10+ Aufrufe

AgrarOLkG: DRV fordert konsequente Weiterentwicklung für faire Lieferketten

Berlin (ots) – Das AgrarOLkG hat sich als richtiger Schritt zur Bekämpfung unlauterer Handelspraktiken erwiesen. Der Evaluierungsbericht des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV) bestätigt dies. Doch während die Zahlungsmoral verbessert wurde, bleibt noch viel zu tun. Die Regelungen dürfen nicht durch kreative Umgehung verwässert werden. Eine Entfristung des Anwendungsbereichs für Milch, Fleisch, Obst und Gemüse ist ebenfalls erforderlich. Der DRV fordert außerdem eine Präzisierung und Nachschärfung der Verbote. Lesen Sie weiter, um mehr über die Stärkung des Lieferantenschutzes vor unfairen Praktiken zu erfahren.
Inhaltsverzeichnis
Beitrag teilen
AgrarOLkG: DRV fordert konsequente Weiterentwicklung für faire Lieferketten eins zu eins
Verbandsbüro jetzt bei Google bevorzugen Damit unsere Vereins- und Verbandsnachrichten häufiger in Ihrer persönlichen Google-Übersicht erscheinen.
Jetzt bevorzugte Quelle festlegen

Bremen (VBR). Das AgrarOLkG erweist sich als wichtiger Schritt zur Bekämpfung unlauterer Handelspraktiken und zur Förderung der Fairness in der Lebensmittellieferkette. Dies geht aus einem Evaluierungsbericht hervor, der kürzlich vom Deutschen Raiffeisenverband (DRV) veröffentlicht wurde. Die Geschäftsführerin des DRV, Birgit Buth, betont, dass das Gesetz die Position der kleinen und mittelständischen Erzeuger stärken und die Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels einschränken wird, sofern es konsequent weiterentwickelt wird.

Obwohl bereits erste Erfolge zu verzeichnen sind, sollte nicht übersehen werden, dass es immer noch Verbesserungsbedarf gibt. Der Evaluierungsbericht zeigt, dass zwar eine verbesserte Zahlungsmoral und die Einhaltung von Zahlungszielen zu beobachten sind, Zahlungsfristen jedoch immer noch häufig umgangen werden. Laut Buth darf das Gesetz nicht durch kreative Umgehung von Vorschriften verwässert werden.

Buth kritisiert außerdem, dass der Anwendungsbereich des Gesetzes zu eng gefasst ist. Die Umsatzschwellen, die mit dem Gesetz abgeschafft werden sollten, müssen endlich gestrichen werden. Für Buth ist Fairness keine Frage des Umsatzes, daher sollten die Regelungen nicht an Umsatzgrenzen gekoppelt sein. Darüber hinaus sollte die Erweiterung des Anwendungsbereichs für wichtige Produkte wie Milch, Fleisch, Obst und Gemüse nicht befristet sein, um einen nachhaltigen Schutz der Lieferanten vor unfairen Praktiken zu gewährleisten.

Die DRV-Geschäftsführerin fordert außerdem eine Präzisierung und Verschärfung der Verbote, um Umgehungen vorzubeugen. So wird trotz des Verbots immer noch für die Produktlistung bezahlt, da das Verbot nicht weit genug geht. Zusätzliche Verbote wie das Verbot der einseitigen Abwälzung von Risiken und willkürlicher einseitiger Vertragsstrafen sollten ebenfalls aufgenommen werden.

Der DRV ist der politische Spitzenverband aller Genossenschaften und genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Mit 1.693 Mitgliedsunternehmen erwirtschaftet die Organisation einen Umsatz von 85,6 Milliarden Euro und spielt eine wichtige Rolle in der Wertschöpfungskette Lebensmittel.

Insgesamt zeigt der Evaluierungsbericht des DRV, dass das AgrarOLkG wichtige Fortschritte zur Förderung der Fairness in der Lebensmittelbranche ermöglicht. Allerdings gibt es noch Handlungsbedarf, um das Gesetz effektiver und umfassender zu gestalten. Nur so kann langfristig eine gerechtere Lebensmittellieferkette geschaffen werden.

Quelle:
Deutscher Raiffeisenverband. „AgrarOLkG zeigt Wirkung – aber es gibt noch Nachbesserungsbedarf“. Presseportal, 23.11.2023, https://www.presseportal.de/pm/29406/5800912.

Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
DRV zu Agrarorganisationen- und Lieferkettengesetz / „AgrarOLkG muss konsequent …

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag und die verwendeten Bilder können ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet worden sein.
Bild von Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Die Beiträge auf verbandsbuero.de entstehen in einem redaktionellen Netzwerk aus festangestellten und freien Redakteurinnen und Redakteuren mit langjähriger Erfahrung in Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Unser Team ist seit vielen Jahren eng in der Vereins- und Verbandswelt vernetzt und arbeitet kontinuierlich mit Organisationen, Verbänden und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Viele Inhalte werden gemeinschaftlich recherchiert, geschrieben und redaktionell überarbeitet. Dieses kollaborative Vorgehen stellt sicher, dass fachliche Tiefe, Praxisnähe und unterschiedliche Perspektiven in jeden Beitrag einfließen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Inhalte bewusst als Netzwerk-Arbeit und nicht immer unter dem Namen einzelner Autor:innen.

Die redaktionelle Verantwortung liegt beim Netzwerk von verbandsbuero.de. Alle Beiträge basieren auf fundierter Praxiserfahrung, aktuellem Fachwissen und einem klaren Fokus auf die Anforderungen von Vereinen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen.

Alle Beiträge