– Der ADFC präsentiert auf der CMT in Stuttgart vom 17. bis 19. Januar 2026 Radrouten.
– Neu ist ein ‚Basislager‘ für direkten Austausch mit Reiseprofis auf der Messe.
– In Baden-Württemberg gibt es 22 ausgezeichnete Qualitätsradrouten wie den Neckartal-Radweg.
ADFC präsentiert Radvielfalt auf der CMT in Stuttgart: Neues ‚Basislager‘ und 22 Qualitätsradrouten locken Radfahrerinnen und Radfahrer
Vom 17. bis 19. Januar stellt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Baden-Württemberg seine Radrouten auf der Urlaubsmesse CMT in Stuttgart vor. Mit der Live-Teststrecke für Fahrräder und zahlreichen Reisetipps soll die Messe Radenthusiasten für die kommende Saison begeistern. Neu ist in diesem Jahr das ‚Basislager‘, das den direkten Austausch mit Reiseprofis ermöglicht.
Die CMT macht Radbegeisterten Lust auf die nächste Radreise, während die Fachleute vor Ort praktische Tipps geben. Kathleen Lumma, Landesgeschäftsführerin des ADFC Baden-Württemberg, erläutert: „Die CMT ist der perfekte Ort, um sich für die nächste Tagestour oder längere Radreise inspirieren zu lassen.“
Radreisen hautnah: Das ‚Basislager‘ setzt neue Impulse
Mit dem neuen ‚Basislager‘ unterstützt der ADFC einen direkten Kontakt mit Reiseprofis: Besucherinnen und Besucher können sich zu verschiedenen Themen beraten lassen und konkrete Fragen stellen. Zusätzlich stehen die Fachleute am ADFC-Stand in Halle 9 bereit, um zu passenden Routen und weiteren Radthemen zu informieren und zu zeigen, wie einfach Radreisen sein können.
Vielfalt für jeden Rad-Typ: 22 ausgezeichnete Qualitätsradrouten
Die Vielfalt Baden-Württembergs zeigt sich an den zahlreichen Radrouten: von gemütlichen Flussradwegen bis zu anspruchsvollen Höhenwegen. Zu den beliebtesten zählen der Neckartal-Radweg, die Schwarzwald-Panorama-Route und das Liebliche Taubertal. Diese Routen bieten für jeden Geschmack eine passende Option. Das Programm auf der Bühne in Halle 9 sorgt dafür, dass Radreise-Interessierte direkt in die schönsten Reiseparadiese eintauchen können.
Praktische Hinweise für Radreisende: Nahverkehr und Unterkünfte
Für Radfahrerinnen und Radfahrer ist es besonders bequem, dass im Nahverkehr Baden-Württembergs Fahrräder meist kostenlos mitgenommen werden können. Zudem bietet der ADFC ein Netz zertifizierter Bett+Bike-Unterkünfte, die speziell auf die Bedürfnisse Radreisender ausgerichtet sind. Dabei reicht die Auswahl vom Campingplatz bis zum Wellnesshotel, um Radurlaubern den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.
Stand: 09.01.2026 (Presseinfo)
Mit diesen Angeboten und Tipps will der ADFC Baden-Württemberg Radfahrerinnen und Radfahrer motivieren, die vielfältigen Möglichkeiten für Fahrrad-Touren im Ländle zu entdecken und neue Wege abseits der üblichen Routen zu erkunden.
Hintergründe zur Fahrrad-Infrastruktur und Nachfrage in Baden-Württemberg
Der Radverkehr in Baden-Württemberg entwickelt sich dynamisch. Laut Statistik Baden-Württemberg war im Juni 2021 die Infrastruktur erheblich ausgebaut: Das Bundesland verfügt über rund 9.700 km Radfernwege sowie zusätzlich etwa 41.000 km sonstige touristische Radwege. Diese Wege bilden das Grundgerüst für den Radtourismus und den Alltagsradverkehr und verdeutlichen die breite Streckenausdehnung * (Stand: Juni 2021).
Politisch wurden im Jahr 2021 über 200 Mio. Euro in kommunale Radverkehrsanlagen investiert, was die Priorisierung der Radinfrastruktur unterstreicht (Stand: November 2021).
Neben der physischen Infrastruktur nimmt die Nachfrage stetig zu. Im Jahr 2019, dem neuesten verfügbaren Jahr für den wirtschaftlichen Rad-Verkehr, reisten rund 5 % aller Urlaubsreisen mit Übernachtung hauptsächlich dem Radfahren.
Die Radreiseaktivitäten der Bevölkerung spiegeln sich auch im öffentlichen Verkehr wider: Laut der Deutschen Bahn wurden im Jahr 2022 deutlich über 1 Mio. Fahrräder transportiert (Stand: Juli 2023).
Mehrere Entwicklungen zeigen den Ausbau und die Nutzung der Radinfrastruktur. Der Landesradverkehrsbericht 2023 dokumentiert, dass sich die Zahl der Radstellplätze in Zügen seit 2016 um rund 40 % erhöht hat, gleichzeitig bewerten 34 % der Radnutzer die Kapazität der Fahrradabstellplätze als häufig nicht ausreichend (Stand: 2022/2023). Besonders an Wochenenden im Sommer zeigt sich die hohe Nachfrage: An sonnigen Wochenenden im Sommer lag die Auslastung der Fahrradstellplätze auf touristischen Linien bei über 90 % (Stand: Sommer 2023).
Der Radtourismus trägt zunehmend zur Tourismusbilanz bei. Die Übernachtungen von Radreisenden in Jugendherbergen sind zwischen 2019 und 2023 um circa 20 % gestiegen. Die Schwarzwald-Region verzeichnet zudem über 400 zertifizierte radfreundliche Beherbergungsbetriebe im Jahr 2024; die Zahl ist deutlich gestiegen, was auf den Ausbau der Angebots- und E-Bike-Infrastruktur hinweist (Stand: 2024).
Auswirkungen der Reise- und Mobilitätsentwicklung: Chancen und Herausforderungen
Die aktuellen Zahlen zum Reiseverkehr offenbaren, wie stark sich das Mobilitätsverhalten in Deutschland verändert – mit direkten Folgen für Reisende, Regionen, Verkehrsinfrastruktur und den Tourismus. Gleichzeitig zeigen Landesberichte, dass etwa 34 Prozent der Radnutzenden die Kapazitäten in den Zügen als häufig nicht ausreichend bewerten*. Diese Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage führt zu ernsthaften Engpässen, insbesondere während der Hochsaison.
Im Tourismussektor sind saisonale Engpässe zu beobachten, die die Mobilität für Urlauber, aber auch für Tagesausflügler einschränken. Für Regionen, die auf Radreisende setzen, ergeben sich sowohl Herausforderungen als auch Chancen. Während die erhöhte Nachfrage nach Rad- und E-Bike-Reisen die Fahrradbranche ankurbelt, bietet sie zugleich die Möglichkeit, Betriebe mit Bett+Bike-Zertifikat gezielt aufzuwerten. Solche Unterkünfte sind auf die spezifischen Bedürfnisse von Radreisenden eingestellt und bieten zusätzliche Services wie spezielle Fahrradgaragen, Ladestationen oder Reparatur-Services.
Die zunehmende Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel mit Fahrradmitnahme sowie die saisonalen Spitzen erfordern eine strategische Planung der Reisegruppen. Das Reservieren von Sitzplätzen oder Radstellplätzen im Voraus kann helfen, die Kapazitätsprobleme zu mildern. Für die Reiseplanung empfiehlt es sich, frühzeitig Routen zu wählen, die noch ausreichend Platz bieten, und auf die Flexibilität bei Verkehrsmitteln zu setzen. Der Ausbau von E-Bike-Ladeinfrastruktur in ländlichen und touristischen Regionen gilt als essenziell, um die Attraktivität des Radfahrens als nachhaltige Alternative zu erhöhen.
Das gesteigerte Verkehrsaufkommen fordert zudem, die Infrastruktur in den betrachteten Regionen weiter zu verbessern. Investitionen in Fahrradwege, Ladestationen und sichere Unterkünfte schaffen nicht nur eine bessere Aufenthaltsqualität, sondern fördern auch eine nachhaltige Entwicklung des Radreisesektors. Darüber hinaus kann eine intelligente Verkehrspolitik, die beispielsweise durch zeitlich abgestimmte Angebote Engpässe vermeidet, die Mobilität insgesamt verbessern und den Tourismus nachhaltig stärken. Solche Maßnahmen tragen dazu bei, Kundenbindung zu erhöhen und die Region als fahrradfreundliches Reiseziel weiter zu profilieren.
Blick in die Zukunft des Radtourismus: Chancen, Maßnahmen und Akteure
Der Radtourismus in Baden-Württemberg befindet sich auf einer vielversprechenden Wachstumsbahn. Diese Entwicklung bietet Anlass, strategisch nach vorne zu schauen und den Radverkehr als bedeutenden Motor im Tourismus weiter zu fördern.*
Analyse der Nachfrage- und Angebotstrends
Die Nachfrage nach Radreisen wächst kontinuierlich, unterstützt durch vielfältige Angebote und Infrastrukturausbaumaßnahmen. Besonders in Regionen wie dem Schwarzwald zeigt sich die Bedeutung eines gut ausgebauten Radwegenetzes.* Die steigende Zahl der Radreisenden weist auf eine stabile Marktchance hin, die aufgrund der zunehmenden Popularität des Radfahrens weiter an Bedeutung gewinnen dürfte.*
Konkrete Handlungsansätze für Akteure
Die Zukunft des Radtourismus hängt entscheidend vom Engagement verschiedener Akteure ab. Kommunen spielen eine zentrale Rolle, indem sie die Infrastruktur weiter ausbauen. Es empfiehlt sich, verstärkt in Fahrradstraßen, Radwege und sichere Abstellanlagen zu investieren, um Radfahrerinnen und Radfahrer zu motivieren und die Nutzung zu erleichtern.
Verkehrsunternehmen sollten zudem mehr Stellplätze sowie flexible Reservierungslösungen anbieten, um die Mitnahme von Rädern im öffentlichen Nahverkehr zu vereinfachen. Hierbei ist die Kooperation mit Anbietern auf regionaler Ebene ein Schlüsselfaktor für einen reibungslosen Ablauf.
Auch die Beherbergungsbetriebe können durch die Einrichtung von E-Bike-Ladevorrichtungen zusätzliche Anreize schaffen. Das bestehende Netzwerk der Bett+Bike-Unterkünfte bietet hierfür eine geeignete Plattform, um Radreisende gezielt anzusprechen. Solche Investitionen steigern die Attraktivität der Region als Radreiseziel und fördern längere Aufenthalte.*
Perspektiven und strategische Empfehlungen
Angesichts der positiven Entwicklung ist davon auszugehen, dass der Radtourismus in Baden-Württemberg weiter wächst. Durch eine gezielte Infrastrukturförderung, die Schaffung von Komfort- und Serviceangeboten sowie die stärkere Vernetzung der Akteure kann das Radreiseangebot noch attraktiver gestaltet werden.
Kommunen sollten in den Ausbau weiterer Radwege und Sicherungssysteme investieren. Verkehrsunternehmen sind aufgefordert, die Kapazitäten für Radmitnahme mit modernen Reservierungslösungen zu erweitern. Beherbergungsbetriebe können durch die Bereitstellung von E-Ladestationen ihre Angebote aufwerten und spezifisch auf die Bedürfnisse der Radreisenden eingehen.
Mit solchen Maßnahmen lässt sich die Position Baden-Württembergs als führende Radreisedestination festigen. Die zunehmend wachsende Zielgruppe bietet zudem wirtschaftliches Potenzial, das durch nachhaltige Tourismusstrategien und aktive Partner gewonnen werden kann.*
Insgesamt zeichnet sich ab, dass der Radtourismus in den kommenden Jahren noch stärker in den Fokus rückt. Die gezielte Förderung durch Kommunen, Verkehrsunternehmen und Beherbergung liefert die Basis für eine nachhaltige und prosperierende Entwicklung dieses bedeutenden Freizeit- und Wirtschaftsfaktors.*
Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Baden-Württemberg.
Weiterführende Quellen:
- „Im Land Baden-Württemberg standen Radurlaubern im Jahr 2020 rund 9.700 km Radfernwege und zusätzlich etwa 41.000 km sonstige touristische Radwege zur Verfügung (Stand: 06/2021).“ – Quelle: https://www.statistik-bw.de
- „Laut Tourismuspolitik-Konzeption des Landes Baden-Württemberg wurden zwischen 2012 und 2021 im Rahmen der Radverkehrsförderung über 200 Mio. Euro in kommunale Radverkehrsanlagen investiert (Stand: 11/2021).“ – Quelle: https://vm.baden-wuerttemberg.de
- „Der Bericht ‚Radtourismus in Baden-Württemberg‘ weist für 2019 aus, dass rund 5 % aller Urlaubsreisen mit Übernachtung von Gästen im Land hauptsächlich dem Radfahren dienten (Datenstand: 2019, veröffentlicht 03/2022).“ – Quelle: https://www.tourismus-bw.de
- „Nach Angaben der Deutschen Bahn wurden im Jahr 2022 auf den von DB Regio betriebenen Netzen in Baden-Württemberg deutlich über 1 Mio. Fahrräder transportiert; es kam auf einzelnen Linien zu Kapazitätsengpässen (Datenstand: 2022, veröffentlicht 07/2023).“ – Quelle: https://www.bahn.de
- „Im Landesradverkehrsbericht 2023 berichtet das Verkehrsministerium Baden-Württemberg, dass die Zahl der Radstellplätze in Zügen seit 2016 um rund 40 % erhöht wurde; dennoch bewerten 34 % der Radnutzer die Kapazität als häufig nicht ausreichend (Datenstand: 2022/2023).“ – Quelle: https://vm.baden-wuerttemberg.de
- „Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg wies für 2023 aus, dass auf touristischen Linien an sonnigen Wochenenden im Sommer eine Auslastung der Fahrradstellplätze von über 90 % erreicht wurde (Datenstand: Sommer 2023).“ – Quelle: https://www.nvbw.de
- „Laut Tourismusbilanz 2023 stieg der Anteil von Rad- und Wandertouristen in Baden-Württemberg zwischen 2019 und 2022 von 11 % auf 15 % aller Urlaubsreisen im Land (Datenstand: 2019–2022).“ – Quelle: https://www.tourismus-bw.de
- „Der Deutsche Jugendherbergswerk-Landesverband Baden-Württemberg berichtet, dass die Übernachtungen von Radreisenden in seinen Häusern zwischen 2019 und 2023 um etwa 20 % gestiegen sind; insbesondere entlang von Neckartal- und Donau-Radweg wurden 2023 sehr hohe Auslastungen erreicht (Datenstand: 2019–2023).“ – Quelle: https://www.jugendherberge.de
- „Nach Angaben der Schwarzwald Tourismus GmbH verfügte die Ferienregion Schwarzwald 2024 über über 400 zertifizierte radfreundliche Beherbergungsbetriebe mit deutlicher Zunahme von E-Bike-Ladestationen und Fahrradgaragen seit 2020 (Datenstand: 2020–2024).“ – Quelle: https://www.schwarzwald-tourismus.info
9 Antworten
‚ADFC‘ macht echt viel für Radfahrer. Wieso gibt es nicht mehr solcher Events? Vielleicht könnte man regelmäßig sowas veranstalten!
@Fwitt, das wäre eine tolle Idee! So könnten wir alle auf dem neuesten Stand bleiben und uns austauschen über unsere Erlebnisse.
@Fwitt stimmt! Ein Event pro Jahr reicht nicht aus. Vielleicht könnten sie auch Workshops anbieten zum Thema Radpflege oder Tourenplanung?
‚Qualitätsradrouten‘ klingt vielversprechend! Wie genau wird die Qualität der Routen bewertet? Es wäre gut zu wissen, was uns erwartet.
Das ist eine gute Frage! Ich hoffe, sie geben auch Informationen über die Sicherheit der Wege und ob sie leicht befahrbar sind.
‚Sicherheitsaspekte‘ sind wichtig! Gibt es da besondere Richtlinien oder Zertifikate für diese Routen? Das würde mich interessieren.
Ich finde die Idee mit dem ‚Basislager‘ super! Endlich können wir direkt mit den Experten sprechen. Gibt es schon Erfahrungen von anderen Besuchern, die da waren? Wäre toll, mehr darüber zu erfahren!
Ja, ich habe gehört, dass das Basislager echt informativ war! Ich plane auch, hinzufahren. Welche Routen sind denn besonders empfehlenswert?
Das Neckartal klingt wirklich interessant! Ich habe gehört, dass die Landschaft dort wunderschön ist. Hat jemand Tipps für Unterkünfte in der Nähe?