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AgrarOLkG: DRV fordert konsequente Weiterentwicklung für faire Lieferketten

Berlin (ots) - Das AgrarOLkG hat sich als richtiger Schritt zur Bekämpfung unlauterer Handelspraktiken erwiesen. Der Evaluierungsbericht des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV) bestätigt dies. Doch während die Zahlungsmoral verbessert wurde, bleibt noch viel zu tun. Die Regelungen dürfen nicht durch kreative Umgehung verwässert werden. Eine Entfristung des Anwendungsbereichs für Milch, Fleisch, Obst und Gemüse ist ebenfalls erforderlich. Der DRV fordert außerdem eine Präzisierung und Nachschärfung der Verbote. Lesen Sie weiter, um mehr über die Stärkung des Lieferantenschutzes vor unfairen Praktiken zu erfahren.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Das AgrarOLkG erweist sich als wichtiger Schritt zur Bekämpfung unlauterer Handelspraktiken und zur Förderung der Fairness in der Lebensmittellieferkette. Dies geht aus einem Evaluierungsbericht hervor, der kürzlich vom Deutschen Raiffeisenverband (DRV) veröffentlicht wurde. Die Geschäftsführerin des DRV, Birgit Buth, betont, dass das Gesetz die Position der kleinen und mittelständischen Erzeuger stärken und die Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels einschränken wird, sofern es konsequent weiterentwickelt wird.

Obwohl bereits erste Erfolge zu verzeichnen sind, sollte nicht übersehen werden, dass es immer noch Verbesserungsbedarf gibt. Der Evaluierungsbericht zeigt, dass zwar eine verbesserte Zahlungsmoral und die Einhaltung von Zahlungszielen zu beobachten sind, Zahlungsfristen jedoch immer noch häufig umgangen werden. Laut Buth darf das Gesetz nicht durch kreative Umgehung von Vorschriften verwässert werden.

Buth kritisiert außerdem, dass der Anwendungsbereich des Gesetzes zu eng gefasst ist. Die Umsatzschwellen, die mit dem Gesetz abgeschafft werden sollten, müssen endlich gestrichen werden. Für Buth ist Fairness keine Frage des Umsatzes, daher sollten die Regelungen nicht an Umsatzgrenzen gekoppelt sein. Darüber hinaus sollte die Erweiterung des Anwendungsbereichs für wichtige Produkte wie Milch, Fleisch, Obst und Gemüse nicht befristet sein, um einen nachhaltigen Schutz der Lieferanten vor unfairen Praktiken zu gewährleisten.

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Die DRV-Geschäftsführerin fordert außerdem eine Präzisierung und Verschärfung der Verbote, um Umgehungen vorzubeugen. So wird trotz des Verbots immer noch für die Produktlistung bezahlt, da das Verbot nicht weit genug geht. Zusätzliche Verbote wie das Verbot der einseitigen Abwälzung von Risiken und willkürlicher einseitiger Vertragsstrafen sollten ebenfalls aufgenommen werden.

Der DRV ist der politische Spitzenverband aller Genossenschaften und genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Mit 1.693 Mitgliedsunternehmen erwirtschaftet die Organisation einen Umsatz von 85,6 Milliarden Euro und spielt eine wichtige Rolle in der Wertschöpfungskette Lebensmittel.

Insgesamt zeigt der Evaluierungsbericht des DRV, dass das AgrarOLkG wichtige Fortschritte zur Förderung der Fairness in der Lebensmittelbranche ermöglicht. Allerdings gibt es noch Handlungsbedarf, um das Gesetz effektiver und umfassender zu gestalten. Nur so kann langfristig eine gerechtere Lebensmittellieferkette geschaffen werden.

Quelle:
Deutscher Raiffeisenverband. “AgrarOLkG zeigt Wirkung – aber es gibt noch Nachbesserungsbedarf”. Presseportal, 23.11.2023, https://www.presseportal.de/pm/29406/5800912.

Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
DRV zu Agrarorganisationen- und Lieferkettengesetz / “AgrarOLkG muss konsequent …

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30 Responses

    1. Klar, fair ist ein dehnbarer Begriff. Aber nur weil es schwierig ist, eine Definition zu finden, heißt das nicht, dass man es nicht versuchen sollte. Ist es nicht besser, sich für gerechte Lieferketten einzusetzen, als untätig zu bleiben und weiterhin Ausbeutung zu unterstützen?

    1. Ihre Ignoranz ist erschreckend. Fairere Lieferketten sind von entscheidender Bedeutung, um die Ausbeutung von Arbeitnehmern und Umweltschäden zu bekämpfen. Aber ich vergesse, dass einige Menschen mehr um ihren eigenen Geldbeutel als um ethische Standards besorgt sind.

  1. Warum sollten wir uns über faire Lieferketten in der Agrarindustrie Gedanken machen? Essen ist doch einfach Essen, oder?

    1. Du magst es vielleicht überbewerten, aber für viele Menschen ist es wichtig, dass sie Produkte kaufen können, bei denen niemand ausgebeutet wurde. Selbstverantwortung ist wichtig, aber kollektive Verantwortung für gerechte Lieferketten ist genauso wichtig.

    1. Was glaubst du, wer die fairen Preise bezahlen soll? Die Verbraucher? Die Unternehmen? Oder sollen die Bauern weiterhin die Leidtragenden sein? Es ist an der Zeit, dass alle Beteiligten ihren Teil dazu beitragen, anstatt nur Forderungen zu stellen.

  2. Also ich finde, dass der DRV mal lieber die Bauern unterstützen sollte, anstatt immer nur von fairen Lieferketten zu reden!

    1. Was ist mit den Bauern? Was ist mit den Menschenrechten? Ich finde es nicht übertrieben, fairere Lieferketten zu fordern. Endlich sollten wir Verantwortung übernehmen und uns für gerechte Arbeitsbedingungen einsetzen, egal in welcher Branche.

    1. Wer fordert nicht faire Preise für Verbraucher? DRV hat Recht, dass faire Lieferketten wichtig sind. Aber sollten Verbraucher nicht auch faire Preise für ihre Produkte bekommen? Es ist an der Zeit, dass alle Parteien in dieser Angelegenheit fair behandelt werden.

  3. Warum sollten wir uns überhaupt für faire Lieferketten interessieren? Lass uns doch einfach billig einkaufen!

    1. Du kannst billig kaufen und die Ausbeutung unterstützen, aber denk daran, dass wir alle Teil des Problems sind. Fairer Handel ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Arbeitsbedingungen weltweit zu verbessern. #ConsciousConsumer

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