ADAC-Studie 2025: Kraftstoffpreise im Tagesverlauf – So sparen Autofahrer beim Tanken am meisten

Gruppe von Menschen unterschiedlichen Alters und Herkunft an einer Tankstelle, zwei Frauen in Kopftüchern lachen, eine Person betankt ein Auto.

Inhaltsverzeichnis

Tankzeiten entscheiden über den Preis: ADAC meldet Rekorddifferenzen bei Kraftstoffpreisen

Die aktuelle ADAC-Auswertung zeigt, dass Autofahrer in Deutschland beim Tanken deutlich mehr sparen können als im Vorjahr – allein durch den richtigen Zeitpunkt. Bei Super E10 liegt die Differenz zwischen dem teuersten und günstigsten Preis am Tag im Durchschnitt bei 12,5 Cent je Liter. Zum Vergleich: Im Mai 2024 betrug diese Schwankung 6,4 Cent, und der bisherige Spitzenwert aus dem Jahr 2020 lag bei rund elf Cent. Noch deutlicher zeigen sich die Unterschiede bei Diesel: Hier können durch gezieltes Tanken bis zu 13,3 Cent je Liter eingespart werden, nach 7,3 Cent im Vorjahr. Das bedeutet, Autofahrer, die beispielsweise 50 Liter tanken, sparen im Schnitt mehr als 6 Euro – eine Summe, die sich spürbar im Geldbeutel bemerkbar macht.

Morgens kurz nach 7 Uhr sind die Preise traditionell am höchsten – diesmal sogar mit einem noch deutlicheren Aufschlag als im Vorjahr. Die günstigsten Zeiten zum Tanken liegen wie schon 2024 zwischen 19 und 20 Uhr. Zusätzlich lohnen sich auch die Zeiträume zwischen 17 und 18 Uhr sowie zwischen 21 und 22 Uhr. Der ADAC empfiehlt daher: "Als Faustregel für die Verbraucher gilt die Empfehlung, im Zeitraum zwischen 17 und 22 Uhr zu tanken." So lassen sich die Schwankungen im Tagesverlauf optimal nutzen. Der Preisverlauf gleicht einem wellenförmigen Muster, das gegen 23 Uhr einen leichten Anstieg kennt und nachts auf durchschnittlichem Niveau verharrt, bevor es morgens steil nach oben geht.

Neben dem richtigen Zeitpunkt kann auch die Wahl der Tankstelle zusätzlichen Spielraum bieten. Hier unterstützt die Smartphone-App „ADAC Drive“, die die aktuellen Preise von nahezu allen der über 14.000 Tankstellen in Deutschland übersichtlich anzeigt. Damit können Verbraucher schnell und einfach vergleichen und gezielt günstige Angebote ansteuern.

Die ADAC-Auswertung verbindet klare Zahlen mit einer eindeutigen Empfehlung: Wer auf den richtigen Zeitpunkt achtet, profitiert erheblich von den größten Tagespreisschwankungen der vergangenen Jahre. Dadurch wird das Tanken planbar günstiger – und das Geld bleibt im Portemonnaie.

Die neuen Spielregeln an der Zapfsäule: Was Autofahrer jetzt wissen sollten

Die Schwankungen der Kraftstoffpreise sind in den vergangenen Monaten deutlicher geworden und beeinflussen den Alltag vieler Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland spürbar. Hinter den Preissprüngen stecken vielfältige Ursachen: Die globale Rohölpreisentwicklung, politische Konflikte und wechselnde Nachfrage beeinflussen das Angebot. Hinzu kommen regionale Unterschiede, etwa durch unterschiedliche Steuersätze, Logistikkosten und Wettbewerbssituationen der Tankstellen in der jeweiligen Umgebung. Diese Faktoren sorgen dafür, dass die Preise an den Zapfsäulen oft stark auseinandergehen – und das nicht nur zwischen Bundesländern, sondern auch im Tagesverlauf.

Was steckt hinter den Preisschwankungen?

Ein zentraler Treiber der Preisschwankungen ist der Tageszeitpunkt, zu dem getankt wird. Morgens sind die Preise in der Regel am höchsten, oft über eine Stunde lang, bevor sie im Laufe des Tages in mehreren wellenartigen Bewegungen sinken. Autofahrer können allein durch die Wahl des richtigen Zeitfensters zwischen 17 und 22 Uhr deutlich sparen – mit Unterschieden von mehr als 12 Cent pro Liter bei Super E10 und noch höheren Differenzen beim Diesel. Digital gestützte Verbraucher können zusätzliche Vorteile erzielen, indem sie vorab die Preise ihrer Region überprüfen. Apps wie „ADAC Drive“ bieten eine Übersicht der Kraftstoffpreise von mehr als 14.000 Tankstellen deutschlandweit und ermöglichen es, durch gezieltes Aussuchen der günstigsten Station in Kombination mit dem perfekten Zeitpunkt weitere Ersparnisse zu realisieren.

Welche Folgen ergeben sich für Verbraucher und Gesellschaft?

Die Preisvolatilität fordert von Autofahrenden mehr Aufmerksamkeit und Flexibilität, um beim Tanken bares Geld zu sparen. Viele Verbraucher reagieren mit veränderten Tankgewohnheiten – häufiger wird zu günstigen Tageszeiten getankt, sprich in den Abendstunden. Zudem wächst das Bewusstsein für digitale Werkzeuge, die transparente Preisvergleiche ermöglichen. Die Differenzen wirken sich auch gesellschaftlich aus: Sie schaffen regionale Ungleichheiten, da nicht jeder gleich einfach auf niedrigere Preise zugreifen kann. Darüber hinaus verweist die Entwicklung auf eine wirtschaftliche Dynamik, die einfache Routinen am Kraftstoffmarkt herausfordert und einen hohen Informationsbedarf erzeugt.

Verbraucher können folgende Spartipps berücksichtigen:

  • Tanken bevorzugt zwischen 17 und 22 Uhr
  • Morgendliche Tankzeiten zwischen 6 und 9 Uhr vermeiden
  • Gezielt günstige Tankstellen anfahren, unterstützt durch digitale Preisvergleichsportale und Apps

In den kommenden Monaten ist mit weiteren Schwankungen zu rechnen, da globale politische und wirtschaftliche Einflüsse sowie saisonale Effekte weiterhin auf die Energiepreise wirken. Auch neue digitale Anwendungen könnten die Transparenz am Kraftstoffmarkt weiter erhöhen und so das persönliche Sparpotenzial verbessern. Insgesamt zeichnen sich veränderte Verhaltensmuster ab, die das Tanken flexibler und bewusster machen.

Tankverhalten im Wandel: Wie Technik und Gesellschaft das Tanken verändern

Das Tankverhalten der Autofahrerinnen und Autofahrer steht vor spürbaren Veränderungen, die sich in den kommenden Monaten weiter verstärken werden. Die steigenden Preise und die immer ausgeprägteren Schwankungen im Tagesverlauf sorgen dafür, dass der bewusste Umgang mit dem Tankzeitpunkt an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig beeinflussen gesellschaftliche Veränderungen, etwa das zunehmend nachhaltige Konsumverhalten und der Wunsch nach Kosteneffizienz, wie und wann Kraftstoff nachgefüllt wird. Hinzu kommt die Rolle neuer Technologien: Apps und digitale Preisvergleichsdienste erleichtern bereits heute die Orientierung im Preisdschungel und können künftig noch präziser und automatisiert zu günstigen Tankzeitpunkten führen. So verbinden sich wirtschaftliches Interesse und technischer Fortschritt zu einem neuen Tankalltag, der weit weg von starren Routinen und zunehmend flexibel auf Preis- und Umweltaspekte reagiert.

E10-Tanken: Verträglichkeit prüfen, passende Fahrzeuge und praktische Hinweise

Kann ich mit meinem Auto E10 tanken?

Ob Sie mit Ihrem Auto E10 tanken können, hängt vom Fahrzeugtyp und dem Motor ab. Prüfen Sie zuerst die Herstellerangaben im Handbuch oder auf der Hersteller-Webseite. Viele Fahrzeuge ab Baujahr 2011 sind E10-kompatibel, ältere Benziner, Oldtimer und manche Motorräder oft nicht. Nutzen Sie eine Kompatibilitätsliste oder fragen Sie Ihre Werkstatt, bevor Sie E10 tanken.

Wie finde ich heraus, ob mein Fahrzeug E10 verträgt?

Schauen Sie im Bordbuch, auf dem Aufkleber im Tankdeckel oder auf der Hersteller-Webseite nach. Alternativ bietet das Kraftfahrt-Bundesamt und die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) Online-Listen mit E10-Kompatibilität. Bei Unsicherheit hilft eine kurze Anfrage beim Hersteller oder eine technische Durchsicht in der Werkstatt.

Welche Risiken entstehen, wenn ich E10 in einem nicht-kompatiblen Auto tanke?

In nicht-kompatiblen Fahrzeugen kann E10 Korrosion an Dichtungen und Kraftstoffleitungen verursachen, Vergaser oder Einspritzsysteme beschädigen und Fehlzündungen auslösen. Langfristig drohen Leistungsverlust, erhöhter Verbrauch und teure Reparaturen. Bei Verdacht auf Schäden füllen Sie besser Super E5 und lassen das Fahrzeug prüfen.

Gibt es eine Liste oder Datenbank, die anzeigt, welche Autos E10 tanken dürfen?

Ja, mehrere Stellen bieten Listen: Hersteller-Websites, das Kraftfahrt-Bundesamt sowie Automotive-Portale und Verbände pflegen Datenbanken. Suchen Sie nach „E10-Kompatibilitätsliste“ oder nutzen Sie spezifische Fahrzeug-Checks auf Portalen von Automobilclubs. Halten Sie Fahrgestellnummer und Baujahr bereit für genaue Treffer.

Wie verhalte ich mich, wenn mein Fahrzeug E10 schlecht verträgt?

Tanken Sie sofort E5 oder Super, um das System zu spülen, und vermeiden Sie längere Fahrten mit dem Fahrzeug. Lassen Sie Kraftstoffsystem und Filter in der Werkstatt prüfen und gegebenenfalls reinigen oder ersetzen. Notieren Sie Symptome wie Ruckeln, Leistungsverlust oder Warnlampen für die Diagnose.

Welche Autos und Modelle sind typischerweise E10-kompatibel?

Moderne Benziner mit Kraftstoffeinspritzung, vielen Euro-5- und neueren Modellen sowie Fahrzeuge ab etwa 2011 sind häufig kompatibel. Direkteinspritzer, Turbobenziner und viele Hybrid-Modelle vertragen E10, sofern der Hersteller dies bestätigt. Dieselfahrzeuge nutzen E10 nicht; hier bleibt Diesel die richtige Wahl.

Beeinflusst E10 den Verbrauch und die Leistung meines Autos?

E10 hat geringfügig weniger Energie als E5, daher kann der Verbrauch leicht steigen und die Leistung minimal sinken. In der Praxis sind Unterschiede oft gering, typischerweise ein Mehrverbrauch von bis zu wenigen Prozent. Bei korrekter Motorabstimmung und kompatiblen Komponenten spüren Sie die Unterschiede meist kaum.

Wie gehe ich bei Oldtimern oder Sammlerfahrzeugen vor?

Oldtimer sollten nur dann E10 tanken, wenn Motor, Kraftstoffleitungen und Dichtungen geprüft und gegebenenfalls ethanolresistent ausgelegt sind. Viele Sammler verwenden zugesetzte Treibstoffe ohne Ethanol oder spezielle Additive. Lassen Sie eine Fachwerkstatt für historische Fahrzeuge empfehlen, bevor Sie E10 verwenden.

Weiterführender Hinweis für Vereine: Erstellen Sie für Fahrzeugflotten eine einfache Prüfliste mit Herstellerangaben, Baujahr und E10-Kompatibilität. So vermeiden Sie Fehlbetankungen, minimieren Reparaturkosten und sichern die Einsatzbereitschaft.

13 Antworten

  1. Die Informationen aus dem Artikel sind echt hilfreich! Ich werde versuchen, meine Tankgewohnheiten zu ändern und abends zu tanken… Gibt es noch andere Tipps für Sparmöglichkeiten beim Tanken?

    1. Eine gute Idee ist es auch, verschiedene Tankstellen auszuprobieren! Manche bieten bessere Preise als andere.

    2. Und nicht vergessen: Apps nutzen ist echt praktisch! Manchmal gibt’s sogar Rabatte oder spezielle Angebote!

  2. Es ist schon krass, wie sehr man sparen kann, wenn man zur richtigen Zeit tankt. Ich habe selbst noch nie darauf geachtet… Wie viel kann man denn bei Diesel so im Schnitt sparen? Das würde mich interessieren.

    1. Laut dem Artikel kann man bis zu 13 Cent pro Liter sparen! Das klingt nach einer Menge Geld über einen Monat hinweg!

  3. Ich frage mich oft, warum es solche Preisschwankungen gibt. Ist das nur wegen der Tageszeit oder spielen da andere Faktoren auch mit rein? Ich denke darüber nach, ob ich wirklich abends tanken sollte.

    1. Es gibt viele Gründe für die Schwankungen! Politische Konflikte und internationale Märkte beeinflussen das auch stark.

  4. Die Empfehlung, abends zu tanken, klingt interessant! Ich habe oft morgens getankt und nie auf die Preise geachtet. Woher kommen diese großen Preisunterschiede eigentlich? Das würde mich mal näher interessieren.

    1. Das hat viel mit Angebot und Nachfrage zu tun! Morgens sind einfach mehr Leute unterwegs und das treibt die Preise hoch.

    2. Genau! Auch regionale Unterschiede spielen eine Rolle. In manchen Städten sind die Preise ständig höher als in anderen.

  5. Ich finde es faszinierend, wie sich die Tankpreise so stark unterscheiden können. Es ist wirklich wichtig, den richtigen Zeitpunkt zu wählen. Hat jemand Erfahrungen mit der ADAC Drive App gemacht? Lohnt sie sich wirklich?

    1. Ja, ich nutze die App regelmäßig und finde sie sehr hilfreich! Man kann die Preise echt gut vergleichen und spart tatsächlich Geld.

    2. Ich habe auch von der App gehört, aber wie genau funktioniert das mit den Preisvergleichen? Gibt es da bestimmte Tankstellen, die immer günstiger sind?

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