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ADFC wählt erstmals Doppelspitze: Sarah Holczer und Frank Masurat führen Fahrradverband mit neuem Gesundheitsfokus

Der ADFC hat erstmals eine Doppelspitze gewählt: Sarah Holczer und Frank Masurat führen nun den Fahrradclub als ehrenamtliche Bundesvorsitzende. Die Delegierten beschlossen zudem einen stärkeren Fokus auf die gesundheitlichen Vorteile des Radfahrens. Die Wahl erfolgte auf der 45. Bundeshauptversammlung mit 140 Delegierten aus 16 Landesverbänden am 15. und 16. November 2025 in Berlin.

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Das Wichtigste in Kürze

  • ADFC wählt erstmals eine paritätische Doppelspitze: Sarah Holczer und Frank Masurat führen den Verband.
  • Neuer Fokus auf gesundheitliche Vorteile des Radfahrens, z.B. Herz-Kreislauf-Förderung und Stressabbau.
  • ADFC hat über 240.000 Mitglieder und eine Jugendorganisation mit rund 30.000 jungen Mitgliedern.
  • Gesundheitsorientierung soll neue Partner und politische Unterstützung gewinnen.
  • Strategische Neuausrichtung zielt auf mehr Sichtbarkeit und Einfluss in der Bundespolitik ab.

– Sarah Holczer und Frank Masurat als neues paritätisches ADFC-Führungsduo gewählt
– ADFC will gesundheitliche Vorteile des Radfahrens stärker in den Fokus rücken
– Bundeshauptversammlung mit 140 Delegierten fand am 15./16. November 2025 in Berlin statt

ADFC wählt erstmals Doppelspitze und setzt Gesundheitsfokus

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat auf seiner 45. Bundeshauptversammlung am 15. und 16. November 2025 in Berlin wegweisende Personalentscheidungen getroffen und neue inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. Die 140 Delegierten aus 16 ADFC-Landesverbänden wählten Sarah Holczer und Frank Masurat zu Bundesvorsitzenden.

Die neu gewählte Bundesvorsitzende Sarah Holczer betont: „Radfahren bringt Menschen zusammen und die Welt ein Stück voran: Es ist ein Beitrag zu Klimaschutz, nachhaltiger Mobilität und es fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der ADFC macht diese Werte sichtbar – mit Vertrauen und Klarheit. In diesem Sinne werde ich mich dafür einsetzen, dass das Fahrrad den Raum und die Unterstützung erhält, die es verdient – im Straßenverkehr wie in der Politik.“

Frank Masurat, der erneut zum Bundesvorsitzenden gewählt wurde, unterstreicht den politischen Anspruch: „Radfahren ist Zukunft – gesund, klimaschonend, demokratisch. Wir wollen zeigen, dass Mobilitätspolitik weit mehr ist als Straßenbau und Verkehrsplanung: Sie entscheidet über Lebensqualität, Sicherheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der ADFC wird diese Perspektive in der Bundespolitik noch stärker einbringen – mit klarer Stimme und konstruktivem Druck.“

Neuer Bundesvorstand mit breiter Expertise

Sarah Holczer bringt als studierte Betriebswirtin mit Schwerpunkten in Nachhaltigkeit und Kommunikation umfangreiche Erfahrung mit. Die frühere Gemeinderätin von Herrenberg war zuletzt zwei Jahre stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende. Frank Masurat (65), ein industrie- und auslandserfahrener Informatiker, war langjähriger Vorsitzender des ADFC Berlin und ist seit 2023 Bundesvorsitzender des ADFC.

Ergänzt wird der ehrenamtliche Bundesvorstand durch sechs weitere Mitglieder:

  • Christian Tänzler (63), Tourismusexperte und Pressesprecher aus Berlin
  • Christoph Schmidt (49), IT-Unternehmer aus Köln
  • Vera Konrad (32), Ökonomin und Intraday Power Traderin aus Düsseldorf
  • Dr. Joachim Lohse (66), ehemaliger Bremer Verkehrssenator aus Hamburg
  • Clara Bohle (30), Co-Geschäftsführerin der Schwalbe Stiftung aus München
  • Lena Adam (20), Geographiestudentin aus Hamburg als Vertreterin des Jungen ADFC

Programmatische Neuausrichtung mit Gesundheitsfokus

Die Bundeshauptversammlung beschloss eine stärkere Fokussierung auf die gesundheitlichen Vorteile des Radfahrens. Künftig will der Verband mit Kampagnen, Projekten und Kooperationen darauf aufmerksam machen, dass Radfahren nicht nur umweltfreundlich, sondern auch förderlich für Herz und Kreislauf ist, Stress abbaut und Krankheiten vorbeugt.

Der ADFC als weltgrößter Fahrradclub mit mehr als 240.000 Mitgliedern (Stand: 16. November 2025, Pressemitteilung)* verfügt über mehr als 500 regionale Gliederungen (Stand: 16. November 2025, Pressemitteilung)* und wird von rund 11.000 ehrenamtlich Engagierten (Stand: 16. November 2025, Pressemitteilung)* getragen. Der ehrenamtliche Bundesvorstand wird alle zwei Jahre gewählt, während das operative Geschäft von der Bundesgeschäftsstelle mit ihrem 48-köpfigen hauptamtlichen Team (Stand: 16. November 2025, Pressemitteilung)* in Berlin geführt wird.

Mitgliederwachstum und Jugendorganisation: Der ADFC im Zahlencheck

Der ADFC positioniert sich als weltgrößter Fahrradverband – eine Behauptung, die sich durch die Mitgliederentwicklung belegen lässt. Die Zahlen zeigen eine kontinuierliche Expansion des Verbands, die durch die jüngste Gründung einer eigenen Jugendorganisation zusätzlich an Dynamik gewinnt.

Mitgliederentwicklung im zeitlichen Verlauf

Die Mitgliederbasis des ADFC hat in den vergangenen Jahren spürbar zugelegt. Zum 1. Januar 2024 zählte der Verband bundesweit 234.234 Mitglieder.* Diese Basis entwickelte sich weiter, sodass der ADFC in seiner Pressemitteilung vom 16. November 2025 von mehr als 240.000 Mitgliedern spricht.* Die zeitliche Abfolge verdeutlicht das Wachstum: Vom Basiswert Anfang 2024 bis zur aktuellen Marke von mehr als 240.000 Mitgliedern.

Datum Mitgliederzahl Quelle
1. Januar 2024 234.234 Wikipedia*
16. November 2025 mehr als 240.000 ADFC-Pressemitteilung*

Junger ADFC: Reichweite und Bedeutung

Seit April 2025 verfügt der ADFC über eine Jugendorganisation ("Junger ADFC"), die die Interessen von rund 30.000 Mitgliedern zwischen zehn und 26 Jahren vertritt.* Diese strukturelle Erweiterung unterstreicht die strategische Ausrichtung auf die nächste Generation von Radfahrenden. Die Einrichtung einer eigenen Jugendvertretung im Bundesvorstand – besetzt mit der Geographiestudentin Lena Adam – bekräftigt diesen Kurs.

Die Mitgliederentwicklung und die Etablierung des Jungen ADFC zeigen einen Verband im Aufwind, der sowohl quantitativ wächst als auch qualitativ seine Strukturen erweitert. Mit mehr als 240.000 Mitgliedern und einer Jugendorganisation mit rund 30.000 jungen Mitgliedern verfügt der ADFC über eine breite Basis, um seine verkehrspolitische Arbeit fortzusetzen.*

Radverkehr als Gesundheitsmotor – warum die neue ADFC-Strategie gesellschaftliche Impulse setzt

Die programmatische Neuausrichtung des ADFC mit Fokus auf Gesundheitsförderung und paritätischer Doppelspitze markiert einen strategischen Wendepunkt, der weit über verkehrspolitische Debatten hinausreicht. Indem der Verband die gesundheitlichen Vorteile des Radfahrens systematisch in den Mittelpunkt rückt, eröffnet er neue gesellschaftliche Bündnismöglichkeiten und verändert die Wahrnehmung des Verkehrsmittels Fahrrad grundlegend.

Wer profitiert von dieser strategischen Erweiterung?

Die bewusste Verknüpfung von Radverkehrsförderung mit Gesundheitsaspekten spricht zahlreiche neue Zielgruppen an. Krankenkassen und Gesundheitseinrichtungen werden zu natürlichen Partnern, da präventives Radfahren als förderlich für die Herz-Kreislauf-Gesundheit gilt und Stress abbauen kann*. Für Kommunen und Stadtplaner ergeben sich Synergieeffekte: Investitionen in Radinfrastruktur wirken sowohl verkehrlich als auch gesundheitlich vorteilhaft und entlasten das Gesundheitssystem. Ältere Menschen und Familien entdecken das Fahrrad neu als generationsübergreifende Bewegungsform, die Mobilität mit Gesundheitsförderung verbindet.

Veränderte Lobbyarbeit auf Bundesebene

Die erweiterte inhaltliche Ausrichtung ermöglicht dem ADFC, verkehrspolitische Forderungen mit gesundheitspolitischen Argumenten zu untermauern. Radwege werden nicht nur als Verkehrsflächen, sondern auch mit Blick auf ihre gesundheitlichen Vorteile diskutiert*. Diese Perspektive eröffnet neue Finanzierungsquellen und politische Unterstützung – etwa durch Kooperationen mit Gesundheitsministerien oder öffentlichen Gesundheitsdienstleistern. Die paritätische Besetzung der Doppelspitze unterstreicht zudem die Glaubwürdigkeit des Verbands bei Themen wie generationenübergreifender Mobilität und geschlechtergerechter Stadtplanung.

Neue Kommunikationsstrategien und Kampagnen

Die Gesundheitsorientierung erfordert angepasste Kommunikationsansätze. Statt technischer Verkehrsdiskussionen rücken emotionale und persönliche Nutzen in den Vordergrund. Kampagnen können künftig stärker auf konkrete Gesundheitsvorteile abzielen:

  • Radfahren als kostengünstige Prävention gegen Zivilisationskrankheiten
  • Psychische Gesundheit durch stressfreie Fortbewegung
  • Soziale Teilhabe durch barrierearme Mobilität

Diese thematische Erweiterung positioniert den ADFC als ganzheitlichen Akteur, der nicht nur Verkehrspolitik, sondern Lebensqualität und gesellschaftlichen Zusammenhalt mitgestaltet. Die strategische Neuausrichtung dürfte damit nicht nur die öffentliche Wahrnehmung des Fahrrads verändern, sondern auch neue politische Mehrheiten für eine nachhaltige Mobilitätswende erschließen.

Ausblick: Was jetzt zu beobachten ist

Die Wahl des neuen ADFC-Führungsduos markiert nicht nur einen personellen Wechsel, sondern leitet eine strategische Neuausrichtung ein. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob die angekündigten Schwerpunkte tatsächlich Wirkung entfalten. Drei konkrete Beobachtungspunkte verdienen besondere Aufmerksamkeit.

Die angekündigte Fokussierung auf Gesundheitsaspekte des Radfahrens steht im Mittelpunkt der neuen Strategie. Welche konkreten Kampagnen wird der ADFC starten und mit welchen Gesundheitsorganisationen wird er kooperieren? Die Umsetzung dieser Initiative wird zeigen, ob es gelingt, Radförderung erfolgreich als Gesundheitspolitik zu positionieren. Die Frage nach Zeitpunkt und Reichweite der geplanten Maßnahmen bleibt für Interessierte besonders spannend.

Die neu gewählte Doppelspitze aus Sarah Holczer und Frank Masurat hat klare politische Ambitionen formuliert. Masurats Ankündigung, "diese Perspektive in der Bundespolitik noch stärker einzubringen", wirft die Frage auf: Wie sichtbar wird das Duo tatsächlich in Berlin agieren? Die Fähigkeit, politischen Einfluss zu nehmen und die Themen Radverkehr sowie Gesundheitsförderung auf die Agenda zu setzen, wird ein wichtiger Indikator für den Erfolg der neuen Führung sein.

Die Mitgliederentwicklung des ADFC bietet ebenfalls interessante Einblicke. Mit 234.234 Mitgliedern (Stand: 01.01.2024)* verfügt der Verband bereits über eine solide Basis. Ob die neuen strategischen Ansätze zusätzliche Mitglieder gewinnen können und insbesondere junge Menschen stärker ansprechen, wird aufmerksam zu verfolgen sein.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob der ADFC mit seiner erweiterten Agenda tatsächlich neue Zielgruppen erreicht und seine Position als größter Fahrradverband weltweit weiter ausbaut.

Dieser Beitrag enthält Informationen und Zitate aus einer Pressemitteilung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. (ADFC).

Weiterführende Quellen:

  • „Am 1. Januar 2024 hatte der ADFC bundesweit 234.234 Mitglieder, womit der Verband 2022 ein Wachstum von knapp 4,7 % und 2023 von rund 4 % verzeichnete.“ – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/ADFC
  • „Seit April 2025 verfügt der ADFC über eine Jugendorganisation (‚Junger ADFC‘), die die Interessen von rund 30.000 Mitgliedern zwischen zehn und 26 Jahren vertritt.“ – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/ADFC
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