Apotheken fordern mehr digitale Hilfe bei Medikationsberatung

Digitale Revolution in Apotheken: Mehr Effizienz durch elektronische Patientenakte ab 2025

Meran (ots) – Deutschlands Apotheken sind auf dem Weg der Digitalisierung bereits gut vorangekommen, insbesondere im Bereich der Warenwirtschaft. Doch auch bei der wichtigen Medikationsberatung gibt es noch Verbesserungsbedarf. Professorin Dr. Hanna Seidling vom Universitätsklinikum Heidelberg hob beim Fortbildungskongress pharmacon die Notwendigkeit weiterer digitaler Unterstützung hervor. Vor allem die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) ab Januar 2025 soll erhebliche Erleichterungen bringen und den Zeitaufwand für die Erfassung von Medikamenten signifikant reduzieren. "Die Digitalisierung bietet große Chancen, auch wenn Herausforderungen wie die Alertlast und die Überforderung der Patientinnen und Patienten bestehen bleiben", betonte Seidling.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR).

In einer zunehmend digitalisierten Welt sind auch Apotheken schon heute in vielen Bereichen modern aufgestellt. Besonders im Bereich der Warenwirtschaft nutzen sie zahlreiche digitale Werkzeuge. Doch Professorin Dr. Hanna Seidling vom Universitätsklinikum Heidelberg betont, dass Apothekerinnen und Apotheker auch bei der sensiblen Medikationsberatung mehr digitale Unterstützung brauchen, um ihre Arbeit zu erleichtern. Auf dem Fortbildungskongress pharmacon zeichnete sie ein klares Bild davon, wie Digitalisierung hier helfen kann.

Ein zentrales Element der Medikationsberatung ist die akkurate Erfassung aller Medikamente. Dies stellt nicht nur eine hohe Anforderung an Präzision und Zeit dar, sondern könnte künftig durch die elektronische Patientenakte (ePA) erheblich vereinfacht werden. Seidling hob hervor, dass ab Januar 2025 die ePA automatisch mit Daten aus verordneten und abgegebenen E-Rezepten gefüllt wird, sofern Patientinnen und Patienten nicht widersprechen. Diese Digitalisierung könnte einen Medikationsplan erstellen, der Ärzten und Apothekern viel Zeit spart. "Durchschnittlich dauert es 32 Minuten, bis in der Anamnese alle Medikamente erfasst worden sind. Die ePA könnte diesen Prozess entscheidend verkürzen", sagte Seidling optimistisch.

Doch die reine Erfassung ist erst der Anfang. Herzstück jeder Medikationsberatung ist die Analyse der gesamten Medikation, um etwaige Wechselwirkungen oder Anwendungsfehler zu erkennen. Obwohl bereits verschiedene elektronische Systeme zur Entdeckung von Risiken eingesetzt werden, zeigt Seidling auf, dass die Vielzahl an Warnmeldungen neue Herausforderungen bringt. Sie plädiert für den Einsatz von Algorithmen oder gar Künstlicher Intelligenz (KI), um die Flut an Alerts zu filtern. Trotz technischer Fortschritte bleibt die menschliche Komponente der Beratung jedoch unersetzlich: "Ob ein potentielles Problem relevant ist, können weiterhin nur Apothekerinnen und Apotheker im Austausch mit Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzten bewerten", betonte Seidling.

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Allerdings birgt die digitale Welt für Patienten neben Chancen auch Risiken. Seidling warnte eindrücklich vor einer möglichen Überforderung im Umgang mit neuen Informationsquellen. Oftmals sei unklar, welche Quellen von KI-gestützten Systemen genutzt werden, was besonders bei gesundheitsbezogenen Informationen gefährlich sein könne. Hier sehen Apothekerinnen und Apotheker eine Chance zur Aufklärung und zum Abbau von Wissensdefiziten. Häufig kennen Patienten qualitätsgesicherte Gesundheitsinformationen nicht und greifen stattdessen auf z.B. Wikipedia zurück – eine Situation, die dringend verbessert werden muss.

Apotheker stehen somit vor der Herausforderung, nicht nur ihre Expertise effizienter durch digitale Mittel einzusetzen, sondern auch die zunehmend informierte, aber oft auch falsch informierte Patientenschaft besser zu führen. Der digitale Wandel eröffnet großartige Möglichkeiten, verlangt jedoch Feinjustierungen und kontinuierliche Bildung sowohl für Fachpersonal als auch für die Öffentlichkeit.

Für weitergehende Informationen besuchen Sie bitte www.abda.de oder kontaktieren Sie Benjamin Rohrer, Pressesprecher (030 40004-131, b.rohrer@abda.de) sowie Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin (030 4000 4134, u.sellerberg@abda.de).

Originalquelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände, übermittelt durch news aktuell.

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Apotheken wollen digitale Unterstützung bei der Medikationsberatung

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Meldung einfach erklärt

Hier ist der Beitrag in einfacher Sprache und in Form von Aufzählungen:

  • Am 30.05.2024 um 09:21 veröffentlichte die ABDA Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände eine Meldung.
  • In Meran fand der Fortbildungskongress pharmacon statt.
  • Professorin Dr. Hanna Seidling sprach über die Digitalisierung in Apotheken.
  • Heute sind Apotheken schon in vielen Bereichen digital gut ausgestattet, zum Beispiel bei der Warenwirtschaft.

Was ist das Ziel der Digitalisierung in der Medikationsberatung?

  • Apothekerinnen und Apotheker benötigen digitale Unterstützung in der Medikationsberatung.
  • Diese Unterstützung soll die Arbeitsprozesse erleichtern.

Was sagte Professorin Seidling beim Kongress?

  • Sie erklärte am Beispiel der Medikationsberatung, wie die Digitalisierung helfen kann.
  • Ein wichtiger Teil der Medikationsberatung ist die Erfassung aller Medikamente, die ein Patient nimmt.

Wie kann die elektronische Patientenakte (ePA) helfen?

  • Ab Januar 2025 sollen alle ePAs automatisch mit Daten aus verordneten und abgegebenen E-Rezepten gefüllt werden, wenn der Patient nicht widerspricht.
  • Diese Daten schaffen eine gute Grundlage für einen Medikationsplan.
  • Ärzte und Apotheker können diesen Plan ab Juli 2025 nutzen, um damit zu arbeiten.

Welche Vorteile hat die Digitalisierung für Apotheken?

  • Die Zeit für die Erfassung aller Medikamente wird kürzer.
  • Durchschnittlich dauert es derzeit 32 Minuten, alle Medikamente im Gespräch mit dem Patienten zu erfassen.
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Welche Herausforderungen gibt es bei der Nutzung digitaler Systeme?

  • Es gibt bereits verschiedene elektronische Systeme, um Risiken in der Medikation zu erkennen.
  • Das Problem ist die Vielzahl an Warnungen, die diese Systeme ausgeben.

Wie kann künstliche Intelligenz (KI) helfen?

  • KI oder spezielle Algorithmen könnten helfen, die Anzahl der Warnmeldungen zu reduzieren.
  • Trotzdem bleibt es wichtig, dass Apothekerinnen und Apotheker im Austausch mit den Patienten und Ärzten entscheiden, ob ein potenzielles Problem wirklich relevant ist.

Gibt es Risiken bei der Nutzung neuer Informationsquellen?

  • Ja, Patienten könnten überfordert sein durch die vielen neuen Informationsquellen.
  • Oft ist unklar, welche Quellen die KI genutzt hat, was gefährlich sein kann.
  • Patienten kennen oft nur Webseiten wie Wikipedia oder Suchmaschinen.

Wie können Apotheker dabei helfen?

  • Apotheker können Patienten über qualitätsgesicherte Gesundheitsinformationen aufklären.
  • Das ist wichtig, weil viele Patienten diese seriösen Informationsquellen noch weniger kennen.

Mehr Infos finden Sie unter www.abda.de

Wen kann man bei Fragen kontaktieren?

  • Benjamin Rohrer, Pressesprecher, Telefon: 030 40004-131, Email: b.rohrer@abda.de
  • Dr. Ursula Sellerberg, Stellvertretende Pressesprecherin, Telefon: 030 4000 4134, Email: u.sellerberg@abda.de

Woher stammt der Original-Inhalt?

  • Von der ABDA Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, übermittelt durch news aktuell.

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