ADAC Studie 2026: So sparen Sie beim Neuwagenkauf mehrere tausend Euro durch Nachfragen

Wer ein neues Auto kauft, sollte nicht einfach den Listenpreis akzeptieren. Das zeigt eine verdeckte Studie des ADAC vom 06.04.2026, bei der Testkäufer Rabatte aushandelten. In fast 90 Prozent der Fälle gab es einen Nachlass, der oft mehrere tausend Euro betrug. Die größten Rabatte wurden dabei meist schon beim ersten Angebot oder auf die erste Nachfrage gewährt.
ADAC Studie 2026: So sparen Sie beim Neuwagenkauf mehrere tausend Euro durch Nachfragen

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– Eine verdeckte ADAC-Studie zeigt, dass Autohändler in fast 90 Prozent der Fälle Rabatte gewähren.
– Die höchsten Nachlässe gibt es meist beim ersten Angebot oder auf die erste Nachfrage.
– Die Rabatthöhe variiert stark zwischen Herstellern, von wenigen hundert bis über elftausend Euro.

ADAC-Studie zum Neuwagenkauf: Rabatte im Autohaus sind häufig möglich

Wer einen Neuwagen kaufen will, sollte den ausgewiesenen Listenpreis nach Einschätzung des ADAC nicht vorschnell akzeptieren. Eine verdeckte Untersuchung des Automobilclubs zeigt laut Pressemeldung vom 06.04.2026, dass sich in fast 90 Prozent der Fälle ein Nachlass erzielen ließ. In vielen Gesprächen waren demnach sogar Einsparungen von mehreren tausend Euro möglich.

Die Ergebnisse sind auch deshalb relevant, weil ein neuer Kleinwagen laut ADAC inzwischen im Schnitt mehr als 25.000 Euro kostet. Aus Sicht des Clubs kann sich schon die einfache Frage nach einem Rabatt lohnen.

Wie der ADAC die Rabattbereitschaft im Autohaus untersucht hat

Für die Untersuchung konfigurierte der ADAC nach eigenen Angaben 14 Fahrzeuge online vor und schickte anschließend Testkäufer mit diesen Angeboten in Autohäuser. Für jedes Modell fanden laut Pressemeldung acht Verkaufsgespräche in unterschiedlichen Regionen Deutschlands statt.

Im Test waren sieben Fahrzeuge mit klassischem Antrieb und sieben E-Autos. Bei den Verbrennern nennt der ADAC Dacia Duster, Mercedes C220d T-Modell, MG ZS+ (hybrid), Peugeot 3008, Renault Clio, Toyota Corolla Touring Sports und VW Golf Variant. Bei den Elektroautos wurden BYD ATTO 2, Fiat Grande Panda, Hyundai INSTER, Leapmotor T03, Skoda Elroq, BMW iX1 und Opel Corsa-e untersucht.

Die aktuelle Förderung für E-Autos blieb laut ADAC bewusst unberücksichtigt. Ziel war es, sichtbar zu machen, welche Preisnachlässe Händler und Hersteller selbst gewähren.

Der größte Spielraum liegt meist am Anfang der Verhandlung

Nach den ADAC-Ergebnissen war bereits im ersten Angebot in mehr als drei Viertel der Fälle proaktiv ein Preisnachlass enthalten. Wo das zunächst nicht geschah, konnte laut Pressemeldung in weiteren 12 Prozent der Fälle auf die erste Nachfrage hin noch ein Rabatt erreicht werden.

Mit jeder weiteren Nachfrage sank die Bereitschaft der Verkäufer jedoch deutlich. Bei einer zweiten Nachfrage ließen sich laut ADAC nur noch 13 Prozent auf eine weitere Reduzierung des Kaufpreises ein. Ganz ohne Wirkung blieb dieser Schritt dennoch nicht: Bei BMW sank der Preis in dieser Phase im Schnitt noch einmal um mehr als 700 Euro, und bei einem Renault-Händler wurde erst dann überhaupt ein Nachlass gewährt.

Bei der dritten Nachfrage waren laut ADAC nur noch sechs Prozent der Verkäufer zu einem weiteren Rabatt bereit. Meist blieben die zusätzlichen Beträge eher klein, auch wenn es in zwei Fällen noch Reduktionen von mehr als 1.000 Euro gegeben haben soll. Für Kaufinteressierte ergibt sich daraus aus Sicht des Clubs ein klares Bild: Nachfragen lohnt sich oft, der größte Verhandlungsspielraum liegt aber meist früh im Gespräch.

Große Unterschiede zwischen Marken und Modellen

Wie hoch ein Neuwagen-Rabatt ausfällt, hängt laut ADAC stark von Marke, Fahrzeugklasse und Vertriebsstrategie ab. Besonders auffällig waren in der Untersuchung Mercedes-Benz und BYD. Mercedes wies bereits im Online-Konfigurator einen nicht näher definierten Nachlass von gut 5.000 Euro aus. BYD warb online sogar mit einem Abzug von über 15.000 Euro. Darin enthalten waren laut ADAC allerdings 6.000 Euro als maximale Förderung für Elektroautos, die nicht jeder Käufer in Anspruch nehmen könne. Die im Konfigurator sichtbaren Rabatte wurden vor Ort laut ADAC durchgängig bestätigt.

Auch die Spannweite zwischen den Marken fiel deutlich aus. Bei Leapmotor lag die durchschnittliche Rabatthöhe laut Pressemeldung bei nur 243 Euro. Bei BMW wurde der Kaufpreis dagegen um mehr als 11.000 Euro reduziert. Der ADAC führt diese Unterschiede auf verschiedene Vertriebsstrategien und die jeweilige Fahrzeugklasse zurück.

So war der Leapmotor T03 mit einem Listenpreis von 18.900 Euro das günstigste Fahrzeug im Testfeld. Der konfigurierte BMW iX1 lag laut Pressemeldung bereits bei mehr als 62.000 Euro und war zudem mit umfangreicher Sonderausstattung versehen. Nach ADAC-Sicht zeigt sich damit, dass sich Rabatte nicht ohne Weiteres von einem Modell auf ein anderes übertragen lassen.

Händler derselben Marke bieten teils sehr unterschiedliche Konditionen

Für den ADAC ist auch der Vergleich mehrerer Autohäuser ein wichtiger Punkt. Die Untersuchung zeigt laut Pressemeldung, dass sich die Angebote selbst innerhalb derselben Marke teils deutlich unterscheiden können.

Bei Toyota lag die sogenannte Rabattspanne in der Untersuchung bei mehr als 21 Prozentpunkten. Gemeint ist die Differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten gewährten Nachlass. Deutlich kleiner fiel diese Spanne bei Mercedes aus, wo laut ADAC nur der vom Hersteller vorgegebene Rabatt gewährt wurde. Auch bei BYD mit 2,4 Prozentpunkten und Renault mit 3 Prozentpunkten waren die Unterschiede geringer.

Aus Sicht des Clubs ist das für den Autokauf besonders relevant: Dort, wo Händler eigenständig mehr Spielraum haben, kann der Vergleich mehrerer Standorte derselben Marke bares Geld sparen. Wo Preisnachlässe stärker vorgegeben sind, fällt dieser Vorteil kleiner aus.

ADAC-Botschaft zum Neuwagenkauf

Die Kernaussage der Untersuchung ist klar: Beim Neuwagenkauf lohnt es sich häufig, den Preis im Autohaus zu verhandeln. Die ADAC-Daten deuten darauf hin, dass Nachlässe oft schon ohne größere Verhandlung angeboten werden und eine gezielte Nachfrage in vielen Fällen zusätzliches Sparpotenzial eröffnet.

Zugleich macht die Studie deutlich, dass der Spielraum je nach Marke, Modell und Vertriebssystem sehr unterschiedlich ausfallen kann. Wer einen Neuwagen kaufen will, hat damit nach ADAC-Sicht gute Chancen auf einen Rabatt – sollte den Listenpreis also nicht als festen Endpreis verstehen.

Die hier bereitgestellten Informationen und Erkenntnisse stammen aus einer offiziellen Pressemitteilung des ADAC e.V.

Weiterführende Quellen:

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9 Kommentare

  1. Kurz meine sicht: nicht den ersten preis akzeptieren, frage immer nach rabatt und vergleiche marken, vor allem bei e-autos weil förderung verwirrend sein kann. Mir half /forum/erfahrungen-autokauf und /ratgeber/neuwagen-rabatte beim vorbereiten. Wer hat schon erfahrung mit BMW oder Renault verhandlungen, wieviel war drin?

  2. Neutral gesagt, die zahlen sind nützlich, aber ich zweifel ob testkäufer real die gleiche verhandlungsmacht haben wie normale kunden. Wenn der händler schon online 5000 euro gibt ist das klar, aber bei kleineren marken wie Leapmotor kaum was. Frage: sollte man vorher finanzierungsangebot oder sofortkauf sagen beim verhandeln? Siehe /ratgeber/verhandeln-im-autohaus

    1. Gute frage, ich hab oft erlebt das finanzierung die verhandlungsbasis ändert, manchmal wird mehr rabatt bei barzahlung gegeben, manchmal nicht. ADAC ergbenis zeigt erster angebot is wichtig,daher vorher online konfig probieren und dann gezielt nach nachlass fragen, extra tip: mehrere angebote ausdrucken und beim händler vorlegen

  3. Find die studie praktisch aber ein bisschen verwirrend, weil manche marken so grosse spanne haben, Toyota zB mit 21 prozentpunkten unterschied, das macht doch vergleichen nötig. Ich frag mich ob saison oder lagerfahrzeug das meiste bringt, oder eher sonderausstattung weniger rabatt? Siehe /ratgeber/lagerfahrzeuge und /studien/adac-2026 fuer mehr info

  4. Hab das gelesen und denk mir, dass man net den ersten preis nimmn soll, da ist ja oft schon ein nachlass drin, aber wie verhandelt man richtig ohne arger, gibts tipps zu frageformulierung, zum vergleich mehrere autohäuser oder direkt beim hersteller fragen? Sieht man ja in /ratgeber/neuwagen-rabatte das spanen sehr unterschiedlich sind

    1. Also ich hab probiert erst online konfigurator zu nutzen dann zum händler zu gehen, und oft war der preis dort anders, manchmal besser, manchmal schlechter. Frag mal gezielt nach „Angebot plus Rabatt“ und vergleiche mehrere standorte, siehe auch /studien/adac-2026, vielleicht hilft das, hat bei mir 1000 eur gebracht

    2. Kurz: vergleichen lohnt, aber aufpassen bei angebote die förderung einrechnen, das ist oft irreführend. ADAC schreibt das manche rabatt von förderungen abhängen, also nachfragen ob rabatt echt vom hersteller oder nur staatlicher fördertopf ist. Guck auch /faq/foerderung-e-auto für mehr details

  5. Interessant die ADAC studie find ich, aber ich versteh nicht ganz, ob der Listenpreis nu ganz währ oder ob Händler immer was geben. Hab schon mal bei /ratgeber/neuwagen-rabatte gelesen das oft Rabat möglich ist, vor allem beim ersten angebot, aber wie ist das mit E-Auto Förderung und Herstellerangaben, kann das jemand erklähren

    1. Ja, gutes thema, ADAC sagt fast 90% sind rabattbar, aber das klingt komisch weil manche marken wie BYD oder Mercedes schon online viel abziehen, andere kaum. Schau mal /studien/adac-2026 und /forum/erfahrungen-autokauf, vielleicht hat jemand erfahrung mit Verhandlung beim Händler, lohnt sich das früh fragen oder erst später im gespräch

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