Antikollisionssysteme für Vögel: Möglichkeiten und Grenzen / Fazit der…

Faszinierende Zahlen sprechen für sich: Der Artenschutz muss beim Ausbau der Windenergie eine zentrale Rolle spielen. Doch wie gelingt es, Vogelschutz und Windenergie miteinander zu vereinbaren? Experten trafen sich auf Einladung des LBV, des KNE und des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, um Antworten auf diese Frage zu finden. Dabei wurden auch Antikollisionssysteme für Vögel diskutiert, wie sie eingesetzt werden können und welche Rolle Bayern dabei spielt. Die Ergebnisse sind vielversprechend und könnten den Weg für einen artenschutzkonformen Windkraftausbau ebnen. Lesen Sie hier mehr!

Bremen (VBR). Der Artenschutz spielt eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung von Windenergieprojekten. Um die ehrgeizigen Ausbauziele der Energiewende zu erreichen, müssen Windenergie und Artenschutz miteinander vereinbar sein. Aus diesem Grund hat der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz), in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) und dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi), eine Tagung veranstaltet. Expertinnen und Experten haben sich dort mit der Frage beschäftigt, wie Antikollisionssysteme (AKS) für Vögel eingesetzt werden können, um Konflikte mit dem Artenschutz zu vermeiden. Zudem wurden die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von AKS diskutiert sowie besondere Aspekte bei ihrem Einsatz in Bayern berücksichtigt.

Der Vorsitzende des LBV, Dr. Norbert Schäffer, betonte die Bedeutung einer sorgfältigen Standortwahl auf Basis solider Daten, um das Gefährdungsrisiko für betroffene Vogelarten zu minimieren. Er forderte, dass AKS schnell weiterentwickelt und wissenschaftlich getestet werden müssen, um an anspruchsvollen Standorten zum Schutz von Brut- und Zugvögeln eingesetzt werden zu können.

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Auch die stellvertretende Direktorin des KNE, Dr. Elke Bruns, erklärte, dass Antikollisionssysteme das Potenzial haben, Vogelkollisionen effektiv zu verhindern, jedoch derzeit noch sehr kostspielig sind. Besonders an ertragsschwachen Standorten mit geringem Gütefaktor gibt es begrenzte Möglichkeiten für den Einsatz solcher Systeme. Bayern ist von dieser Problematik betroffen, da die Kosten für die Investitionskosten ein Preissignal für die Hersteller darstellen. Es wäre wünschenswert, wenn die Kosten für bereits anerkannte Systeme sowie für neue und in der Erprobung befindliche Systeme so entwickelt werden, dass auch ertragsschwache Standorte und Regionen davon profitieren können.

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger betonte die Notwendigkeit, den Ausbau der Windkraft zu beschleunigen und naturschutzverträgliche Lösungen zu finden. Er zeigte sich optimistisch über die ersten Forschungsergebnisse aus Fuchstal zu Antikollisionssystemen für Vögel und betonte, dass solche Systeme den Handlungsspielraum erweitern und einen Windkraftausbau im Einklang mit dem Artenschutz ermöglichen können.

Die Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes hat Antikollisionssysteme als mögliche Schutzmaßnahme festgelegt, um das Kollisionsrisiko von Vögeln mit Windenergieanlagen zu verringern. Bisher gilt ein bestimmtes System als wirksam für den Schutz des Rotmilans, jedoch können weitere Kollisionsschutzsysteme und Arten hinzukommen. Der Einsatz von Antikollisionssystemen wird jedoch auch durch wirtschaftliche Zumutbarkeit beeinflusst, was die Auswahl der Maßnahmen insbesondere an weniger profitablen Standorten in Bayern beeinflusst. Mit weiterer Validierung der Forschungsergebnisse bezüglich der Wirksamkeit neuer Systeme, der Standortauswahl und der Minimierung von Ertragsverlusten haben Antikollisionssysteme jedoch das Potenzial, eine hochwirksame Schutzmaßnahme, insbesondere für schwierige Standorte, bereitzustellen und diese artenschutzkonform für die Windenergie zu erschließen.

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Der LBV – Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e. V. – ist der älteste Naturschutzverband in Bayern und hat über 115.000 Unterstützerinnen und Unterstützer. Der LBV setzt sich durch fachlich fundierte Natur- und Artenschutzprojekte sowie Umweltbildungsmaßnahmen für den Erhalt einer vielfältigen Natur und Vogelwelt im Freistaat ein.

Das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) unterstützt als unabhängige Einrichtung eine naturverträgliche Energiewende. Es trägt zur Versachlichung von Debatten über den Naturschutz in der Energiewende bei und hilft, Konflikte mit dem Natur-, Arten- und Landschaftsschutz zu vermeiden. Das KNE vermittelt auf Anfrage professionelle Mediatorinnen und Mediatoren, um Konflikte zu klären oder präventiv zu handeln.

Insgesamt ist festzuhalten, dass der Einsatz von Antikollisionssystemen eine vielversprechende Möglichkeit bietet, den Artenschutz bei Windenergieprojekten zu gewährleisten. Durch die Weiterentwicklung und preisliche Attraktivität solcher Systeme können ertragsschwache Standorte für den Windkraftausbau nutzbar gemacht werden. Diese Ergebnisse sind ein wichtiger Schritt zur Erreichung der Ausbauziele der Energiewende und dem gleichzeitigen Schutz der Vogelwelt.

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22 Antworten

    1. Oh ja, weil es natürlich so einfach ist, Vögeln beizubringen, Autos auszuweichen. Vielleicht sollten wir auch den Fischen beibringen, nicht ins Netz zu schwimmen und den Bären, sich vor Gewehrkugeln zu ducken. Genau, keine extra Systeme nötig!

  1. Dieses Vogel-Antikollisionssystem ist doch nur eine Verschwendung von Steuergeldern. Einfach lächerlich!

    1. Ach ja, weil die Natur ja auch so perfekt ist! Lass mich raten, du gehst auch ohne Regenschirm raus, weil die Natur den Regen schon regelt? Ein bisschen Technologie kann uns helfen, die Kollisionen zu verringern.

    1. Also ich finde, dass es ziemlich ignorant ist, zu denken, dass Vögel einfach so aufpassen sollten. Sie sind keine Maschinen und haben genauso das Recht auf Sicherheit wie wir Menschen. Ein Antikollisionssystem könnte viele unnötige Vogelkollisionen verhindern.

  2. Ich finde es total übertrieben, Vögel vor Kollisionen zu schützen. Lass die Natur einfach Natur sein!

    1. Das ist eine kurzsichtige und ignorant Haltung. Indem wir Vögel vor Kollisionen schützen, bewahren wir nicht nur ihre Lebensräume, sondern auch die biologische Vielfalt. Es ist unsere Verantwortung, die Natur zu schützen und nicht einfach alles dem Zufall zu überlassen.

  3. Ich finde diese Antikollisionssysteme für Vögel total überbewertet. Vögel sollten einfach besser aufpassen!

    1. Oh bitte, als ob Vögel die Verantwortung hätten, sich vor Autos zu schützen! Es ist unsere Pflicht, Technologien zu entwickeln, die unsere Umwelt schützen. Stell dir vor, du wärst ein Vogel. Würdest du es nicht auch begrüßen, wenn man dich vor potenziellen Gefahren bewahrt?

  4. Also ich finde dieses ganze Antikollisionssystem für Vögel total übertrieben. Warum nicht einfach mehr Aufmerksamkeit beim Autofahren?

  5. Ich finde, dass Vogel-Antikollisionssysteme wichtiger sind als Menschen-Antikollisionssysteme. Was meint ihr?

  6. Also ich finde, dass es den Vögeln einfach zu leicht gemacht wird. Lassen wir sie doch mal ihre Flugskills verbessern!

  7. Ich verstehe den Hype um Antikollisionssysteme für Vögel nicht. Lassen wir sie doch einfach fliegen, wie sie wollen!

  8. Ich finde, Vögel sollten einfach lernen, Autos aus dem Weg zu fliegen. Genug mit dem Hype um Antikollisionssysteme!

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