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Agrar- und Ernährungswende im Koalitionsvertrag festschreiben

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Agrar- und Ernährungswende im Koalitionsvertrag festschreiben

Anlässlich der laufenden Koalitionsgespräche hat sich der Bundesverband Menschen für Tierrechte an SPD, Grüne und FDP gewandt, um zu erreichen, dass die Agrar- und Ernährungswende im Koalitionsvertrag festgeschrieben wird. Zentral ist dabei, dass der Konsum tierischer Produkte reduziert und stattdessen tier- und klimafreundliche Anbau- und Ernährungsformen gefördert werden.   

Die Produktion tierischer Produkte verursacht fast ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen. Dramatisch ist die Situation auch bezüglich des Verlusts an Biodiversität und der Überfrachtung der Natur mit Nährstoffen. Zu all diesen gefährlichen Entwicklungen trägt die Landwirtschaft entscheidend bei.

Deswegen hat sich der Bundesverband Menschen für Tierrechte jetzt an alle beteiligen Parteien gewandt. Seine Forderung: Die Transformation unseres Agrar- und Ernährungssystems muss im Koalitionsvertrag festgeschrieben werden. 

10-Punkteplan für eine Agrar- und Ernährungswende
Seine Forderungen hat der Tierrechtsverband in seinem 10-Punkteplan für eine Agrar- und Ernährungswende zusammengefasst. Herzstück ist eine umfassende Ernährungsstrategie für tier- und klimafreundliche Ernährungsformen. Das Ziel muss nach Ansicht des Verbandes eine pflanzenbasierte Ernährung sein.

Dazu muss der Konsum tierischer Produkte reduziert und stattdessen tier- und klimafreundliche Ernährungsformen gefördert werden. Um die Tierbestände abzustocken, fordert Menschen für Tierrechte ein staatlich begleitetes Umbauprogramm für Landwirt:innen, die aus der Tierhaltung aussteigen wollen. Flankierend müssen Agrarsubventionen ökologisiert, Ökosysteme renaturiert und schädliche Subventionen beendet werden.  

Nötig: Zukunftsfähiges Landwirtschafts- und Ernährungssystem
„Die Politik der nächsten vier Jahre bestimmt nicht nur über das Schicksal von Millionen von Tieren. Sie ist auch entscheidend für die Zukunft der kommenden Generationen. National und international müssen wir jetzt die Weichen für ein zukunftsfähiges Landwirtschafts- und Ernährungssystem stellen. Ein erster Schritt ist es, diese lebensnotwendige Transformation im Koalitionsvertrag zu verankern“, fordert Christina Ledermann, Vorsitzende des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte. 

Hier können Sie sich den Brief an die Parteien herunterladen: tierrechte.de

Download der 10-seitigen Broschüre “Forderungen für eine Agrar- und Ernährungswende” als PDF 

Herausgeber

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Zülpich (früher Aachen) sind Vereine sowie Fördermitglieder angeschlossen.

Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion, um das Ende der „Nutztier“-Haltung zu erreichen.

Darüber hinaus ernennt der Verband beispielsweise das „Replace-Verfahren des Jahres“sowie das „Versuchstier des Jahres, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Etablierung der Tierschutz-Verbandsklage, eine tierlose bio-vegane Landwirtschaft sowie die Aufnahme von Tierrechten in die Lehrpläne von Schulen.

Der Verband gibt viermal im Jahr das Magazin „tierrechte“ heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

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