Antidumpingzölle stärken deutsche Parkettindustrie: EU-Zölle auf China-Parkett sorgen für Aufschwung im Parkettmarkt

Die EU führt ab Oktober 2024 rückwirkend und für fünf Jahre Antidumpingzölle von 21,3 bis 36,1 Prozent auf chinesisches Mehrschichtparkett ein. Deutsche Parketthersteller meldeten im ersten Quartal 2025 ein Absatzplus von fast 10 Prozent und einen Umsatzanstieg auf knapp 48 Millionen Euro, während die Importe aus China um rund 60 Prozent sanken. Mit den Zöllen sollen unfaire Dumpingpraktiken gestoppt und der heimische Parkettmarkt nachhaltig gestärkt werden.
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– EU führt 21,3–36,1 % Antidumpingzölle auf chinesisches Mehrschichtparkett ein (5 Jahre, rückwirkend ab Oktober 2024)
– Deutsche Parkettindustrie verzeichnet 10 % Absatzplus, fast 60 % weniger Import chinesischen Parketts

EU verhängt dauerhafte Antidumpingzölle für chinesisches Mehrschichtparkett

Die Europäische Union hat dauerhafte Antidumpingzölle auf chinesisches Mehrschichtparkett verhängt, die ab sofort gelten und rückwirkend ab Oktober 2024 wirksam sind. Die Zölle bewegen sich zwischen 21,3 und 36,1 Prozent und werden für die kommenden fünf Jahre beibehalten. Der Verband der Deutschen Parkettindustrie (vdp) kommentiert diese Entscheidung als wichtige Stärkung für die heimische Branche.

vdp-Präsident Michael Schmid betont: „Die Antidumping-Maßnahmen machen den Weg frei für ein Comeback von heimischem Parkett, das nach höchsten Gesundheitsstandards aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt.“ Bereits die vorläufigen Zölle, die seit Mitte Januar 2025 gelten, haben laut Schmid zu einer spürbaren Belebung der deutschen Parkettindustrie geführt. Die Mitgliedsunternehmen konnten im ersten Quartal 2025 rund 1,36 Millionen Quadratmeter Parkett absetzen, was einem Zuwachs von fast 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Der Umsatz stieg in derselben Zeit um 6,7 Prozent auf knapp 48 Millionen Euro.

Parallel dazu sanken die Einfuhren von chinesischem Mehrschichtparkett drastisch: Von zuletzt 406.000 Quadratmetern im Dezember 2024 schrumpften die Importe auf 192.000 Quadratmeter im Januar, anschließend auf 61.000 Quadratmeter im Februar und 192.000 Quadratmeter im März. Damit verzeichnet die deutsche Parkettindustrie im ersten Quartal fast 60 Prozent weniger Importware aus China als im Vorjahr.

Diese Zölle gehen auf eine offizielle Beschwerde der Europäischen Parkett Vereinigung (FEP) zurück, die im Mai 2024 im Namen großer EU-Hersteller eingereicht wurde. Viele vdp-Mitglieder unterstützen das Verfahren mit dem Ziel, unfaire Dumpingpraktiken zu verhindern und einen fairen Wettbewerb zu sichern. Michael Schmid unterstreicht die Notwendigkeit, die Entwicklung weiterhin genau zu beobachten: „Jetzt gilt es, die Entwicklung weiter genau zu beobachten und laufend zu prüfen, ob die Zölle möglicherweise umgangen werden.“

Die dauerhaften Antidumpingzölle markieren einen bedeutenden Schritt für die deutsche Parkettindustrie, die von fairen Wettbewerbsbedingungen und realen Marktchancen profitiert. Sie ermöglichen nicht nur wirtschaftlichen Aufschwung, sondern fördern auch nachhaltig produzierte Produkte aus heimischer Forstwirtschaft.

Zölle gegen Dumping: Europas klare Antwort auf unfaire Praxis im Parkettmarkt

Die Einführung dauerhafter Antidumpingzölle auf chinesisches Mehrschichtparkett signalisiert eine entscheidende Kehrtwende in der europäischen Handelspolitik. Mit Zöllen zwischen 21,3 und 36,1 Prozent, rückwirkend ab Oktober 2024 und gültig für fünf Jahre, greift die EU effektiv in einen Markt ein, der in den vergangenen Jahren durch den massiven Import billig produzierter Ware aus China stark verzerrt wurde. Dieser Schritt geht weit über eine bloße wirtschaftliche Reaktion hinaus: Er ist Ausdruck eines zunehmend bewussten Umgangs mit nachhaltiger Produktion, fairen Wettbewerbsbedingungen und gesellschaftlicher Verantwortung im Bau- und Bodenbelagssektor.

Die Beschwerde der Europäischen Parkett Vereinigung (FEP) sowie zahlreicher Hersteller markiert gleichzeitig einen Wendepunkt im Kampf gegen Dumping. Diese Praxis verzerrt Märkte durch den Verkauf von Produkten unter den Herstellungskosten und führt dazu, dass heimische Produzenten unter Druck geraten oder das Handwerk durch billige Importe verdrängt wird. Im Parkettmarkt hat sich diese Strategie insbesondere im Bereich des Mehrschichtparketts aus China gezeigt – mit erheblichen Folgen für die europäische Industrie.

Der Verband der Deutschen Parkettindustrie (vdp) unterstreicht die Tragweite der Maßnahmen: „**Die Antidumping-Maßnahmen machen den Weg frei für ein Comeback von heimischem Parkett, das nach höchsten Gesundheitsstandards aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt,**“ so vdp-Präsident Michael Schmid. Dies bedeutet nicht nur einen Schutz für lokale Betriebe, sondern auch eine Förderung von ökologisch wertvollen Produkten. Nachhaltige Forstwirtschaft ist ein zentrales Element, das den Schutz unserer Wälder mit regionaler Wertschöpfung verbindet – ein Aspekt, der mit billigen Importen oft verloren geht.

Warum sind Antidumpingzölle ein starkes Signal?

Antidumpingzölle leisten mehr als nur das Abwehren unlauterer Handelspraktiken. Sie stärken den Schutz des europäischen Binnenmarktes, indem sie faire Wettbewerbsbedingungen schaffen, die wirtschaftliche Vielfalt sichern und Innovationen fördern. Im Kontext von Bodenbelägen und Baustoffen ist dieser Schutz auch gesellschaftlich relevant: Die Bauwirtschaft, insbesondere das Handwerk und mittelständische Unternehmen, ist ein bedeutender Arbeitgeber und Treiber regionaler Wirtschaftskreisläufe. Über Jahre hinweg gefährdetes Marktwachstum und sinkende Auftragsvolumen durch billige Importe wirken sich direkt auf Arbeitsplätze und Investitionen im Inland aus.

Der positive Effekt der vorläufigen Zölle ab Januar 2025 zeigt die unmittelbare Wirkung solcher Maßnahmen: Die deutsche Parkettindustrie steigerte ihren Absatz im ersten Quartal 2025 um fast 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig sanken die chinesischen Importe um rund 60 Prozent. Ein deutlicher Hinweis dafür, dass faire Preise und Qualitätsstandards für Verbraucher und Hersteller an Bedeutung gewinnen.

Diese Entwicklung eröffnet Chancen für nachhaltige Produktion und Innovationen, insbesondere im Hinblick auf ökologische Materialien und emissionsarme Herstellungsverfahren. Gleichzeitig profitieren die Verbraucher von einem transparenten Markt, bei dem Qualität, Herkunft und Umweltschutz besser nachvollziehbar sind.

Auswirkungen für Verbraucher und die Branche

Die neuen Zölle schicken wichtige Impulse an verschiedene Akteure auf dem Parkettmarkt:

  • Für Verbraucher bedeutet dies höhere Chancen auf langlebige, gesundheitlich unbedenkliche Bodenbeläge aus europäischen Wäldern, die strengeren Umwelt- und Sozialstandards entsprechen.
  • Handwerk und Mittelstand profitieren von stabileren Rahmenbedingungen, einer stärkeren Nachfrage regional produzierter Ware und damit verbundenen Arbeitsplätzen.
  • Hersteller erhalten die Möglichkeit, in Innovationen zu investieren, die Qualität zu verbessern und nachhaltige Materialien weiterzuentwickeln.
  • Umwelt und Klimaschutz gewinnen durch den Rückgang von langen Transportwegen und den Schutz nachhaltiger Forstwirtschaft.
  • Der faire Wettbewerb wird gestärkt, sodass unlautere Preisdrückerei und Marktverzerrungen weniger Chancen haben.

Verglichen mit anderen Branchen, in denen Dumping zu erheblichen Marktverwerfungen führte – etwa im Stahl- oder Textilsektor – bietet die Parkettbranche nun ein Beispiel, wie gezielte handelspolitische Maßnahmen regionale Wirtschaft und Umwelt gleichermaßen stärken können.

Diese Strategie zeigt damit, dass Handelspolitik nicht nur wirtschaftliche, sondern auch ökologische und gesellschaftliche Ziele miteinander verbinden kann. Die EU sendet damit ein klares Signal, dass nachhaltige und faire Produktion künftig marktrelevanter wird – ein Signal, das weit über den Parkettmarkt hinaus Wirkung entfalten könnte.

Diese Informationen und Zitate stammen aus der Pressemitteilung des Verbands der Deutschen Parkettindustrie e.V. über die dauerhaften EU-Antidumpingzölle auf China-Parkett.

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