik an den geplanten Veränderungen und warnte vor erheblichen Risiken für die Arzneimitteltherapie und Patientensicherheit.

Joachimsen hebt hervor: “Wenn die Pläne so umgesetzt werden, riskiert man eine deutliche Verschlechterung in der Arzneimitteltherapie und der Patientensicherheit, mit absehbaren Folgekosten für die Sozialsysteme.” Denn Arzneimittel seien keine einfachen Konsumgüter, sondern erfordern meist eine persönliche Beratung in den Apotheken. Eine „Apotheke light“, wie sie durch die Reform entstehen könnte, bedeute gleichzeitig eine „Arzneimittelversorgung light“ – und das sei unverantwortlich gegenüber den Patientinnen und Patienten.

Der Entwurf verfolgt eigentlich das Ziel, ein flächendeckendes Apothekennetz mit persönlicher Beratung vor Ort zu sichern. Doch die Maßnahmen, die dieses Ziel erreichen sollen, stehen nach Ansicht des BPI in starkem Widerspruch zu diesem Anspruch. Die geplante Einführung von Fremdbesitz an Apotheken und die Erlaubnis von Betriebsstätten ohne anwesende Apotheker könnten das etablierte Modell der inhabergeführten Apotheken zerstören.

“Durch größere Zentralisierungen und Fernberatungen wird die lokale Verfügbarkeit und persönliche Beratung durch den Apotheker reduziert”, erklärt Joachimsen. Dieser Wandel hin zu einem fragmentierten und unpersönlicheren Versorgungssystem könnte die Kontrolle über die Arzneimittelsicherheit verringern und damit negative Folgen für die Gesundheitsversorgung haben.

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Ein besonders umstrittenes Element des Gesetzesentwurfs ist die Einführung von Abgabeautomaten für Arzneimittel. Laut Joachimsen könnte dieser Schritt zur Trivialisierung der Medikamente führen und damit sowohl die individuelle Sicherheit der Patienten als auch den Gesundheitsschutz insgesamt gefährden. Telepharmazeutische Angebote können seiner Meinung nach den Wegfall der persönlichen Beratung nicht kompensieren. Sie seien nur ein Notbehelf, der genutzt werde, wenn der Bedarf vom Patienten oder dessen Angehörigen erkannt wird – ein entscheidender Nachteil gegenüber der proaktiven und individuellen Beratung vor Ort.

Auch wirtschaftlich sieht Joachimsen Probleme auf die Apotheken zukommen. Der Gesetzesentwurf plane lediglich eine Umverteilung der Vergütung und Einsparungen durch geringere Qualitätsanforderungen. Dies trage weder zur finanzielle Stabilität der Apotheken bei noch würdige es den besonderen Wert von Arzneimitteln.

Einen positiven Aspekt im Entwurf erkennt Joachimsen jedoch: Die geplante Steigerung der Impfquoten. Doch selbst dies verlange nach seiner Meinung nach vollwertigen Apotheken vor Ort zur Umsetzung. “Stattdessen soll es in Zukunft in Richtung fremdfinanzierte Apothekenketten mit einem großen Versandhandelsanteil gehen. Das lehnen wir entschieden ab”, betont Joachimsen abschließend.

Die Diskussionen um den Entwurf zeigen deutlich, dass die Anforderungen an ein zukunftsfähiges Apothekensystem ein sensibles Thema sind. Die Entscheidungsträger müssen sorgfältig abwägen, wie die Arzneimittelversorgung weiterhin hochwertig, sicher und persönlich bleiben kann, ohne das bewährte System zu destabilisieren.

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Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Apothekenreformpläne entwerten Arzneimittel | Presseportal

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Zitierte Personen und Organisationen

  • BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie
  • Dr. Kai Joachimsen (BPI-Hauptgeschäftsführer)
  • Bundesgesundheitsministerium
  • Andreas Aumann (Pressesprecher)

Meldung einfach erklärt

Sicher, ich werde den Beitrag in einfache Sprache umformulieren und dabei Fragen nutzen, um das Verständnis zu fördern.

  • Wann wurde der Beitrag verfasst?
    Der Beitrag wurde am 25. Juni 2024 um 11:27 Uhr veröffentlicht.

  • Wer hat den Beitrag verfasst?
    Der Beitrag stammt vom BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie.

  • Worum geht es im Beitrag?
    Es geht um die geplante Apothekenreform in Deutschland und deren mögliche Folgen.

Worum geht es bei der Apothekenreform?

  • Das Bundesgesundheitsministerium plant ein neues Gesetz für Apotheken.
  • Dieses Gesetz will sicherstellen, dass es in ganz Deutschland Apotheken mit persönlicher Beratung gibt.

Was sagt Dr. Kai Joachimsen vom BPI dazu?

  • Er meint, dass die Pläne die Qualität der Arzneimitteltherapie verschlechtern können.
  • Ohne persönliche Beratung könnten Fehler passieren, was hohe Kosten für das Gesundheitssystem verursachen würde.
  • Eine Apotheke ist mehr als nur ein Geschäft. Sie stellt sicher, dass Menschen kompetente Beratung zu ihren Medikamenten bekommen.

Was sind die Probleme mit dem neuen Gesetz laut Dr. Joachimsen?

  • Das Gesetz erlaubt, dass auch Nicht-Apotheker Apotheken besitzen können.
  • Es könnte Apotheken geben, in denen kein Apotheker ständig anwesend ist.
  • Die heutigen inhabergeführten Apotheken würden weniger wichtig werden.
  • Dadurch könnten große Ketten entstehen, und es gäbe weniger Arbeitsplätze vor Ort.
  • Medikamente könnten über große Zentralen verteilt werden, und die persönliche Beratung würde leiden.
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Kann Teleberatung die Probleme lösen?

  • Teleberatung ersetzt nicht die persönliche Beratung vor Ort.
  • Automatische Verkaufssysteme könnten eingeführt werden, wodurch die Bedeutung von Apotheken sinkt.
  • Dies kann die Sicherheit der Patienten gefährden.

Gibt es positive Aspekte des neuen Gesetzes?

  • Ein Teil des Gesetzes will die Impfquoten erhöhen, was gut ist.
  • Doch selbst dafür braucht man die vollwertige Apotheke vor Ort.

Wie wirkt sich das Gesetz auf die finanzielle Situation der Apotheken aus?

  • Es wird nur eine Umverteilung der Vergütungen geplant, keine wirkliche Verbesserung.
  • Qualitative Anforderungen sollen gesenkt werden, um Kosten zu sparen.
  • Die Unterfinanzierung der Apotheken bleibt bestehen.

Was ist die Meinung des BPI zur Reform insgesamt?

  • Der BPI lehnt die reformierten fremdfinanzierten Apothekenketten ab.
  • Sie befürworten stattdessen eine Stärkung der traditionellen Apotheken mit persönlicher Beratung.

Wer ist der Ansprechpartner für Fragen?

  • Andreas Aumann ist der Pressesprecher und kann unter Tel. 030 27909-123 oder presse@bpi.de erreicht werden.

Original-Inhalt stammt vom BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, übermittelt durch news aktuell.

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