Angriff auf freie Kultur in Bamberg

Kulturelle Zwischennutzung ermöglichen! Stellungnahme zum Angriff des Kämmerers auf die Kultur

Seit über einem Jahrzehnt belebt das kontakt - Das Kulturfestival temporäre Leerstände in Bamberg und schafft so Freiräume für Musik, Tanz und Kunst. Doch nun steht das Festival vor einem massiven Problem: Nur neun Tage vor Beginn hat der Kämmerer der Stadt Bamberg, Bertram Felix, eine enorm erhöhte Mietforderung von über 2000% für ein verlassenes Fabrikgelände vorgelegt. Der ursprüngliche Betrag von 500 € wurde auf unglaubliche 14.570 € erhöht.

Das Festival erhielt das Angebot, weiterhin nur 500 € zu zahlen, wenn die Differenz von 14.000 € aus dem Globalbetrag Kultur abgezogen würde – ein Topf, der für alle Kulturschaffenden der Stadt gedacht ist. Die Organisatoren sehen dies als klaren Angriff auf die freie Kulturszene. Diese plötzliche und drastische Erhöhung könnte viele Projekte bedrohen und wird als Verdrängung und Kannibalisierung empfunden.

Das kontakt - Das Kulturprojekt fordert daher transparente und faire Verfahren, um kulturelle Zwischennutzungen zu ermöglichen, sowie dauerhafte Räume für die freie Kulturszene. Sie appellieren an die Öffentlichkeit, sich gegen diese unverhältnismäßige Mietforderung zu stellen.

Die Petition ruft zur Unterstützung auf: Schützt die freie Kultur in Bamberg und steht solidarisch mit den Initiativen, die die Stadt kulturell bereichern.

Kultur braucht Zeit! Kultur braucht Geld! Kultur braucht Raum!

der Ort wirkt wie ein städtischer Platz in Bamberg.  
Die Szene vermittelt entschlossenen Widerstand für freie Kultur und eine kämpferische, aufmerksamkeitsstarke Stimmung.

Inhaltsverzeichnis

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Bremen (VBR). Kulturelle Zwischennutzung ermöglichen! Stellungnahme zum Angriff des Kämmerers auf die Kultur

Seit 2012 belebt das kontakt – Das Kulturfestival mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen temporäre Leerstände in Bamberg. Tanz, Musik, Ausstellungen und Performances sorgen dafür, dass brachliegende Flächen zu kulturellen Begegnungsräumen werden. Diese Initiativen tragen nicht nur zur kulturellen Vielfalt bei, sondern schaffen auch Freiräume, die Menschen miteinander und mit der Kunst verbinden.

In enger Abstimmung mit Eigentümer:innen und den Bauordnungsbehörden wurden diese Projekte realisiert, finanziert durch unzählige ehrenamtliche Stunden und beträchtliche Geldsummen für notwendige Einrichtungen wie Strom- und Wasserversorgung sowie Mieten. Trotz all dieser Anstrengungen steht das Festival nun vor einer schier unlösbaren Herausforderung.

Weniger als zwei Wochen vor dem Beginn des diesjährigen kontakt-Festivals fordert das Finanz- und Immobilienreferat der Stadt Bamberg eine Mietzahlung von 14.570 € für das seit langem leerstehende Gelände der Ex-Metalluk-Fabrik – ein Anstieg um über 2000% im Vergleich zu den bisherigen 500 €. Obwohl man das Festival anfangs mit einem Mietbetrag von lediglich 500 € lockte, soll der Restbetrag aus dem Globalbetrag Kultur gedeckt werden, der eigentlich zur Förderung der gesamten freien Kulturszene in Bamberg vorgesehen ist.

Dieser Betrag von annähernd 14.000 € entspräche etwa einem Drittel dessen, was für die Projektförderung anderer Kulturakteure zur Verfügung steht. Würde dieser Vorschlag umgesetzt, käme es zu einer massiven Verdrängung und Kannibalisierung innerhalb der freien Kulturszene, da dringend benötigte Mittel anderen Projekten entzogen werden müssten.

Die Gesamtsumme des städtischen Verwaltungs-Haushalts beträgt 296.181.800 €, davon sind 315.000 € für die Förderung der freien Kulturszene eingeplant – weniger als 0,11% des Gesamtbudgets. Die drastische Erhöhung der Mietkosten für das Festivalgelände belastet diesen ohnehin geringen Anteil zusätzlich enorm.

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Das Festival hat in den letzten Jahren zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Deutschen Bürgerpreis, den Kulturförderpreis der Stadt Bamberg, den Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt und den Engagementförderpreis der bagfa. Es steht exemplarisch für Solidarität, Vernetzung und Austausch innerhalb der Bamberger Kulturszene. Ein solcher finanzpolitischer Schritt gefährdet nicht nur dieses Projekt, sondern signalisiert langfristig negative Konsequenzen für alle kulturellen Initiativen in der Stadt.

Deshalb fordern wir die Stadtverwaltung Bamberg auf, verbindliche Verfahren zu entwickeln, die kulturelle und soziale Zwischennutzungen ermöglichen und einen dauerhaften Raum für die freie Kulturszene schaffen. Kultur braucht Zeit, Geld und Raum, und es liegt in unserer Verantwortung, sie zu unterstützen.

Für uns als Verbandsbüro ist die Unterstützung dieser Petition selbstverständlich. Themen rund um das Ehrenamt und die Vereinswelt liegen uns am Herzen, insbesondere wenn sie das Gemeinwohl betreffen. Gemeinsam müssen wir sicherstellen, dass kulturelle Freiheit und Kreativität in Bamberg weiterhin bestehen können.

Unser Aufruf richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt: Unterstützen Sie die freie Kultur in Bamberg. Lassen Sie uns gemeinsam verhindern, dass kulturelle Projekte durch unangemessene Preiserhöhungen ausgehebelt werden. Engagieren wir uns dafür, dass Raum für Kunst und Kultur auch zukünftig möglich bleibt.

Hier geht es zur Petition auf openpetition.de

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