AMNOG-Daten 2023: Bewährte Preisregulierung trotz riskantem Umbruch

Nach zwölf Jahren erfolgreicher Anwendung hat sich das AMNOG bewährt. Doch wird es auch in Zukunft als Instrument für fairen Interessenausgleich und Zugang zu neuen Arzneimitteln fungieren? Die neuesten Daten des BPI zeigen Zweifel auf und werfen ein Licht auf die zunehmende Kostendämpfung. Eine spannende Diskussion, die jeden betrifft.
AMNOG-Daten 2023: Bewährte Preisregulierung trotz riskanten Umbruch eins zu eins in den ALT-Text

Inhaltsverzeichnis

Über uns:
Seit über 20 Jahren sind wir im Bereich Marketing und Kommunikation tätig und unterstützen Verbände, Organisationen und Institutionen mit fundierter Praxis- und Branchenexpertise. Unsere Arbeit wird durchweg positiv bewertet – unter anderem auf Trustpilot, ProvenExpert und in Google Bewertungen.

Unterstütze unsere Arbeit mit deiner Bewertung.
Große Konzerne kaufen Reichweite, wir setzen auf echte Leser. Deine positive Bewertung signalisiert dem Algorithmus Relevanz, stärkt unsere Sichtbarkeit und hilft, unabhängige Inhalte sichtbar zu halten.

Scanne den QR-Code oder klicke auf den Link. Du wirst direkt zu Google weitergeleitet.

Bremen (VBR). Nach zwölf Jahren hat sich das AMNOG in der Praxis weitgehend bewährt. Zu diesem Schluss kommen die Autoren der AMNOG-Daten 2023 des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie e.V.: „Von Beginn an als „lernendes System“ angelegt, gilt es inzwischen trotz einiger noch nicht korrigierter Geburtsfehler, fragwürdiger Ergebnisse und unerwünschter Nebenwirkungen als anpassungs- und funktionsfähig“, schreiben die Gesundheitsökonomen Professor Dieter Cassel und Professor Volker Ulrich.

Das AMNOG (Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz) wurde vor zwölf Jahren eingeführt und hat sich in der Praxis weitgehend bewährt, wie die AMNOG-Daten 2023 des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) zeigen. Laut den renommierten Gesundheitsökonomen Professor Dieter Cassel und Professor Volker Ulrich ist das AMNOG trotz einiger Kritikpunkte und unerwünschter Nebenwirkungen ein anpassungs- und funktionsfähiges Instrument.

Allerdings bleibt die Frage offen, ob das AMNOG auch in Zukunft als fairer Interessenausgleich bei innovativen Arzneimitteln und als Türöffner für den Zugang zu neuen Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten dienen wird. Die Autoren kritisieren, dass der Gesetzgeber mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG), das Ende 2022 verabschiedet wurde, in alten Kostendämpfungsmustern verharrt. Eine stärker nachhaltige Finanzierung, die auch Verbesserungen in der Versorgung mit einschließt, sei nicht zu erkennen. Damit werde das Grundprinzip des AMNOG, nämlich die Honorierung von therapeutischem Fortschritt, einfach über Bord geworfen.

Die AMNOG-Daten 2023 beziehen sich auf Ergebnisse der Nutzenbewertung und Preisfindung von Arzneimittel-Innovationen vor Inkrafttreten des GKV-FinStG. Die Autoren weisen darauf hin, dass die Auswirkungen der neuen Gesetzgebung erst bei der nächsten Ausgabe berücksichtigt werden können. Sie vermuten, dass die neuen „Leitplanken“ des AMNOG künftig bei vier von fünf neuen Arzneimitteln Anwendung finden werden und somit die Einsparungen des Gesetzgebers von 250 bis 300 Millionen Euro übertreffen könnten.

Die „AMNOG-Daten“, die bereits im sechsten Jahr von Cassel und Ulrich verfasst und vom BPI herausgegeben werden, bieten eine umfassende Informationsbasis über die Grundlagen, den Ablauf und die Ergebnisse der Zusatznutzenbewertung und Preisfindung innovativer verschreibungspflichtiger Arzneimittel in Deutschland. Darüber hinaus werden kritische Aspekte der AMNOG-Regulierung beleuchtet, wie beispielsweise die Anzahl der Verfahren, die Vergabe des Zusatznutzens, Besonderheiten in bestimmten Therapiegebieten, Auswirkungen auf die Erstattungsbetragsvereinbarungen sowie die Schiedsverfahren und mögliche Nebenwirkungen auf die Patientenversorgung. Die AMNOG-Daten liefern zudem Informationen zur Entwicklung der Preise für Arzneimittel-Innovationen und den Ausgabenanteilen dieser Medikamente im Zeitverlauf.

Die AMNOG-Daten 2023 sowie Abbildungen und weitere Informationen sind auf der Homepage des BPI kostenlos als Download verfügbar oder können als Broschüre bei der BPI-Geschäftsstelle bestellt werden.

Der Bundeverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen der pharmazeutischen Industrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Politik, Behörden und anderen Interessengruppen. Der BPI setzt sich für einen nachhaltigen und innovativen Pharmastandort ein und engagiert sich für eine qualitativ hochwertige und bezahlbare Arzneimittelversorgung.

Insgesamt zeigt die aktuelle AMNOG-Daten 2023, dass das AMNOG trotz einiger Schwächen als lernendes System fungiert und sich weiterentwickelt. Allerdings wird die Zukunft des AMNOG als Instrument zum fairen Interessenausgleich bei innovativen Arzneimitteln und als Türöffner für den Zugang zu neuen Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten skeptisch betrachtet. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Leitplanken des AMNOG in der Praxis auswirken werden.

Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
AMNOG-Daten 2023: Bewährte Preisregulierung vor riskantem Umbruch

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

NACHRICHTEN ZUM THEMA
Weitere aktuelle Themen aus anderen Kategorien

28 Kommentare

    1. Da kann ich dir nur zustimmen! Die übertriebene Preisregulierung erstickt den Wettbewerb und lässt kaum Raum für Innovationen. Es wird höchste Zeit, dass der Markt sich selbst reguliert und der Verbraucher die Wahl hat.

    1. Sorry, aber das ist ein naiver und kurzsichtiger Standpunkt. Ohne Preisregulierung würden einige Unternehmen den Markt dominieren und Verbraucher ausbeuten. Das ist alles andere als fair. Es ist wichtig, den Markt im Interesse aller zu regulieren und Gerechtigkeit sicherzustellen.

  1. Also ich finde, dass die Preisregulierung totaler Quatsch ist. Lasst die Pharmaindustrie doch machen, was sie will!

    1. Ach, bitte! Freiheit für die Pharma-Industrie? Du bist wohl der Meinung, dass sie uns nicht schon genug ausnehmen? Die Preisregulierung ist notwendig, um den Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten für alle zu gewährleisten. Aber hey, jeder hat seine eigene Meinung.

  2. Also ich persönlich finde die Preisregulierung total überflüssig. Jeder sollte selbst entscheiden, was er für seine Gesundheit ausgeben will!

    1. Also ich persönlich finde es naiv zu denken, dass jeder in der Lage ist, vernünftige Entscheidungen zu treffen, wenn es um seine Gesundheit geht. Preisregulierung ist wichtig, um den Zugang zu erschwinglichen Gesundheitsleistungen sicherzustellen und Verbraucher vor überhöhten Kosten zu schützen.

  3. AMNOG-Daten 2023: Bewährte Preisregulierung trotz riskantem Umbruch, seriously? More like AMNOG-Daten 2023: Another bureaucratic mess to deal with!

  4. Also ich finde, dass die Preisregulierung total überflüssig ist. Jeder sollte den Preis selbst bestimmen dürfen!

  5. Also, ich finde ja, dass die Preisregulierung total überflüssig ist. Lasst die Pharmafirmen doch machen, was sie wollen! #ControversialOpinion

    1. Sorry, aber deine Meinung ist einfach nur egoistisch und ignorant. Preisregulierung ist wichtig, um sicherzustellen, dass Medikamente für alle zugänglich sind. Nicht jeder kann sich exorbitante Preise leisten. Gesundheit sollte kein Privileg sein. #Solidarität

  6. Also ehrlich gesagt, ich finde diese Preisregulierung total überflüssig. Lasst die Pharmafirmen doch machen!

  7. Wow, ich finde diese Preisregulierung total überflüssig. Lasst doch die Pharmafirmen ihre Preise selbst bestimmen!

  8. Ich finde, wir sollten Medikamente einfach kostenlos für alle zur Verfügung stellen! #kontroverseMeinung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bild von Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Die Beiträge auf verbandsbuero.de entstehen in einem redaktionellen Netzwerk aus festangestellten und freien Redakteurinnen und Redakteuren mit langjähriger Erfahrung in Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Unser Team ist seit vielen Jahren eng in der Vereins- und Verbandswelt vernetzt und arbeitet kontinuierlich mit Organisationen, Verbänden und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Viele Inhalte werden gemeinschaftlich recherchiert, geschrieben und redaktionell überarbeitet. Dieses kollaborative Vorgehen stellt sicher, dass fachliche Tiefe, Praxisnähe und unterschiedliche Perspektiven in jeden Beitrag einfließen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Inhalte bewusst als Netzwerk-Arbeit und nicht immer unter dem Namen einzelner Autor:innen.

Die redaktionelle Verantwortung liegt beim Netzwerk von verbandsbuero.de. Alle Beiträge basieren auf fundierter Praxiserfahrung, aktuellem Fachwissen und einem klaren Fokus auf die Anforderungen von Vereinen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen.

Alle Beiträge